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Der Israelit · 1937-05-27 · Heft 21 (27.5.1937) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 21 (27.5.1937)
Date
1937-05-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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27.;Mai 1937 D e. r. I s r a e 1 i t Personalien. y'.rh ■• - .. Berlin, 20. Mai. Am Freitag, den 14. Mai d. J,, trugen wir einen der' besten und vornehmsten iin* serer 'religiösen Gemeinschaft in Berlin, Bankier E. M; D a m m a n n , zu ' Grabe. Er entstammte einer alten haimoveraMschen' Patrizierfamiliei am© der hervorragende Persönlichkeiten hervorgegangen sind, und er gestaltete sein Haus zu einer Stätte tiefer Frömmigkeit und stiller Wohltätigkeit, In diesem Geist erzo'g ^er auch «eine »drei Söhne, an denen er mit -glühender Liebe hing. B-öi der Beerdigung würdigten im Hause Herr Rabbiner Dr. Link und aul dem Friedhof in Weißensee Herr Rabbiner Dr. B a e c k , als intimer Freund der 'Familie, sowie Herr Rabbinatskandidat JoschuaW o 1 f die großen Verdienste des allgemein hochgeachteten Mannes. n*asan IchenhauSen, 20. Mai. Aus Kanada kommt die erschütternde Trauarkunide, daß Frau Frieda Krä m erf Gattin unseres ersten Kultuevorstehers, Herrn Julius Krämer, infolge einer Operation plötzlich" verstorben ist. Der Trauerfall ist deshalb so tragisch, weil die Verschiedene erst vor vier Wochen in voller Gesundheit Ibbenhausen verließ,- um in Begleitung .ihres Gatten, ihren Sohn zu besuchen. Frau Krämer ist nur 57 Jahre 'alt 'geworden und hatte es verstanden, durch ihr sonniges Weisen, große Liebenswürdigkeit und vornehmen Charakter allgemeine Wertschätzung in der ganzen Gemeinde sich zu erwerben. ' — Möge dieses Bewußtsein dem tiefbetrübten Gatten ak Neehomo jdienen^ /Taxin L. Schw. Vermischtes- Hamburg, 20. Mai. Bei dem Bericht aus Hamburg über das Jubiläum der Talmttd' Thora-Schule blieben aus Versehen .einige um 'die Entwicklung der Talmud Thora-Schüle hochverdiente Männer ungenannt, vor allem der unvergeßliche Oberrabbiner Stern t-?"XT, der seine beste Kraft zur Entfaltung der Schule eingesetzt hat, München, 24. Mai. Am^zweiten Tage Schowuaus hielt Frau Bertha F r ä n k e l-Ehrentreu in der Agudas Jisroel-Frauengruppe einen Absohiedsvortrag, der sehr gut. besucht war und tiefen Eindruck hinterließ. In -ihrer bekannten mitreißenden Art entwickelte sie die Zusammenhänge von Schöpfung, Offenbarung und Erlösung zum Thema de® „Akdomus"\ypm, erj^en Tage Schowuaus und schilderte an Hand des entsprechenden Prophetenabschnittes aus Jesaja und Jecheskel das einzigartige Erlebnis der jüdischen Prophetie, das den Bogen spannt vom Sinäitage zurletzten Erlösung undder Entwirrung des Volk erring en®; das sich einst in Erez Jisroel vollzieht. — In den innigen Dankesworten, die Frau Jeann^'" 'N-eTuibur-g^r der ^Scheidenden widmete, kam zum. Ausdrucke, wie sehr man, sich in München des schwören Verlustes bewußt"ist. Doch wird auch an, «dem neuen Wohnqrte in Haifa für diese begeisterte und begeisternde Frau ein segensreiches Wirkungsfeld gegeben sein, wohin sie die wärmsten Wünsche ihrer zahlreichen Freunde begleiten. Oberrabbiner Dr. Herzog in Montreux. ., . Montreux, 21. Mai. Mansctaeibt;, unsM.