Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 42 (21.10.1937)
- Date
- 1937-10-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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^j^j^i<^^yi^its^^^i^! Seite 2 Nr. 42 Oer Israelit ^^§?ggf£ =s== wi e s en zu betrachten seien und,zunächst nicht wieder nach Palästina kommen dürfen. Im. „Feiestin", dem Organe N^shashibis, fordert der letztere die arabischen Stadtverordneten von Jerusalem auf, den Sitzungen des Stadtrates aiföh unter der ^L^iiun^^es j u ä'T sehen V ii^b ür g er meister V,V;beizuwbh-A 9 ■■■ '. .• *>J X « t . -ßi K nen, damit Rücktritt, nicht zuj?-Ernennung;■? eines Regierungskommissars führe. (Siehe; Wo-" chenrundsck&tk) Wie der Mufti geflüchtet ist. Nach einer Reuter-Meldung konnte-der-Mufti das Gebiet der 0 m a r - M o s c h e e heimlich verlassen. Er hat darauf ein ah der Küste bereitgehaltenes Motorboot bestiegen, das ihn an eine vorher bestimmte Stelle der libanesischen Küste bringen sollte, wo ihn ein Auto zur Fortsetzung der Flucht erwartete. Das Motorboot verfehlte jedoch diese Stelle und wurde von einem^ französischen Küstenwachtkutter eingeholt, unter dessen Bewachung, der Mufti nach Beirut eskortiert wurde. Dort nahm der Mufti zunächst in einem Hotel unter Polizeibewachung Aufenthalt. Ferner werden aus Kairo folgende Einzelheiten über die Flucht des Mufti berichtet: Nach dem Freitagsgebet in der Omar-Moschee, an dem er nicht, wie es seit Jahren zu seinen Obliegenheiten gehört, als erster Vorbeter teilnahm, verließ er, von einer dichten Menge seiner Getreuen umgeben und als Fellache verkleidet, die Grenze des heiligen Bezirks. Er entging so den englischen Polizisten, die außerhalb des Bezirks alle Ausgänge bewachten. Er wurde im Kraftwagen., zur. I£:ü'steJ>"ünd von Fischern in einem Segelboat szunf Kap Ras-el-Nakura, knapp hinter der Grenze des Libanonstaates, gebracht! Auf libanesischem Gebiete begab er sich eine Strecke zu Fuß landeinwärts und wurde dort an einem auf ihn wartenden Kraftwagen von einem libanesischen Zollbeamten einer Leibesvisitation unterzogen, wobei ihm ein Revolver abgenommen wurde. Vom Samstag bis zum Sonntag hielt er sich in Beirut auf und wurde am arideren Tage von einem Kraftwagen abgeholt. .* * Der Mufti von Libanon und der Oberste muselmanische Richter ersuchten am Mittwoch den französischen Oberkommissar in Beirut um Gew ä h r u n g v o;l lerBewegungsfreiheit für den Mufti von Jerusalem. Sie wiesen den Oberkpmmissar darauf hin, daß die Möglichkeit von Maßnahmen der arabischen Länder für den Fall bestehe, daß die Handlungsfreiheit des Mufti durch die französischen Behörden weiterhin beschränkt bleibe. Die Familie des Mufti ist am Dienstag, ebenfalls in; Beirut eingetroffen. Das Echo der englischen Maßregeln in der europäischen Presse. London, 18. Oktober. Entgegen Stimmen in der italienischen Presse, die sich gegen das scharfe Vorgehen der britischen Macht in Palästina erheben, schreibt das Labourblatt „Daily Herald" in einem Leitartikel u. a.: „Im Namen der Freiheit hebt die britische Behörde in Palästina die elementarsten Freiheiten auf und bereitet sich vor, mit den bekannten Waffen der Diktatur zu regieren. Allerdings tut die britische Regierung dies