Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1937-03-25 · Heft 12-13 (25.3.1937) · page 21

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 12-13 (25.3.1937)
Date
1937-03-25
Page
– (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2446951-2450961-2450973--82903-2540864
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

25. März 1937 t " D .eix. '1 i r s« I i t Nr. 12/13 Seite 21 ER E Z ISRAEL Die Aguda in Erez IstaeL . '■ ' :■' Änläßüoh dar . jüngsten Terror-ÄKte in Erez Jisroel hat die L c iifcu n g der Ägudas Jis roel in E r ez J is ro e l sich mit einem scharfen Protestaiemorandum an den stellvertretenden High Commissioner Hall gewandt, in dem-sie ihrer Beunruhigung und Empörung; über die Unruhen zum Äusdruck 'bringt. Ägudas;Jisroel verlange von der; Regierung Garantien für die Sicherheit des Lebens und Eigentums der jüdischen Bevölkerung, . Maßnahmen gegen den Terror und Bestrafung der Schuldigen. . ' Die Poale Ä gu d a t Is ro el in Erez Jisroel erhielt dieser Tage den dritten : Regierungsauftrag für die Wegbauarb erben, und zwar "handelt es sich um die zwei Kilometer lange Straße';'von Tel Äwiw nach Petach Tikwa, wo die Straße, wegen des starken Verkehrs ums Doppelte ihrers bisherigen . Umfäiigs verbreitert werden soll. Verhandlungen wegen anderer Regierungsaufträge sind im Gange. Die D ar 1 e h esk a sse der Poale Ägudat Israel, die im November '1936 eröffnet, wurde, gab zum 1. Februar einen Rechenschaftsbericht heraus, welcher die Entwicklung im Laufe von> zweieinhalb Monaten darstellt. Es wurden 32t19.— :Pföl Eingezahlt)" für 370.— Pfd. wurden Darlehen; an Einzelne gegeben. Ein^,.und Auszahlungen betrugen 700.— Pfd. Die Zentrale erhielt auf Grund der Regierungsaufträge einen Vorschuß von 200.^ Pfd. Zwischen der allgemeinen Krankenkasse und. der Leitung der Pöäle. Ägudait. Israel wurde ein. Abkommen getroffen, wonach die Mitglieder der Poale Ägudat IsraeL das Recht/, haben, ohne Mitglied der,, allgemeinen Ärbeifero^anisaKon' zu sein, in die .allgemeineVjKranker^^ . wenn sie den Nachweis ihrer Mitgliedschaft bei' der. Poale Ägudat Israel;; erbringen. Irgendwelche /Abgäben an die Histadruth sind nicht; zu zahlen, vielmehr " nur an die Krankenkasse. ' .'„' [r .:, In ,P e t a qh Tik w a wurde; durch: den Sekretär der Poale ägudat IsräeP mit Erfolg damit begonnen, die jemenitische ■ Jugend organisatorisch für die Ägudas Jisröel zu erfassen. Bei der jüdischen Grundeinstellung der Jemeniten ist zu hoffen, daß hier der Änfang zu einer ^weiteren bedeutungsvollen Vergrößerung der Poale . Ägudat Israel gemacht wurde. ' ri i,.; In Bne Brak war zwischen den einzelnen Ärbeiterorgajjusationen efh Streit entstanden über den jeweiligen . Anteil ,;,an. einem, .großen Neubaui Mit Erfolg wurde versucht; .durch ein Schiedsgericht die Angelegenheit zu or'dnen. Es. wuyden ^dann,. der Histadruth 52 Prozent, %dei^'f'PoM'^a^lfjäcfii 29 Prozent und der Poale/Ägudat. Israel 19 Prozent der für den NeubaW".n^ti0e%\aÄr^itskräfte ,zuerkannt. ■ . "V. v ■ ' .;;;:'\-\ Dem .gehörten. ( Gebäude der(llC h^pjnel) - is ß&ule in Jerusalem' wurde nunmehr <Äeittef; höchst' «bedeutsame Neugründung, angefügt, nämü^tf'.eine:Synagoge für diejenigen Kreise , der. orthodoxen Emigranten, ^or allem aus Deutschland, die in der Nähe der Schule wohnen. Die Synagoge umfaßt 150, Plätze. Jaffastraße, »unweit d>es Lichtspieltheaters „Zion", " geworfen. Es wurden hierbei 17 Zivilpersonan, durchweg Juden, zwei Polizisten und ein britischer Soldat