Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 41 (14.10.1937)
- Date
- 1937-10-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Oradea 2× ep/1002404
- Safed 1× ep/1046078
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Seite 2 Nr. 41 =L Der I s r a e 1 iv it .'VIJ 14. Oktober 4937 > B=53 ermordeten Distrilctskommissar Andrews zu benennen. In allen im Hule-Gebiet^ erachteten y Siedlungen fanden unter Beteiligung zahlreicher Kolonistenabordnungen aus Galiläa Trauervoranstaltungen für Andrews statt. In der Synagoge zu Safed wurde ein Trauerg'ttesdienst veranstaltet. Auch in Äfule ünH Nahalal hielt die jüdische Bevölkerung Trauerversammlungen ab. Es wurde beschlossen, in Galiläa einen Wald auf den Namen von Andrews zu pflanzen. i Der• Vertreter des DistrÄktskÖmmissärs von" Galiläa, Peery G or,d o n■,der sich im Äugen^ blick des Attentates auf Andrews in dessen Begleitung befand und nur wie durch ein Wunder unverletzt blieb, hat persönlich die Vernehmung von dreißig der Teilnahme an dem Mord verdächtigten Arabern durchgeführt. Das Ergebnis der Vernehmung wird vorläufig streng geheittt gehalten. V3 Zionistische Exekutive und Agudas JisroeL London, 10. Okt. Von zionistischer Seite wird berichtet: Die erste Sitzung der neuen Zionistischen Exekutive in London .fand, am 29. September unter dem Vorsitz, von ,Dr. Welzin a n n statt. Anwesend waren Professor S. Brodetzky, D. Ben-Gurion, Dr. Goldmann, Reverend M. L, Perlzweig und M. Schertok. Nach Erledigung einer Reihe administrativer Fragen wurde u. a. beschlossen?/' der A g u.d a mitzuteilen, daß die Exekutive gern, bereit ist, über die Fortsetzung der p o 1 i t i s c h eu Z u s a m m e n a.r b e i t zu verhandeln, und zwar auf der Grundlage, die sich bereits als erfolgreich erwiesen hat. Ferner wurde beschlossen) die N e u e. Z i o n i s t i s c h e Oer ganisa tion zu verständigen, . daß die Exekutive nach wie vor gewillt ist, mit den Vertretern dieser Organisation zu einer Besprechung zusammenzutreffen. ä«- Palästina auf der Konferenz der British Labour-ßarty- Die Partei will die arabischen und die jüdischen Interessen im Auge behalten. [London, 7. Okt. Auf der in Bournemouth tagenden Jahreskonferenz der British Labour-Party wurde im Rahmen der Debatte über den Bericht der Parlamentsfraktion die Palästinafrage erörtert. Es wurde der Wunsch zum Ausdruck gebracht, die Regierungspolitik in Palästina auch weiterhin genau zu verfolgen und die Interessen der arabischen und der jüdischen Bevölkerung zu schützen. Im Namen der Poale Zion-Gruppe sprach M, Rosetti der Labour-Party die Anerkennung für ihre Haltung bei der Palästinadebatte im Unterhaus a^is. Das Ergebnis dieser Debatte sei nicht nur ein Sieg der Arbeiterpartei, sondern auch ein Si,eg der Volksinteressen im allgemeinen gewesen.vDie jüngsten Maßnahmen der Palästinaverwaltüng zur Beseitigung der Terroristenführer seien anzuerkennen. Es gelte aber, wachsam zu sein im Hinblick auf das Bestreben der Verwaltung^ ein Gegengewicht zu diesen Maßnahmen durch Repressiiraktionen gegen Juden zu schaffen. (,••,:; -Der Abgeordneteilrlcom Wi 11 i a m s erklärte, die Labour-Party sei nicht projüdisch Und nicht loa-. .