nicht aus eigener Wahl, sie unterdrückt, wie wir hoffen, mit Zaudern. Für den Augenblick sind wir, in Anbetracht der herrschenden Verhältnisse, nicht geneigt zu sagen, daß Palästina ohne besondere Unterdrückungsvollmachten regiert werden könne. Es ist zunächst notwendig, den arabischen Feldzug physischer, Gewalttaten gegen die Juden ein Ende zu setzen. Von keiner Regierung kann man erwarten, daß sie müßig bleibe, während unschuldige Leute durch; die politischen Fanatiker in brutaler Weise niedergeschossen werden. Wenn man dies zugibt, so muß indessen hinzugefügt werden, daß Unterdrückung als dauernde Politik nicht mehr Aussicht auf Erfolg hat, als das in Irland und dann in Indien der Fall war. Die Gefahr , einer Lage, wie sie jetzt in Palästina besteht, ist die aus ihr entstehende Versuchung, die U n.t erdrückung zu verstärken, die Strafen zu vermehren und die Agitation in der Hoffnung' abzuschnüren, daß jeder Widerstand zu Boden geworfen werden könne. Das aber würde ein schrecklicher Irrtum sein. Schließlich wird Palästina nur durch größere, nicht aber durch geringere Freiheit gerettet werden können." Sabbatschutzgesetz in Tel Awiw in Kraft getreten. Die Bestimmungen der vor kurzem im Amtsblatt veröffentlichten neuen Verordnung über den Ladenschluß^in Tel Awiw sind der Bevölkerung durch die Stadtverwaltung in Maueranschlägen bekannt gegeben worden. Die Einhaltung der Bestimmungen wird von der Polizei noch nicht überwacht. Die Stadtgemeinde wird besondere.Beamte mit dieser Aufgabe betreuen. Nach den Bestimmungen bleiben 'die Läden an Wochentagen von 7 Uhr;äbends rbis 5 TJhr morgens geschlossen. Am. {Vofaberid von Feiertagen dürfen die Geschäfte bis 10 Uhr abends geöffnet bleiben. Läden in der Nähe der Stadtgrenze gegen Jaffa, insbesondere die'LeTjensmittelstände, dürfen bis 9 Uhr abends offen halten. Am Sabbat müssen sämtliche Geschäfte einschließlich der Milch- und Speiseeisläden - geschlossen bleiben. Kaffeehäuser und Restaurants können am Freitag Abend und am Vorabend von Feiertagen bis 10 Uhr, an Sonnabenden von» 10 Uhr Vormittag bis 3 Uhr .Nachmittag offen halten.. Am Versöhnungßtag,. bleiben} Kaffeehäuser und Restaurants. : geschlossen,!am Vorabend des 9. Aw müssen sie um -7 Uhr'1 abends schließen, können aber am folgenden Morgen wieder geöffnet werden/4 ur?:; f :■ ■ ■'■>; ^> Die- Uebetf tretung dieser-Bestimmungen - wird' mit Geldstrafen bis zu 10' *Pfünd bestraftJ.' (Diese; Verordnung bedarf in eifeigen ,;'Purikteh Her Err läuterung. Red.). Forderungen der Aguda dem; stellvertretenden; High Commissioner unterbreitet. - V ,1.^;^^^ i; i : . : ' :. ■■ ' ' ■ - '■ -i;>v ir _ ' .•!:,:. c A! Jerusalem^ 18. Oktober.. - |/dem stellvertretenden Hi^h Commissioner,;Bat- Im Namen der Agudat Jisrael haben Oberj 'tershill, am Montag eine Anzahl von Forderunrabbiner Duschinski und Rabbi Mosche Blau 'Igen unterbreitet. InnersterReihe verlangten'dicr uda, , idaßdie Regierung die Vertreter 3et?Sicherhjgit imr^tni^ gewährleiste,. Sie: forderten iweiter.^daiff "die Regierün^'f-Ür; die agüdistischen Schulen einen der zählenmäßigen Stärke der Aguda; entsprechende^ daß die agudistische Gemeinde von. der Regierung anerkannt werde. . ,,. •' . .