<aus;Montreux: Am 27. Apiil. wurde idie Jeschiwä von Pari® <aim telegraphisch benachrichtigt, daß der Oberrabbiner von Palästina, Dr. Herzog, den 'Weg nach lErezIsrael über Mohtreu'x nimmt. Der Rosch-Jeschiwa' fuhr ihm entgegen und traf ihn im Kupee des Simplonexpreß ins Lernen vertieft. Das Abteil, das er allein innehatte, war in ein kleines- Lehrhäu® verwandelt. Zählreiche Talmudfolianten, Ramham, Schulchan-Aruch und Responsenwerke lagen auf. den Polstersitzen umher wie in einem östlichen Beshamidrasch. Der Oberrabbiner war von dem plötzlichen Besuch angenehm über* rascht. In der Unterhältung sprach er sich Herrn Rabbiner "Bpjfesjälko ge|e^üb1erj iübjerj di% .•wirtschaftliche und politische Lage in Erez "Israel', sehr^'optimistisch aus.. 'Es- 'habe sich alles wieder'-'-freideutend gebessert und vielleicht gehe man einer neuen, Jftralsperity entgegen. Tief schmerzlich habe es ihn getroffen, als er jüngst bei einem Besuch beim Kolom-alm^ttistW O r m s b y - G oj « eines ^Moralpredigt anhören mußte über "den unjüdaschen und zersetzenden'Geist, der! 'unter der " Jugend Palästinas herrsche. Ohne Zweifel hätte die englische Regierung der gerechten Jüdischen Sache viel mehr Sympathie und Interesse entgegengebracht, wenn in E. J. ein "wirklich jüdischer Geist 'herrschen würde. In Montreux angelangt,. wurde der Oberrabbiner vonv den Jeschiwa-Bächurim enthusiastisch begrüßt. Herr Oberrabbiner Dr. Herzog sprach derj' Jeschiwa seine-. große Bewunder^mg-^aus.. Bevor ,er von|,Dublin ,nacK Jerusalem -beraferi-' ward«, .''-hatte er selbst die Aksifcht gehabt,; s eine n Söhn in die "Jeschiwa: "nach Montreux zu schicken.1 :ki---> - i; Voll Freude und innerer Ergriffenheit-:it£at;j der Oberrabbiner, die Weiterreise: nach Erez Israel än,-;;• / ' - .. : ■ . o, : Ein Interview mit Ben Zwi.!I" ' * _' :Ü'oÄ'd-oa.j;ll23.- MW.] In einem '•'Interview des, Vertreters der „Zeit"' «nt dem hier weil enden Vo^txehden »des Waad Leumi, Ben Z w i ,; bezeichnete. dieser .die Agudaführer iti, Erez Israel als po^t^qh hpchstehende-.Männer, deren Pidegenswille sich überall da zeige, wo es darum geht, das Judentum als Einheit nach außen zu vertreten. (JPB.) Ein Dankbrief der Barzelonaer Kehilla. London, 23. Mai. ' f - Das Zentralbüro der Agudas Jisroel in London erhielt einen Brief von der' Kehilla in Barzelona, in -welchem es u. a. heißt: „Im Namen der 4000 Seelen zählenden hiesigen jüdischen Gemeinde sprechen wir Ihnen den tiefsten, Dank ausfür 'die Mazzoth, mit denen Sie uns am vergangenen Pessach' bedacht haben, In der Geschichte der Barzelonaer Kehilla hat sich damit 'die Agudas Jisroel ein Ruhmesblatt gesichert. Weitere Hilfe zur Erhaltung unserer Kehilla wird erbeten und erhofft." (JPB.) Landeskonferenz der Zeiire Agudas Jisroel in Polen. W a r s c h a u , 22. Mai. Auf der jüngsten Exekutivsitzun'g der Zeiire A g u d a s J i ® r o e 1'; wiurde beschlossen,' die L a n. deskonferenz 'd er'* Zeiire Agud&s '-Jisroel - Organisation in Polen vom-27. bis- 29. Siwan in Warschau abzuhalten. An der Konferenz wird der Präsident .der Agudas Jisroel-Weltorganiisation,1 Jacob R Ossenheim, teimehmcn. Koinferenz der Zeiire. Ägüdas Jisroel in Amerika. New York, 15. Mai. Zu den von der Z eiir e A gudas Jisroel in Amerika einberufenen Konferenz kamen :Delegierte suas .allen Teilen Ameirikai», Iii seinem einleitenden Referate besprach der Vorsitzende, Israel Wie« d'erk-ehr, die Lägö des'religiösen Judentums, in Amerika. In Anbetracht 'der Verwilderung