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Der Israelit · 1937-02-25 · Heft 8 (25.2.1937) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 8 (25.2.1937)
Date
1937-02-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Nr. 8 D e rl:s r a e 1 i t. 25. Februar 1937 nen Stadtvierteln ihre Geschäfte am Sabbat nicht schließen dürfen, noch nicht zu rückgenommen. Die angekündigten Interventionen in R o m sind entweder nicht in genügendem Maße unternommen worden, oder, was weniger begreiflich wäre, sie verhallten nutzlos. Will die jüdische Oeffentlichkeit schweigen, bis der Schrei neuer Opfer und Märtyrer des Sabbat zu uns dringt? .; . ,v.;.*'; Es nähert sich das siebente Jahr, das Schmittohjahr. Praktische Vorschläge. Von Rabbi M. Jakobovits in Strasbourg. Das Schmittoh-Jahr steht nahe bevor» Trotdem begegnet man in den jüdischen Zeitschriften nur vereinzelten Stimmen, die sich mit diesem Gebot beschäftigen. Warum? Soll das Schweigen unserer Q'^HÄ darauf hinweisen, daß vorerst keine bange Frage unser G'ttvertrauen erschüttern soll? Aber wir sind ein Geschlecht kleinmütiger Juden, und die Sorge einiger tausend Arbeiter (die genaue Zahl wäre festzustellen) verlangt es, trotz aller lokalen Gegenwartsnöte in und in allen' Ländern des Göhls, daß man sich jetzt intensiv uj"d gewissenhaft mit dieser Frage ■beschäftige. besonderer Dank gebührt dem Frankfurter Rosch Jeschiwa, Herrn Räbb. Dr. Jos. Breuer, daß er in seinem Aufsatz „Rüstjahr des Schmittoh des Landes" im „Nachlath Zwi"-Heft die einschlägige Literatur anführt. Er kommt zum Ergebnis, daß es wohl keine Möglichkeit geben Wird, einen niPn für Feldarbeit im siebenten Jahr zu finden. — In der Zeitschrift fl'Xö min von Train J-12W findet sich eine T\2WT\ von Reb Jakob 'Orenstein1 Jb"ST' in der er die Möglichkeit, Felder für das siebente Jahr zu vermieten, weit von sich weist; Dieses Verbot fällt unter fUHEMntfj so wie man für riaib kein Vieh vermieten oder verleihen darf, so ist man auch verpflichtet, dem Felde die Ruhe des Sabbatjahres zu gewähren. Dieser Brief hat Reb Schmüel Salant V"ST vorgelegen, und er hat ihn zum Druck empfohlen.; Von uns allen, in der Gola ebenso wie in Erez Israel, hängt es ab, ob wir zur Beschleunigung der nVim beitragen wolle'h, (wie Reb, Jakob Orenstein schreibt). Jeder, einzelne Jude kann und muß dazu beitragen, daß die zu neuer Blüte, erweckten Felder Erez Israels ihre Sabbatruhe im Sabjbatjahr halten. Unverzüglich m u ß darum zur G r ü n d u n g eines ständigen Sc hmittoh -Fonds geschritten werden. Alle Beruf »stände und -Kreise des thoratreuen Volkes müssen es sich zur Ehre und Freude anrechnen, zu diesem Fonds beitragen zu können/ Einige praktische Vorschläge, die durch eine hoffentlich umgehend einsetzende Diskussion zu erweitern und ergänzen wären, mögen einen Weg zur Realisierung weisen. A. Propaganda unter den Erwachsenen. 1. Schaffung einer Sch ra It t oh- M.a r k e. J e d e r thoratreue Arbeiter, (nicht nur der Landarbeiter), ist zum Kleben der Schmittoh-Marke zu verpflichten, entsprechend den Invalidenmarken in allen Ländern. Die Kosten sind prozentual . auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu verteilen. Diese Forderung gilt auch für die Arbeiter in der Gol^. 2. Um die kaufmännischen Kreise und Angehörigen der freien Berufe auch an1 dieser pNl '»l^nn ms» zu beteiligen, sollen je- . des Jahr 'TPSPatP TPSÖ" verkauft werden, (sö wie man die Slaim fürdie Kenessio verkauft hat). 