Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 46 (18.11.1937)
- Date
- 1937-11-18
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 68 „Siehe, du hast sieben Söhne, willst du denn, daß sie alle sterben?" Da sagte der älteste; „Wir fürchten nur einen G'tt, und sollten wir alle sterben, dem Götzen opfern wir nicht." Ais das Antijochus hörte, stürzte er auf den Knaben und erschlug ihn. So hatte mn nur noch sechs Kinder, aber Antijochus tötete sie alle bis auf den jüngsten, der hieß po*»»* Zu dem sprach er: „Hebe mir nur diesen Ring auf, so mache ich dich,reich, und du wirst es gut,haben." Da sagte iljn zu |*a*3a „Bleibe zurück! G'tt der Herr sieht alles." Da tötete Antijochus auch den letzten Knaben. Als nin das sah, ging sie auf ein Haus, stürzte sich vom Dach herunter und fiel tot hin. So bedrängte Antijochus die Juden in seiner Stadt. Ida Ehrentreu (9 J.), Frankfurt a. M. Das verdurstende Kätzchen. Ich ging über die Straße. Da sah ich viele Leute stehend Ich schaute hin und sah ein armes Kätzchen dort liegen. Das Kätzchen konnte sich vor Schwäche kaum mehr rühren. Da kam eine Frau mit viel Milch auf dem Arm. Da kam ein Radfahrer und streifte die Frau. Und sie verschüttete etwas Milch. Das Kätzchen sah das und wollte hingehen; aber es konnte nicht. Da höb es eine mitleidige Frau auf und setzte es an die Milch. Das Kätzchen trank gierig und erfrischte sich. Da dachte ich mir: So sorgt der liebe G'tt auch iür die kleinsten Tiere in seiner großen Güte und Barmherzigkeit. Leo Adler (7 J.), Frankfurt a. M. Simchas-Tauroh im Kinderheim in Bad Kreuznach, Simcrias Tauroh war . ich im Jüdischen Kinderheim in Bad Kreuznach. Dort war es sehr schön. Am Simchas Taurohabend haben wir zuerst gegessen, und dann sind wir in die Synagoge zum G'ttesdienst gegangen. Danach haben wir uns umgezogen und sind dann in den großen Spielsaal gegangen. Dort bekam jedes Kind ein Fähnchen, und dann zogen wir durchs ganze Heim. Dabei sangen wir viele jüdische Lieder, Natürlich auch von Simchas Tauroh. Als der Umzug fertig war, gingen wir wieder in den großen Spielsaal. Dort standen die Stühle im Kreis herum, da setzten wir uns hin. Tante Else suchte dann Tanzpaare heraus, und dann tanzte$ wir lustig herum. Wir Größeren tanzten natürlich auch Horrah solange, bis wir nicht mehr konnten. Nach dem Tanzen trugen einige Kinder Gedichte vor oder sangen Lieder, Zur JSelohnung dafür bekamen sie Süßigkeiten. Als das fertig war, gingen die Kleinen hinaus auf den Flur. Dort waren Tischchen und Stühlchen aufgestellt. Dort aßen sie Kuchen und tranken Tee. Dann gingen sie ins Bett. Währenddessen kam ein Pilot mit ein< n Flugzeug (er stand auf einer Leiter) und ein^r Landkarte zu uns. Er sang uns vor, wo er sehe n überall gewesen war, und nach jeder Stroph.2 sangen wir alle den Refrain mit: „Wir sind die lustigen Piloten" usw. Das war sehr schön. Zw\ Schlüsse bekamen wir auch Kuchen und Te^ und mußten dann ins Bett. Am Simchas Taurohmorgen war es in der Synagoge sehr schön,. Das Herumziehen mit der Sefer Tauroh war sehr spaßig. Die Mädels durften auch mit herumziehen. Während des Umzuges wurden Nüsse, Bonbons und Schokoladfczigaretten verteilt. Alle Jungens, auch die, die noch nicht Barmizwoh waren, wurden aufgerufen, immer zehn zusammen. Beim Mittagessen war es sehr gemütlich. Bei jedem Kind lag ein Geschenk auf dem Teller, bei mir ein schönes Buch. Das war der schönste Simchas Tauroh, den ich bis jetzt erlebt habe. Das werde ich niefn so schnell vergessen. Gertrud Katzenstein (12 J.), Greglingen (Württ .VKnörrpjt, . mraa Dttf 7&p no? pvK tfü ütf ms^n wz&n na nin^? nsnni 'D'DTT "HD1? /D'^a? WoV ,o*$a ntäb •D'?X siwVi irjA» 'n vzüi itf» p»n wr\ när irniix sps^i /pnr1? 'ürnn&V •tfyn 2bn byla na ntfs pj$n irn. mt Vö-on nn aa itfx n*ft n^ m dj£ injV* n*19 ity |iznnn nn na ntfs n?0 n5*T }rrn sa atf& nw'K f7\ rrVsr ntfs pv«n K'n rm? Abraham Hirsch, Antwerpen (9 Jahre)