-, ^»\ ■ \ Chefsekretär Battershill versicherte der Abordnung, daß die Regierung geeignete Maßnahmen ^zür Unterdrückung des Terrors treffen wird. \ ';<M - .-A ' ■•■t' ■ . *■ j . . ,;•!. t V ■ r. v \ ■ . J Großzügigere Handhabung der amerikanischen Einwanderungsbestimmungen gefordert* W a s h i n g t o n , 17. Oktober.;©er Einwänderüngskommissär' der Vereinigten: Stääteiij James H o u g h t e r.l i n g., empfing eine Abordnung des Verbandes der polnischen Juden in Amerika unter der Führung des Mitgliedes des Repräsentantenhauses Emanüel Celler. Die Abordnung verlangte, daß die amerikanischen Konsulate in Polen bei der Gewährung von Einwanderungsvisen an Juden großzügiger vorgehen mögen. . . < Einwanderungskommissar Houghterling antwortete; er werde sein Möglichstes in dieser Sache tun. j. Ein Jeschiwah-Internat in Bratislava (Preßburg). Die seit längerer Zeit im Gange befindlichen Bestrebungen zur Errichtung eines Internates für Bachurim der vom Chasam Sqfer gegründeten J e s c h i w a , haben nunmehr konkrete Formen angenommen. Die am 16. d. M. unter demv Vorsitze des Herrn Oberrabbiners S eh r ei ber in Bratislava stattgefundene Sitzung des Vorbereitungskomitees hat beschlossen, nunmehr an die Verwirklichung des Baues zu schreiten. In der Schreiber g a's s 'e i'st bereits für diese Zweck,? ein schöner Baugrund erworben, bedeutende Mittel sind bereits zugesagt, die Baupläne sind in Ausfertigung, so daß mit der G rundsteinl e g u n g in der nächsten Zeit 2U rechnen ist. . Dem Vorbereitungskomitee gehören, ^namhafte Persönlichkeiten verschiedener Kreise der jüdischen Oeffentlichkeit an," und berechtigt diese Zusammensetzung , zur Hoffnung, daß in Kürze ein der Tradition der Bratislavaer Jeschiwa würdiges Internat das Talmudstudium fördern wird. Felix M. Warburg gestorben. . New York, 21, Oktober. Kurz vor Redaktionsschluß kömmt, aus, New York die Nachricht, "daß dort am Mittwoch Felix M. Warb u r g verstorben ist. Felix M. Warburg wurde 1871 in Hamburg (geboren und ging mit 23 Jahren nach Arne« •■ r i;k a * w;q: er 1896 durch die Heirat mit der ^Tochter.von J;a k o b H.' S c hi f:f Teilhaber des B a n k h a u s e s-^K u hn L ö b u. G oV wurde. Warburg gehörte nicht nur zu den führenden ^.Persönlichkeiten dör amerikanischen Bankwelt unÖ dergroßen Gesellschaft, sondert^ ^zählte f ,au4h;zü,!den,g r aßt e n j,ü-dis q nt Phil a n- .ijL^hjr Pjp.en, dex;..Q^enwactwo■• Er..•• •■wap,.Püäsideot des Joint Distribution Committee und wirkte in einer großen Anzahl von Wohlfährtsinstitutionen als Vorsitzender oder Ehrenpräsident an leitender Stelle mit. Er war auch •Mitbegründer -der J;«,w.i s hi A g e n c y •, Vorsitzender'desVAdm-i n is^tr'a t i ve C o m m ih e fe ' und hat-1 selbstgroße Summen für den1 Palästina- Ausbau gespendet. Felix Warburg, zeigte, auch (Verständnis für religiöse Belange, und bewilligte wiederholt größere Spenden -für Thöralehranstalten in Polen und' anderen Lähdern. " i Herrei?- und Berufskleidung, Moß-Konf e k t i o n V93>Verarbe i t un g F. MAIER WW. F a h r g a s s e 9 4 1 Mlnutö vöit ddr Konstabier Wache DAS LICHT OfR EWIGKEIT von Rabb. Dr. JElie Nunk: in Ansbach broschiert RM. 4.oo . Lyrhdl RM. Ä.OO VERLAG DES ISRAELIT UND HERMOK GMBH., Frankfurt a. M. Sehötzettstf. 1^ Pösts<5Üv- 198G2 I