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Der Israelit · 1937-07-15 · Heft 28 (15.7.1937) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 28 (15.7.1937)
Date
1937-07-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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15. Juli 1937 D e r -I s r a e 1. i -t Nr. 28 Seite 7 ER F 7 n b ISRAEL ' Allerlei aus Erez Israel. In den jüdischen Siedlungen im Schomron werden bis zum 1. August 58 jüdische Hilfspolizisten von der Kategorie B entlassen, so daß in diesen Siedlungen nur noch 12 jüdische Hilfspolizisten verbleiben. , 1 ' In den letzten Tagen. haben vier Kwuz o.th neuen Boden in wichtigen Gegenden des Landes besetzt, und zwar nördlich von En Charod, bei Misch - mar Haemek, zwischen Beisan und dem Jordan und Östlich des Tiberias-See. Zwei von diesen' Kwuzoth .werden von Einwanderern . aus Deutschland besiedelt. ' . L Der in Tiberias neu eröffnete Park, trägt den Namen von Chaim Arlosoroff. Auf der Rückfahrt vom Toten Meere ist in der Nähedes Stephanstores in Jerusalem" der jüdische Arbeiter Zwi B e i d a k von Arabern angegriffen und leicht verletzt worden.;'Die Tageszeitung ^,E1 Liwaa'V das Organ des Mufti, ist für eineinhalb Monate, die Zeitung „A Difaa" für einen Monat verboten worden. In den Redaktionen wurde eine Haussuchung vorgenommen. Der Grund des Verbotes ist noch nicht bekannt. Angeblich soll es erfolgt sein, weil die beiden Blattet elfte^Erklärung des*' Ministerpräsidenten ' des, Irak gegen die Teilung Palästinas veröffentlicht habe^ Lektüre lür Erez Israel. Man schreibt uns aus Petach Tikwah: £• An Lektüre für die orthodoxe Jugend hat Ere^z Jisröfel keine große Auswahl. Im Anschluß an 'die Talmud Thora-Schule des t=3«n vlii?o. in\ P e t a c h T i k w a*h wurde dahei^eine Schülerbibliothek begründet, für die um BüqJaerspenden ersucht wird. Bücher, die geeignete geistige Nahrung für die Erez Jisroel geistig aufbauende Jugend enthalten, werden gesucht. Es werden dankbar entgegengenommen^ Bücher aus der Feder Räbb, Hirsch, Lehmann, Judäus, Schachnowitz u, a., die auf dem objektiven Boden der Tauroh stehen und die Jugend Wahrheit und wirkliche jüdische Geschichte lehren.1 Auch Tan »niwn und o*» sowie min vido "wörderi*-gern entgegengenommen. Es wird gebeten, Bücherspenden an die Adresse Rabb. Dr. Wolf, Petach Tikw^ah, gelangen zu lassen. Aus der Agudas Jisroel-Bewegung. Zu der Nürnberger Tagung. Wie schon berichtet, klang der Delegiertentag am Montag abend mit einer öffentlichen Kundgebung von starker. (Wirkung aus. Als erster sprach Herr Dr. S. Ehr mann, Frankfurt a. M. Redner gab eine Schilderung dessen',', was Agudas Jisroel seit Kattpwitz bis heute, auf organisatorischem, erzieherischem,.. politischem und sozialem Gebiete,.geleistet hat und setzte auseinander, was auf allen ( diesen Gebieten, weiterzuarbeiten ..sei und auf '•der.,,-.JG. (g, Gegenstand .der ..Verhandlungen bilden müsse. Einleitend sprach , er auch >on-*rder Teilung Erez Jisroels,, die, wenn wir sie auch, als gegebene Tatsache ^hinnehmen müßten, für uns doch nur ein temporärer Zustand sein könne, da .auf" Grund ^unserer Tradition dasl agudisti,scheErez Jisroel für uns ein unteilbares jüdisches Erbe ist. Vollziehe sich aber diese Teihuigi .dann müßten die besteh Kräfte der-Agudas jisroel 'daran\,ge8eUt^iw4erdeni\' deni