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Der Israelit · 1937-09-17 · Heft 37-38 (17.9.1937) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 37-38 (17.9.1937)
Date
1937-09-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 -N«. 37/38 Israelit 17. September 1937 Insbesondere soll den bereits arbeitenden Instltu tionen in Warschau und Grodno erhöhte Aufmejrk samkeit geschenkt werden. 2. Die Kenessio Gedaulo verlangt vom Merka; Hathora die Gründung eines großen orthodoxen Verlags, der sich mit der Herausgabe a) von Propagandaschrifteri. über die Bedeutung von Limud-Hathora, Jeschiwoth und religiöse Erziehung, b) von Lehrbüchern und pädagogischen Hilfs büchern für den religiösen Schulunterricht, c) von Jugendliteratur befassen soll. Der Verlag soll mit den bereits bestehenden or thodoxen Verlagsanstalten sowie mit dem neugegründeten Verband thoratreuer Schriftsteller und Jour nalisten in Verbindung treten, um die Arbeit zu kon zentrieren und zu vereinheitlichen. 3. Die Kenessio Gedaulo fordert den Merkas Ha thora auf, einen allweltlichen Thora-Kongreß einzuberufen, der sich ausschließlich mit den Fragen der Verbreitung von Limud Hathora sowie mit der Ausgestaltung der verschiedenen Thora- und Chinuch Lehranstalten befassen soll. 4. Die Kenessio Gedaulo'ruft alle Juden'cTer gan zen Welt auf, sich am Daf Hajomi, am Schaß-Schiur von Klall Jisroel, zu beteiligen und verlangt in den. einzelnen Ländern die Einführung des gruppenweisen Lernens des Daf Jomi. 5. Die Kenessio Gedaulo fordert auf, den 28. Siwan 5698, den Tag des 2. Sium Haschaß auf Daf Jomi, als Thora-Festtag in der ganzen Welt zu proklamieren. An diesem Tag sollen überall große Thora-Versammlungen veranstaltet werden, die im Interesse und zugunsten von Chissuk Hathora und Limud Hathora auszuwerten sind. 6. Die Kenessio Gedaulo ruft alle Agudisten in der ganzen' Welt auf, sich an der großen Thora- Manifestation zahlreich zu beteiligen, die an derri genannten Tag gelegentlich des Siums stattfinden wird, als Ausdruck des besonderen Dankes für den Begründer des Daf Hajomi und der Jeschiwas Chachme Lublin, Rabbiner Meier Schapira s. A., der mit unvergleichlichem Mesiras Haiiefesch für die Thöra gearbeitet hat. 7. Die Kenessio Gedaulo erkennt die Notwendigkeit des Halacha-Lernens an. Sie verpflichtet daher sämtliche Agudisten, täglich drei Halachoth des Schulchan Aruch als Halacha jomith zu lernen. Der Keren Hathora soll für die Beschaffung der Siffe Halacha sorgen, die zum gruppenweisen Lernen der Halacha jomith erforderlich sind, 8. Die Kenessio Gedaulo ruft alle Organe der Agudas Jisroel, insbesondere Keren Hathora und Beth Jakob auf, sich intensiver als bisher in den Dienst der Deutschländer - Schenirer - Stiftung zu stellen. 9. Die Kenessio Gedaulo legt jeder Aguda-Abteilung, bezw. jeder Aguda-Gruppe die heilige Pflicht auf, für die Gründung religiöser Schulen für Knaben und Beth Jakob-Sehulen für Mädchen besorgt zu sein und die bestehenden Anstalten zu fördern. Diejenige Aguda-Gruppe, die diese Pflicht vernachlässigt, soll vor das zu gründende agudistische Disziplinar-Gericht gestellt werden. 10. Die Kenessio Gedaulo stellt fest, daß der traditionelle Cheder, in dem die Kinder in Thora und Talmud unterrichtet werden, die Grundlage der religiösen Erziehung bildet. Die Kenessio appelliert an alle in Betracht kommenden Regierungen, diesem Cheder oder einem ähnlichen Typ religiöser Schulen die volle rechtliche Anerkennung zu gewähren, 11. Die Kenessio wendet sich an die jüdischen Parlamentarier und sonstigen Vertreter jüdischer Gemeinschaften, die Legalisierung dieser Schulen anzustreben. Keren Hathora-Finanzen. 1. Um die ersten Arbeiten des Merkas Hathora zu ermöglichen, wird seitens der Kenessio Gedaulo eine einmalige außerordentliche Aktion proklamiert, die in den Monaten Tischri-Kislew durchgeführt werden soll. Jeder Agudist wird aufgefordert, sich zugunsten dieser Aktion mit mindestens engl, sh, 1.— zu besteuern. 