Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 43 (28.10.1937)
- Date
- 1937-10-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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^^^^^^^^^s^^^ff^^^Kw^^J^Kä^^^^S^^iw' -^rw 28. Oktober 1937 D I s r e 1 i t Mi..4&K£*\i&J v- — -.- -«'-^- Das Vorgehen gegen die Kampagne des Mordes' und d£e n ■ G^e w ä 111 at e n finde seine und "der ganzen Regierung volle Unterstützung. Unschuldige würden datfei ^nicht betroffen. Zum T e i 1 u n g s p 1 a ne übergehend, sagte der Minister auf verschiedene Anfragen, die Regierung sei. anHE inzel h e i t e n d e s P1 a n_e.s nicht g eb u n d£ n. Das Vorgehen gegen den M u f t i erkläre^ sich damit, daß dieser Mann ■während sei t n e r g a n z e n A m ts z ei t g e g e n E n g 1 a n d g 2a r b e i t et hat. Ueber die neue Ret prm in der. PalästIna- V e r w*k 1t u n g äußerte^ ■sich, der Minister ungefähr wie fqT^t: ' ~,. .' ..; ' ."\.... Es ^sind Schritte .unternommen;; worden,, .um. die Verwaltung, den Beamtenstab für das Rechtswesen und die Absiedlung, zu verstärken, auch sind Maß; nahmen zur Dezentralisierung ,des^ Sekretariates im Zuge. Bedauerlicherweise.^sei Mr. Spicer, der in den letzten sieben Jahren die schweren Pflichten eines Inspektors der Polizei und Her Gefängnisse mit großem Ef|olg erfüllt hat, aus Gesundheitsgründen genötigt, zum Jahresende aus .dem Dienste auszusehen den. Aj^v sein Nachfolger ist der jetzige Generalin-; spektorV'der Polizei in Nygeria,, Saunders, der. früher im Dien'ste der Palästinapbjiizei standi .ernannt wor-' den. „Iigh habe mir auch," sagte Minister Ormsby-C^orej „die Dienste von Sir Charles Tegart gesichert,, der früher der Polizei in Indien angehörte. Er ha^. sich bereit erklärt, in zeitweiliger' Mission naejh Palästina zu kommen, um' die Regierung in Angelegenheit der PolizeioVganisation zü beraten. Sir, Charles Tegarts Leistungen in. Bengalen, wo er mit äußerst schwierigen Verhältnissen, auch mit terroristischen Aktionen zu tun^jhätte, sind dem Hause .zweifellos bekannt. Ich bhr;überzeugt, so schloß der Minister, daß sein Rat und seine Hilfe für die'Palästinaverwalturig^von ungeheurem Wert sein werden." Neue Session des Board of Deputies eröffnet. Zusammenarbeit mit den Juden in den .Dominions. — Rechtsschutz- und Hilfstätigkeit. fi. , \.f.is. .; Loadon (18. Okt, Die offizielle Repräsentanz der britischen Judenheit, der Jewish Board of Deputies, Ist zu seiner ersten Sitzung in der neuen Session zusammengetreten. Den Vorsitz . führte Präsident Neville Laski, Er erstattete den Berieht des zur Durchführung der Aufklärungsaktion in England eingesetzten Kopr-> dinierungskomitees und wies auf die enge Zusammenarbeit zwischen der . Juderiheit im Vereinigfeh Königreich1 und ihren •'• Glaubensgenossen in den' überseeischeri Dominions-bei dieser-;Äktiön hin:' ' Es sind' bisher fast eine Million! Broschüren K_ye'rbreitetj worden. - '> ■■'"> " ■*;: :b " ■]i'l;P ' Ueber die' Arbeit; . des Joint Foreign "Committee; referierte, der Präsident der ' Anglb-Jewishl' Associa«: tion, Leonard Montefiöre. Das Komitee V War ^aüch; währendr'der Ferien bemüht/ sich vdurch ßönchte. aus; erster Hand ein zuverlässiges Bild'vön der Läge: der. Juden in den einzelnen Landern /zu maenen. Die; anglikanischen Kirchöhbehörilen sind" im Hinblick' auf: die. zwischen jder.