Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 39 (1.10.1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
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J^S^fSg^^g l Oktober 1937. D 1 i t JÜz. ji9. Seite 3«~ Seth Jakob auf und nach der Kenessio Gedaulo. Die Kenessio Gedäulo 'hat London als obersten Sitz der L c i t u n g be^täti^t; sie fördert aber > den Zusammenschluß aller Beth Jakob-Schulen eines Landes' in einem; L a n d e sverband und die Vertretung jedes Landesverbandes in dieser Londoner Zentrale, Sie hat den prinzipiell wichtigen Beschluß gefaßt, daß eine dem Landesverband. nicht angeschlossene Schule n i c h t den Namen von Beth Jakob führen darf. ■ ,. - Die Landesvertreter bilden zusanffeien mit der Londoner Zentrale den V e r w a 11 u n g s -• rat von Beth Jakob; dieser muß mindestens einmal im Jahr, und zwar abwechselnd in einem der Beth Jakob-Zentren, zusammentreten. In pädagogischer Hinsicht wird 'die Zentrale von einem p ä d a g o g isctien Beirat beraten, dem neben den Leitern der Beth Jakob- Lehrerinnenbildungsanstalten auch anerkannte orthodoxe Pädagogen angehören solle.n. Fach- und Handelsausbildung ist erneut als eine der vordringlichsten Aufgaben von Beth Jakob unterstrichen worden: die Förderung von „Ohe 1VS oro" in Lodz und der Beth Jakob-Handelsschule in Warschau der Zentrale daher als besonders dringlich ans Herz gelegt worden. Neben der geistigen Ausbildung in Beth Jakob ist auf Hygiene und Gesundheitspflege besonderes Augenmerk zu richten; Schülerinnenbespe i s-ü n g muß, wo die Lage es erfordert, durchgeführt, das Netz der Sommerkolonien ausgebaut, das K i n - dersariatorium in Dlugo Siedle in seinem Bestand gesichert werden. Die Frage geeigneter Jugendliteratur, die Schaffung von Lernmitteln in allen Sprachen hat die Keren Hathprä- und Beth Jakob-Kommissionen in ihren Sitzungen wiederholt beschäftigt; der Beth Jakob-Verlag in Lodz ist ein verheißungsvoller Anfang, er muß aber, durch die Zentrale unterstützt, noch in größerem Umfang ausgebaut' Werden, um 4 allen viel1 gestaltigen Ansprüchen entsprechen zu können. E rez J i s r o e I hat. die -Kenessio Gedaulo nicht nur unter den großppli tischen Gesichtspunkten und nicht nur . unter der, Not seiner Poale Agudas . Jisroel beschäftigt; die KlagCj daß die Beth Jakob-Zentrale Erez Jisroel bisher völlig vernachlässigt hat, mußte leider von uns, den verantwortlichen Instanzen, als vollberechtigt anerkannt werden. Dies um so mehr, als das palästinensische Beth Jakob-Werk sich durchaus in das allgemeine Beth Jakob-Werk einordnen will und an die Zentrale das dringende Verlangen gestellt hat, eine leitende Persönlichkeit aus polnischen Beth Jakob-Kreisen als ständigen Inspektor nach Erez Jisroel zu entsenden. Mit großer Befriedigung konnte die Kenessio Gedaulo von der außerordentlich erfreulichen Entwicklung des Nachwuchses, in den ,, B e - nos' Agudas Jisroel'' organisiert, Kenntnis ^nehmen; sie hat dies dadurch anerkannt, daß sie die Genehmigung aller Forderungen wünschte, die die Benos an die Zentrale in erzieherischer uftd sozialer Hinsicht stellt. Daß neben diesen neuen Aufgaben die alten, von denen die wichtigste die Einrichtung eines umfassenden Beth Jakob-Schulinspektor a t s ist, nicht vernachlässigt werden