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Der Israelit · 1937-03-04 · Heft 9 (4.3.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 9 (4.3.1937)
Date
1937-03-04
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 9 Seite 11 .sei aus ihnen politisch und -wirtschaftlich, unerschüt* tert hervorgegangen. Alle wirtschaftlichen Positionen seien erhalten geblieben. Im Anschluß daran skizzierte Grünbaum die politische Situation im Hinblick auf den bevorstehenden Bericht der Kgl. 'Kommission und 'die im Zusammenhang damit unternommenen Schritte. Rumänien, Interpellation im ruinanischen Parlament über . den Zehnjahres-Plan Jabotinskys* Bukarest, 26. Eebr.v Dl& NZO teilt mit, daß im: rumänischen Parlament eine ■'-Interpellation' über den Zehnjahresplan Jabotinsky© eingebracht wurde, der bekanntlich auch die Auswanderung von 3ÖÖ;000 Juden aus Rumänien in den nächsten zehn Jahren vorsieht. An den. Außenminister wird die Frag« gerichtet, ob er mit dem Revisionistenführer Dr. von WeisI, den er im Dezember 1936 empfing, in Fühlung geblieben, sei. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß der Berichterstatter der Mandatskommission festgestellt. hat, daß Rumänien an der Auswanderung jüdischer Bürger nach Palästina unmittelbar' interessiert ist. Die Mandatskommission,äderenBerichterstatter vor dem'Vol.* kerbund der rumänische Außenminister war, solle dafür sorgen, , daß . die Auswanderung der im Zehnjahresplan vorgesehenen Zahl von Juden aus Rumänien: ermöglicht werde. England. Pessach-Hilfsaktion englischer Juden für Juden in,Polen, . London.äl. Mär?. . ■ r ■ ■ Der Oberrabbiner des Britischen Reiches, Dr. J. H. Hertz, hat als Vorsitzender des Londoner Hilfsverb andes an die englischen Juden den dringenden Appell gerichtet, eine Aktion zur V e rso r g.un g notleidender jüdischer Gemeinden in Polen mit Mazizot zu Pessach durchzuführen. Der Aufruf des Oberrabbiners ist auch «von einer Reihe führender Persönlichkeiten des polnischen Judentums unterzeichnet, unter ihnen Rabbi Ghaim Oser Grodizenski, Senator Jakob Trocken* heim, Abg. L.. Miazb er g , Jizchak Meir I< e w i n u. a. m. Die Unterzeichneten, haben mit anderen Persönlichkeiten in Polen eine Kommission zur Verteilung der englischen Mazzot-Spende gebildet. Das Protokoll der Aussagen vor der Kgl. Kommission. > London, 24. Febr. Im Unterhaus erklärte am 24. Februar der Kolonienminister auf eine Anfrage, in der verlangt worden war,.-dem Haus die bisher unveröffentlichten Zeugenaussägen vor der Kgh Kommission zugänglich zu machen, es sei üblich, das' Protokoll der Aussagen vor . Kgl. Kommissionen den Regierüngsdepärtments ausschließlich zum Zweck der Drucklegung zu über» geben. Er selbst haha (keine dieser Aussagen bisher gelegen. 'Das gedruckte Protokoll« werde er erhalten,. sobald der Bericht veröffentlicht wirdi Der Minister, verwies auf seine Aritwort vom 27. Januar, in der er eine Veröffentlichung des' Protokolls, vor dem"Berieht als nicht wünschenswert bezeichnet hätte. ''' '" '"' ■■' /...l-y. / - T; •. i . '", Oelinung fr ansjor Kostens: und anderer arabischer Länder iür jüdische Einwanderung gefordert. London. 22. März. „Daily Telegraph" veröffentlicht eine von 27 hervorragenden PersönKchkeited, darunter dem früheren französischen Ministerpräsidenten Flandin, un= Verzeichnete Z!uschfift (des Komitee® zur Verteidigung der Rechte-"der Juden Mittel*, und Osteuropas, in der. eine Zusammenarbeit der Juden und Araber in Palästina: gefördert wird. In der Zuschrift wird erklärt, datfr d£e Araber Palästinasaus der jüdischen E'ntwanderung Vorteil gezogen hätten; und daß so- ™ohl die Araber wie'JSie Juden Palästinas, unzufrieden sein und vom; Ärfe,eit§matktverdrängt werden; wtiide«/.. wenö dieser alle» El&nenten. aus dän Mächr barfändern ztfgänglieb' ge'ma^fef * Werde» würde/, ßte Bestrebungen der Araber nach' Selbständigkeit seieW "durch die Errichtung der arabischen Staaten bereits verwirklicht worden. Jetzt sei es an der Zeit, die seinerzeit zwischen Emir Feisal und Dr. Weizmann getroffenen Vereinbarungen zu erfüllen. Im Anschluß daran wird die Oeffnung- Transjordaniens und anderer arabischer Länder für jüdische Einwanderung gefordert; . König Georg von England empfängt am 25. März die Vertreter der britischen Judenheit. London. 