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Der Israelit · 1937-02-25 · Heft 8 (25.2.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 8 (25.2.1937)
Date
1937-02-25
Page
– (sequence 11)
Language
German
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25. Februar 1937 D e, r Israelit Nr. 8 Seite 11 E R E Z Die Bewegung für den Sabbat in Erez Israel. Jerusalem, 21. Febr. Die Leitung des Misrachi-Weltve rbandes hat im Zusammenhang mit der auf der letzten Tagung der Histadntf stattgefundenen Aussprache über den vom Misracbi gegen Sabbatentweih'Ung in Palästina geführten Kampf folgende Mitteilung veröffentlicht: . „Wir weisen entschieden die Beschuldigung zurück, daß unser Kampf gegen Chillul Schabbat im Lande gegen. die Arbeiter gerichtet sei, Wir stellen fest, daß wir kämpfen und kämpfen werden gegen jeden Fall von Chillul Schabbat, sei es bei der Arbeit, sei es auf dem Felde, im Handel oder in der Industrie, von welcher Seite immer er erfolgen sollte. "Wean unser Kampf gegenüber den Arbeitern stärker in Erscheinung tritt, so darum, weil wir es hier nicht mit unorganisierten Einzelpersonen zu tun haben, sondern mit einer organisierten zionistischen. Fraktion, die auf dem XIX.. Zionistenkongreß feierlich erklärt hat, sie werde ihre Anhänger von Entweihung des Sabbat abhalten; wir werden mit dieser durch starke Disziplin zusammengehaltenen Fraktion,, die es versteht, ihre Mitglieder zur Einhaltung der von ihren Führern und Vertretern geschlossenen Abmachungen zu zwingen, auch weiterhin kämpfen." Die iRabbiner der jüdischen Kolonien in der Umgebung von. T e 1 A w i w haben unter dem Torsitz der Oberrabbiner von Tel Awiw eine Protestversammlung gegen die „in letzter Zeit zur Massenerscheinung gewordenen Fälle von Chillul Schabbat" abgehalten. Die Versammlung hat beschlossen, Protesttelegramme an die Jewish' Agency, den Keren Hajessod, den Keren Kajemeth, den Waad Leumi sowie an den Kolonistenverband und an die Histadrut zu senden. Betarim in Jerusalem fordern Z^ifikate, — Handgemenge im Gebäude der Jewish Agency. Jerusalem, 15. Febr. Am Sonntag erschien eine Gruppe von etwa 70 Mitgliedern des ^revisionistischen Jugendbundes Brit Trump eldor (Betar) im Gebäude der Jewish Agency, um die Zuteilung von Zertifikaten an Mitglieder des Bundes in den Galutländern zu fordern. Es kam zu erregten Auseinandersetzungen mit den Beamten, In dem sich entwickelnden Handgemenge wurden mehrere Beamte mißhandelt, vier von ihnen verletzt. Zahlreiche Fensterscheiben im Gebäude der Jewish Agency wurden zertrümmert. Die herbeigerufene Polizei nahm 37 Betarim fest. Di© übrigen hielten längere Zeit einen Teil des Gebäudes, in dem sie sich verbarrikadiert hatten, besetzt. 'Die Polizei konnte schließlich die Betarim aus dem Gebäude verdrängen und es kam zu keinen weiteren, Zwischenfällen. Betarim(vor dem Richter. Jerusalem, 19. Febr. Die 37 Mitglieder, des revisionistischen Jugend* bundes Brät Trump eldor, die anläßlich' eines Zusammenstoßes mit den, Beamten des Einwanderungsdepartments '■der Jewish Agency verhaftet wurden, hatten sich am Donnerstag, den .18. Februar, vor dem britischen Polizeirichter wegen Hausfriedensbruchs und Beschädigung fremden Eigentums zu verantworten. Der Richter hatte einen Antrag, die Verhafteten vorläufig gegen Sicherstellung frei zu lassen, ab=* gelehnt. Von den verhafteten 37 Betarim sollen etwa 25 aus Petach Tikwah, Ekron und anderen Kolonien •sowie aus Tel Awiw. gekommen sein. ISRAEL druck bei der Explosion wurden zahlreiche Fenster zertrümmert. Die Täter sind entkommen. , . Eine Abordnung von Arabern aus Haifa hat den Distriktskommissar für den Norddistrikt, Major Edward Kedth Roach, aufgesucht und ihn gebeten, außerordentliche Notstandsmaßnahmen zur Bekämpfung des verstärkten Terrors der arabischen Extremisten zu treffen. Die Mitglieder der Abordnung versprachen, die Polizei bei der Suche nach den Verbrechern zu unterstützen. Gegen ©ine Gruppe von 15 Juden in der Jerusalemer Altstadt wurde eine Bombe geschleudert, die aber nicht explodierte. Arabische Terroristen dran- f gen in den Balfour-Wald bei Ginegar im Emes Jes» reel ein und rodeten viele .Bäume aus. Bis jetzt fehlt jede Spur von den Waldfrevlern. Aus dem Militärarsenal in Haifa sind vor einiger Zeit 20 Pfund Dynamit gestohlen worden. Di© Polizei hat *;jetzt einen arabischen Beamten des Arsenals unter der Beschuldigung verhaftet, daß er mit den Terroristen in Verbindung stehe und ihnen das Dynamit ausgeliefert habe. Bombe gegen das Rathaus von Haifa und andere ■■ [■. Terrorakte. . ... Jerusalemv, 16., Febr. Am Dienst adMorgen ist in das Rathaus vqnuHaifai eine Bombe geschleudert worden. Durch den Luft- Du erwartest Leistungen vom Keren