düri ■ fen, ist selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich ist, daß die Beth Jakob-Zentrale alle diese Aufgaben -nur erfüllen, ja auch nur in Angriff nehmen kann, wenn sie aus allen Ländern und Kreisen, weit mehr als bisher, Förderung und Unterstützung findet. In nächster Nähe der Kenessio Gedaulo tagten die agudisti sehen Frauen und Mädchen; die räumliche Nähe war ein Symbol für die geistige Nähe, hier wie dort, ging es um die Grundfrage des jüdischen Volkes: „Wie steht es um unseren Na c'h wuchs?"! Die Beth Jakob-Zentrale erwartet von den Frauen der Agudas... Jisroel,..daß -auch sie .sj(j|l in den Dienst Vöti^' Beth Jakob* stellen, daß dfcj .Sorge um die jüdi§dhe .Tochter> ^e^( mehr ja^ bisher, die*Sorge'tfeV''jüd6scnW''Mutter' ist. Daß keine jüdische Mutter, die sitih Agudfstra. nennt, ihr Kind in andere als gesetzestreue BfziehungS* ahstaiten schickt Ij)aß.' die Könessio Geidaulo eia& Entschließung fässen . mußte, daß - Agudisten, welche ihre Kinder in (andere Erziehungsanstalten senden, keinerlei . Funktion innerhalb Agudas Jisroel kusüben dürfenj zeigt, daß auch in dieser. Hinsicht obei . uns" Manches; auszuböS* sern ist. Ich hatte dem Vorzug};, in vzwei wichtigste*? Kommissionen dVr Kenessio "Gedaulo mitzüär* beiten: in der Keren Hathora-. und. jQhinu^h^ Kommission und in der Beth Jäköb-Kömmissiotfe Beide Kommissic&en hatten als ständige und interessierteste Mitarbeiter gföße''Talmide Chachomim und anerkannteste Pädagogen. „D ä'ä jüdische Kind, d « rj ü d i.s b he G e i äk'i jenes die s e äf •zu e f.h<a 11 e n.'?—> das Wafdie hohe Losung, die in beiden Kommissionen ausgegeben wurde/ In beiden Kommissionen bewegte sich die EJisküsstöri in den höchsten Re^ gionen — und doch: wenn man das nackte Fä3 zit von allem zieht, dann'ist es dies: Ge 1 d H Gebet den Berufenen die nötigen Mittel -H es handelt sich reicht u.m? unerschwingliche Sum-- men, sondern um- Beträge, die guter Wille und volle Bereitschaft aufbringen können — dann wird das Werk gelingen können, gelingen müssen. Ob die Entschließungen, die die Kenessio Gedaulo auf demb Gebiet von Beth Jakob faßte, Resolutionen bleiben, die g e g e n uns zeugen und uns der Lächerlichkeit der Welt preisgeben, oder ob sie Wirklichkeit werden, die uns die Achtung und dann ■ auchdie; Mitarbeit der Welt sichern, das hängt allein von unserm Willen ab! Gebe G'tt, daß jeder von uns genügend Selbstachtung besitzt, um zu seinem Teil mitzuhelfen, daß die Marienbader Entschließungen uns und Unserer Jugend segnende W i r k 1 i c ETc e i t e n werden! ERE Z Schüsse und Verhaftungen am Jomkippur in Palästina« Jerusalem, 16. Sept. Der Jomkippur ist in Palästina im allgemeinen ruhig vei-laufen, nur in einzelnen Teilen des. Landes traten arabische Terroristen in Tätigkeit, Auf das jüdische Viertel von Safed feuerten Araber zahlreiche Gewehrsalven ab. Der Polizist Jehosch.ua Perlmutter wurde schwer verwundet. Schüsse, die auf ein jüdisches Haus in Rosch Pina abgegeben wurden, verletzten niemand. In eine Synagoge in der , Altstadt von Jerusalem ist am Dienstag eine Bombe geschleudert worden. Schaden wurde nicht angerichtet. Es handelte sich nicht um einen fabrikmäßig hergestellten Sprengel per. , Der Sekretär1 des Obersten Arabischen Komitees. Subhi Bey el