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Der Israelit · 1938-02-17 · Heft 7 (17.2.1938) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 7 (17.2.1938)
Date
1938-02-17
Page
– (sequence 11)
Language
German
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17. Febru^ 1938 Der 1 a r a e 1 i t Nr. 7 Seite 11 Personalien. Meimbressen, Bez. Kassel, 13. Febr. Am rrn 's verschied hier im Alter von 76 Jahren Isak Vorenb e r g. Der Heimgegangene war ein Mann des Friedens und ein Freund der Thora. Wo es galt, Awoda und rraa zu üben, sah man ihn an erster Stelle In uneigennütziger Weise versah er seit längerer Zeit den Dienst als Chasan und p"a. — An der Bahre sprach Herr Lehrer Kleeblatt, Kassel, und im Hause Herr W o r m s e r , Grebenstein, Worte der Würdigung und des Trostes. rraxan Vermischtes. Berlin, 16. Febr. Anläßlich des musikpädagogischen Seminars unter Leitung von Karl Adler, das in Berlin von der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung und dem Jugendpflegedezernat der Jüdischen Gemeinde zu Berlin durchgeführt wird, soll Direktor Karl Adler Musikkurse in den Hachschara- Kibbuzim, die in der Nähe von Berlin. gelegen sind, veranstalten. Die erste dieser Musikveranstaltungen fand am Sonntag, den 13. Februar, im Landwerk Ahrensdorf statt, die einen vollen Erfolg brächte. Nürnberg, 1. Febr. Ueber das Thema „Wissenschaftliche Forschung und religiöse Ueberlieferung" sprach Herr Studienrat Hirnheimer aus Würzburg in der hiesigen Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Der Referent setzte sich kritisch mit den Forschungsmethoden der Wissenschaft auseinander und wies den Anspruch der Wissenschaft als einzige Erkenntnisquelle der absoluten Wahrheit zu gelten, wie sie in der Vorstellungswelt vieler Juden noch lebt, entschieden zurück. Die Wissenschaft lehnt bekanntlich die „traditionsgebundene Anschauung" der Religion ab. In Wirklichkeit aber arbeitet auch die Wissenschaft, wie Herr Studienrat Hirnheimer überzeugend nachweisen konnte, mit Dogmen. Angefangen von dem grundlegenden Gesetz des Kausalitätsprinzips, dessen unbedingte Geltung die Wissenschaft überall voraussetzt, beruht auch die Annahme der „durchgehenden Analogie" auf einem Dogma, indem der Forscher den kühnen Schluß zieht, daß. ein in Raum und Zeit sich abspielendes Experiment das gleiche Ergebnis zeitigt, wenn es in das Weltall und in die Ewigkeit verlegt wird. Seit jeher beschäftigt die Forscher die Frage nach dem Ursprung des Lebens und trotz der genauen Kenntnis der stofflichen Zusammensetzung eines Lebewesens, ist es bisher nach all den zahllosen Versuchen nicht gelungen, auch nur das primitivste Lebewesen künstlich zu erzeugen. Die Frage nach dem ersten Leben beantwortet die Wissenschaft, die den Schöpfungsakt nicht anerkennen will, sehr unbefriedigend mit dem Begriff der Urzeugung. Auch die Bibelwissenschaft zeigt die gleiche Tendenz, in Anwendung des Entwicklungsgedankens jede spätere Epoche als einen Fortschritt gegenüber der vorangegangenen zu begreifen. Wie die Naturwissenschaft den Schöpfungs akt, so muß die Bibelkritik die Offenbarung ablehnen. In noch größerem Maße als bei der Naturwissenschaft sind die Ergebnisse der Geschichtswissenschaft bestimmt durch die subjektive Einstellung des Forschers. Die wissenschaftliche Auffassung, die jede außerirdische Kraft zu leugnen versucht, kann also keineswegs unser religiöses Weltbild erschüttern. Im Gegenteil verleiht die sich auf Anerkenntnis der Schöpfung und Offenbarung gründende Anschauung ein geschlosseneres- Bild vom Sinn des Natur- und Weltgeschehens. Den trotz der Schwierigkeit des Gegenstandes sehr klaren und interessanten Ausführungen des Redners folgten die zahlreich erschienenen Zuhörer mit größter Aufmerksamkeit. Lm. Die Frankfurter Woche. Der Adar als Abschluß und Auftakt. Die Reihe der religiösen Sonntagsvorträge schließt der Mekor Chajim diesen Sonntag mit einem Referate des Herrn S. Schachnowitz über das Thema „Der Adar als Abschluß und Auftakt (Auch Purimmotive)". Der Vortrag findet im Anschluß an Mincho 5.45 Uhr im Hörsaale, Friedberger Anlage, statt. Gäste, Herren1 und