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Der Israelit · 1937-10-07 · Heft 40 (7.10.1937) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 40 (7.10.1937)
Date
1937-10-07
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 % 40 zeit-^d^eh^'esprobh^n-'-hätr^b^M'ek dädurch eine Unterbrechung :. zwischen den Tekioth meschujew und (d^n; iTekioth, meumodr ^entsteht; ' denn die Verpflichtung des Kiddusch beginnt schon sofort nach dem Schacharis-Gebet, dieser kann jedoch nur im Eßraunt ausgeführt -werden; vor dem. Blasen ist aber nur ein bloßes Kosten erlaubt und könnte daher Kiddusch' vor dem Schofarblasen . nur sehr schwierig ausgeführt werden. Damit aber, keiner das leise Spre-. chen des Mussafgebef es versäumen' soll, wird man in jeder Synagoge nach dem Schofarblasen eine halbe Stunde mit dem Beginn. des Mussafgebetes warten. 13. In der Nacht zum Jomkippur -wird das Gebet Schomea tephillah nicht w;e immer mit Melodie und abwechselnd gesagt, sondern Gemeinde und Vorbeter sagen zusammen ohne Melodie. Um 10 Uhr müssen sämtliche Synagogen geschlossen sein, und ein Jeder ist verpflichtet, sich in der Nacht in seinem Hause auszuruhen. Im Beshamidrasch von Rabbi Akiba Eger in Posen 14. Am Morgen des Jomkippur werden die Synagogen um 4.30 Uhr geöffnet, sobald sich das Militär zur Bewachung eingefunden haben wird, um 5.30 Uhr fängt man Jigdal an. 15. Wegen Beleuchtung am Jomkippur, so dürfen weder Oellampen noch Talg oder gelbe Wachslichter .: Der l.s r a „e l lit ' i;;.,. •' ' - ..... 'i*- -* ' .,, dL'.-ii' : zur Beleuchtung in den' Synagoge» "gebrauchte -vrer^* den, vielmehr werden "sämtliche Hausherren aufgefordert, den Betrag für ihre Wachslichter oder Lampen, welche sie in sonstigen Jahren in die Synagoge bringen, in die Wohltätigkeitskasse zu zahlen. Die Herren Vorsteher des Wohltätigkeitsvereins werden die Synagoge mit weißen Wachslichtern beleuchten, welche in der Nacht bis 10 Uhr brennen sollen. Am Tage aber dürfen nur vor dem Platze des Vorbeters und des Herrn Rabbiners Wachslichter von Kol-; nidre bis nach dem Neilah-Gebet brennen. Im übrigen aber dürfen den ganzen Tag bis vor Neilah keine Lichter brennen, dann werden die Lichter durch einen Nichtjuden angezündet, obwohl bis jetzt hier der Gebrauch herrschte, es nicht zuzulassen, daß ein Nichtjude zum Gebrauch eines Juden am Jomkippur ein Licht anzündet, und die Lichter, die am Vortage des Jomkippur in die Synagoge gebracht worden sind, vom Vorstand bis Neilah gebrannt haben. Aber da in der heutigen Zeit dringendes Fernhalten jedes Schimmers einer Gefährdung geboten ist, -darum hat der ehrw. Herr Rabbiner im Verein mit den Herren Rabbinatsassessoren bestimmt, daß es in der Zeit des Zwanges richtig sei, nach der Ansicht derjenigen Dezisoren. zu entscheiden, welche es für erlaubt halten, daß ein Nichtjude zu Gunsten eines Juden zum Zwecke der Mizwa des Neilah-Gebetes Lichter anzünden. 16. Das Fasten am Jomkippur ist eine g'ttliche Bestimmung; daher kann das Rabbi na t eine generelle erleichternde Bestimmung nicht treffen. Damit aber Jeder Gelegenheit haben soll, über jede ihm (G'tt bewahre) zufallende Schwäche oder Durchfall den Arzt gleich befragen zu können, so werden im Gemeindezimmer als Zenträlpunkt aller Synagogen hierselbst den ganzen Tag #über zwei Aerzte anwesend sein. Der ehrw. Herr Rabbiner warnt hierbei noch mit besonderem Nachdruck davor, auch den mindesten Zufall (G. b.) geheim zu halten, sondern sofort den Arzt zu fragen. Wer diese Bestimmung übertritt, ladet sich eine große Schuld auf, nicht nur für sich allein, denn es kann durch ihn (G. b.) anderen Personen ein Schaden entstehen, er wird später Rechenschaft für sein Leben und das anderer ablegen müssen, wozu nochkommt, daß an diesem heiligen und erhabenen Tag man sich besonders vor einer so großen Sünde fem- ■j.; , ,, „ - 7. Oktober 1937 zuhalten hat, welcffe! dem'■'■Blütycrgic^ heiligen Tage. Die Cholera-Kommission der mosaischen' Glaubensgenossen, (Folgen die Unterschriften.) Der Grabstein Rabbi Akiba Egers auf dem alten Friedhof zu Posen * * * Nachbemerkung der Redaktion: Aus diesen „Verhaltungsmaßregeln", deren Wortlaut wir durch Herrn Rabb. Dr. Mannes, Frankfurt a. M., erhalten, geht klar hervor, daß das in einigen Zeitungen verbreitete Gerücht, Rabbi Akiba Eger hätte in jenem Seuchenjahre „das Fasten am Jomkippur aufgehoben", in das Reich der Sage zu verweisen ist. ERE Z >]£< Nach dem Attentat auf Andrew. Die „Sussex" hat Haifa verlassen. Jerusalem, 3. Okt. Der Kreuzer „Sussex" hat mit den verhafteten Araberführern an Bord den Hafen von Haifa mit unbekanntem Ziel