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Der Israelit · 1937-10-28 · Heft 43 (28.10.1937) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 43 (28.10.1937)
Date
1937-10-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Nr. 43 De I s l,i t 28. Oktober 1937 Die Vorfälle in Brest-Litowsk konnten als Pogrom bezeichnet werden» Jüdischer Redakteur freigesprochen. Warsc'Kkur24. Ok€ Das Gericht in Rowno' hat den Redakteur des Wölhyri.ier Kuriers, Mordechäi Marcuse'; der ange klagt worden war, weil er in einem Artikel die Ausschreitungen, die in Brest-LitöWsk im Mai stattgefunden haften, sils Pogrom bezeichnet 'ftatte^ frei^böpfocheii. Der betreffende Artikel "war'' seinerzeit''von der Verwaltungsbehörde beschlagnahmt und die Be schlagnahme vom Kreisgericht bestätigt worden. Dar r.aufhin wurde gegen; Marcuse die (Anklage, auf-^Sründ von § 170 des Strafgesetzbuches (Verbreitung falscher Nachrichten, die geeignet sind, öffentliche Un ruhe hervorzurufen) die Anklage erhoben. Der Frei spruch wurde von dem Gericht damit begründet, daß der beanstandete Artikel keinerlei Merkmale des genannten Vergehens, aufweise.!," . n. Ein großer Sijum in Lublin. '; Lublins 24< Okt. Die L u b I i n e r Welt j e s c h i w a gibt in einem Rundschreiben der jüdischen Welt bekannt! daß am vierten Jahrzeitstag für den Lübliner Raw, Rabbi Schapira t~?"'XT die Vorbereitungen für' den großen Sijum auf Daf Jbmi, der am '28, Siwan stattfinden sollt begonnen haben. Es soll in Verbindung damit ein Thoratag z u'g ühsten der Lübliner J e s c h i w a proklamiert werden,- an ■ dem alle rabbinischen Kapazitäten teilnehmen. (JPB.) Jugoslavien. '•• Der neue Justizminister von Jugoslavien rühmt die Staatstreue der jüdischen Bevölkerung. Belgrad, 19. Okt. ~f<00^ \k^€. m Der'Oberrabbiner von Jugoslavien, Dr. J. Alkalay > Der neue Justizminister im Kabinett Stojadinowitsch,. Milan S.i m,o n owits c h , hat einige Tage nach seiher Ernennung den jugoslavischen Oberrabbiner Dr, J. Alkalay, der im. Senat die Judenheit Jugoslawiens als iKr geistliches Oberhaupt vertritt, einen Höflichkeitsbesuch ^abgestattet. Justizminister Simonowitsch »unterhielt sich etwa eine Stunde lang mit dem Oberrabbiner über die Lage und die Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung Jugoslawiens. Er bekundete lebhafte Anteilnahme an den geistigen, und kulturellen Bestrebungen, der jüdischen Bevölkerung und sprach mit. hohem Lob von1 der bewährten Sjtaatstreue der Juden in . jugoslavien, 1 ''^Dieser Tfage hat atich der tschech'öslövakisdhe Gesandter hf ißelgräd, 'Vaclav' "Gifäai - Oberrabbiher 'Älkaläy besucht, umihm-den Dank''der Tsehechbslöva-1 kischen Regierung für' die^ Beiteidskündgelrnngen1 aus- ' zusprechen, die die ' Judetf Jugpslaviens anläßlich d'^s! Äblebehs'- Präsident ';Mäsaryk^>riudas tschechoslowakische (Volk gerichtet haben. . '; :-'/! " 1 < Frankreich. : Ein Vierteljahrhundert OSE-Arbeit. ' Paris, 12. Okt. ,'/ Vor,, kurzem tagte" in Paris -der^Jubiläumskongreß . der Gesellschaft" für Gesundheitsschutz der. Juden „OSE", Ueber die 25jährige Arbeit dieser zu eineöi Weltverband' mit dem Zentralsitz in Paris;zusammengeschlossenen Gesellschaften' wird' der ITA, mitgeteilt: " ." ,,; ■ 