Hajischuw? Der Keren Hajischuw erwartet Leistungen von Dir! Palästina-Centrale der AyudasJisroel Frankfurt am Main Postscheck-Konto Ffm. Nr. 53900 In der Nähe von Jaffa wurde auf einen Araber, der in einem jüdischen Geschäft eingekauft hatte, aus dem Hinterhalt geschossen. Der Araber war sofort tot. Im Zusammenhang mit diesem Ueberfall wurde im Jaffaer Zweigbüro des Arabischen Ausschusses eine Haussuchung vorgenommen, bei der große Vorräte an Bomben und Munition gefunden wurden. (Die Polizeistellen in Jaffa sind zu höchster Wachsamkeit aufgefordert worden. Die vor einiger Zeit neugegründete Siedlung Hassade bei Beisan ist von Arabern beschossen worden. Es wurde niemand verletzt. Auch die Kolonie R u c h a n a wurde von einer Bande bewaffneter Araber angegriffen und beschossen. Mehrere Rinder wurden getötet.; Bei Haifa stehen Erdölbehälter der Irak Petroleum-Gesellschaft in Flammen. Die Entstehung des Brandes ist noch nicht geklärt. Unbekannte Täter haben au© der 'Polizeistation von Hebron Gewehre und Munition gestohlen. Militärpatrouillen suchten die Umgebung nach den gestohlenen Raffen ab. " Die britische Garnison in der als Zentrum des arabischen Nationalismus bekannten Stadt (Nablus (Sichern) ist in letzter Zeit durch Abteilungen aus Jerusalem verstärkt worden. Wie die Tageszeitung ^.Felestin" ' meldet,' herrscht unter den Eltern der - •- ' ■■■yl .: ■ :;; r. ' . ■: ■ .. ■:• ,1 ' : aus der landwirtschaftlichen Schule in Tulkerem wegen Beteiligung an den letzten Unruhen ausgeschlos* senen Schüler starke Erregung. Es wird beabsichtigt, gegen die Maßnahme der Behörden an «das Gericht zu appellieren. Das Blatt fügt hinzu, daß weitere Ausschließungen von Schülern aus der Landwirtschaftsschule von Tulkerem bevosrtehen. In das Haus de© Stadtsekretärs von Haifa, Jussuf el Chativ, eines Schwiegersohns des Bürgermeisters von Haifa, wurde eine Bombe geschleudert. Es wurde bedeutender Sachschaden angerichtet, je-, doch niemand verletzt. Bekanntlich ist der Bürgermeister von Haifa selbst vor kurzem das Ziel eines mißglückten Attentats arabischer Terroristen gswesen. ■Fünfzehn arabische Agitatoren, die anfangs der Woche bei einer Razzia in Haifa festgenommen worden waren, sind im Verwaltung-^Wege zu sechsmonatiger ZwangSVerSChickung in verschiedene Teile Pa* lästinas verurteilt worden. Außerdem mußte jeder eine Sicherstellung von 500 Pfund für Wohlverhalten in den nächsten zwölf Monaten hinterlegen. 100.000 Pfund-Anleihe der Stadt Tel Awiw, — . Neuer Boden. 4 Jerusalem, 19. Febr. Die Stadtverwaltung von Tel Awiw hat die Aufnahme einer Anleihe von 100.000 Pfund bei der Barclay's - Bank beschlossen. Bürgermeister Rokach stellte in seinem Bericht an den Stadtrat fest, daß die Anleihe im Laufe von 15 Jahren in halbjährlichen Raten amortisiert werden soll. Der Zinsfuß darf jeweils bis zu 2 Proz. höher und bis zu 4 Proz. niedriger als derjenige der iBank pf England sein. Auf eine Anfrage teilte der Bürgermeister mit, daß di<i Regierung die Ermächtigung zur Aufnahme dieser Anleihe erteilt habe und daß ihre Rückzahlung gesichert sei. In der Aussprache wurde es bemängelt, daß die Bank das Recht haben soll, nach' fünf .Jahren die sofortige Rückzahlung des ausständigen Restes zu fordern. Es wurde auch bedauert, daß man nicht vor dem Abschluß an die Aaglo-Palestine Bank herangetreten sei. Trotz dieser Einwände kam ein einstimmiger Beschluß über die Aufnahme der Anleihe zustande. Die Stadtverwaltung von Tel Awiw tritt demnächst an die Verwirklichung des nach seinem Urheber, Ing. Grünblatt, so genannten „Grünblatt-Plans" heran, der die Trockenlegung eines Meeresstreifens am Strande von Tel Awiw in einer Länge von 1% km und einer durchschnittlichen Breite von 150 m vorsieht. Zum Zweck der Trockenlegung wird ein Damm errichtet, hinter dem eine 25 m breite Pro* menade angelegt wird. Das trockengelegte Gebiet zwischen der Promenade und dem Herbert Samuel- Platz wird bebaut, wobei insbesondere an die Errichtung'von Hotels, Cafehäusern, Klubhäusern, Aus-, Stellungsgebäuden, Theatern, Kinos, Banken, ' Lese* sälen usw. gedacht wird. In der Mitte des trocken gelegten Gebiets wird ein 14,4 Dunam großer Spielplatz und ein 7 Dunam großer Garten angelegt. Der Spielplatz wird mit einem Schwimmbassin ausgestattet. Das dem Meere abzugewinnende Gebiet soll insgesamt 345.000 qm umfassen. Melkapparat. Herr Rabbiner Dr. Wolf, Petach Tikwah, schreibt uns zu der in Nr. 3 des „Israelit" erschienenen Notiz, daß er das Melkproblem durch eine Erfindung gelöst hätte, daß die in Betracht kommenden Schwie* rigkeiten noch nicht überwunden seien. Die Mitteilung ah die Öeffentiichkeit war mindestens verfrüht.

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