kleinen jüdischen Staate^en den; Stempel der originalen jüdischen. Wahrheit aufzuprägen. .. / . . Herr .Rabbiner We.is.s; ging von dem Gedanken, der Notwendigkeit aus, -sich über das Wesen der jüdischen, Lehre als eine Diesseitsbejahung klar zu werden,, deren, .Hauptaufgabe es sei, die an und für sich geringfügigen kleinen Dinge durch ihre Verknüpfung . mit,,den.; von G'tt uns. gegebenen Ewigkeitsideälen zu adeln und zu erleben, [ Diese bei jedem Einzelnen zu vollziehende Meisterung des Irdischen verleiheihm. selbst und seinem Tun über die Spanne seines irdischen.' Daseins' hinaus Ewigkeitswertev Die vielen Einzelnen im agudistis^heh ^inrie zusammenzuschließen und so an,, dem' von G tt ^gewollten geschichtlichen Bau mitzuarbeiten, s.ei , Aufgabe der Agudas Jisroel. . . ' ' ....;. . ... Herr Rabbiner. Dr. 5 Kl.e i n, sprach in.' trefflicher Weise über, das, was wir der Gegenwart zu sagen haben upcL, .charakterisierte, Gegenwärt an zwei Momenten: a). an ijcter,., Abkehr"vom '.Individualismus, h);.an der Tatsache, daß etwas[,!wie,' ein 'judischer Staat geschaffen werde. Ueberzeugend schilderte Redner 'die- MögHchkeitön-, die slcks aus'' ■eiüean solchen jüdischen 5taät 'r ergebe»,; wÄnn versucht werden1''söllV'ihn ägüdistiscK^zu/igestaltehi: -ii Allä 'drei -'Referate ■•mkddamit starkem-1 Beifall aüfgfenbmmen. > Resolutionen der Landestagung der Agudas Jisroel ''t|T*'C}Ml«H;»i^*^.i..^ - ' in Deutschland in Nürnberg. — Folgende Anträge und Resolutionen wurden angenommen:' ' 1 ' v ( A. Auswariderungsf r age : Die Agudas Jisroel wolle in den Ländern, in denen es statiHaft: ist, Schiüerhiümig lW*pblM& höherer Lehranstalten* ^und L'ehrlingsheimV 'errichten : die zu* gleich Lehr§feilen mit dem £iele eige"»^ E^fenzgrü'ndung;; vermitteln.' In ^ü^n^'kö^iäi^..' ki^h^^rerr nachwücfis',<fer,,ÄgtiddK^ - DerA fcj« &?£4Ueßt, daß es .Pffichtr^ler.-.Qrtsr «r,,!- t*rwiw#™,i'i,?pl*- ■■<vi^M-^^y.^m^wmm^a!&t^i• ■■ gi uppenmitgheder ist, die(vMenschen zu sammeln, die |ür eine GruppelrU(i«l^ijhi^Ma%h Uebersee in Frage. kommen*,;,;;, , -;<',.!. .-- ' , ..; „5(j.,;<i C - « Per D? T. ers,uch^^c]iejfK.' Q^.die L.:JÖu.z\i, vw.r anlassenden jedem Lä|n.de.. hjmerji&lbj.4esj',Xah|es'£orv- Standes t>\n T?occr»r+ für.. :ÄiiewaTincrriin«SefiTrcnr.«Se> .'•?I1 ein Ressort] Jür,j.Ausw.a^dej;ungsfür5ofjge,t; zu schaff^ .\. -., t- Q"'. .„I';',:-'/.'^'-. lp"> "Vi' Der D, Tj^scbiiglt,^ fe*,^ ,4ti -^^B^i - A^" trag zur Beschlußfassung zu unterbreiten; Die A. J.- Welforganisation möge einen Kommissar für die überseeische Einwanderung einsetzen, der jnsbesondeile Nordamerika bereist, um Geldgeber für. Mikwoth und sonstige religiösen Einrichtungen zu interessiereln und die Frage der Jugendauswanderung an Ort und Stelle zu prüfen. i; . Die L. 0. möge sich mit den andern L. O. Li Verbindung setzen, Wege zu finden, um den Zusammenhang mit der religiösen ausgewanderten Jugend aufrechtzuerhalten, auch soweit sie in unreligiöse .Umgebung kamen, und im Sinne der Tauroh auf sie .einzuwirken. ......... Die L. O. wolle die Betreuung und Vorbereitung jugendlicher Auswanderer nach U.ebersee gemeinsam mit der A. J. J. Ö. und in Verbindung, mit den bereits . existierenden orthodoxen Schulen geeignete, landwirtschaftliche, handwerkliche: Ausbildungsstät- - ten schaffen. Der D. Tv beschließt, die L, Ö. möge die Betreuung und Vorbereitung jugendlicher Auswanderer nach Uebersee in einer besonderen Orga- : nisation in ihr Arbeitsprogramm . aufnehmen. 