in der r"eligiösen Erziehung in Amerika ..sei die Arbeit der Zeiire Aguda9 Jisroel auf diesem Gebiet sehr hoch einzuschätzen. Aus dem Berichte 'geht hervor, daß in New York allein die Zeiire Agudas -Jisroel bereits über zwanzig Gruppen besitzen, die gut arbeiten, Schiurim und Kursen abhalten und agudistische Ideen verbreiten. Sämtliche Redner betonten 'die Wichtiglkeit der kommenden Kenessio Gedaulo. Es wurde beschlossen, das amerikanische Judentum für die Kenessio Gedaulo zu interessieren und jeden orthodoxen Juden zu bewegen, sich an der .Seloim-Bewegung zu beteiligen. , Die Frankfurter Woche- Von der' Kaschnithkbmmission der I. R. G. Die Kaschruth-Kommission der Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft Frankfurt a. M. veröffentlicht folgende Bekanntmachung: . Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß der Verkauf von Geflügel unter Aufsicht de® Rabbinates eingestellt ist. Es stehen somit die Metzgereien und Wurstlereien nur noch für Fleischwaren unter Aufsicht des Rabbinats. Einweihung eines Seier. Eine schöne Chinuch Sefer Tauroh-Feier fand am Donnerstag, den ersten Tag der „Schlausches jeme hagboloh", in der Synagoge der Gagemstraßestatt. Herr Herz Höchster aus Lauterbach hat, aus Dankbarkeit für, seine Genesung -und. anläßlich seines 70. Geburtstages, das. Sef er schreiben lassen und der Synagoge gestiftet. Nachdem die letzten Worte von verschiedenen Gästen geschrieben, und Mincha gebetet war, wurde 'die neue Sefer Tauroh mit vier andern dort befindlichen Sforim abgeholt und mit einer „Hakofo",. begleitet von Gesängen des dort als Kantor fungierenden Herrn Sondheim er, in den „Oraun hakaudesch" gebracht. Darauf sprach Rabbiner K i r s c h b a u m herzliche Worte. Vorsteher Katz aus Lauterbach überbrachte Grüße und Wünsche aus der. Heimatgemeinde des Jubilars. Herr Willy .M ainz dankte im Namen jdes Pflegamts und Gemeindevorstandes'. Zum Schlüsse sprich Herr Rabbiner D o nath im Namen'-der Synagoge 'und schilderte in trefflichen Worteni daß die neugeschriebene: Sefer Tauroh das alte ewig jungbleibemde G'ttesgesetz wieder verlebendigen möge. Anschließeind wüjrjde jom. Pfleganit,.'ein festliches Mahl -!geigeben1,J1tVobei'' verschiedene •H'errßnvbm -Pfle'gamt dankbare und anerkennende Worte für den Jubilar ausgesprochen haben. Die Teilnehmer des' Festes gingen mit dem Bewußtsein von dannen, daß die Thora doch wohl imstande ist, uns über die Sorgen und Nöte des Alltags hinwegzubringen. Jüdisches LehrhauS. Vom' Jüdischen Lehrhause werden föl* gende Kurseiibekanntgegeben: 7. Juni: Hermann Weil: Die Elektrizität (als Helferin der Hausfrau. 10. Juni: Heinrich Lemle: Die Gäluth im Weltbild des Juden-! tum®. Die beiden'Kurse von Edüafd'Strauß -Bibel- '■feseh und: Geschichte der Philosophie) werden bis 16. -bezw." 17: Juni unterbrochen,, dann während der Sommerferien weitergeführt. " Wer hat das Buch? .Der Besitzer des Buches „Ein Tag aus dem . Lehen eines Juden" von Judäus wird gebeten',' ein Exemplar leihweise an den Verlag des ' „Israelit"' i.zü senden; . .;r; Familien-Nachrichten. Silberne Hoctzeit: Herr Hermann Weinberg und Frau Frieda geb. Jülich, Frankfurt a. M.f Thüringerstr. 1, 2. 27. Mai 1937. Frankfurter Vereinskalender* Verein Mekor Chajim. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: tr>y>l Herr R.