£ antiarabisch, sondern propalästinensisch. Die Oeffentlichkeit solle nicht den Eindruck haben, daß ein Bevölkerungsteil durch die Labour-Pariy gegenüber dem anderen begünstigt werde. Nicht der Jude mit dem Sack, sondern der Jude mit dem Spaten sei für Palästina kennzeichnend. Diesem Juden mit dem Spaten müsse Dank und Anerkennung für den Aufbau des Landes gezollt werden. Zum Schluß bemerkte Abg. Williams, er habe, nachdem er gesehen hatte, wie Juden aus allen Ländern nach Palästina kommen, um dort zu arbeiten und ihr Schicksal zu gestalten, den Eindruck, daß sie nicht bloß dies allein tun, sondern daß sie auch die englische Arbeiter- und Genossenschaftsbewegung etwas zu lehren haben. Die Debatte wurde mit der Erklärung des Vorsitzenden der Arbeiterfraktion im Unterhaus, Major Attlee, abgeschlossen, daß die Abgeordneten der Labour-Party im Parlament weiterhin ihre Interessen in Palästina wahrnehmen und alle Maßnahmen treffen würden, so bald es notwendig sein werde. Palästina-Regierung plant Einsetzung einer Einwanderungs-Kommission. Jerusalem, 11, Okt. Die ITA. erfährt, daß die Palästinaregierung die sofortige Einsetzung einer besonderen Einwanderungskommission erwägt, die die Aufnahmefähigkeit des Landes für die, nächste Ali/a studieren soll. Die Kommission soll aus neun Mitgliedern bestehen; Araber und Juden werden zu gleichen Teilen in ihr vertreten sein. Die Palästinaverwaltung wird sich den maßgebenden Einfluß auf die Entschlüsse der Kommission durch einen englischen Vertrauensmann sichern. Was Emir Abdulla sagt. . . L ö n d o n , 8. Okt. Der Jerusalemerv Berichterstatter des „New Chro'nicle"'feilt seinem Blatt den Inhalt einer Unterredung mit, die er mit Emir Abdulla von Transjordanien über die Aussichten einer Lösung des Palästinaproblems geführt hat. Der Emir erklärte, es gebe keinen Grund anzunehmen, daß eine Lösung der Palästinafrage unmöglich ist- Nicht erst im 20. Jahrhundert seien , Araber mit Juden zusammengetroffen.' Jahrhundertelang hätten Juden in arabischen Ländern in vollständiger Harmonie mit den übrigen Einwohnern, gelebt. Einen persönlichen Vorschlag;z«r TJeberwindung des gegenwärtigen toten Punktes zu : machen, lehnte Emir Abdulla ab. Er wies aber darauf hin, daß von englischen und änderen Kreisen verschiedene Lösuhgsmöglichkeiten gemacht worden sind, so z. B.t daß die. Juden in Palästina auf einem beschränkten Ge1 biet öder,'auf Grünid eines besonderen Min'derheitsstatuä lebeii sollen.; Es s*e'i nicht einzusehen,- warum Verhandlungen nach ähnlichen Richtlinien letzten Endes nicht beide Seiten zufriedenstellen könnten. Gegenwärtig erwecke jeder Jude, der. nach Palästina kommt, bei den Arabern Bes4rgnis^,.E!s. sei. darum wichtig, für das. ganze; Prot>lenv eine Lösung* zu finden. Der Berichterstatter bemerkt, daß der Emir eine sehr vorsichtige Haltung bewahrt hat, seitdem er 1936' ^Wi^'^^mhpQh^^mr^l-1 Streiks zu. vermitteln versuchte und deshalb von , 1 \mJ> .;- .; , | ( den Extremisten außerordentlich schjarf,, {angegriffen worden war. Im Verlauf der Unterredung aber; habe ,er-,zu erkennen gege/b^enl daß ier "bei voller : Wahrung der arabischen nationalen Interessen eine versöhnliche Haltung einnimmt. Die Juden im Rahmen der Autonomie K^atho-Rußlands. An den Festlichkeiten, die in Karpatho-Rußland anläßlich der Einführung der ersten Etappe zur Autonomie