verwundet. Zwei Araber wurden festgenommen. Eine zweite Bombe wurde in ein arabisches Kajffee in der Mamilastraße in Jerusalem geschleudert. Vier Araber wurden verwundet. Die dritte J.Bomtfe explodierte im Jerusalemer Romema-Viertel. [, Auch, hier, wurden vier Araber verwundet, davon' einer-schwer. In Tel ÄwiW ist eine Bombe in der Karmelstraße gewqrefn worden. Verletzt wurde nie-; mandl An den Grenzen von Tel Äwiw patrouillieren verstärkte Polizeiabteilungen, die mit Gewehren aus-;; gerüstet sind. . Am gleichen Tage sind in das Haus des Kolonisten Raphael M i srath i in 'S e d s chera drei Schüsse abgegeben worden. Mizrachis Tochter Ghana und ihr Bräutigam wurden verwundet. Bei Beth Dago n ist ein jüdischer Lastkraftwagen beschossen worden. Der Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt; Die Unsicherheit in Nordpalästina. Jerusalem, 15. März., i Eine Abordnung der jüdischen Einwohner von Hai f. a und der Kolonien im E'm e k J e s r e e 1 sprach am 15. März frei,! dem Distriktskommissar für den Norddistrikt, Eduard Keith Roach, vor und erörterte mit ihm das Problem der. öffentlichen Sicherheit im Emek und in Ober- und Untergaliäa. .'; Ferner hat die Abordnung an den stellvertretenden Leiter der Palästina-Regierung, johrr Hat-; horn Hall, ein Schreibert gerichtet, in dem sie ihren Abscheu und ihre Besorgnis über" die jüngsten Terrorakte in Palästina zum Äusdruck bringt. Die Abordnung fordert, daß die Regierung die Sicherheit von Leben und Eigentum •> der jüdischen Siedler gewährleiste und die Angreifer be- ■ strafe. . Die jüdische Kolonie Sedj.era .ist am Montag abermals von einer arabischen Bande; beschossen ' worden. Verletzte gab, es nicht*. ■ ', , . •. i'y \-: '- ■'■>■ m. .'..0 v£Ms ''■ '■ ■ * 1 e Terrorwelle steigt und ebbt ahm- Ausnahmezustand^ Jerusalem verhängt Wiedel auf genö1*en' ° 0 1 .•,«--•• ....J.e r u^.aiem 17. März, ftm 17. März, sind in 'Jerusalem, und^^ Te^Awiw- Voti arabischen '''Terroristen/ 'ihehrgre.: - ansch 1 äg^ ver^übit;;;worden; , ©ie. 'Anschläge in Jerusalem haben, wie in dem aftitlichertV Gummilni-- <lUöe bekanntgegeben;wuxde,/Mr;^Ve|^.üi^Uih^M 'voij. Peraoneii; '• get^ri7:'{vqü;/;a^cnfJetoe ihren Verätzungen erlag. Die erste Bombe wurde in der Der High Commissioner wieder in' Pa-. lästina. , ' J-e r us al«m 16. März. High Commissioner Sir Arthur Wauchopc ist am 19. März im Flugzeug^ in Palästina -eingetroffen. Der nach den Bombenanschlägen am Mittwoch . abend über Jerusalem verhängte Ä u s - n ä h m e z u s t a n dist nach der Ankunft des High Commissioner, w ie d e.r ,auf g ehob efl:^ w o r.d e n. Die Bestattung der jüngsten Opfer n der Bodenpolitik der Pica. Kritik i-. . ■it '(im- -.jm-. si?J c r#iS aifeestt^:*^ März:«^« *■ Unter Beteiligung vieler >hunderter Arbeiter aus allen Siedlungen des" Emek sind die bei Kfar ■ Hachoresch von . arabischen Terroristen ermordeten Chaliizim, Henoch Metz und Schlomo Gafni, in Kfar Hachoresch zu Grabe getragen worden. , | Äul|; dem;FriedhjDfe 1 t^er Kölöhie. jäwniel, wurden die dj|eiin „.der1;Nähe.? dieser Kolonie - get^tieten Siedler Gedälja Q e hie r , Mosche Salman b e n S; a s s o n und- JelÄida E'l j o -w i'i s c h beerdigte An d'er ^iseizrtna/nahni^i'; Koip^leix;..itt\^. flrfreifer. aüs iasi allen; Siedlungen des Emek^ und. ypn Untergalläa;, teil. Irr den Trau'erredenfi wurde, die Sichert-' heitspolitik" der Regierung aüfs i:schärfSte verurteilt. ^Much gegen 'die Kolonis4ti^hspolitik^ der Pica (^>ales|ine : Je^v?sh,V.Col^isatiop' -.Association), 'xsrwj de;n.