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Der Israelit · 1937-06-03 · Heft 22 (3.6.1937) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 22 (3.6.1937)
Date
1937-06-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Man darf annehmen, daß das Denkmal nur in der Form einer M a z .e w o h gedacht ist. ■ Im Hotel Amdorsky An Jerusalem fand unter dem Vorsitz von Obeiriaibibdmer Dr, H e r z o ig eine Konferenz der Rabbinen und führenden Mitglieder der aschkenasdschen und sefardischen Gemeinde statt, in der über Mittel und Wege zur Verstärkung des S a b b a t s c h u t iz e s in Palästina beraten wurde. In H a i f a findet vom 15. bis 27. Juni eine Ausstellung industrieller und Landwirt - schaftlipher Produkte Palästinas statt. Die Ausstellung will die Tozereth Haarez-Bewegiung fördern. Wie soeben bekanntgegeben wird, hat das am 31. März abgeschlossene Finanzjahr zum ersten Male mit einem Defizit von annähernd 1^ Millionen. Pfund abgesohloissen. Dafür kann sich die Regierung wohl bei den Arabern bedanken. Nach statistischen Erhebungen gibt es in Palästina 22.568 Radiohörer. Die Vorarbeiten für den Bau der Medizinischen' Fakultät an der hebräischen Universität haben begonnen, Die Kosten de© vierstöckigen Gebäudes belaufen sich auf 30.000 Pfund, von denen der .größte Teil vom amerikanischen .Jüdischen Aerztekoniitee aufgebracht wird. . In Tel Awiw haben die aus Polen, besonders aus Brest-Litowsk, stammenden Juden eine stark besuchte Protes t'v e r s a m an 1 u n g abgehalten. In einer Entschließumg wird die polnische Regierung für die Ereignisse verantwortlich .gemacht und um Entschädigung für die Opfer aufgefordert. Eine Sammlung ergab eine namhafte Summe. Der Bandenkföiijkrfeg in Palästina, Jerusalem, 1. Juni. Der BandenMeänkrieg lebte >zum Wochenende wieder auf. Bei Akko ist in einem Gefechte mit der Polizei der bekannte ßandenführer aus dem Libanon. Ismain lUbd tel Chak, der während der ganzen Unruhen in (Palästina .eine führemide Rolle gespielt hat, gefall e ri. Bei Half ä wurde eine arabische Gesellschaft, von 25 arabischen Banditen .angehalten und ausgeraubt. Aus dem berüchtigten Dorfe L i f t a bei Jerusalem wurden mehrere Schüsse auf ein jüdisches Viertel in Jerusalem abgegeben, ohne Schaden anzurichten. Mit welcher Skrupellosigjkeit' die Banditen arbeiten, ergibt sich aus folgendem Falle. Bei Haifa wurde ein Araber von Arabern erschossen und seine Frau so schwer verletzt, daß sie bald danach ebenfalls starb. Die Mörder schleppten den Toten und .die Schwerverletzte zu einer Haltestelle der .jüdischen Autoibuß'ge>- sell&crhaft Egged lind ließen sie dort liegen, um den Eindruck zu erwecken,'als sei der Mord von Juden, verübt worden. Die Mörder wurden aber entdeckt und verhaftet. In einem Comimtrnique der Polizei vom- 30. Mai ist zu lesen, daß bei ..Schießereien .auf der Straße ISRAEL Wm St. Stephanstor ein« arabische Menschenansammlung gegen Juden eine drohende Haltung einnahm, unter der Beschuldigung, Juden hätten einen Attentatsversuch gegen den gerade vorbeifahrenden Großmufti unternommen. Der Mufti selbst habe die Leute beruhigt und die Juden beschützt. In Wahrheit aber wurde ein jüdischer Autobus von arabischen Banden -(beschossen, wobei sich die Juden zur Wehr setzten. Auf dem Geleise der Bahnlinie bei Wilhelmina wurde .die Leiche de® J e an e mit en Abraham Ben Josef aufgefunden. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, daß Ben Josef hinterhältig erschossen wurde. An verschiedenen Stellen wurden wieder Getreidefelder angezündet und Telefonleitunigen zerschnitten. Ernste Kämpfe zwischen Polizei und Banden .g.ab es bei R a m 1«. In Jaffa haben die arabischen Fuhrleute «inen Pr o t e s t s t r e i k proklamiert igegen den Beschluß der Stadtgemeinde von' Tel Awiw, den Verkehr von bespannten Fahrzeugen in Tel Awiw zu verbieten. 