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Der Israelit · 1937-09-02 · Heft 35 (2.9.1937) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 35 (2.9.1937)
Date
1937-09-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
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2. September,, 1937' jpgjj^P(^iPJPj§SiSS^^|P!^^pf^^^^^^^^i^^P«!^?^s Der Israelit Nr. 35 Seite 5 ■KEREN HATORAH steht im Dienste unserer Jugend! Talmud Tora-Schulen - für unsere Jugend! Religionsunterricht in lehrerlosen Gemeinden - für unsere Jugend! Keren Hatoräh-Heime - für unsere Jugend.' A Subventionierung des Jeschiwa-Besuches - für unsere Jugend! Landesdirektorium des Keren Hatorah, Hamburg; Postscheckkonto; Hamburg 24753 Der Gerer Rebbe (in der Mitte) begibt sich zur Kenessio Gedaulo ineinsamen Kräften zu unserer eigentlichen Urquelle, zur Wurzel unseres* Volkslebens, zu G'tt und seiner Thora. zurückkehren, zurückkehren durch Teschuwoh und Maasim tauwim. Alle Verirrten und vom wahren Judentum abgefallenen Brüder, die durch die rauhen Winde unserer Zeit an ihre jüdische Abstammung gewaltsam erinnert wurden, mögen endlich zu uns, zu ihrem Volke zurückkehren, , zu seinen* G'tt und zu seiner Thora in vollkommener Teschuwoh. Nicht seien sie zufrieden mit der äußerlichen Rückkehr, mit dem bloßen Bekenntnis zum jüdischen Volk, ohne innere Jüdischkeit. Kehren wir alle zurück zum wahren Judentum. zum Judentum unserer schriftlichen und mündlichen Lehre, zur Befolgung der Mizwäus. Mögen wir beweisen, daßt die offensichtlichen Mahnungen der Vorsehung ihre Wirkung erzielt, daß wir aus dem Weltgeschehen gelernt und die Weltereignisse nicht für Zufälle erachten. Mögen wir endlich durch, unser Leben beweisen, daß wir den Lockungen der Zen widerstehen, wie es sich für die Nachkommen von Abraham, Jizchok und Jaakauwt. wie es sich für die seit Jahrtausenden geprüften Kinder Jisraels geziemt. Die Kenessio Gedaulo'ruft den Klall Jisroel auf zu innerer Stärkung und Ermutigung, zu wahrer Lehenskraft und zu frohem Lebenswillen, zur wahren Teschuwoh und zu tatenechter Jüdischkeit, zu voller Hoffnung und zu wahrem G'tty ertrauen. Richten wir unsere Augen zum Weltenschöpfer und Weltenlenker, der sicherlich, wenn wir nur unsere Pflicht tun, sein Versprechen am jüdischen Volke erfüllt und es wird bald der Zeitpunkt der Erlösung unseres Volkes herannahen. Zusammensetzung des Zentralrats. , Die Mitglieder des Zentralrats werden nach einem bestimmten Schlüssel von den Landsmannschaften vorgeschlagen und von der Kenessio Gedaulo gewählt. Das Sekretariat des Zentralrats befindet sich am Sitzort des Vorsitzenden des Zentralrats. Der Vorsitzende des Zentralrats führt die Geschäfte, beruft die alljährlich . stattfindenden Zentralratssitzungen ein und bereitet dieselben vor. Aufgaben des Zentralrates« 1. Prüfung und Bestätigung des Budgets der Zentralkasse und Kronaus für das vergangene Jahr. 2. Vorberatung und Genehmigung des Budgets für das kommende Jahr. 3. Entgegennahme des Tätigkeitsberichfes der Exekutive, der Kronaus und der Landesorganisationen und Ueberprüfung der Tätigkeit dieser Gremien. 