22. März. In der letzten Sitzung des Board of Deputies of British Jews wurde bekannt gegeben, daß König Georg VI. von England am 25. März die Vertreter der britischen Judenheit empfangen wird. Eine Deputation, die. nominell zur Hälfte aus Vertreaern des: Board und zur anderen Hälfte aus Vertretern der Anglo Jewish Association zusammengesetzt sein wird, der aber., außerdem hervorragende, für die gesamte britische: Judenheit repräsentative Persönlichkeiten angehören - werden, wird bei dieser Gelegenj heit dem König die Ergebenheitsadresse der Juden des Britischen Reiches überreichen. Frankreich. Die Rechtslage der Ausgewanderten. — Beratungen in Paris. Paris, 26. Febr. Unter dem Vorsitz des Vöikerbtmdskommissar® Sir Neille Malcolm fand in Paris eine Beratung der Vertreter des Oberkommi&sariäts für Auswandererfürsorge mit den Repräsentanten der bedeutendsten Hilfsorganisationen, wie Joint, Iba, Hicem, Alliance, Joint Foreign Committee und der verschiedenen Hilfskomitee® statt. In einer Resolution wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, daß ' das bisher von Frankreich und Belgien ratifizierte Genfer Ankommen über den Rechtsstatus der Ausgewanderten auch von den übrigen Staaten ratifiziert werde. AUFRUF! An alle Eltern und Jugenderzieher! Wiederum stehen 'wir an der Sphwelle eines neuen Schuljahres. Viele jüdische Jugendliche stehen mit ihren Eltern und Lehrern vor der Frage, welchem Beruf sie sich zuwenden sollen. Heute ist Berufsausbildung mit Hinblick auf die spätere Auswanderung eine unabweisbare Notwendigkeit für die meisten. Die jüdischen Organisationen haben die Beschaffung der Lehrstellen und die geistige und seelische Förderung der schulentlassenen Jugend in die Hand genommen. Wenn heute der entschiedene Wille und die berechtigte Absicht zur Berufsausbildung besteht, so gilt es heute mehr denn je, unserer Jugend die Werte zu vermitteln, die ihr Rückhalt im Leben zu geben vermögen. Sie muß lernen, ihre Stellung in der Welt und ihre Pflichten gegen Mensch und G'tt zu erkennen. Lernen, ihren Platz richtig zu sehen im jüdischen Volk. Lernen, die Aufgabe des jüdischen Volkes auf dieser Welt zu begreifen. Lernen, den Sinn des jüdischen Landes und der Hingabe für seinen Aufbau zu erkennen: Die Institutionen des Noar Agudati basieren auf dieser Erkenntnis. In den Jahren der Hachsehara ruchanit w'gufanit — der geistigen und fachlichen Ausbildung — in Jeschhvra, Bet Chinnuch, Mittleren-Hachschara, Lehrwerkstätte, Mädchenseminar und Haushaltschule wird diese wichtige und grundlegende Arbeit geleistet. Bildung des Charakters, Schulung des Geistes, Erwerb der ^praktischen Berufskenntnisse, Ertüchtigung für die Gesamtheitsaufgabe sind die Erziehungsziele unserer Haehscharot und Institutionen. Gemeinschaft der Jugendlichen ' und erzieherische Arbeit an ihnen wirken zusammen, um unseren Menschen den Weg in ein persönliches Berufsleben und in die judische Gesellschaft in Erez Jisrael zugleich zu weisen. Der Noar Agudati fordert die Eltern und Erzieher der Jugend auf, die ■Schulentlassenen ihm anzuvertrauen; Die Institutionen des Noar Agudati stehen defreligiösen jüdischen Jugend Deutsehlands offen. Die Arbeit für die Tora üitd die Verwirklichung der Tora in Erez Jisrael sollen dem Leben des jungen Juden wieder neuen Sinn und ihm selbst gesteigertes Selbstbewußtsein geben. Die Freude am Leriien und die Freude ah der Arbeit werden ihm heue Kraft ' isnd seelischen Hält verleihen. ' Eltern! Denkt an die Zukunft Eurer Kinder 1 Gebt ihnen den allein durch Lehre und Tradition gewährleisteten Jüdischen Rückhalt! Schickt Eute Kinder zu unsI NOAR AGUDATI Bund agudistisch-chä 1 üziseher Jugend 1 Bundesleitung Frankfurt a* M., Schwanenstr. 12 üäääU.

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