\:^ihkkj^6kiü'teid _.deir griechisch-.' orthodoxen- Kirche in Rumänien'bestehenden freund-j schaftlicrleh Beziehungen auf die: Angriffe aufmerk-- sam gemacht-worden, die in letzter Zeit in'Rümä-; nien von hoher kirchlicher1 '-Sfeite-'' g^gen :?&e- '•'Juden j gerichtet wordensind; .•:.;.!. :<-^••«wnafe'i;!;m,» 1 Der Vorsitzende^ des Komitees; 'für'Äusländssamm-1 lungen, .Joseph Meiler;' ''berichtete ' über; Hie. Hilfs-? aktion zugunsten der' Juden in : Pplenr Er" teilte mit,; daß die Bemühungen,' den 'Verband1r.'ider':;pc/lmscben' Juden, den Verband der jüdischen ^ffilfsorganisätib- nen, deri JCeren HaCoraK;:ii1nd das vereinigte Komitee! ORT-OSE' zu "einer' einheitlichen. Hilfsaktion' züsamj menzuscHließenv 'gescheitert' sind; 'Die "Leftün^ - ter j Ali ' _r?ri_2ii_-< •4.Jj'-^-iaQ,^Jlif. vt3ÄiJJü»^JSRUi.-;Ävl_ lungsKomuee zu ubsliijuubuub ,^n.uu6|iuu^ gvioaxn i melten Beträfe1 ,-duV^ d^*;i^erfctö Jp^fP|stribü-; tion' Xönjtmitt'eÖ* vorg^broitfe'n ^efden 's^>ir/ V , ' Im Hinblicjs! a^.^'feiä^r', ..ntc^t erz^te^^inignrjg! beschloß 'der, %ptv$,'^^Mc^st^.'.^f»,i'^f^W^t^fl?^" \ hungen in dieser Richtung , abzusehen. .*; Amerika. Trauer um Felix M. Warburg. , 11 -;''NeW York, 22. Okt.: •'• .-. . : - : ~ . ' :;; -. )( . Die Beisetzung {J?Ml&.i^offlgk*3h W: i % ,am FreitagT -2 %Q, Uhjrf ^qr^jt^gs^.;^empel-.; Einanüel ms dWese B&0tiiW$wV(>$i rPÖizielleii ^erjtretexn? der ' Regi^öing, {.iJl§r.^taat}iehen-^e^^ Wgßm&täonenf&ndj ^pk^e^aH^en, ^e^hensc%ren. staj^oBÄM anie^-ikipsche^Z^it^ '$ix mr^ym^i^ fe%teH3^i#^Äife36' Die Feier selbst war betemt einfach und schlicht und dauerte nur .25 Minuten. 'An der Spitze ." der staatlichen Vertreter sah ^an Staatsgouverneur Herbert H. Lehman, seinen Bruder Richter Irving Lehm an;' den früheren; Gouverneur AI Smith', ferner John" D. R öc ke f e'I l e r und viele andere hervorragende Vertreter der1* Gesellschaft, der 'politischen Kreise; der wissenschaftlichen Welt und' der Wirtschaft. Die: Bahre wurde' von' den vier Söh« fhen des Verstorbenen, vorf°$einen Neffen George Back er, "Erich 1 Warburg, 'Waller' Dernberg und John M. Schiff uhd; von seinem Enlfel Walter Rothschild jr; -getragen; Tausend^ umsäumten die Straßen, durch 5 die der -einfache, schwarzüinhüllte Sarg zu 'dem > Salehlfields-Friedhof'■' in Brobklyn geführt wtode; Eine Polizeiabteilung auf Motorrädern begleitete den Zug bei der Ueberführung. Der Beisetzung im Erb? begräbnis der Familie Schiff wohnten nur die Angehörigen u.nd.^nr-ueng.er;..Krjei$'-yon.-.-Freunden'.:bei;' Der Gouverneur des Staates New York, Herbert! H. Lehman,; hat; folgende<Erldärung abgegebiin: „Tiefer als Worte es ausdrucken können, bin ^ch erschüttert und in Träusr versetzt durch den frühzeitigen Tod eines meiner teuersten Freunde. New York hat einen' seiner hervorragendsten Söhne verloren,: die Welt, einen bedeutenden und unersetzlichen Charakter,"' |" Der Vorsitzende des Jß jrjx t D i s t r i b u t i jt> n Comm.itt.ee, Paul B a e r yf, a 1 d , erklärte, das Joint "Distribution Committee werde niemals den epochemachenden Beitrag; vergessen, den Warburg zu jeder Phase unseres Dienstes geleistet hat, ulid der die gegenwärtige Generation lang, überdauern wird. Der . Schmerz über den;! Verlust, ist stärker als Worte es, sagen können. Der Präsident des American J e w i s h Committee, Dr. Cyrus