'J:u Im^ Laufe der Jahre wendet sich die Arbeit der ÖSE ' ihren; ursprünglichen.Zwecken, zu: denen des Wiederaufbaus der physischen Kräfte..der jüdischen Massen und der Verbesserung .. ihrerc jihygieöisc^eri . Lebensbedingungen;. - Dem:\OSEr Tund. LJO.ZrYerbä.nd? gehören 94 Abteilungen mit rund' 25.000 Mitgliedern; und 494 Äöstälteh can? ^..4^upi^s^^h^jV^h6iU-\ [ feld bilden die. ostetfropäisdhißrfj&ättdeie.'f tjfe/ ^susga-j ben der beiden Verbände haben in den letzten zehn Jahren über 4,200.000 Dollar betragen. Der Etat erreicht rund 400.000 pollar jährlich. - Mehr als 75.000 Kinder, vom Säuglings- bis zum schulpflichtigen Alter, stehen unter ständiger,, gesundheitlicher Kontrolle, der OSE und der TOZ. 'ßiwa. 40,000 Schulkinder erhielten i. J. 1936 warme'Frühstücke, rund 16.500 Kinder "vfurden in; den Ferienkolonien untergebracht,, . Im Verlaufe der .fünfundzwanzig Jahre seit der Gründung der OSE sind, "etwa.!zwei bis . zweieinhalb Millionen jüdische Menschen von, der OSE in. den osteuropäischen Ländern erfaßt;forden. /Hunderttausende. .Kinder wurden während; ...dieser Periode^ ,ypnr der OSE betreut. Dank der Tatigk^eit der. OSJEr haben .einige spezifische,. durch .'. diej schlechten , sozialen Verhält f nisse verbreiteten J^ankjheiten, Q?ayus, Trjcpphytie) stark nachgelassen] "; ._. : Die Woche; Berlin. Das Sekretariat für bildende Kunst beim Reichsyerpand der Jüdischen Kultur-t;ij bünde in Deutschland bereitet für deÄ Monat Dezember eine Ausstellung vor „Berliner Künstler auf Reisen". Die jüdischen'Künstler, die sich ää' der Ausstellung beteiligen wollen, werden Ersucht, . ihreAnmeldung schriftlich biszfäm 2. November 1937 an das ' Sekretraiat für bildende Kunst, Charlottenburg 2, Kantstrl 158 zu richten. Spätere Meldungen können nicht; berücksichtigt werden. Köln. '"Rabbiner Dr.'--R o'"s e n - t h a 1, der vor 'kurzem die 40, Wiederkehr seines Amtsahtrittes als Rabbiner in _der Synagogengemeinde Köln feierte, hat nach dreijähriger Arbeit eine Na c h di'chtung von Bialiks H a - M a t m i d vollendet. Die Synagogengemeinde Köln hat beschlossen, aus Anlaß des Jubiläums von Dr- Rosenthal das Werk zu verlegen und einige hundert Exemplare mit eigenhändiger Zeichnung durch" den Jubilar für dessen Freunde und Verehrer drücken zu lasset Mannheim. Das „Jüdische Gemeinideblatt Mannheim" berichtet, daß in L e ü.t e r s hausen ... das religiöse Leben ein Ende gefunden hat und daß auch |die Jüdische Gemeinde in Lad em b ur ig;J|ft ihrem ^Bestände bedroht ist. Iii"den. /Landgemeinden^ Badens befinden sich noch: etwa dreißig -jüdische Lehrer im Dienst* : Dler ^GememdeH%v;J^m c h s a 1 zählt heute nwlfr 293 Mitgliea^r/-'Der Gesamtrückgang seit.. 1933 beträgt. 1.76 Seelen. Düsseldorf. Das Jüdische Altersheim auf der Rosenau in Düsseldorf konnte durch die Spende , einer Familie in der GeK".; meinde erweitert;werden. Es wurde ein kle"i-.>'•■ ■ ner, sechs Zimmer ^umfassender Anbau er- : richtet, der vor kurzemr;eingeweiht■--worden v ist. Wien. .. Der Vorstand' der .tW i e h e rs . p Kultusgemeinde ihat diej ^Einführung; > :' eines 20prozentigen freiwilli g e!n': Züsch l a g e s; zur JCuItussteuer;' beschlos-j sen. Diese; Maßnahme hat sich zur . Deckung^;.' £ der außerordentlich' grpßen -; Ausgaben für;; , Fürsorgezwecke,, iand; der .