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Der Israelit · 1937-11-18 · Heft 46 (18.11.1937) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 46 (18.11.1937)
Date
1937-11-18
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Seite 67 Der „Große" und der „Kleine" Israelit. Der „Große" Israelit: Seht ihn Euch an, den kleinen Wicht! Fast muß er sich strecken, sonst sieht man ihn nicht, Und wagt doch, mit mir zu -konkurrieren. Wohin soll bloß dieser Hochmut führen? Kaum daß er fest auf den Beinen steht, Kaum daß sein erstes Jahr vergeht, Behauptet er schon, er sei so beliebt, Daß nur seinetwegen soviel Leser es gibt! Dabei bin ich, ihr seht es fürwahr, Schon im 78- Lebensjahr! Ich bin ein gereifter, erfahrener Mann, Der vieles weiß und vieles kann. Doch fragt mal .ihn, den Gernegroß, Was ist denn in seinem Blättchen los? Vergleicht er sich doch, wie der Mond bei Nacht, Mit der glänzenden, strahlenden Sonnenpracht. Der „Kleine" Israelit: So sag' mir doch, du stolzer Mann, Wie fing denn deine Laufbahn an? Warst du in deinem ersten Jahr Wie heut', vollendet ganz und gar? Dann meinst du, ich soll größer sein, Sind meine Leser doch auch klein. . Sind deine groß und sehr gelehrt, Sind meine brav und liebenswert. Bist du der alte Israelit, So geh' ich mit der Jugend mit Und glaube, dazu gut zu taugen. Ich zaub're Glanz in Kinderaugen. Auch bin ich jung und unbeschwert Und däs ist, glaub' ich, auch was wert. Der,, G r o ß e " I s r a e 1 i t : Was wollen wir noch länger streiten? Es ist wohl jeder von uns beiden Bei seinen Lesern gleich beliebt, Weil jeder doch sein bestes gibt. Wenn wir uns beide auch nicht gleichen, Will jeder doch sein Ziel erreichen, Will jeder lindern doch den Schmerz, Erfreuen seines Lesers Herz Drin sind sich einig, wie jeder sieht; Der „Große" und „Kleine Israelit". Gedicht und Zeichnung (preisgekrönt) von David Wilder (16 J.) Der „Große" und „Kleine Israelit" im Märchen. Frau Sonne ging heute wieder als Isräelitverkäuferin des Himmels spazieren. Sie hatte schon einen großen Weg zurückgelegt. Es war bereits schon etwas dunkel geworden, doch ihre Strahlen leuchteten ihr den Weg. Plötzlich sah sie etwas Kleines, Helles herantrippeln. Es_ kam immer näher und näher. Jetzt konnte sie schon erkennen, daß es ein kleines Männlein war, welches ein sonderbares Köpfchen hatte. „Guten Abend", sagte es freundlich. Frau Sonne erwiderte höhnisch: „Wie heißt du denn? He, was hast du denn hier zu suchen?" Ich heiße Herr Mond und bin als Verkäufer des „Kleinen Israelit" engagiert," sagte es. „Was?i Mit dem .„Kleinen Israelit" kommst du hierher? Darin sind doch nur Sachen für 3—5jährige Kinder. Wer von dem Himmel will so ein Kinderblatt nehmen?", lachte die Sonne hochmütig. Da sprach das Männlein entrüstet: „Bilde dir Ja nicht soviel ein, du hast ja doch nur Neid,. weil wir so schöne Geschichten haben." „So," sagte sie, „dann gib' mir mal eine Zeitung." Der Mond gab ihr eine. Es wurde immer dunkler und dunkler, so daß die Sonne nicht mehr lesen konnte. „Schade," sagte sie, „ich bin gerade mitten in den Geschichten von EMKA. Ich habe doch gemerkt, daß der '^Kleine Israelit" nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene sehr interessant und lehrreich ist, darum kaufe ich ihn' Wieviel kostet er denn?" „Nur. 10 Pfennig," sagte der Mond freudestrahlend. Die Sonne gab ihm 10 Pfg. und sagte, während sie langsam sich entfernte; „Heut' in vier Wochen treffen wir uns wieder hierr und ich kaufe dann die nächste Nummer. „Gute Nacht." „Danke schön" und „Guten Abend," sagte der Mond und trippelte weiter. Josef Einhorn (11 J,), Frankfurt a. M. Channoh, die große jüdische Heldin; Vor vielen, vielen Jahren lebte in; Syrien eine fromme Frau, die hieß ,*nn* Sie hatte sieben Söhne. Antijochus Epiphanes, der wieder anfing, die Juden zu bedrängen, forderte sie auf, sich vor dem Götzen zu bücken und ihm zu opfern. Sie aber sagte: „Ich und meine Söhne bücken uns nur vor dem D'D^an '^Vö . und vor keinem anderen." Da sagte Antijochus;

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