Kahadra, der, wie vor kurzem gemeldet, freigelassen worden war, ist erneut in Haft genommen worden. Es wurde im Verwaltungswege für ihn ein einjähriger Zwangsaufenthalt in Akko festgesetzt. Sechs Monate Gefängnis wegen Blasiens des Schoiar an der Westmauer.;Jerusalem, 17. Sept. V Das Gerieht' in «Jerusalem hat Arje Katscher, ein tffötglied der Revisionistischen Partei, der am Ausgang des Jomkippur an der Westmauer den Scholar geblasen -hat;' zu sechs Monaten Gefängnis verteilt! Der Angeklagte erschien vor Gericht in einen Tallit«igehüllt.' Er hatte keinen Verteidiger* Der Vertreter der Staatsanwaltschaft forderte strenge Bestrafung und wies darauf > hin, daß die Unruhen des Jahres1 1929 von einer ähnlichen- Gesetzesübertretung' ihren1 Ausgang genommen haben. ISRAEL Ein neues Todesopier. Jerusalem, 14. Sept. In der Nacht zum Montag haben bewaffnete Araber einen Angriff auf die Siedlung Kfar Jecheskel unternommen. *Beim Wachtdienst ist der 45jährige Menachem Rosenblatt, einer der Gründer der Kolonie, der aus Rußland nach Palästina eingewandert ist, gefallen. Er ist durch einen Schuß in die Brust getroffen worden. Die Verteilung der Entschädigungsgelder an Hinterbliebene von Palästina-Opfern. J e r u s a 1 e m , 17. Sept. Der Waad Leumi wird in den nächsten Wochen die Verteilung der Gelder vornehmen, die die Regierung für die Angehörigen der" bei den vorjährigen Unruhen Getöteten' und Schwerverwundeten bestimmt hat. Von den 30.000 Pfund, die für diesen Zweck bereitgestellt worden sind, werden 18.000 Pfünd 'zur 'Verteilung an Juden gelangen. Von dieser Summe "'erhält das jüdische Jerusalem und seine Umgebung;. 4200 Pfund für 20 Tote und 29 Verwundete; der Kreis Tel Äwiw erhält für 53 Tote 6900 und für 58 Verwundete 1727 Pfund; für Natania und Umgebung:'ist ein Betrag von 1275 Pfund für 10 Tote und von 160 Pfund; für 6 Verwundete bestimmt worden; Haifa; und Umgebung erhält 1800 Pfund für 10 l'ote un*d'27Ö Pfund für 6 Verwundete; Nazareth mit ''Umgebung ^050 Pfünd für 6 Tote und 1.15 Pfund für : 4 Verwendete. Insgesamt werden Entschädigungen für ^die"Hin|terbliebenen von 99 getöteten, und für die Ängehörigeii' von 103. verwundeten Juden bewilligt.. Entschädigung auch iür Vermögens-Verluste bei den Palästina-Unruhen* Jerusalem, 16. Sept. Wie im palästinensischen Amtsblatt bekannt ge-i geben wird, sollen außer den Hinterbliebenen der bei den Palästinaunruhen Getöteten und den Angehörigen der Schwerverwundeten auch solchen Personen im Gnadenweg Entschädigungen gewährt werden, die unschuldigerweise Verluste an Eigentum erlitten haben. Entschädigungsgesuche sind bis Ende Oktober einzureichen. ] General Dill aus Palästina abgereist. Jerusalem, 13, Sept. •. ', ... - c Der bisherige Oberkommandierende der britischen, Streitkräfte in Palästina, Generalleutnant J. G. Dill, ist nach London abgereist. Sein Amt wurde von Generalmajor Wavell übernommen, mit dem er in den letzten Tagen eine InspektionsroisG durch das_ ganze Land unternommen hatte. ■ t Juden aus Griechenland besetzen neuen Boden in Palästina. Jerusalem, 13. Sept. . Am Montag, den. 13. September* haben mehrere aus Griechenland. eingewanderte sephardische Fami-r., lien ein vom Jüdischen Natipnalfonds in der Scharön-Ebene erworbenes Gebiet in Besitz genommen;.;!