-A. Dr. E. Posen- — nachmittags 4.15 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb, H. Mayer.j— nachm. 4-15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit tvaschi, Hern Julius Lewin.-. — 1 Stunde vor Nacht." Midrasch, Herr Fredi Lusiig. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, faiK f]0T>. Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, DmnK n», Herr R.A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, Kim, Herr J. Soffer. Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal; mva- Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: 0|^in) K-mi, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, tütna, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch Donnerstag) im Lokal, rnaa, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftongen. Sohabbos, 29. Mai: Moritz Golde=Stiftung. Dienstag, 1. Juni: Rabbiner Seligmann Fromm-Stiftg, Mittwoch, 2. Juni: Erna Weil-Stiftung. , Donnerstag, 3. Juni: Moses Isaak-Stiftung. Liwjath Chen. Sabbat nach Mincho [5.15 Uhr) im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Aufbruch" (yiD3S Wi). Agudas Jisroel-Ortsgruppe, ' Thora und Mussar. Herr Rabbiner J- Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim vy snni — Schabbos 18-19 Uhr Q'ntP» n?"0ö für Erwachsene. — Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche, D"n fan 130 — Schabbos 11-12. Uhr für Jugendliche n~w y~v- Herr Dozent J. Ehrentreu, wmn mit □'wnsn, Sonntag 1 Stünde vor nmn nbsn, Uhlandstr. 39.1: , Herr Rabbiner Mannes, /vom 'J-r, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. ' ' ■ ■ - i . Herr R -A. Dr. E. Posen nvn msn, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, mnla ttiva Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. : R.-A- Dr. M* Schlesinger, rav 'na für Baalebatim, Mittwoch 20.30 .Uhr und Schabbos nach Mincho Amtszimmer, des Rabbinates, Friedberger Anlage 4- Herr J. Sofer, »ai» tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, L Herr Rabb. Feuerwerger (f. Jugendl.), Sonntag20 30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr, Schabbos 16-17 Uhr, r? Ktma. Agadisdhe Abhandlungen aus rifik.naDa. Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, Ky»2t» Jtaa, Fichtestr. 5. >< Herr Zuntz, Q^n rrilK, Sonntag nach n»in», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Herr Isidor Weiß j eden Tag von 14-15 Uhr für Jugendliche T"> i Der Schiur vor rp-tiW unter Leitung des Herrn Zuntz (niyiaw 'na) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. G. statt. Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Mittwoch, den 2. Juni, wird im Hörsaal 8.45 Uhr die Arbeitsgemeinschaft des Herrn .Dir. Elias stattfinden. Gebetzeiteo. in^ni vüv Freitag abend 7.45 Samstag naiwn 6.35; Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag Abend 9-20 Wo cheng 'ttesdiehst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 2. Minjan 7.30 .. ' p 'An G'ttesdienstanschließend': Leerßen dtes «?'*n ipa- Vereins im . Hörsaal t Nachmittags 7.15; f I!! -V : ' Tefiliinlegen am Morgen 3.05 Wochenkalender. Vom 29r Mal—5. Junt 1037 /Vöm 10.—26. Siwan 5697 1 •»ai»' sjt Ü . pl>w . Samstag . ,, 29 19, Sonntag 30 20 » Montag '. i 31 21 Dienstag Juni 1 iro 22 y>; Mittwoph ,;| x.- 2 23!■> Donnerstag 3 24 T Freitag 4 .;"" 25 1Ü Samstag 5 i. 26 m!*0 'i 'j pis ^n^'5,"u /I 'n pss fi-fbv

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