4. Aufstellung von Richtlinien für die zukunftige Arbeit der Zentrale sowie der Kronaus. Organisationsgericht. Der Zcntralrat bildet aus seiner Mitte ein Organissttionsgerieht, das evtl. Differenzen zwischen Landesorganisation oder zwischen einer Landesorganisation und den leitenden Instanzen zu schlichten hat. Revisionskommission. Die Kenessio Gedaulo wählt aus den Mitgliedern des Zentralrats eine Revisionskommission, die alljährlich vor der Zentralratssitzung die Jahresabrechnung der Zentrale sowie der Kronaus überprüft undi dem Zentralrat darüber Bericht erstattet. Zentralratsitzungen. Der Vorsitzende des Zentralrats ist verpflichtet, alljährlich eine Zentralratsitzung einzuberufen. „, Die Zentralratsmitglieder sind verpflichtet, alljährlich 14 Tage der Agudas Jisroel-Arbeit zu widmen. Sind sie dazu aus irgend einem Grunde nicht in der Lage, so müssen sie bis zur Zentralratsitzung für die Zentralkasse Lst. 20.— aufbringen. Der Zentralrat ist bei seiner alljährlichen Sitzung verpflichtet, über die Einhaltung dieser Bestimmungen zu wachen und .hat das Recht, Mitglieder, die diesen Verpflichtungen nicht nachgekommen sind, aus dem Zentralrat auszuschließen (Die weiteren Resolutionen folgen.) Am Pressetisch nach Gründung des Weltverbandes religiöser Journalisten u. Schriftsteller (Phot. Arno Katz Frankfurt a. M.) in die höheren Regionen der Anerkennung G'ttes als den Schöpfer und König der ganzen Welt. Sie sprechen zu uns aber auch als zu Kindern der Well, die mit ihren Nöten und ihren Hoffnungen zu dem Throne G'ttes vordringen. Unsere mVan lassen uns unserer Kleinheit und unserer Schwächen bewußt werden in dem Bekenntnis l'JS^> ason "üai»» iraK- Sie erheben uns aber auch zu dem tröstlichen Bewußtsein, daß wir unsere Zukunft und unser Schicksal in G'ttes Hand allein wissen: , nns sbs ii»n '«i» i'K laa^ö «'an Rosch-Haschonoh im Psalm. Von Willy Wolf in Köln. Es gibt zwar eine Anzahl Psalmen, in welchen si h eine Andeutung des Rosch-Haschonoh-Gedant ns findet. Aber in keinem Psalm lebt wie im Kapi'al 81 der Geist des Rösch-Haschonoh vom Anlf-ig bis zum Ende. Kein Psalm ist wie dieser der 2 m. m Wort: gestaltete, zum Lied - erblühte Rosch-Ha " ssnorioh-Gedanke. Kein Psalm war ' daher gleich ihm d.-zu auserkoren, von d&r ragenden Sangesstätte des i -vitenchöres herab dem erhabenen Sinn des Rosch- Kaschonoh Ausdrück zu-verleihen — und es ist dabei gewiß kein Zufallv daß dieser Fsalnr zu den wenigen Kupiteln; der Tehillim zählt,' deren Zugehörigkeit zum Li ederschatze der" Leviten durch i\cUV Ueberlief erung betätigt ist. : In 'diesem ^Psalmtritt "das! charakteristische Mon^>at des Rosch-Haschorioh, -Her Neumond, vhefvor.1 Rosch-Haschonoh ist der siebente Rausch Chaudesch des Jahres, ein Umsta^hdi^deni wir:•' besonders dieses Mal mit Verständnis zu begegnen vermögen. Denn. wie das nun beginnende Schmittohjahr uns das siebente Jahr als die Krönung der voraufgegangenen sechs Jahre zeigt, so bildet jeder Rosch-Haschonoh die Krönung der vorangegangenen sechs Neumondstage. Der Rosch-Haschonoh birgt daher das Gedankengut des Rausch Chaudesch in sich, und unser Psalm enthält in knappen, klaren Worten die Grundlage