Damen, willkommen. Maier Mosbacher V"St Ein Jahr hat sich vor kurzem gerundet seit dem Heimgange unseres unvergeßlichen Leopold Mosbacher n~y. Nunmehr kommt die Kunde aus Brüssel, daß dort ihm sein jüngerer Bruder Maier Mosbacher in die Ewigkeit gefolgt ist. Auch Maier Mosbacher war der Unsrige in jeder Beziehung, ein glühender Freund der Kehilla bis zuletzt. In der Firma und unter den Geschäftsfreunden wußte man die unermüdliche, hinreißende Schaffenskraft, die Weltklugheit und den Weitblick Meier - Mosbachers, des Mitbegründers und Seniorchefs des Hauses „Gebrüder Mosbacher", zu schätzen. Wir alle aber kannten und verehrten darüber hinaus den edlen Menschen und treuen Jehudi, den Wohltäter im Großen und Kleinen, vor allem im Stillen, der in der ruhigen und liebevollen Art, wie er mit und zu den Menschen sprach, schon erzieherisch wirkte. Ein Mann ohne Fehl und Tadel war Maier Mosbacher, jeder Zoll Rechtschaffenheit, Geradheit und Wahrheitsliebe, von einem ma-ie?1 und jener schöpferischen Herzensgüte erfüllt, wie sie der Familie eig^n ist. Die Mitarbeiter beklagen den Freund und Berater von allezeit größter Hilfsbereitschaft und ein großer Kreis weint eine stille Träne dem edlen Wohltäter nach, der für des Einzelnen kleine und große Nöte stets ein geneigtes Ohr und ein fühlendes Herz hatte. Auch in der stillen Zurückgezogenheit seiner letzten Brüsseler Jahre blieb er der treue Freund seiner Frankfurter Kehilla und verfolgte, wie er in früheren Jahren in ihren Ausschüssen und Kommissionen milarbeitete, mit wachem Interesse all ihre Geschicke und alles, was sich in ihr abspielte, allen zugeneigt, die früher auf dem Boden der Gemeinde ihm nahestanden. Möge die gleichgeartete Gattin Trost finden in der großen Teilnahme Aller, und im Hause des einzigen Sohnes, in dem die guten Traditionen der Ahnen doppelt walten, wird das Andenken des Vaters ewig bleiben. Möge himmlischer Trost auch den hier in Frankfurt trauernden Geschwistern werden. rraxan- „Der Besitz des Armen ist sein Recht auf deine H i I f e" Midrasch zu Spr. Sal. 22, 22 (j€&i fOcdiz liidiscUe WUtUMfc! Salomon Goldschmidt V"t- . Nach kurzem schweren Leiden verschied das frühere Vorstandsmitglied der Gemeinde Hochstadt, Krs. Hanau, Salomon Goldschmidt. Der Heimgegangene, der vor zwei Jahren nach Frankfurt übersiedelte, war ein von tiefer Frömmigkeit erfüllter Jehudi, der an vielen Schiurim mit Hingabe teilnahm und kaum einen Vortrag versäumte. Jahrzehntelang war Goldschmidt den umliegenden Landgemeinden seines früheren Wohnsitzes ein beratender, helfender und schützender Freund besonders in jüdischen Angelegenheiten. Dies .brachte in einem ergreifenden Hesped in der Synagoge des Gumpertz'sehen Siechenhauses — deren treuer Besucher der Verklärte war — Herr Provinzialrabbiner Dr. Gradenwitz zum Ausdruck, der ihn als rechtschaffenen Mann und aufrechten Juden bezeichnete, der stets in stiller rraa Erfüllung das Erhabenste und Beste erstrebte. Die Herren Rabb. Wolpert, Rabb. Korn und Hermann Seckbach schilderten ihn dann noch insbesondere in seiner Verbundenheit mit „seiner" Kehilloh Gumpertz und fanden hierbei innige Worte der Trauer. Möge sein mar seiner gleichgesinnten Familie beistehen. n'asan- „Jüdischer Abend" verlegt! Aus technischen Gründen mußte der für den 19. Februar vorgesehene Abend unter Leitung von Herrn Max Neumann und Mitwirkung von Herrn Max Koninski, Siegfried Grünglück, Janko Kauffmann und dem Synagogenchor der Israelitischen Religionsgeselischaft auf Samstag, den 5. März, 20.30 Uhr, in die Aula der S. R. Hirsch-Schule, Am Tiergarten 8, verlegt werden. Gelöste Karten behalten ihre Gültigkeit. Jüdische Haushaltungsschule, Auf Antrag der Reichsveftfettin^ der Juden in Deutschland und des Jüdischen Frauenbundes ist, wie schon berichtet, wieder an der Jüdischen Haushaltungsschule, Frankfurt a. M., die Einrichtung eines Seminars für technische Lehrerinnen (Lehrerinnen für Hauswirtschaft und Nadelarbeit) genehmigt worden. Der Lehrgang ist einjährig und schließt mit staatlicher Prüfung, die dazu berechtigt, an jüdischen Volks-Mittelschulen und Lyzeen in Hauswirtschaft Und Nadelarbeit zu unterrichten und an jüdischen Betrieben hauswirtschaftliche Lehrlinge zu unterweisen. Zur Aufnahme kommen technisch und hauswirtschaftlich gut begabte Anwärterinnen, die eine pädagogische Ausbildung als wissenschaftliche oder Volksschullehrerinnen, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Soort-, und Gymnastiklehrerinnen usw. besitzen oder über langjährige pädagogische Erfahrung verfügen. Baldige Anmeldungen sind zu richten an die Jüd. Haushaltungsschule, Frankfurt a. M., Quinckestraße 20. Frankfurter Vereinskalender. Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschait. Am Sonntag, 8.15 Uhr abends, spricht Herr Gemeinderabbiner Jos. Horowitz in der Aula der S. R. Hirsch-Schule über „Herz und Hirn, eine jüdisch-religiöse Kunstbetrachtung". > Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul Mikro, Herr Karl Stern. :.chabbos morgen nach dchuü der bynagoge: cran Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm. 3.45 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. — im Vereinslokal: 3py \>y Herr Rabb. H. Mayer. Sonntag nachm. 5.45 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über „Der Adar als Abschluß und Auftakt (Auch Purimmotive)". (Herren und Damen.) Sonnlag und Mittwoch morgens nach Schul, faitt *ioi\ — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, omat* p». Herr Rabb. Dr. Schlesinger, — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, äioj. Herr J. Soff er. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: MEMa- Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (pbin) ,tnaa Herr Rabb .Dr. J Breuer. Dienstag und Freitag morgens nach Schul, na»»' Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal" Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiitungen. Schabbos abend 8.45 Uhr Tnach-Schiur des Herrn Rabb. H. Mayer. Schabbos, 19. Febr.: Johanna Eliason geb. Weil- Stiftung. Schabbos, 19. Febr.: Lina Stern geb. Stern-Stiftung. Mittwoch, 23. Febr.: Moses Loeb Rosenbaum-Stiftg. Mittwoch, 23. Febr.: Marcus Hirsch-Stiftung. Donnerstag, 24. Febr.: Frau Mirjam Hirsch-Stiftung. Donnerstag, 24. Febr.: Frau Fanny Joseph geb. Carlebach-Stiftung. Freitag, 25. Febr.: Clementine Goldschmidt-Stiftung. Freitag, 25. Febr.: Olga Lion-Stiftung. Liwjath Chen. x Samstag nach Mincho im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz „Von Choreb bis Karmel". Agudas Jisroel-Gruppe Frankfurt a. M. Thora «ad Mussar, Herr Rabbiner J. HorovHz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim ry tnaa. — Schabbos 11—12 Uhr Q"n rn« und 16—17 Uhr Mussar für Jugendliche. Herr B. Rachelsohn, mna nawn Dienstag 20.30 Uhr. Sandweg 6 c. Herr Dozent J. Ehrentreu, «min mit o*Bnaa, Sonntag nach nnin rösn, Uhlandstr. 39.1. Herr R.-A. Dr. E. Posen avn mm, Sonntag nach nnaa Uhr, Wittelsbacher Allee 11. ' Herr J. Sofer, 'av tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18. I. Herr Rabb- Feuerwerger (f. Jugendf.). Sonntag 20-30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, r-y mm Agadische Abhandlungen aus ma« naon. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr,' «ytJi Kaa, Fichtestr. 5. Herr Zuntz, D'Ti rhiR, Sonntag nach rinn», Rabbinatsziramer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor n'inff unter Leitung des Herrn Zuntz (n v 'na) findet um 6.15 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der L R Gstatt- Jüdische Frauenvereinigung und Agadistische Frauenzweigstelle. Am Montag, den 21. Februar, fällt der Vortrag aus. Gebetzeiten, "o rmp Freitag abend 5.15 Samstag naaern 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.30 Samstag Abend 6 35 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.45 2. Minjan 7.30. An G'ttesdienst anschließend: Lernen desB'Ti "ipe- Vereins im Hörsaal Nachmittags 5 30 Tefillinlegen am Morgen 6.35 Familien-Nachrichten. Geburten: Ein Sohn, Dr. Jakob Kalz und Frau Gerti geb. Birnbaum, Tel Awiw, Rechow Raines 29, Verlobte: Lea Wolf, Petach Tikwa (Köln) mit Theo Feuchtwanger, Petach Tikwa (Fürth-Hamburg). 7 0. Geburtstag: Frau Mina Stern Wwe., Höchst i. 0. (früher Hochstadt a. M.) 2, März 1938.

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