dieses Landes stattfinden, nimmt die jüdische Bevölkerung lebhaft Anteil. Bei der in der Hauptstadt Uzhorod veranstalteten Feier gab der Vorsitzende der orthodoxen Jüdischen Landeskanzlei, Hermann Schönberger, im Namen der jüdischen Bevölkerung der Bereitschaft zur Mitarbeit an dem Ausbau der Autonomie Ausdruck. In Munkacevo würdigten Redner aller Nationalitäten bei einer im Stadttheater veranstalteten Festveranstaltung die Bedeutung des Tages und'versicherten, daß sie die konstruktive Arbeit auf der Grundlage des Friedens unter den Nationalitäten fortsetzen wollen. Die jüdische Bevölkerung war durch den Abgeordneten der Jüdischen Partei Dr. Chaim Kugel vertreten, der eine Rede in hebräischer Sprache hielt. Gouverneur Konstantin Hrabar hat eine Erklärung veröffentlicht, in der es u. ä. heißt: „Ich rufe heute alle Bewohner Karpatho-Rußlands ohne Rücksicht auf ihre Nationalität, ihre religiöse Ueberzeugung und ihre politische Zugehörigkeit auf: kommet und helfet die Autonomie Karpatho-Rußlands auszubauen." Ministerpräsident Tatarescu über die Minderheitenpolitik Rumäniens, Die Grundsätze der rumänischen Minderheitenpolitik wurden von Ministerpräsident Tatarescu in einer in Öradea Mare (Großwardein) gehaltenen Rede erläutert. Der Ministerpräsident versicherte, es sei der Wunsch der Regierung, den Minderheiten dip für ihre 'fentwicklung notwendigen Bedingungen zu bieten. Andererseits aber müßten die Minderheiten sich nicht ablehnend gegenüber den Bemühungen des Staates verhalten, die Lage der rumänischen Mehrheit , zu verbessern. Wir: wünschen, sagte Ministerpräsident Tatarescu^''daß gegenseitiges YmtrMen und normale^ Bestellungen .zwischen deb^Mehtheit und deanMinderheiten hergestellt werften, JHie seit Jahmäfi'derten innerhalb :tms1e- .•no-irlwts'ui.;'. n j^iiio;. rer grenzen leben und 4ötzt0£ur immer. unserem Staate einverleibt sind. Wirr wollen die notwendigen Bedingungen für die Entwicklung dieser Minderheiten im Rahmen unserer Gesetze, die einem Geist der Billigkeit ^una^ Gerechtigkeit entsprungen sind, schaffen.," Mißverständnisse und Schwierigkeiten, die sich im;Verkehr zwischen Mehrheit und Minderheiten naturgemäß ergeben, können immer in einer Atmosphäre des Verständnisses und der Versöhnung beigelegt werden. '• ■ - ,. Maßnahmen zur Sicherung des konfessionelle« Friedens in Argentinien. Nach den Ankündigungen!: die: der soeben zum Präsidenten der Republik Argentinien gewählte Dr.l.RobertoJM. Ortiz während des Wählkampfes veröffentlicht hat, soll unter seinem Regime ein Gesetz erlassen" werden, das jede Aufforderung zur. Gewalt strafbar macht. Gruppen und Vereinigungen, die zu gewaltsamer Bekämpfung der Juden: auffordern, sowie Druckschriften, die solche Aufforderungen enthalten, werden nach dem Gesetz verboten sein. In der, Motivierurig zu dem Gesetzentwurf heißt es, daß Katholiken und Israeliten in gleichem Maße vom Staate geschützt werden müssen. Herreh- und ^Berufskleidung, Maß*Konf e k t i o n ~) W 2 - "V e r a r b e i ( u n g Frau F. MAIER WW. F a hr g-a' .s' s e 9 4 1 Minute von der Konstabier Wache DAS LICHT DER EWIGKEIT von Robb. Ör. Elie Münk in Ansbach broschiert RM. 4.oo Lwbd. RM. S.do VERLAG DES ISRAELIT UND HERMON GMBH., Frankfurt a. M. Schützenstr. 1*2 , PostschY 19802