^griffet;gerichtet.r.'Die.- Redner wiesen darauf hin, daß heute noch auf 40000 Dunarn Pica-Boden arabische Pächter sitzen, was die Sicherheit der jüdischen Siedlungen gefährdet. In Jawniel leben insgesamt 50 jüdische Familien, während bei rationeller Kolomsatäonspolitik bereits etwa 1000 jüdische Kolonistenfamilien auf dem Pica-Bcden hätten angesiedelt werden können. Es wurde eine "radikale Äenderung der Kolonisationspolitik der Pica in Galiläa gefordert. Verkündung des Kriegsrechts in Galiläe und jüdischer Selbstschutz gefordert. \ Jerusalem, 15. März. Die jüdische Abordnung aus Haifa und dem Emek, dis wegen der SicherheitsverhältnissG . in Nord- Palästina bei dem Distriktskommissar Keith Roach vorstellig wurde, verlangte, daß für dieses Gebiet das Kriegsrecht zur Sicherung von Leben und Eigentum der jüdischen Einwohner verkündet, werde. Distriktskommissar Keith Roach antwortete, er sei .sich, des Ernstes der Lage bewußt und habe sieh mit dem Oberkommandierenden der britischen Streitkräfte in Palästina, Generalleutnant J. G. Dill in Verbindung gesetzt. Der Präsident der Exekutive der Jewish Agency, k David Ben Burion, hat in Begleitung des Rechtsberaters der Jewish Agency Bernard Joseph im Hinblick auf die gefährliche Lage in Palästina den derzeitigen Leiter der Regierung, Chefsekretär John Hathorn Hall besucht. Ben Gurion und Bernard Joseph forderten energische Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnungl Rii den Moscheen in Haifa und Äkko sind äm Montag rote Plakate angeschlagen worden, durch die die Gläubigen aufgefordert werden, Mittel für die „Kämpfer in dem heiligen Kriegt zur Rettung Palästinas" zur Verfügung zu stellen. Die Aufrufe sind unterzeichnet von der „Organisation Nebi Mohammed". . ';; Der Vorsitzende der ^Exekutive der Jewish i Agency, David Ben Gurion, und der Rechtsberater s der Exekutive, Bernard Joseph, haben bei ihrer Besprechung 15. März . eine radikale Reform des Sicherheitssystems in- Gajliläa und im Emek gefördert, i; Gleichzeitighat die; Exekutive der Jewish Agency jeine Erklärung veröffentlich^, in der gesagt .wird, daß die. Juden;..wenn die. Regierung nicht imstande sei, die die Gesetze achtenden 3ürger zu schützen, bereit seien, sich selbst zu schützen, vorausgesetzt, daß die Regierung den Juden erlauben will, »Waffen zu tragen. - '■ ■ ' "-' .'vr..-r ' Oberstes arabisches Komitee fordert die Bevölkerung aui, Rühe zu halten. h['e r.üs alem \ 19: März. •. -. 1 : . -i '• (t. i .■' r ih: ■ . Das oberst^ Ärabischfe Komitee hat.,^n dje Ära-, . her. Palästinas einen Aufruf erlassen, in dem sie aufgefordert werden, die Ruhe zu bewahren, bis die Königliche Kommission ihre Arbeiten beendet und ihren Bericht erstattet hat. Die jüdischen Mitglieder des Jerusalemer Stadtrates sind inoffiziell an die arabischen' Stadtverordneten rnit: dem Vorschlag herangetreten, einen;, gemeinsamen Aufruf an die Bevölkerung; zu r^ch- ' ten^ die. Gewalttaten einzusteUen. Diei . arabischen. . Stadtverordneten haben' j den Vorschlag abgelehnt.'1 j Vertreter von,., zwanzig. ,Kolonien -im: -Scharon hai^qn einedringende Beratung über -Fragen der öffentlichen^ Sicherheit abgehalten. :; Ais ein jüdischer Hilfspolizist; versuchte,,, einen' arabischen Hirten zu vertreiben, der seine Herde auf den zum- Rutheriberg-Kraftiwerk. in;- Maharia gehörigen Feldern weiden, ließ, wurde' er von 'Beduinen, die in der Nähe im Hinterhalt lagen, be-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.