3f Um der breiten Öffentlichkeit in Fragen der religiösen Auswandererberatung dienlich zu sein, soll ^an allen größeren Orten ~eine Persönlichkeit, aufgestellt werden, die für diesen Fragenkreis al*= Auskunfts- und Beratungsstelle zuständig ist. : B. Erez Jisroel: .' Der allweltliche Keren Häjischuw soll dahin angewiesen werden, für die Erhaltung der Hachscharahstelle in Börsbeck und ihre Umwandlung in einen Eigenbesitz der Agudoh Sorge zu tragen, wobei die Bestrebungen mit zu berücksichtigen sind, aus dieser Hachscharahstelle ein dauerndes Denkmal für Nathan Birnbaum s. A. zu schaffen. Der Waad Hapoel wird ersucht, mit Zustimmung aller in Betracht kommenden Instanzen von Erez Jisroel in Zusammenarbeit mit dem Rabbinischen Rat eine agudistische Ausbildungsstätte für Lehrer und Lehrerinnen in Erez Jisroel zu schaffen. Der Keren Hatorah und Bes Jaakauw sollen hierzu herangezogen werden. Zusatzantrag; Voraussetzung hierfür ist die gründliche Voruntersuchung über den tatsächlichen Lehrerbedarf. v Angesichts der furchtbaren Notlage unsrer Pdalim und Kibbuzim in Erez Jisroel fühlt sich die Landesörganisation der Agudas Jisroel in Deutschland verpflichtet/-den Geschäftsführenden Ausschuß zu ersuchen? in': dieser brennenden Lebensfrage unsi*etf; Jugend kläre 'und eihdeütige Beschlüsse zu fassen, wie .unsre,uPoäfimorganisatiott in Erez Jisroel auf . eine j^esiöh'erfe' Gründlage gestellt^ühd unsre Jugend vor "der sö'nst unabwendbar ^scheinenden " Gefähr einer' religiösen ' und materiellen Verelendung bej wahrt wird.1 - , v •«,!.> v. , .j..; f| j Der D. T. befschließt, alle verfügbareii^'und ^i1! ■:, Frage, kommenden Kräfte aufzubieten,-'um eine ^cj tivierung der" Keren!'Haiischüw-Ärbeit' zu erreichen'. Hierzu soll eine Kommission, bestehend aus Mitgliedern der L. 0., P. C, N. A. und WirtschfaftsfajahT leuten gebildet werden, die geeignete Vorschläge für die Arbeit in Deutschland und als Material für die Kv G. vorbereitet. - - «'*:. rjliu.i. u.. y. i 'Ij;.[}J .,!-; .;- r,! Massenkundgebung der Agudas.Jiäfööl in Cz^WOWtz^ ' Von:der iÄ!gudakuhdgebun^:in. CrernofWitzIiSt ScÄo| and ieser Stelle »kurz beracMet worden,; Seit lang^iä hat- <^zennowitzr ,ieiaen :sol<jiBn. -^Niasseiian^aiig pei eineniiVortrag michtigesehen/ Schoji ieinej, Stunde ^or der angesetzten )Zeit wartd^r Saal ^epack^t V;oU. Nach einer >i 'Einführungsanspracher. v des., 'u Präsidenten der A.i J/rHerrnilsaa<i;iS^»neuste;in)t .und, einer v^eijtere»' Rede ndes nMitgliedes idfer zentralen .'Leitung, Herrn " Josef!Gir 'o ß.;, ergreiftc|Herr Rabbiner J?'a r c o b s o n Kopenhagen, mitplebhaften, Oyationen Ibegrüßt, das Wort. Ausgehend von der Menorah,i zu &&&eh%^t&®imWlg^mte ^a^dei-en Licht»pv rechts und links wandten, schilderte Rabbiner Jacobson in großen :Zügen den Werdegang und. die Entwicklung der A. J. in den 25 Jahren ihres Bestehens. Mit hinreißender Rhetorik weist er nach, wie' heute ein Thorajüdentum ohne A. J. nicht denkbar ist. Die besten Kräfte des jüdischen Volkes seien in der Organisation vereinigt, Oit und West, Jung und Alti Gelehrte und Arbeiter, der alte Jischuw und; die Kibbuzim. Redner geht dann auf die Stellung der Aguda zu Erez