'Die Zeitung der arabischen Unabhängigkeitspartei „El Dschamea el Islamia", wurde wegen öffentlicher Aufreizung für izwed Monate v e rb oten. Palästinas Außenhandel, Jerusalem, 28.' Mai. Die Absicht des palästinensischen Eisenhandels, sich der Internationalen Rohstahlgemeinsehaft (IREG) anzuschließen, hat sich nicht verwirklichen lassen. Die IREG hat sich auf Grund der Eisenknappheit .gegenwärtig zur Aufnahme neuer Mitglieder nicht bereit erklärt. Trotzdem wurde für die ersten vier Monate des Jahres 1934 eine vorläufige Quote für den palästinensischen iEi&enanißenhandel festgesetzt, die auf einer Jahreslieferung von 5Ö-ÖÖ0 to Eisenblöckeni Trägern usw. beruht. Die palästinensischen Importeure können, solange sie nicht Mitglieder der IREG sind, auch bei Außenseitern beziehen. Inzwischen bemüht man sieh, ein Kartell der Eisenimporteure Palästinas (zustande zü bringen. Eine Reiruter Zeitung meldet, daß die türkische Regierung beschlossen habe, ihren Anteil an der Irak Petroleum Comp, unter der Bedingung an eine französische Gesellschaft zu verkaufen, daß ihr diese Gesellschaft eine Anleihe zu einem ermäßigten Zinssatz gewährt. Die Regierung des Irak habe mitgeteilt, daß sie .gegen die Uebertragung keine Bedenken habe. Aus den soeben veröffentlichten Außenhandelszahlen von Syrien-Libanon ergibt sich, daß auch im Jahre 1936 Palästina der größte Abnehmer syrischer Waren gewesen ist, während es nur an achter Stelle der Lieferanten von Syrien-Libanon gestanden hat. Palästina kaufte von Syrien Waren im Werte von über 6 Millionen syr. Pfund, während es im Jahre 1935 Waren im Werte von nur 5,3 Millionen abnahm. Di© Lieferungen Palästinas nach Syrien-Libanon erreichten 1936 die Höhe von 1..25 Mill. syr. Pfund und lagen damit höher als die Einfuhr .des Jahres 1935 mit 1,12 Mill. syr. Pfand. Eine bedeutende Rolle spielt auch der Durchfuhrhandel in der Handelsbilanz zwischen Syrien und Palästina. Von der Durchfuhr, die von Syrien nach Palästina ging, war im Jahre 193 im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren nur ein kleiner Posten Rohöl'. Die Fertigstellung der Oelleitumg. 4g9* Irak Petroleum Comp., deren einer Strang in dem libanesischen Hafen Tripoli endet, während der andere nach Haifa führt, hat die Rohölverschiffungen über Syrien stark steigen lassen und die Umleitung über Palästina dementsprechend gesenkt. Ob^rabbiner Dt« Herzog in Jerusalem fordert Stärkung des religiösen Einflusses. B erlin, 31. Mai. Verschiedene Zeitungen veröffentlichen einen Aufruf „An .die religiöse Judenheit im Lande und im Galut", den Oberrabbiner Rabbi Jizchak Isaac Halewi H e r t z o g , erlassen hat und dem wir folgendes entnehmen: „Mit tiefem Schmerz sehen wir im Jischuw zahlreiche Veristöße gegen die Sabbatruhe, Kaschruth u. a. Mit -größerer Kraft können wir wichtige praktische Maßnahmen zmr Verhütung dieser Verstöße durchführen, wenn die Stimme unserer heiligen Thora auf dem Kongreß zu Gehör kommt. Schließt Euch zusammen und macht Euch stark, Hebe Brüder, und ruft zu Euch jedes jüdische Haus. Bessert die Risse aus, «bahnt die Wege, erfbaiut Zion nicht nur äußerlich, sondern auch geistig, im Geiste der Thora und der Propheten, im Geiste des Glaubens, und der Tradition. Diese Stünde ist sehr schwer für das jüdische Volk und sein Land, und war benötigen .große Barmherzigkeit. Möge >e® vor unserem Vater im Himmel wohlgefällig sein, daß er . unseren Brüdern in der ganzen Welt und besonders im Heiligen Lande seinen himmlischen Geist offenbare, daß er das Herz der Väter den Kindern zuwende und das Herz der Kinder ihren Vätern, daß unser Recht und das Recht unseres Landes bald hell erstrahle. Ich harre «nuf die Hilfe G'ttes von Zion her und diene seinem Volke," Emir Abdullas Pläne. Jerusalem, 30. Mai. Emir Abdul! a von Trans-jordanien soll während seines Londoner Aufenthaltes wichtige Besprechungen über englisch-arabische Zusammenarbeit und Palästinapolitik