verlassen. Das zweite Bataillon der Black Watch, das das Bataillon der Royal Sussex ablösen .sollte, ist sofort nach seinem Eintreffen in die Provinz geschickt worden. Da der Abmarschbefehl für die Royal Sussex dwiderrufen wurde, ist die Militärbesatzung Palästinas jetzt um ein Bataillon stärker als früher. Die arabische Presse teilt mit, daß die Zahl der Hilfspolizisten in Nordgaliläa um weitere 200 erhöht werden wird. In Nazareth sind einer Meldung der „El Dschamea el Islamia" zufolge 500 Mann in voller Kriegsausrüstung eingetroffen. Von dem Flugplatz in Atarot bei Jerusalem sind fünf Flugzeuge nach Ga- : liläa abgegangen. Geschlossene arabische Läden. Jerusalem, 3. Okt. Die arabischen Läden in Jerusalem und einigen anderen Städten sind am Samstag geschlossen geblieben, Es steht noch nicht fest, ob es sich um eine organisierte Protestaktion oder um ein spontanes Vorgehen unter dem Eindruck der jüngsten Maßnahmen handelt. Die Behörden verfolgen mit größter Aufmerksamkeit alle Entwicklungen im Lande und sind entschlossen, Kundgebungen extremistischer Elemente im Keime zu ersticken. . ' Treffen der jüdischen Wächter Palästinas. Jerusalem, 28. Sept. In der Sukkot-Woche hat der 115 Mitglieder zählende Verband der Schomrim Palästinas in der Kolonie Natania sein erstes ^Treffen abgehalten. Das Treffen gestaltete sich zu einem allgemeinen Volksfest, aus dem Gäste aus dem ganzen Lande, darunter auch Araber aus den Nachbardörfern, teilnah- ISRAEL men. Eine besondere Note erhielt das Fest durch die Teilnahme der Matrosen des jüdischen Schulschiffes „Sara I" und von zwei Flugzeugen <ler Palestine Airways, die während der-Veranstaltung über der Kolonie kreisten. Der Vorsitzende wies in der Eröffnungsrede auf die schwierigen Aufgaben hin, die die Schomrim während der letzten blutigen Jahre zu erfüllen gehabt haben. Anläßlich des Treffens fand ein großer Aufmarsch in den Straßen der Kolonie und ein Pferderennen statt, an dem auch mehrere Araber teilnahmen. Der Nachfolger des ermordeten Distriktskommissars. Jerusalem, 28. Sept. Mit der Führung der Amtsgeschäfte des ermordeten Distriktskommissars Louis Andrews ist der Beamte . der Palästinaregierung, D. G. Harris, betraut worden, der während des Aufenthaltes der Kgl. Kommission in Palästina an ihren Arbeiten teilgenommen hat. 8000 Beter zu Sukkot an der Westmauer. Jerusalem, 28. Sept. An den ersten und letzten Sukkotfeieftagen haben etwa 8000 Beter die Westmauer in Jerusalem besucht. Es ist zu keinerlei Zwischenfällen gekommen. Ueber 62.000 Pfund Defizit der Palästina- -i; Regierung im letzten Jahr. Jerusalem, 29. Sept. Wie amtlich bekanntgegeben wird, hat das letzte Finanzjahr der Palästinaverwaltung mit einem Defizit von 62.000 Pfund abgeschlossen. Der . Ausfall wurde aus dem bis dahin angesammelten Ueberschuß gedeckt. ,, , . Der Voranschlag für das Finanzjahr! 1937/38 sieht Einnahmen in der Höhe von 5,014,909-j^ind Ausgäben in Höhe von 5,077,169 Pfund vor, Von den Ausgaben entfallen 819.000 Pfund auf Polizei und Gefängnisse, 187,000 Pfund auf das transjordanische Grenzkorps und 351.250 Pfund auf Landesverteidigung. Tel Awiwer Levante-Messe verschoben. London, 28. Sept. Aus Tel Awiw wird gemeldet, daß die für 1938 geplante Levante-Messe mit Rücksicht auf die Unsicherheit über die politische Zukunft Palästinas bis zum Jahre 1939 verschoben werden, soll. Palästina-Regierung untersucht die Möglichkeiten der wasserwirtschaftlichen Erschließung des Landes. Jerusalem, 29. Sept. Amtlich wird bekanntgegeben, daß die Palästinaregierungen Vorbereitungen - zur \. Durchführung der Vorschläge der , KgL Kommission über; die wasserwirtschaftliche Erschließung Palästinas und Transjordanien getroffen hat. Es sollen Bewässerungsmöglichkeiten und die. weitere Nutzbarmachung der Was» servorräte Untersucht werden. Die Untersuchungen werden sich' auf' den Kreis Beer Scheba und das Jordantal in Palästina sowie auf gewisse Gebiete in Transjordanieh erstrecken. Für die Forschungsarbeiten in Palästina würden von der Regierung 50.000, für die Arbeiten in Transjordanien 30.000 Pfund zur Verfügung gestellt. Briefkasten. ii! K. in K. Wir bitten um Zusendung des j Originals- P, in W. Wird:hier ohne Bedenken genossen. München. Ein offizielles agudistisches ' Organ j ist die Zeitung nicht, doch dürfen die im Blatte veröffentlichten Mitteilungen und -Beachte der Agüda als offiziell angesehen werden. i ■ D. L. und Andere. Der Bescheid ist bisher keinem zugegangen und muß noch abgewartet werden, Werkstätte für Lederwaren E R N S T G Rti NBAUM #

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