^ft^ide/. ^iö-,.1' terhilfe als notwendig erwiesen.i&LW;ien<i';;-; Frau Regine Ulimann wurde in Anerkennung ihrer bedeutenden Verdienste auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge durch Verleihung üdes Goldenen jVerdienstordens; ausgezeichnet... Kopenhagen. .Die; einzige ,in;; Dänemark erscheinende jüdische. Zeitschrift. - „Jödisk EamiiiejbW" in Koj)e5nhagien-:.;be-v , , steht; jetzt,.; ^h'n >.J a .h" nie. bHerausg^her 9 ü . der.;Z^tung, .vist. •jM.aafo Qol d spihlö i-iv ^Kowno. Der. ip-^a a t,sp.:rJL]^i,d^-n:i -S,jm ^-tt i; . ,>t,o n ar: hat eine Delegation;.:d,e$;; -sc hutzv e,,r ei n S: in^ Audienz empfangen - . tund . die Wahl. zuni, Ehrenpräsidenten,;^desri; Vereins angenommen. Man maehj, sich Spr- T Cgen ujn. daSijScIljcksal .d^erj^ Schechita in . Li--, 3 tauen, -New: York. Änläß^c)i: ^'j'Pftlujnb'ug*;: Feier hat das J e w i-shf T h e o.1 o.g^ pail:,:t Seminary in New York; ein im Jahre^ 1496 gedrucktes Buch astronomischer Karten des jüdischen . Astronomen' . Abraham Ben Samuel Zacut (Zacuto) . ausgestellt. Dieses,. Exemplar. — im. ganzen. sind heute . ..nur noch .fünfzehn^ Exemplare desV Werkek , "vorhan^eni ,— ist vpn jC'Hi r i s/t p p.n C o - 1 u m b ü s'! auf seinen späteren' .Reisen be^; nutzt worden, 4-,"^}i Ehren der Gattin :'des amer(kanischen , Staatspräsidenten'' ^eran-:; r .staltete die ' Prpp.aläsiina-Ligal; atoerikäm- . scher Frauen .ein Bfthkett, bei dem die Aktion ^JS'anindun^YP^^^ die Errichtung eines 'Ei'nWhdererheirns fürs;fe . Mädchen in Palästina "eröffnet würde. Ein 1 ^l" S&kkHhrs&zm nÜBxmr ^üs4tV4en [^äj&^^fi ■ Mm;sEi e:a' n?.arT( &&iß S^Hfeö-I'lfej^ßeV J Ifsa'r/ ,}} O i'ifi ns'sfe'sl. nginvrf-; J-P, .yuiji VyJ^ 'Onis zlstnmü England. '_, ' >\ .;; b " ... . . . T,'),:. - -■■ ic - Zur Zusammenarbeit der Aguda der zionistischen Exekutive. 1 o- '; _ . London, 24. Okt. •". Der Präsident der Agudas Jisroel-Weltorganisa« tioni erhielt dieser.Tage -einen3riief der zionistischen Exekutiye, unterschrieben. von Prof. Birodetsky, als Antwort auf den' seinerzeit mitgeteilten Brief Jacob Rosenheims an die Jewish Agency und an Jabotihsky. Im Antwortschreiben jyird. der Wunsch zur Zusammenarbeit in geui^insameü Beratuhg^ä ausgedrückt und die Hoffnung, daß sich eine JVroglichkeit zur" gemeinsamen Arbeit finden läßt. Der Waad Hapoel der Agudas 'Jisroel wird im Einvernehmen mit dem Rabbihischen - Rate über' das Antwortschreiben beratetrf-ünd^zu beenden haben, (JPB.) ■ t.,5,ü':,.i^ ia2__!__••- ■ ■ ' ■ Der Mufti und?-die Wakf-Geltkr. - - ° London, i^. Okt. In der vofangegangehfen Sifzung des Unterhauses hatte der Minister no'ch^ auf eine Frage des Abgeordneten W e d g ei'w o dxt mitgeteilt, daß e^n Grund ^ür 'Verhätigung^ des"'"K'ri e.gs,r'e ch't e s.T'j"jin Palästina >"zur' Zeit' nicht vorliege, ferner daß die M i t - ie 1 de s mo h a m'm'e d. a n i s c h e n R e l^g.i o n s - fpnds jetzt von feiner von der Regierung eihge- ' setzten Kommission verwaltet werden. Ih.r, Vjorsitzender^ist ein Richter, idie beiden anderer! Mitglie- ■der ein'Mohammedaher und ,ein Verwaltungsbeamter. Die Mittel des Fonds werden den yifojhltä.tigen und Erziehungszwecken . zugeführt,; für die sie ursprünglichbestimmt sind. Als der Abgeordnete weiter fragte, ob die Möglichkeit bestehe, daß, sich der Mufti nach Italien begibt, bemerkte der Minister, dies sei eine Angelegenheit nicht der englischen, sondern der syrischen Behörden, Die Frage des Abgeordneten Campbell Stephens, ob Fellachen in dem Rat des Religiönsfonds vertreten sind; wurde' von dem Minister verneint, v . Palästinadebatte im Unterhaus, 'Reform in der Palästinaverwaltung. . , :^ L.ondo n, 22. Okt. Die erwartete ^Aussprache im Un t b th au s e über, die neuesten Vorgänge in, Palästina -fand am ' Donnerstag nachmittag statt.. Kolonienminister Orms.by-.G9re erklärte in Beantwortung einiger Anfragen etwa folgendes: ,,tIm.rLiehte yp^n jdem Völkerbundsrat und der Vöikerbundsversammlungj im letzten Monafc gefaßten Resolutionen ist 4ie ^Regierung Seiner Majestät jetzt "Her Auffassung, daß sie freie Hand hat, um die Untersuchungen in. Angriff zu nehmen, die zur- Ausarbeitung öinps_' jPl%6S ^d'«? :„Df^itun^ Palästinas nach den -fm dritten.' T^rdes^&enchtes der KgL"Kommission : Vorgeschlagenen.'..allgemeinen Richtlinien erforderlich r sind. DemgemäEi wird' geplant, zur rechten Zeit 'eine weitere' spezielle Körperschaft", einzusetzen, die nach einer Untersuchung^ an Ort und . Stelle in Palastina r Vorschläge .für einen detaillierten^ Plan der preiteilüng ^'^terbreiien "soll. ."Yö^^bundsrat und';Völkerbundsversammluhg^ ' werden ersucht:. Vcf" 3en,.f einen solchen. .Plan' _zu genehmigen. rV, ".; . -, .Der...Kolonienminister, ging :datm;zur. Besprechung der gegenwärtigen Lage in Palästina,: über:[ -„Ich bedaure res, daß nach einem; ruhigen,, J^ugust: im .September \ein sehr ernstes Wiederaufleben von.Terror "n<^; Wgonnen 'h'^^pbsl es^^ ^mx^iiajxi eines „britischen' pistriktskornmissiars jünd Jessen begleitenden Polizisten kam- JÖer' Mord, hatte^j.zur^Fplge, daß. sofort energisch;." gegen' 'die . politischen Organisationen vorgegangen. würde,, .die^ nach Ansicht der rl^egie>ung iSeiner I^qiiAi^^gi^si^ej^fm ,^ese Vergfäc$pn: 'und,. ^fwaJifat^kiei,t.^ gemacht ,^rden,;ni^s^e^i. ^j^er^u^derj,7f^re^e.'. '^raber, die .'rhan^ ent^eäernfür'j^r^pri'st§^ .für. poetisch un- . er^nschj^e ,E^ler^entg Hält^j^dj^y.erhaftet'/jUnd inter- ——-----." .; " yerrß. 3«: . ^fr ■ ■ ■ ' erklärtworden, vier Mitglieder:' des_ Obersten Komifdes;utid'^aridere Jfälu^ed4^^raMächV' ^Ülit^'er. werden verhaftet ürid d^ortitelrt^ ^Dgr;$tofff von Jerusalem ist all «einer 'Ahmtet' «ntsetzt "wordeh unä flüchtete nach Syrien, wo er sich gegenwärtig unter Aufsicht der Zivilbehörden aufhält. Ich bin sicher, daß das Haus dem zustimmenwird» daß es die unmittelbare und erste Pflicht der . Regierung Seiner Majestät und der Päläst^averwMtürig .,ist< Hie.*?schäTisten Maßnahmen zur Niederschlagung des Terrorisrhus, zum Schutze" des Lebens britischer Beamter und. zur Wiederherstellung der wirksamen Autorität def;1 britischen' Zivilverwaltung ih^-gän^"' P^laStinei 'hx treffen." » Auf die. ' Anfra^ieg.^pbiijliejf^ xs&nweihi^edfekem rPi^..r^,^M^Cif'0tif^lv&fe^flf ' ^l.'lsfih fi£g^s;m afß>i ajh%rfl [e^ des .tllughäfeais JttitrM l&PQft,.i«es|^|ji^0^e^0^n^||pr«- /

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