der Neumondsbestimmung, das Wesen des jüdischen Kalenders. Die Worte lauten; „Stoßet am Neumond in den Schofar, bei. der Mondverhüllung zum Tage unseres Festes. Denn er (der Neumond) ist ein Gesetz für Israel, ein Recht für den G'tt Jacobs.'' nosä — anna „am Neumond und bei der Mondverhüllungi" Diese beiden Worte offenbaren, wie uns scheint, den herrlichen Sinn der Verse, die über der Pforte des neuen Jahres als leuchtendes Motto prangen, und die beiden Worte pn und obp» , „Gesetz und Recht", klingen wie eine Bestätigung dieses Sinnes, "Wozu sollten sonst, dürfen wir wohl fragen, beide Ausdrücke „Neumond und Mondverhüllung" dienen? Erscheint nicht jeder Neumond im Zeichen der Mond- -verhüllung? Darum glauben wir, daß hier.. die beiden Arten «des Rausch Ghaüdesch gezeichnet sind, der Rausch Ghaüdesch am dreißigsten und der Rausch Chaudesch am einunddreißigsten^ des Monats. — Das Wort " »"T"'-als Tagesdatum bezeichnet ja immer den auf den dreißigsten des Monats fallenden eintägigen - Rausch Ghaüdesch. Dies ist im heiligen Schrifttum so. ausgeprägt, daß zur Bezeichnung des, auf den ein- .•:unddreißigsten"; des «Monats fällenden : zweiten Tages Rausch Chaudesch: das Wort .^wn k hinzutritt, Pin ist somit: der. 'Rausch- Ghaüdesch^ dendie oberste jüdische Gerichtsbehörde > entsprechend der 'Aussage zweier Zeugen; daß'sie den neuen« Mond in> der Nacht zum'' dreißigsten > geWhen, 1 auf den^ dreißigsten des Monats festsetzte, rioa betrifft dann den Fall, daß der neue Mond in dieser Nacht nicht wahrgenommen wurde, noaa heißt demgemäß buchstäblich: „im Fälle der Mondverhüllung", d. h.: „in dem« Falle, daß der Mond in der Nacht zum dreißigsten nicht sichtbar war und daher der einunddreißigste des Monats zum Rausch Chaudesch bestimmt wurde." Irren wir nicht, so stimmt damit die Begründung, welche den Inhalt des zweiten Verses bildet, überein. Denn diese Begründung beruft sich auf pn und vsvn> zwei Ausdrücke, die ungezwungen den beiden Arten der Festsetzung des Neumondes entsprechen. Wurde doch der Neumond sowohl durch Berechnung als auch durch die Untersuchung der Zeugenaussage geregelt. Daß letztere und die daraufhin erfolgende Heiligung des Neumondes in unserem Verse mit dem Worte Mischpot angedeutet ist, geht aus der Gemoroh Sanhedrin IIb hervor. Demgegenüber ist pn das Feststehende, die Berechnung des Neumondes nach den Regeln, welche G'tt dem Moscheham Sinai überlieferte. ■ Die beiden Möglichkeiten des Neumondtages: wm — am 30. oder noa — am 31. des Monats wirkten -sich nun am Rosch'. Haschonoh in interes* santer Weise aus. Unsere Vorfahren lebten am Morgen des 30. Elul in der Ungewißheit, ob dieser Tag oder erst der darauffolgende der Rosch-Haschonoh .sein, werde. .Kamen am 30. Elul die oben erwähnten Zeugen so rechtzeitig, daß auf ihren Befund, der1 Tag noch zum Rausch' Chaudesch .erklärt werden konnte, so war nur an diesem Tage, den man. aus- Vorsicht immer in Festesruhe zu begehen pflegte^ ^RqschVHaschonoh. ilm. anderen Fälle war Rausch;[Chaudesch ■und somit auch;, der .'eigentliche Rosch Haschonoh erst tim nächsten Tage-

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