A d 1 6jir; stellt fest, daß „Warburgs Führerschaft im amerikajFelix M." W a r bürg s. A ilnischen Israel fast; ein Menschenalter lang anerkannt'' 'war.;Die Leiter des UTii t ed P a 1 e s t i n e %A p p e a h,udessen Ehrenschatzmeister Felix M. Wärburg gewesen ..ist. schreibend „Die Sache des AiifabaueSi .derjüdischen'-Heimstätte, ist durch die hinge- |bungsvolle '; iArbeit W&rburgs i - wesentlich gestärkt ' worden;" ' ,) ', . ' :t v : ' •- - :> '■ '■ c- 3 ■ Der V e r b'ä nid 'der pol "n i's'c h e n .J u d e n i.n ||Am-e r i:k k hat eih'e Kundgebuhlg:Jerlassen, in der es :;]heißt:r „Wärbürg re^äsentierte^Idas' Beste der ame- <.rikariischen;'Juderihäit.;'Sein Platz1'kannnicht ausgnef&üUtJSWeTrden:':*'-- w.-'-so ... ■;;!- ■ ä ■*-.■■» Dfe'1 Tr&^ei*^ ih 'D e'^t^. s'd'K.la'-tfd drückt sich in ^überaus' «h«rzlicheh •Kiindgebün'gen' -aller - Organisationen aus.- ^A^v eristfer Stelle1 steht1; eine Träuerkündge- 'bung-" äert;S!e i c'hVy er t r e'tu'ri-g-^d e r ' Jti de n ^n p e ü:)tPs'k:h,J?'a5nfd. -^Weitere Tra%erbots'chaftieii^ erlaSlen äfr H i!l;f s k e r W1 n^ der Ju' d e?tf: iH' D e s c |- I a n'd3, ""der P^'« u ß i s~c;h e| L a n d eiv e^ ä'n d j §• d i scH*e r Qe-hm 'e; 1 h'H-e n *, -die 2 i'o n4 s t i's c hie < e reH'n'i'g'ti n gr; der J ü d i's c h/eJ^C^n^t r al v e[| uti£n-; Committee üM'^än die^Fämilie^ärbur^ Be> leidstelegramme' gericMet..; ' : ' . Sehr groß ist die Trauer' in . P a 1 ä s t i n a. . Die Stadtverwaltung voit t e 1. A w I .schickte ein Bei» ieidstelegramm ' änv die Familie;': in -dem o'es. u.; la. heißt; „Das Andenken /; Felix; Mf; Warburgs 1 wird für: 1 Tel *Awiwv für-^immer- Tniit'? demjenigen;d'eri igrößtennMättr . -kät'^dt'-^kd^imhif'f^r^»ndeii:?bleib.enH\ Eine%groffe;;#raüerk)lndg^b^ngehieltdie) rJ^ e^wts ^Al^^n fey. in :B.u,H eit't e ri, Yfi-?} Ureter Nl^tzionis^e&idh^der- E|xekutiye?udef>vJ^f & ' " » ■■ " - . - f—i . i rÄeW^ius^'irlär;seiiiy-Mitmenschen geleibt hai ' d^b;f O^uH'heg^ Ne^le/ÜL««ffciß Leonard , -— i «30 130 UäinA nsxtßt« .1. .a /i :,;b noo'srf iisiaoio>f! Montefiore für die Angl o J ew is h As-spc Pa f i o n.':Aüf einer Trauerfeier'; ^def ' Je Vis h A g e n c ynin-Londön - ^Würdigte Dr; >Wye i z in a n n die Verdienste des. Heimgegangenen. Trauerkündgebungen fänden auch in Paris statt. In ,Warschau, vereinigten;sich alle jüdischen Organisationen zu einer wirkungsvollen Trauerkundgebung. Senator Prof. 'M. Seh ox. r , Dr.. E. S o m - m erste ^.n, und andere Patlanientarier, hielten j Gedenkreden. , Die Jpint-Büros v in v den europäischen riäuptsiätten waren, am Freitag, dem .Beisetzungstage, zu .^E^ren.Vdes.^yerftorb.enen, geschlossen. .. * ■)<' ' . - ■ •■ - '. Präsident-Roosevelt ernennt NäthaU Sffaus zum Leiter der staatlichen Wohnbau-Aktion. -..'.y, New York, 19. Okt. Präsident Roosevelt hat den ehemaligen Schatzmeister des vom Jgint Distribution Committee und dem American Palestine Campaign durchgeführten United Jewish Appeal? Nathan Straus, zum Leiter der staatlichen Wohnbau -Aktion ernannt. AlisT 'Chef" der zu diesem Zweck eingesetzten Behörde fUnited States Housing Authority) wird Nathan Straus. den Plan der. Regierung, niit . einem Kostenaufwand von 526 ^Millionen Dollar die Elendsviertel zu beseitigen und ein großzügiges Programm der Schaffung billiger Miefs Wohnungen zu verwirklichen, durchzuführen