mit der Regierung und dem türkischen Ministerpräsidenten Ismed Inönu .abgehalten haben. „News Review" will dazu wissen, daß England vom Völkerbund die Aufhebung des Palpästinamandats als Voraussetzung für die Errichtung eines eigenen Dominions fordern will. Das Land soll dann in ein arabisches und ein jüdisches Gebiet auf- > •geteilt werden. Kommissar für 'das. arabische Gebiet solle der Emir von T r a n s j o r da ni en werden; als High Commissioner für das jüdische Gebiet komme Viscount Herbert Samuel in Betracht. Landkarten des künftigen geteilten Palästina? Jerusalem, 27. Mai. . Einer Meldung des „Haboker" zufolge haben soeben dreißig englische Geometar die neue Landkarte Palästinas fertiggestellt, die von der KgL Kommission zum Zwecke der Festlegung der Grenzen der künftigen Teile des Landes bestellt worden ist. Da® Gebiet des jüdischen Staates soll angeblich drei Millionen Dunam von Galiläa einschließlich eines Teiles des Berglandes bis nach Gaza umfassen und die Bezeichnung „Erez Israel" erhalten. Der übrige Teil des Landes soll an Transjordanien angeschlossen und der Herrschaft des Emirs Abdullah unterstellt werden. Jerusalem, Bethlehem und Haifa werden internationalisiert. Um das Bedürfnis nach intensiver jüdischer Kolonisation zu befriedigen, soll der Negew (südpalästinensisches Steppengebiet)1 als Mandatsland erklärt werden, für das 'die Balfour-Deklaration gilt. Die Juden sollen da® Recht erhalten, dort fünf Millionen Dunam zu kolonisieren. Personalien. Max M. Warburg 70 Jahre alt. Hamburg, 28. Mai. Am 5. Juni wird Max M. Wa rfe u rg , der Inhaber des Hamburger Bankhauses M. M. Warburg Co., 70 Jahre, alt. Iii der"\Jüdis'Chett Gemeinde in Hamburg hat Warburg immer eine führende Rolle gespielt und seit 1933 -nimmt er im Judentum, in. peutschland eine .ganz 'besonder» hervorragende Stelhmg ein. Er ist der Vorsitzende desi Hilfs'verems der: Judenin Deutschland, wo er "laßgebend; für die übersehene Wanderung Wirkt: Innerhalb der Hamburger, Gemeinde hat er sich besondere Verdienste um die^ Erhaltung des Hamburger yüdieo ke n W aiVe n ih-a. u «■ ee>5erworben, L Die jetzt im Gang befindliche Neuemehtiung des. Hambür- *-r Jüdischen; G^em'ei^s cvhaf tshaU/ses ist I zum allergrößten Teil sein Werk. Besonders hat er sich der Erhaltung der Hamburger Talmü^d T h o r a - 0 b e r r e a 1 s c h.u 1 e angenommen, dessen Vorstand er angehört. Auch der S y na g o g e n v e rb and in Hamburg hat ihm viel zu danken. Wesentliche .Einrichtunjgist»ile dar Genxeannieisynago^e am Bornplatz sind auf seine Stiftungen und von ihm veranlaßte 'Stiftungen seiner Familie zurückzuführen. VWIQ9 Sommerhausen, 30. Mai. Am 9. Juni begeht der Kidtusvorsteher, Herr Richard Landecker, seinen 80. Geburt» t a g. Nach einem arbeitsreichen Leben übernahm er als Siebzigjähriger die Leitung der alten fränkischen iKlelngeineinde und könnt« sie bis heute vor dem Verfall bewahre»; Obwohl seit einiger " Zeit nur 'noch .wenige Familien hier wonnfeii« hat!• er: es, unterstützt vom Verband bayerischer' isräe- "litischar?, Gemeinden und der Isüaelitis chen Lehrerbildungsanstalt 'Würzifeurg., fertig 'gebracht, den G'ttes- J dienst an den Feiertagen aufrecht zu erhalten und den Religionsunterricht den Kindern zu sichern. Daß ihm .das gelingen konnte, ist ein Erfolg seiner überragenden Persönlichkeit. Möge seine sichere Hand noch lange die Geschicke der Gemeinde zum Guten lenken. wymy Briefkasten. M. L. in B. Die angebotene Biographie kommt für uns nicht in Betracht. Besten Dank! -W. in Gr. Der Minjanverein handelt nach seinen Statuten, die fl^as rvn!»n nicht berühren. Man hätte von privater Seite für Minjan am »831» sorgen können. L. H. in B, Geburtstag 30. November 1937 niStt -iä 4. Dezember. a m p C tt Elektrische Geräte - Kühlschranke} 3t C U mann Bleidenslraße 47 Telefon 25720

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