3. In allen Gemeinden der Gola und von Erez Israel sollen alle nilXö am Ifta r-ÜW nur zugunsten des Schmittoh-Fonds verj kauft, und zu diesem Zweck soll viel , gespendet werden. '>: i ' B'. Heranziehung deri Jugend, Aeußerst wichtig in ideeller Hinsicht ist die Gewinnung der Jugend. 1. Als1 geeignetstes Mittel erscheint die Dramatisierung von biblischen Szenen und Midraschim, die von den höheren Klassen der jüdischen Schulen und Religionssehulen, sowie von den thoratreuen Jügendbünden in allen Ländern vorgenommen : -./j werden könnten. Die Idee desfluatP -Jahrgs:; Mensch und Natur unterstellen sich völlig dem g'ttlichen Schutz und Seiner Fürsorge, um Ihn als alleinigen Schöpfer und Beherrscher des~ Alls anzuerkennen. Die Weihe des Sabbatjahres nutzt der.Landarbeiter zur geistigen Arbeit und Weihe durch Thorastudium. Diese Idee müßte in Iwrith, sowie in allen Landessprachen, wo immer thoratreue Siedlungen sind, in ' künstlerischer Form dargestellt,- mit Lehen erfüllt werden, und so etwa am La£ b'Aumer oder von Schwuaus an vor EIt tern und allen.. Freunden der Jugend bei ''' . gestaffelten Preisen zugunsten des Schmittoh-Fonds zur Aufführung kommen. . Die Freude der Jugend am Mitwirken und Mitschaffen, am Sicheinsetzen für eine sie begeisternde Idee" ist sowohl in erziehlicher Hinsicht,- wie auch mit bezug auf das finanzielle; Ergebnis recht hoch ein- .■ .!)■ * zuschätzen. 2, Schon jetzt könnten die Jugendlichen veranlaßt werden, in Priyathäusern und bei Vereinsfestlichkeiten für die Schmittoh- Idee zu werben, zu begeistern und zu sammeln. . - Diese Vorschläge sollen nicht nur für dieses sechste Jahr gelten, sondern alle sechs Jahre der Arbeit sollen .zum Sabbatjahr streben. Nicht als drückende; Last soll diese MizwohN von uns empfunden werden. Es ist die „g'ttliche Anfrage an: Sein Volk", (wie RabK Jos. Breuer sagt), ob es gewillt ist, G'ttes Land die .von G'tt, geforderten Sabbate zu gewähren. Jedem einzelnen. Juden, jeder Jüdin, wiefern sie auch vom heiligen Boden wohnen müssen, ist die Möglichkeit gewährt, dazu beizutragen, daß das Land den gütlichen Sabbat feiert. Willig .und/.mit:Vfroheni^ Herzen, sollen wir dieses, Opfer, bringen, beglückt in dem. Bewußtsein,, die alte Sünde 'der Väter am Boden wieder gutmachen und n"37!i auf die Beschleunigung ■ der Erlösung . hinarbeiten za dürfen. . " ' ' Wochehkälender. Vom 27. Februar bis 6. März 1937 / Vom 16.-23. Ädär 5697 Samstag/ Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag, Samstag V Febr. März 178 TOI? sp nmi» ' 73 na '? . Ö5 (" b ti? . *br iY: ib . . npVsn '»vn^s ms;'s mj?3;^nf>'v wirm"]»anaa Neumond; Freitag nach.nt 12 Uhr-9S/a Min. ' Wird ja weiterhin diesbezüglich berichtet: ■vbtt nma vn»i vis nsr pp mm nwa n« b&iw 'Ja boi pns «vi „Da sah Aharon und alle Söhne Jisraels Mosche, nud siehe, die Haut "seines Angesichtes strahlte; da fürchteten sie «ich, zu ihm hinzutreten, (Schemot 34, 30)v Dementsprechend heißt es, hier:, Dj>n nK*yi .«in «"in »3 Kap. 34. V,. 17 u.;18. , an m avvn «V nson -nV« *3 a"3Kn!mrt 7?iaV iridis ipr msa bo«r\ n'»\n?sw -iöiwi msan •cixan mv a*asn «nna .„Götter ans Guß sollst du dir nicht machen. Das Fest -der ungesäuerten Brote sollst du beobachten; sieben : Tage sollst* du ungesäuerte Brote essen, wie ich dir geboten habe zur Zeit des Halmmonats; denn im Halmmonat bist du aus Aegypten gezogen." Anläßlich "des von dir gegossenen Kalbes verkündetest du zu Ehren G'ttes ein iFest, indem du sprachst: -ina 'T\b an „Morgen ist G'tt ein Fest." (32, 5). Nicht dir liegt es ob, eigenmächtig F. este anzuordnen.