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Der Israelit · 1937-03-25 · Heft 12-13 (25.3.1937) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 12-13 (25.3.1937)
Date
1937-03-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Nr. 12/13 Einberufung der Kenessio Gedaulo Ellul 5^97. Frankfurt a, M., 25. März. Wie uns aus London telegraphiert wird, hat der Waad Hapoel der A g udas J i s t o e 1 W e 1 tvO r ganisation soeben beschlossen* die KENESSIO GEDAULO "auf den 11: bis 16. Ellul dieses Jahres nach einem Orte der Slova- , kei, voraussichtlich nach Marienbad, einzuberufen. ' Die Landesorganisatiönen sind ersucht wor-* den, .am, 15.. S i wa n Landest ersa m m - .1 ungen größeren Stiles zur Begehung des 25jährigen J u b i 1 ä u ms d e r K a 11o P witzer G r ü n dun g s v e r s a m m 1 u n g einzuberufen, die gleichzeitig der Vorbereitung der Kenessio Gedaulo in den einzelnen Ländern die- Wir beten um den Peßach der Zukunft. Der Jerusalemer Oberrabbiner Herzog an die Judenheit der Welt. . Anläßlich des bevorstehenden Pessachfestes hat der Oberrabbiner der K. J.-Gemeinde, Dr. Isaac Herzog, der ITA. eine an die Judenheit der Welt gerichtete Botschaft übergeben, der wir folgendes entnehmen: „In der Agada werden poetische Parallelen zwischen dem „Pessach Mizrajim", dem" ägypti- eschen Pessach, und dem „Pessach le-Atid", dem Pessach der Zukunft, gezogen. Zu unserem tiefen Bedauern muß zugegeben werden, daß wir noch weit entfernt sind von dem Pessach der Zukunft, von dem Pessach der messianischen Zeit, von dem endgültigen Triumph der Sache G'ttes, von der Erfüllung der glorreichen Vision der größten Idealisten der Welt, der unsterblichen Seher Israels. Und doch scheint es, daß wir uns dem Erew Pessach der Zukunft nähern; es scheint, daß wir der Wiederherstellung Israels immer näher kommen. Wie in den Tagen von einst im alten Aegypten scheint, je näher wir an die Geula, an unsere nationale Erlösung herankommen, um so tiefer, um so dichter für den größten Teil Israels in der Zerstreuung die Finsternis der Galut zu werden. Möge das Hallel der Sedernacht, in dem der Triumphgesang Israels und die Lobpreisung für seinen Fels und Erlöser zum Dank fürdie Befreiung aus grausamer Sklaverei und unmenschlicher Unterdrückung in Aegypten ertönen, jedes jüdische Herz erheben und erregen und es höher schlagen lassen in Hoffnung und Glaube, inspiriert von der majestätischen Vision des die ganze Menschheit umfassenden Pessach der Zukunft. Lasset uns am Sederabend mit der Inbrunst unserer jüdischen Seele beten, daß die Augen der (Mandatar-Nation und aller Nationen sich öffnen mögen, um die, Gerechtigkeit unserer Sache/ zu sehen, die Gerechtigkeit unseres historisch^ prophetischen Anspruchs auf das Abraham von G'tt verheißene Land; auf das Land unserer großen Vergangenheit,' einer Vergangenheit, die sich für die gesamte zivilisierte Menschheit als. von höchstem geistlichen und sittlichen Wert. erwiesen hat; auf das Land, das unsere niessianische Hoffnung nährt, die. Hoffnung, die in dem erhabenen universellen Ideal von Micha und Jesaja ruht; auf das Land, in das wir bereits so ungeheure Energie und Arbeit versenkt haben, ^so viele Opfer an Leben und Menschen und Werten im Verlauf seiner Wiedergewinnung für die Zivilisation aus jahrhundertelanger schrecklicher Trägheit und Vernachlässigung; auf das Land, das Myriaden unserer Menschen die einzige Zufluchtsstätte vor der Flut des Hasses ist, die von Zeit izu Zeit bald in diesem, bald in jenem Teil der Welt, bald in dem einen,, bald in dem anderen Lande auf die Judenheit losbricht; auf das Land, aus dem für Millionen unserer Brüder, sie in der dichtesten Finsternis des heutigen Galut, am Rande eines Abgrundes letzter Verzweiflung leben, der einzige Lichtstrahl der Hoffnung kommt." Das Oberrabbinat der K. J.-Gemeinde hat den 22. März als Bettag zum Andenken an die in Palästina gefallenen jüdischen Märtyrer proklamiert. In allen Synagogen Palästinas wurden Gebete für die Toten gesprochen. Es wurden Psalmen und Selichot rezitiert und Schofar geblasen. Die neuen Vollmachten des in Palästina. Die neuen Bestimmungen für die Verwaltung in Palästina wurden'nun in den englischen und palästinensischen Amtsblättern veröffentlicht und sind mit dieser Veröffentlichung in Kraft getreten. Der High Commissioner erhält damit die Vollmacht, alle für die Aufrechterhaltung v o n R u h e u n d O r d n u n g h o t w e nd i gen- Maßha h m e n iz u ,tr e f f eh. Auch bezüglich der V e r t e i d i g ti n g s v o r s c h r i ften erhält der High Commissioner freiere Hand, Zur Uebertragung von Funktionen an den O b e rb e f e h l"s h a b e r d e r Truppen heißt es in der neuen Verordnung u. a.:* .