Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 37-38 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Frankfurt a. M. | 17. September 1937 12. Tischri 5698 Nummer 37/38 Außenminister Eden kündigt eine Erklärung an. G en f," 10. Sept. In der Eröffnungssitzung der 39. Tagung des Völkerbundsrates. wurde bei der Beratung der Geschäftsordnung auch darüber gesprochen, wie der Bericht der Mandatskommission über ihre 32. Tagung, die" ausschließlich Palästinafragen »gewidmet war, behandelt werden soll. Der englische Außenminister Anthony Eden .gab bekannt, daß er anläßlich der Beratung über diesen Bericht, eine ausführliche Erklärung über den Standpunkt der Britischen Regierung zur Palästinafrage abgeben werde. Als Berichterstatter für das Palästinamandat schlug der rumänische' Außenminister Antonescu vor, daß eine Unterkommission eingesetzt werde, der Vertreter aller an der Palästinafrage unmittelbar interessierten Staaten angehören sollen, um den Bericht der Mandatskommission gründlich zu: prüfen und auf Grund dieser Prüfung dem Plenum Bericht zu erstatten. Der Vorschlag Antonescu's wurde von dem polnischen Außenminister Joseph» Beck und dem englischen Außenminister Anthony Eden unterstützt. Die: Einsetzung der Unterkommission wurde daraufhin vom Völkerbündsrat einstimmig beschlossen. Sie wird voraussichtlich schon am Montag zum ersten Male zusammentreten. Man erwartet, daß im Laufe der Tajsukg' sdes Völkerbundsrates Abänderungsvorschläge zu dem englischen Teilungsplan nach Richtlinien, die von der Unterkommission aufgestellt werden sollen, zur, Erörterung gelangen werden. Der Präsident der Jewish Agency, Dr. Ghaim Weizmann, wurde für; Montag, den 13. September, in ■ Genf erwartet! Die l Abordnung der NeuliönisstischGn Organisation ist i bereits in Genf eingetroffen. ' ' " < ■;■ Außer der Delegation der palästinensischen Araber ists> unter, jjder Führung des irakischen, Außenministers'pSaid Tewfik :es-Suwaidir eine Abordnung? \ laus dem Irak nach,, Genf gekommen, >- Es verlautet, daß die arabischen Delegationen versuchen werden, eine Einheitsfront aller Länder des Nahen Ostens gegen den Teilungsplan zustande zu bringen. Man erwartet,' daß die Vertreter des Irak und Aegyptens gegen ( den Plan auftreten werden. Ist die Aufrechterhaltung des Mandats möglich? i Aus dem Berichte der Mandatskömmission. ' Ge'M". 9. Sept. Dem stenographischen ( Protokoll der Verr Wdlungen der Mandatskommission auf ihrer 32- (Außerordentlichen Palästina-JTagung ist' der volle Wortlaut /der,, „vorläufigen Meinungsäußerung" beigefügt, die die Kommission der morgen beginnenden Tagung des . Völkerbundsrätes unterbreitet. Diese Schlußfolgerungen, die Ende August auszugsweise in einem Cominunique des Völkerbundssekretäriats bekanntgegeben worden sind, erörtern, die Gründe, aus denen es zu der gegenwärtigen Situation, gekommen ist; so-, wie die in Betracht kommenden Lösungsmöglichkeiten in folgender Weise: „Die Mandatarmacht, die als Ergebnis langer Erfahrung gefunden hat, daß die Bestrebungen der Araber und der Juden in Palästina in dauernd wachsendem Maße miteinander unvereinbar werden, hofft, daß es durch Teilung des Territoriums zwischen beiden entsprechend den allgemeinen Gesichtspunkten möglich sein wird, ein Regime einzuführen, das der Gerechtigkeit mehr entspricht, und den in Frage stehenden gegensätzlichen. Interessen weniger widerspricht." Fortsetzung siehe Seite 2. Der Völkerbund stimmt der Palästinateilung zu. (Telef. Bericht.) ' Genf, 17. Sept. , Am Dienstag abend (Kol Nidre-Abend) ermächtigte der Völkerbundsrat, nach einer großen. Rede Edens, England, im Januar 1938 einen endgültigen Plan für die Teilung Palästinas vorzulegend Der rumänische Ministerpräsident Antonescu hrächte eine Resolution ein, die angenommen wurde. Der polnische Außenminister Beck forderte unbeschränkte jüdische Einwanderung in Palästina. (Näherer Bericht folgt.) Wieder Scholar und Verhaftung an der Westmauer. Je fusalem , 17. Sept. Ein junger Revisionist namens Arie Kacscher wurde am Ausgang des Neilo-Gebetes an der Westmauer verhaftet^ weil er, entgegen, dem Verbot, Schofar geblasen hatte. In Heiligkeit und Reinbeit^ zu Freüde und ewigem Lifihte Zum 100. Todestage Rabbi Akiba Egers V"XT« C A it>*~x ■* >.*>*• O •vT^m J Rabbi Akiba Eger *»»3Jt» ■ ■ -i. •: / i; ",: / Als; zwischen Jomkippur und Sukkoth, am 13. Tischri 5598, mit obigen Worten in hebräischer Sprache die Kunde - vom Ableben Rabbi Akiba Egers: in alle Welt; hinausging, ahnte man vielleicht' nicht;'■ daß man mit diesen knappen Worten ••.»•<; :-:./\\:: ' : v ' hbi?niaWnrmv1? rtosi'Wfc^pa ' nicht ajllein *' den Tod, sondern Ijpch mehr -das Leben des überragenden Thorafürsten bekanntgab, gleichsam die Ueberschriften für die Kapitel bot, in denen der, spätere Biograph diese ein:- malige Persönlichkeit iür die Nachwelt festhal ten soll. '! Wie rasch ist doch das äußere Leben auch eines Größen umrissen! ' „Akiba beh ' Mosche, geb. am 8. November 1761 in Eisenstadt, gestorben am 12, Oktober 1837 in Posen, wirkte als Rabbiner in Märkisch-Friedland und Posen." Wird vielleicht noch dem hinzugefügt: „Große; talmudische Autorität" und 'ein Biidf: angehängt;; ,; dann ist der Lexikon-Paß komplett.;'M Was frierbirgt sich abefji.jnicht alleis hinte^j;';' :jenen Worten. Die ^gäpize; Entwicklung ein,eitt;;: Zeit,, gan^e,Epochen jüdischen;;Qeschichtslebensv . Wandlungen von zükunftsehtscheidender - Bedeutung stehen Hinter jenen Daten und Ortsnamen. ■ ______„Heiligkeit, —Reinheit, - Freude und ewiges -Licht", es sind die,, vier Stationen im Leben ' Rabbi Akibas, dieht seiner Biographie mit den Städtenamen bezeichnet; werden: Eisenstadt, Lissa; Märkisch-Friedland und" Posen. " 'r ■ ■ L . ' : / " In einer Atmosphäre von He iligkeit er-' blickte das Kind am 1; Cheschwän 5522 im Hause des gelehrten und frommen Vaters Moses Gins in Eisenstadt das Licht der Welt. In der! inners' jüdischen Welt fängt es damals bereits zu gären an, auf der verborgenen Heiligkeitsmsel im ungarischen; Städtchen wachst dnd wächst der Ery/' retter heran, dazu, bestimmt, später seine Zeit ' ... \, i- - . (Fortsetzung siehe Seite 3.) /