*) Beobachte die dir von G'tt gebotenen Feste! an ritt liawn msan Aehnlich ist auch der Zusammenhang von Kap. 23, V. 13 u. 14 zu verstehen. „Den Namen anderer Götter sollt ihr nicht erwähnen, mW ">b ann D^an vbv .-ps rmv vd wsm «^ onns cpVs o»i Der Name anderer Götter soll durch deine Veran= .lassung nicht gehört werden. Drei'. Wanderfeste sollst du mir.'.im Jahre feiern.!', Erwähne nicht die Namen fremder Götter, indem du die Feste der Heiden feierst. Folgende drei Feste sollst du feiern. *) Siehe Melachim I 12, 32—33. Vgl. Ramhan zu Dewarim 4, 2. Kleines Feuilleton. Ausgrabungen bestätigen einen Bibelvers. ,;Der Altertumsforscher, Prof, Glück hat im Waad'i el;Araba, den• sich vom Toten Meer bis zum Golf von Akaba hinzieht,,; Ausgrabungen gemacht, die zur - Aufdeckung , von Kupfer- und Eisen b er g-w er k e n 'geführt ' haheh,. die .wahrscheinlich im Laufe des ,12. und, 11. Jahrhunderts vor der bürgerlichen Zeitrechnung, und-.^insbesondere während der Regierung von König S a 1 o m o n im 10. und 9. Jahrhundert, ausgebeutet worden sind. Prof, Glück hat. vor .drei Jahren eine .Expedition in den Waadi el Araba gemacht und diesen Bezirk auch vom Flugzeug aus. . durchforscht. Es wurden viele Ueberreste von Berghütten und Schmelzöfen gefunden. An Hand von Tonscherben, 'ö^e-, bei diesen Berghütten und Oefen gefunden, .wurden, gelang, . es, Rückschlüsse auf die Zeit zu machen, in der / die Hütte und Oefen im Betrieb, .gewesen .waren. Es ergab sich, daß dies im wesentlichen die Zeit König Salomons gewesen . sein muß. Prof. Glück, , glaubt, daß ein großer Teil des »Reichtums. von König ,,Salomon aus «der Ausfuhr von Kupfer und Eisen, stammt. Er erinnert in diesem Zusammenhang an den neunten Vars im 8. Kapitel des fünften Buch Moses, in dem gesagt wird, daß Palästina ein Land 'sei, „dessen Steine Eisen sind, und aus dessen Gebirgen man Kupfer' hauen feänn;"■' -tn;.;;■*(*,- - ,;: imf,v Abarbänel-Medäille der Berliner Geinemde. Zur 500. Wiederkehr 'des Geburtstages von Don Isaak A b a r b a n e 1. ist von der J ü d i s; c h e n G emeinde ,zu Berlin eine besondere Medaille hergestellt worden! Sie' trägt auf der Vdrderseite das> Bild* nis de!s jüd&chen Stäätsmannes und Lehrers mit hebräischer und deutscher Nanlensschrift<,-und den beiden Jahreszahlen 1437 und 1937. Auf der Rückseite befindet sich ein Wappen, über und unter dein sich die Inschrift „Dem Helfer seines Volkes> dem weisen, gläubigen ' Juden" neben den hebräischen Jahreszahlen 5197' und 5697 befinden; Das; ganze 5ät außer einer hebräischen Umschrift, von den Worten " „Aufbringungswerk Jüdische Gemeinde Berlin" umrahmt. Das erste Exemplar der Abarbahel-Medaille ist dem Vorsitzenden ^der Jüdischen Gemeinde Berlin, Direktor Heinrich Stahl, . übereignet worden. Hierzu Ihat '•der> Leiter des' Aüfbririguhgswerks;' Rabbiner i;Salombriskian Direktor Stahl' ein Schreiben, gerich-;; tet, ü demVes ,riäch einer üherschwättglichen Huldi- '} gung i;?Dr,<; Stahls , u, a, heißt: „In sehr schw,er©r (Zeit, stand,. Abarbanel an der Spitze; seiner; Gemeinschaft, wei| er der Würdigste, war. Mutig und' aufopfernd/ 'als Mann der -Tat und' mit dem Einsätz seines Könnens . hat .er; .die. Juden nicht , nur ver-; treten; spnjdern ,auch, als sie schließlich aus' Spanien und Portugal weichen mußten, "ihre 'Wanderung '.In neue Löbensbezirke, glücklich Tdurchgetührt. Eine ähnliche Aufgabe ist, 'wüen. ^besc!bie4e^.''-^---' (Auf däs Unpassende dieses .^Vergleiches..haben. wir bereits hingewiesen, D. . Red.) » . 't .,,- •;

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