Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 37-38 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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l&$Sepj$mbj&r.49$7» D e sr» I s ra e>l -i t« Nr. 37/38 Seite. 15 sehen Rechnung tragen. Der Zuschuß wurde darauf hin einstimmig genehmigt. . - Nachdem kürzlich zu Lasten des außerordentlichen Etats;ein Betrage von , RM. 8000.— für eine Sterilisa tionsanlage im Krankenhaus Gagernstraße, bewilligt worden ist, , wurde in der letzten Sitzung eine Aus - jJabe in Höhe von RM. 4000.— (zahlbar in 12 Raten an die. Siemenswerke), auch zu Lasten des außer ordentlichen Etats,1 gutgeheißen. Diese Anschaffung Ist für die Röntgenabteilung des Krankenhauses De stimmt. Eine ausgedehnte Debatte rief die abermals an geschnittene Frage der Arbeit des Jugenddezernat und der Jugendkommission hervor. Das Jugenddezernat ist bereits zustandegekommen. Dieses Dezernat besteht aus Vertretern des Vorstandes und der Repräsentanz. Die Hinzuziehung des Herrn Dr. Lemle ist abgelehnt worden. Die Jugendkommission soll je vier Vertreter der Konservativen Volkspartei urid Liberalen aufweisen. Nach einem Beschluß der letzten Sitzung hat das ins Leben gerufene Jügenddezernat nur eine Gültigkeit bis zum 15. Oktober, wenn nicht bis .dahin eine Einigung über die Zusammensetzung der Kommission zustande gekommen sein sollte. Die Volkspartei hat den Anspruch auf stärkere Vertretung innerhalb dieser Kommission, die nur beratenden Charakter h.at, erhoben, und hat sich bis jetzt nicht zum Eintritt entschließen können. Herr Dr. Pommeranz (Volkspartei) wies darauf hin, daß ihnen Unrecht geschehen sei. Die Ansprüche der ,'Zionisten 'habe man in einem früheren Beschluß anerkannt, nachher aber aufgehoben, was aber den Eeststellungswert für seine Freunde nicht mindere. Bei den Akten liegen die Beweise für die Starke der zionistischen Bünde, die Bildungsärbeit tfeiben,- was von den andern Gruppen nicht gesagt, werden könne. Im übrigen könne man beim „Schild" doch nicht von einer Gruppe sprechen, die liberal sei, da doch auch Gesetzestreue und ^andre Richtungen in ihm arbeiten. — Zum ersten Male habe die Gemeinde eine Jugendkommission gewählt. In ihr bestehen aber die Zahlenverhältnisse nicht,., wie sie in der Gemeindevertretung und im Vorstand zum Ausdruck kommen. Sprecher lehnte die Anerkennung, ab. Man habe er^ warten'- dürfen, daß man die Arbeit der Zionisten, die sie in den' letzten 20 Jahren geleistet haben, durch Einräumung größeren Einflusses honorieren würde. Äußer den 36 Gemeindevertretern seien noch 22 000 Juden in Frankfurt, an die man appellieren würde.' Namens der Liberalen sprach Herr Walter Hi r S C h 1» a n n',; der im Sportverein „Schild" an leitender Stelle steht. „Finden Sie, daß die Volkspartei sich richtig verhält? Ich habe den Eindruck, daß sich die Volkspartei auf das Nichtwollen festgelegt hat, denn ihr Einspruch entbehrt jeder Begründung. So viel Jugendliche wie sie angibt, existieren ja nicht. Die Zahlen sind auf Doppelmitgliedschaft in den zionistischen Bünden und im „Makkabi" zurückzuführen.. Wie ist es mit der geistigen Erziehung, in den zionistischen Bünden? Bei den Zionisten ist: der Sport nur Mittel zum Zweck. Beispielsweise sei ein «Schulungsabend des Barkochba nur von 8—10 Leuten besucht, Redner-führte u. a... noch an, daß die Zionisten der Sportveranstaltung des „Schild" am 29. August mit allen Mitteln Abbruch tun wollten. Zum Schluß seiner Ausführungen '"/"""^^^^^ in unserem Verlage ersclileiir. Ii§ ♦ . in Ein Dokument der Zeil von SCHACHNOWITZ Preis brosch. Jt 2__, geb. Ji 3__ Das Bu<h, 265 Seiten ftark, ift ein Dokument der Zeit uon ergreifender Realität. £in junger jüdifdier Menfdi aus einer areligiöfen, am Judentum uöllig desinterefru?rr<m Familie wird uom Sturm der Zeit erfaStunü aufjüdifthen