Israel über- und zeigt anschaulich, was die Aguda bei dieser Betätigung vom Zionismus scheidet und wiederum mit ihm verbindet. Die bevorstehende K. G. werde das : siebente Licht an der jüdischen Menorah sein, deren Strahlen in die ganze jüdische Welt hinausleuchten müssen. Rauschender Beifall dankte dem Redner. Mit einem Schlußwort des Präsidenten der Czernowitzer Talmud Thora, Herrn Josef - G r e i f , schloß die machtvolle Massenkundgebung in Czernowitz. Die Agudaversammlung in Sered, Das jüdische Sered hielt sein ,,Kinus Agdathi" ab, zu.dem Delegierte aus allen Teilen der. Bukowina erschienen waren. Etwa 200 Gäste waren Von auswärts anwesend neben, fast der gesamten jüdischen Bevölkerung i der Stadt. Der Kinus wurde eröffnet durch den Vizepräsidenten der Czernowitzer Agüdazentrale, Eisig Minister, worauf eine begeisternde Rede des S er e d'fe; RaW erfolgte. Er begann mit einer Huldigung für den König von Rumänien, in die die Versanimlung begeistert' 'einstimmte, und &pa<ih von den Märtyrern,, an die gerade der 20. ' Siwan erinnert. Als er dann der Todesopfer in Palästina gedachte, stand die Versammlung zu ihren' Ehreü auL Mit der Gründung der A. J. vor 25 Jahren sei eine neue Wendung für das Thoraleben in der Welt eingetreten. A. J. sei dazu da, das religiöse Bewußtsein im Volke zu wecken und die Kinder zum Thoragedanken' zu erziehen. E<? gäbe nur eine Jüdischkeit, nämlich die Thorajüdischkeit. Unsere Aufgabe sei es, alle Entfremdeten und Suchenden zu unserer Fahne; zurückzubringen. '.;<■. -, ■ Der dritte Sitzungstag bringt als Glänzpunkt das Referat von Herrn'"Dr. S. Ehr mann Frankfurt a. M. Redner begrüßt zunächst im Namen der Welt- Exekutive der A. J. den „Kinus"., A. J. habe * im ersten Vierteljahrhundert . -, ihres Bestehens ihre Existenzberechtigung erwiesen und': zugleich -ihre Kraft, die; gesamte, jüdische. Welt--zu;,.befruchten.. Er schildert dann' die, histöriseljß'. Gründungskonferenz in K a-t't o w i t z , die..^oh...hohen Idealen getragen war, aber noch nicht die,;,Gewähr leistete .für eine Entwicklung, .'wie; wir.rsie'iirotz allem und allem erlebt haben. Schon);die Tatsache,, daß von Frankfurt nach. Sered eitte Linie geht und hier ein. Frank-;furter 'Redner grüßt und begrüßt> wird,, 'spreche für den einigenden Kitt der A, J.;> Frage man, was . die »A. J. getan: habe,, so brauche;imani.,inur auf , diese Menschen, auf diese Jugend, apf diese Begeisterung hinzuweisen. All das sei -die Arbeit der A. J. Redner schließt mit der Hoffnung, daß es gelingen werde, den Gedanken der A. J. hi jedes jüdische Haus hineinzutragen. rhi Erst'Yge^en S'Ünr'morgens ^rat: man zur Annähme der Resolutionenj Sie erstrecken sish auf Organisation und Propaganda, Chinnuch, Haschlama Azmit iSelbstyer^ollkommjaung), Chisük .-Hädas, Presse Mi,t.,einem Schlußworte, von: [Rabbi A, ,S.: P oft uga l geht der „Kinus" unter großer Begeisterung zu;Ende'; > : w. ■. : ,'i!ih ' *t - Agudas Jisroel .Paris. .. Die Agudas- Jisroel (Sectiqn der France), in Paris teilt mit Rundschreiben mit, d&ß sie im';Zwange der Umstände sich ■ veranlaßt sieht, ■ die geplante Konferenz der » westeuropäischen; Landesorgani§atipnen der Ä. J., die am 21J22. Juli 1937; in Paris stattfinden sollte, auf ein: späteres . Datum i5U!-Vier>schiqben.

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