2. Die Kenessio Gedaulo beschließt, daß der Monat Siwan, der Monat von Matan Thora, der Erstarkung des Keren Hathora gewidmet sein soll. Jedem Agudisten obliegt die Pflicht, ein Prozent seines Verdienstes in diesem Monat als Maaser min hamasser für den Keren Hathora zu spenden. 3. Das Keren Hathora-Direktorium wird aufgefordert, auf jede nur denkbare Weise (Büchsen, Marken, Sammelaktionen usw.) dem Keren Hathora Mittel zuzuführen. 4. Die Kenessio Gedaulo fordert alle Kultusgemeinden und sonstige jüdische Körperschaften auf, in ihren Budgets Beträge für den Keren Hathora aufzunehmen. 5. Das Keren Hathora-Direktorium wird aufgefordert, gleich nach den Feiertagen eine Delegation nach Amerika zu entsenden zwecks Aufbringung von Mitteln für das religiöse Schulwesen. 6. Die Kenessio Gedaulo fordert die Leitung des Keren Hathora auf, sich mit den Trägern der großen englischen und amerikanischen Hilfsorganisationen in Verbindung zu setzen und diese zu veranlassen, aus den Einkünften der großen Sammelaktionen zugunsten der Juden in Osteuropa und Palästina für die religiösen Erziehungsanstalten einen entsprechenden Anteil zu bewilligen. 7. Die Kenessio Gedaulo erkennt dankbar an, daß ein Teil der gelegentlich des letzten Polish Appeals des Board of Deputies gesammelten Gelder dem agudistischen Schulwerk zugewiesen w/urden. Die Kenessio Gedaulo spricht dem Londoner Keren Hathora-Komitee, insbesondere Herrn Goodman, ihren Dank für die Bemühungen um diesen Erfolg aus und hofft, daß der Board of Deputies auch in Zukunft dieses Verteilungsprinzip beibehält. Förderung des Jeschiwabesuch.es. (Eingebracht von Rabbiner A. J. Bloch, Telsiai.) 1. Alle ihoratreuen Juden, insbesondere alle Agudisten, sollen ermahnt werden, ■ ihre Kinder in die großen Jeschnvo.th zu schicken, auf daß sie dort zur Thora, Awodah und wahren Gottesfurcht im Geiste des überlieferten Judentums erzogen werden. Die Jeschiwa ist die einzige Stätte, die ein echt jüdisches Dor erziehen kann, das die Kraft besitzt gegen diejenigen zu kämpfen, die die Heiligkeit des jüdischen Volkes entweihen wollen. 2. Den Kindern der Armen, die nicht die Möglichkeit haben, Jeschiwoth zu besuchen, sei besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Es ist Pflicht aller Aguda-Zentralen, 'aller Laadesorganisationen und aller Ortsgruppen, den Kindern der Unbemittelten den Jeschiwahbesuch zu ermöglichen. 3. Alle Aguda-Instanzen werden aufgefordert, überall Vorbereitungs-Jeschiwoth zu gründen. Die Jeschiwoth sollen befähigte Bachurim entsenden, die sich eine gewisse Zeit für d<>n Unterricht in diesen Vorbereitungsanstalten zur Verfügung stellen. 4. Die Bedeutung der Jeschiwo'th soll durch die Presse und geeignete Aufklärungsschriften der breiten Volksmasse vor Augen geführt werden. Es ist auf die Wichtigkeit der Jeschiwoth für das jüdische Volk und auf deren schlechte materielle Lage hinzuweisen. 5. Die Kenessio Gedaulo beschließt, in allernächster Zukunft eine Konferenz der rabbinisekett Führer einzuberufen, deren Aufgabe es sein soll, geeignete Wege zu suchen, um die Jeschiwoth auf eine gesunde Grundlage zu stellen lemaan Kawod Hathora. Jeschiwoth ketanoth. 1. Die Kenessio Gedaulo begrüßt den Versuch der Zeirej Agudas Jisroel, die unter dem Namen ,,Nezach Jisroel" in Polen ein Netz von sogenannten „kleinen Jeschiwoth" in den verschiedenen Städten gegründet haben. Sie appelliert an die jüdische Oeffentlichkeit, insbesondere an die Gedole Hathora, diese Jeschiwoth moralisch und materiell zu unterstützen. 2. Die Kenessio Gedaulo wendet sich an alle agudistischen Gruppen in der ganzen Welt, solche Jeschiwoth ,,Nezach Jisroel" zu gründen. Beth Jakob. 1. Die oberste Leitung von Beth Jakob ist die Zentrale der Weiforganisation in London. 2. In jedem Land, in dem Beth Jakob-Schuleri bestehen, sollen diese zu einem Landesverband zusammengeschlossen werden. 3. Jede Beth Jakob-Schule ist dem zuständigen Landesverband in pädagogischer und organisatorischer Hinsicht unterstellt. Schulen, die dem zuständigen Landesverband nicht angeschlossen sind, haben nicht das Recht, sich Beth Jakob-Schule zu nennen. 