Heimatboden gefegt. Wit der. Macht der Jugend und der Überzeugung reüjt er am Ende audt die Eltern und feine ganze Umgebung mit zur jüdifmen Höhe. Jn ungemein anfehaulimen Bildern entrollt fidt uor dem Rüge das Leben der Hachfdtarah, das neue Werden in Erez Jsrael, die CntwicXlung der erden orthodoxen Kibbuzim. Jüdifdies lieben öftlidierund toeftlidier Obfemanz kommen, uon aufjeti geftofjen, fich näher und, finden Ciäci oollehds auf dem heiligen Oäterboden, der zur Heimat der Jungen geworden ift. w^mmm^^^^^ brachte er. zum Ausdruck, daß seine Freunde nicht daran dächten, der demnächst beginnenden Kampagne der Volkspartei tatenlos zuzusehen. Für die Konservativen . sprach Herr Dr. Ernst Freimann,: der bedauerte, daß man im September noch nicht zur Arbeit gekommen sei. Warum sollen im Jahre 1937 die Zionisten auf sechs Sitze in der Kommission Anspruch haben? Haben sich ihre Leistungen derart gesteigert? Hätten die Zionisten versucht, mit vier Vertretern zu arbeiten, hätte sich herausgestellt, daß .das möglich sei. Trotzdem seien die Konservativen bereit, zwei ihrer Sitze an orthodoxe , Zionisten abzugeben. Es komme ja darauf an, daß gearbeitet wird, und man habe bei den Zionisten gar keinen Grund, zum Fenster hinauszureden, Herr Hecht (Mitglied des Vorstands) stellte die Frage, ob er das Wort dazu ergreifen dürfe, was Dr. Merzbach damit beantwortet, daß zur Sache sin Herr der Volkspartei reden könne; Mitglieder des Vorstandes können nur sozusagen als „Behörden- Vertreter" das Wort nehmen. Herr Dr. M a i n.Z e r stellte dann noch fest, daß insgesamt nur 4300 Jugendliche gemeldet seien. Woher solle denn die Zahl stammen? Im übrigen treibe man im „Schild" auch nicht allein Sport, vielmehr bestehe dort eine Arbeitsgemeinschaft, die sich mit geistigen Dingen beschäftige. Die Zionisten verständen, Reklame zu machen, und dadurch entstehe eine. Art Selbsttäuschung. Bei richtiger Ueberlegung der Lage kämen sie sicherlich, zu dem Entschluß, doch wieder mitzuarbeiten. Herr Hecht erklärt — als Vorstandsvertreter —, daß das Gemeindebüro 5306 Jugendliche melde. Uebrigens habe der Vorsitzende des „Schild" am* 29. August gesagt, daß sie stolz darauf seien, nur Sportler zu sein. Herr Dr. Heiner Mayer (Liberal) bezweifelt die Richtigkeit der Statistik. Die Anerkennung der zionistischen Leistungen solle erfolgen, aber sie verscherzen sich diese wieder, wenn sie die Arbeit der Kommission sabotieren. Herr* Felix Meyer bat, zu bedenken, was die Oeffentlichkeit zu diesen Debatten sagen würde. Es könne der Eindruck entstehen, daß man in der Fahrgasse 106 keine anderen Sorgen habe. Die Jugendkommission wird, wie wir hören, ihre Arbeit beginnen._____ Ha. Jüdische Haushaltungsschule. Die Jüdische Haushaltungsschule, Frankfurt a. M., veranstaltet in ihren "Räumen Quinckestr. 20 in der Zeit vom 4. bis 6. Oktober von 9—12 und 15—18 Uhr eine Schulausstellung. Aus Anlaß des 40jährigen' Bestehens wird in dieser Ausstellung eine Uebersicht über die pädagogische Arbeit der Schule gezeigt. Die Ausstellung ist allen Besuchern kostenlos zugänglich. Uraufführung eines, vollständig neuen Dela Lipinskaja- Programms in Frankfurt. Die: Konzertdirektion Hermann Koch; Frankfurt a. M. (künstlerische" Leitung Max Neumann) eröffnet die Saison mit der Aufführung eines neuen Programms von Dela L i p i n s k a j a , das die beliebte Künstlerin Montag, , den iL Oktober, im Saalbau zu Gehör bringt und das nur vollständig neue Chansons und Figurinen enthält. Frankfurter Künstler auswärts. 'Auf Einladung 'der Kurdirektion in Knocke .(Bei-- gien) gab am 22. August Max Neumann ein Orv chesterkonzert im. dortigen Kasino und erntete in dem von internationalem Publikum besetzten großen Kasinosaal ungewöhnlichen Beifall. IFI^NKEURTS HANDWERK u. 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