- . High Commissioners „Der High Commissioner kann, wenn er es für richtig hält, durch Proklamation, die ihm au£ Grund " von Abschnitt 6 dieser Verordnung zustehenden Funktionen dem kommandierenden General der Streitkräfte in Palästina übertragen, unter den etwa in der Proklamation genannten Begrenzungen und Bedingungen; , jede derartige Proklamation kann durch eine 'spätere Proklamation des High Commissioner widerrufen werden: ein solcher Widerruf soll jedoch ,die Wirksamkeit von , Verteidigüngsvorschriften, die kraft jener Proklamation erlassen wurden, nfcht beeinträchtigen."' '; 1 ■ .:.(. , Das jüdische Palästina bereitet den Selbstschutz vor. Rekrutierung von Freiwilligen zum Schutz der nördlichen Kolonien. Jerusalem, 21. März. Die auf Einladung des Waad Leumi in Jerusalem abgehaltene Beratung der Führer des Jischuw, afi"der Vertreter der*:Agu d<a s . JI s.- j.oeLj des Verbandes der alten Kolonisten, des Landesrabbinats, der Stadtverwaltung yön Tel •Awiw, der jüdischen Kolonien und der jüdischen Industriellen teilnahmen, .beschloß neben,- der Proklamierung einer großen Geldsammlung zur Deckung der Selbstschutzkosten ■auch die Rekrutierung von Freiwilligen für den^Sicherheitsdienst in den*'jüdischen Siedlungen, namentlich derjenigen im Norden des Landes. . :.äj' ■ - >r ^^^i^0TS^R;aiÄll3oo4i m^**pmmm mM^m*** Mli b. H.^fjftll4er jüberrHerz")"--*-- Transporte nach dem g^;äffmten Ausländen Lifij und Sammelladungen per*Bähn, Und Rhein. Vertrags-Sp ed i t eu r e5 des Palastiha ~ A^iht es. .Farohim. Beratung. -Sachgem,. Verpackung: iagerun^ Weiter wird ,berichtet: ' Die Palästinaregierung hat ^beschlossen, ein 'neues Polizeikorps für den Schutz Mordpalästinas und den Dienst an der syrisch-palästinensischen Grenze aufzustellen. Am Montag beginnt die Werbung, von Mannschaf ten für dieses Korps, das das Bandenunweseri 'üi Nordpalästina bekämpfen und den Waffenschmuggel nach Palästina verhindern soll. Dem neuen Polizeikorps sollen auch motorisierte Abteilungen unter dem Kommando britischer Offiziere angehören. Sie werden aus 200 britischen und arabischen.' und 90 jüdischen Polizisten -bestehen. 700 ehemalige jüdische Hilf$. pölizisten, die während der Unruhen Dienst getan hatten, sind wieder eingestellt: und mit' - Waffen ausgerüstet worden. 1 ' Die begrenzten Möglichkeiten Jüdischer Ansiedlung in französischen Kolonien. " P a r i s ,-19.; März. Der Ständige Chef des französischen Kolonienministeriums, Paul B ö u t e i 11 e , hat eins heue Erklärung über die. Aussichten jüdischer Einwanderung in französische Kolonien abgegeben; Er. führte aus; Kolonienminister Marius M. b u t e t weiß, daß es unter den um Einwanderung sich bewerbenden Juden erfahrene Ingenieure gibt; sie stellen; einen sozialen Wert dar, der den französischen Kolonien zu großem Nutzen gereichen - würde. Minister Moutet hat jedoch niemals ein Geheimnis aus den Schwierigkeiten gemacht, die einer solchen Kolonisation entgegenstehen. Die Tatsachen über die überseeischen Besitzungen Frankreichs können folgendermaßen zusammengefaßt werden: in unseren Kolonien mit gemäßigtem Klima, z. B. Nordäfrika, gibt es bereits eine zahlreiche eingeborene und weiße- Bevölkerung',; Unsere übrigen Kolonien mit4 tropischem Klima sind für Weiße ungeeignet, da sie dort längere Zeit nicht arbeiten Können. Andererseits erfordern Arbeiten, zu denen sie fähig srnd; .öämlicii industrielle Arbeit, ein großes Anfangskapital und die Entwicklung einer schwierigen Technik zur Erzielung guter Resultate. . . ,... Eine: sofortige' Lösung (für jdif; Juden) kann nur in einigen unserer Kölömen' gefunden werden, die zwar in den Tropen liegen, aber infolge ihrer Höhenlage ein gesundes Klima-haben und verhältnismäßig günstige Bedingungen fijr Weiß* aufweisen. So wäre es in < den höher gelegeneß- Gebieten von Madagaskar, in NeuJCaledonien, ia bestimmten Teilen von Guyana und der Neuen Hebriden möglich, Raum für Einwanderer zu fto' den. Auf jedeni'Fall' würde aber diese Verteilung von Einwanderern in keiner Weise eine enc , tige Lösung ( der Judenfrage darstellen, wie i* wisse Juden anzunehmen geneigt »waren. ' vf Nach-'de^ dien Kolonien erhalten hat, muß ein Einwanderer wenn er" Erfolg' harien -wfll, über mindesten! 1 0 0<T P f.utn d V'e r f & g<e n. 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