haben. Nathan^ Straus war früher, Direktor der N. R. A, für den Staat New York. Rabbi; Henry Pereira Mfendös gestorben. Ne wYork, 21. Okt. Im A5ter von 85 Jahren ist der ehemalige Rabbiner der New Yorker spanisch-portugiesischen Synagogengemeinde „Shearith Israel" Rabbi Henry Fereira M e Ti d e s-, ein hervorragender Historiker des amerikanischen Judentums, in Westchester gestorben. Rabbi Mendes stammte aus Birmingham in England, wo sein Vater Rabbiner der sephardischen Gemeinde war. Rabbi Mendes. war der Sproß eines berühmten Geschlechtes ~yon: Rabbinern, Gelehrten, und Staatsmännern.-fln; dem; von seinem Vater geleiteten Northwick College in London, erhielt er seine Ausbildung in den' jfid^ftKen^^%enscti-älten. Er studierte an der Universität . in Londpn und:-New York Medizin und würde zum ^Doktor der Medizin promovier t, übte jedoch den ärztlichen Beruf nie aus, 1874 wurde er Rabbiner in Manchester, 1877 wurde er nach New York berufen. Hier spielte; er: eine bedeutende Rolle bei der Gründung des jüdisch-theologischen Seminars, in der Mo'unt Sinai-Kränkenschwesternschule, im Verband der .ortho d o xeri jüdischen Gemeinden.Amerikas, in der Young Women's Hebrew Association, der New Yorker Gilde für die jüdischen Blinden tfnd^dein "New/Yorker Rabbiner- Ausschuß. Auch äußerhalb der jüdischen Sphäre nahm Rabbi Mendes im öffentlichen Leben Amerikas eine sehr geachtete Stellung ein. Am 24. April 1888 hat er die Tagung des Senats der Vereinigten Staaten mit einem Gebet eröffnet. Ein halachisches Werk zum 70. Geburtstag von Rabbiner Dr. Esra Münk* , .'v:!- ...•'., 'isaro. jf'^oa «3as"*i^W5p .. Als Festesgäbe zum 70, Geburtstag des allverehrten Raw' der' Adas 'Jisroel in'"Berlin, Dr; Esra Münk, häft''sein Mitarbeiter im ^Rabbinat, Rabbiner Df. Hfermanrf1 K1 e i n '-^ der die räbbihischfe 'Literatur -.d;urcj|i-.^jne-' •,:wertvollen,; a,g a.dii s.c.h e,n; Werke ($M p? äMn schoß) in-frühere». Jahrenr bereichert, ba,t, — eine kleinere; A^y^m;f aus, dea^ zahlreichen.; h.al.a - ci h i 8^h:e^'7>^^hei^gen;; herausgegeben, die yön iihmj bqtfc. jLaufe der üJahre genieinsam mit dem, Jubilar ergangen,«ind;^uf..35, Seiten / werden ,-in> g.edrärigter, inhaltreicher Kürze halachische; Probleme ,aus . den verschiedensten Gebietenü-des modernen praktischen Lebens behandelt. Mit Dankbarkeit erhält besonders der rabbinische Leser - hier Aufklärung über mancherlei^ Schabbos-Schaalaus, wie die, ob ein Rechtsanwalt ' seinen"' •KH^ntenwöt ■■ Gerieht am'. Sehabbos vertreten^darfj. über das Nachfüllen von Eis in den. Eisschrankr äm Sehabbos, Kundendienst des Telefonamtes. Es werden''Fragen, die sich im;-:kaufinänni- ^chök'^iL«ben^'bet¥, des Zins-Verböts ergeben, ferner-!hiii-! iit grüivdlicnef :',!echiirlömdischer Weise, Fragen;^us^derii Göbiet 'des^ Ewen hbeser 'u/ia. m.. behandelt. 'B%t?eniifen^p5rä'ktischenc EhtscHeidürigeh? ist] die: ein- ^g^fiölte- -1 'Meinungsäußerung i: von Q'bna ■_, aus: Ungarn ■und';£'itaWen ^erwähnt^«Dele msm^obQ;denchier. .gem fl, yfH.fX .^y. ^_____ .. „.. . ^J&c^wij;$'('' <|ffr. ^iJüpjpta^^ejfcS' r'ais ati all-.den f______4^n^^^^,VnV,^?-'-?^ yjöWj den" Tausenden ^einei^ ^f^^,i'^^y4^Mt^!ß^ '•2ßfe^ni...^|e ^»öteil werden, gerade anl'dieseni1 ""tsto piri&fi, .durch' 'das"sein .!->jJT?j..' ^rj^t nj . f 'ji •■ i so; :.i; iZO':lT..in u'3'?.i\Z,'U; O >rQ -J.'^