4. Jeder Landesverband delegiert einen Vertreter in den Verwaltungsrat der Beth" Jaköb-rZefttfäle. Die Zahl der Delegierten richtet sich nach der Zahl der dem Landesverband angeschlossener! Schulen. '; -; . In denkwürdiger Stunde, Nach Verküa. dung der Entscheidungen das / Rabbinischen Rates, in der Erez' Israel- Frage erläutert , Jacob Rosonheim die Resolution der Exs- . kutive. (Phot. Arno Katz Ffm.) 5. Der allweltliche Verwaltungsrat soll mindestens einmal im Jahr eine Sitzung .abhalten. Diese soll möglichst abwechselnd in den verschiedenen Beth Jakob-Zentren zusammentreten, 6. Im Anschluß an die Beth Jakob-Weltzentrals soll ein pädagogischer Beirat geschaffen werden, dem neben den Leitern der Beth Jakob-Lehrerinnenbildungsanstalten auch anerkannte orthodoxe Pädagogen angehören sollen. - 7. Die Kenessio Gedaulo erkennt die dringende Notwendigkeit an, innerhalb der Beth Jakob-Bewegung auch für die fachliche Ausbildung zu sorgen. Sie fordert daher die leitenden Organe von Beth Jakob auf, die Gründung von Fachschulen und Fachkursen für die weibliche Jugend zu fördern. Die Weltzentrale soll der ersten Musteranstalt „Ohel Soro" in Lodz die größte Förderung angedeihen lassen. 8. Die Kenessio-Gedaulo erkennt die Wichtigkeit der Schaffung von Handelsschulen und Kursen für die weibliche Jugend, insbesondere in Polen. Die bereits bestehende Musteranstalt Beth Jakob-Handelsschule in Warschau, wird als vorbildlich anerkannt und wird ihr weitgehende Förderung zugesagt, 9. Die Kenessio-. Gedaulo begrüßt die Schaffung von Sommerkolonien und Heilanstalten für die Kinder. Die Beth Jakob-Weltzentrale soll diesem Tätigkeitsgebiet besonderes Augenmerk zuwenden. Sie wird gleichzeitig aufgefordert, das bereits bestehende Kindersanatorium Jehudith in Dlugo Siedla zu unterstützen. ■ \ . ' Der Gesundheitszustand der Beth Jakob-Schülerinnen soll besonders gepflegt und gegebenenfalls durch Verbesserung der Ernährung gefördert werden. 10. Die Kenessio Gedaulo fordert die Beth Jakob Zentrale auf, dafür Sorge zu tragen, daß eine geeignete Beth Jakob-Literatur geschaffen wird, insbesondere Unterrichtsbücher in allen erforderlichen Sprachen. Dem schon heute vorhandenen Beth Jakob-Verlag sowie . dem Beth Jakob-Journal soll seitens der Weltzentrale Unterstützung gewährt werden. Beth Jakob in Erez Jisroel. Die Kenessio Gedaulo fordert die . Weltzentraie von Beth Jakob auf, den Ausbau des Beth Jakob- Schulwerkes in Erez Jisroel in die Hand zu nehmen und dessen Entwicklung zu fördern. Es sollen alle Mittel aufgeboten werden, die Beth Jakob-Schulen in Erez Jisroel in pädagogischer und materieller Hinsicht zu unterstützen. Auf Antrag der Beth Jakob- Zentrale in Erez Jisroel wird die Beth Jakob-Weltzentrale aufgefordert, möglichst bald •. eine leitende Persönlichkeit aus den polnischen Beth Jakob-Kreisen als Inspektorin nach Erez Jisroel zu entsenden. Senos Agudas Jisroel. Die Kenessio Gedaulo verlangt in Anerkennung der Wichtigkeit der Organisation „Benos Agudas Jisroel" die Genehmigung aller Forderungen, die sei* tens der Benös-Bewegunö; in erzieherische*' und sozialer Hinsicht an die Weltzentrale gestellt werden Chisuk Hadath. 1. Es soll beim Waad Hapoel ein Ressort für Chisuk Hadath geschaffen werden, dessen Leitung m den Händen eines Waad Hapoel-Mitgliedes fliegen soll. Auch'bei jeder Landeszentrale sowie bei jeaer Ortsgruppe soll ein Ressort für Chisuk Hadath eingerichtet werden. . 2. Die Leitung des Ressorts beim Waad Hapoel überwacht die Arbeiten der Landeszentrale, wahrend diesedie Ortsgruppen, überwacht, 3.. Die Arbeitspläne und Anregungen ßer Rcs* soris bei den Landeszentralen werden vom Waad Hapoel überprüft und an sämtliche Landesorganisationen weitergegeben.- * 4. Die Propagandatätigkeit für Chisuk:. Hadatn nimmt einen wichtigen Platz im Arbeitsprogramm der Agudas Jisroel ein. .

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