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Der Israelit · 1937-02-04 · Heft 5 (4.2.1937) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 5 (4.2.1937)
Date
1937-02-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
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^^^^^^^^^^^p^^^p^^^^^^^i^^P^^^^^^^^^^^^^^^i 4, Februar 1937 D e 1 a e I i t .Nr..5.Seite 7 nat Oktober 1936 einen Eingang von 908 Spen'- den, inii November von 999'. Ausgegeben >wurden im Nocvember 8048 neue^ und 1143 gebrauöhte | Kleidungsstücke;- ..'■■> j :; m ' ' . «-^.'j.jw •. Die;.'S e el i s-c h e Winterhilfe erfaßt1^nahezu sämtliche 30.000 Hilfsbedürftige. Jeder von••■ ihnen; kann :im Laufe des Winterseine Veranstaltung7 besuchen. Es werden etwa 36 Veranstaltungen' stattfinden^ und zwar vier Synagogenkonzerte, =16 Kindernachmittage und^ 16 jiBurite Abende. Außerdem werden Kranken und ans Haus gefesselten Personen Radioapparate und Bücher zur Verfügung gestellt. (Und wie steht es mit der seelischen Hilfe im -Sinne, der religiösen Betreu-- ung? Red.) ■ 's ' - : ■ Den Pressevertretern wurde Gelegenheit ge- geben, Ausgabestellen' im Westen und Norden | der Stadt zu besuchen und die Pfundspenden- Einrichtungen zu-Besichtigen. Im einzelnen ver | teilen sich^ die Hilfsbedürftigen auf den Bezirk \ Mitte un& Norden"'mit je : etwa 6000 Personen, 1 aufden Bezirk Südwest (Schöneberg und Willmersdorf), Charlottenburg und Osten mit je etwa 4000; Personen, den Bezirk Süden mit fast 3000 Personen und den Westen mit nahezu 2000 Per sörien. Der Bezirk ' Nörden, der jetzt 6000 Men sehen betreut, hatte im vergangenen Jahre 3200 Hilfsbedürftige; bis Ende des Jahres' wurden ,2979 Anträge mit 5973 Personen bewilligt. Korrespondenzen; Deutsches Reich. Kinderheim „Ahawah". Berlin, 29. Jan. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugend- Alija teilt mit: Das Kinderheim „Ahawah" in Kirjat Biälik bei Haifa ist soeben von der Regierung als selbständiger Zertifikatsempfänger anerkannt worden und hat für 25 Jugendliche Zertifikate, erhalten., Die Gruppe wird in Kürze in dem Berliner Ahawah=Heim das vierwöchentliche Vorbereitungslager beginnen und danach zur Alija kommen. Die aus 60, Jungen bestehende Jugendalijagruppe, die in die Ludwig Tietz-Lehrwerkstätte in Jagur kommt, wird am 3. Februar von, Triest. die Ausreise nach Erez Israel antreten. . Gemeinsam mit dieser Gruppe fahren 5 Jungen und Rädchen,. die (in, das Kinder- und Jugenddorf Ben , Schemen kommen. •fü ■■»( r Oesterreich. - j ' : .fbint-KonierenK iii Wien. 1 , "'.; {j ■ "dt '>>..:■.■-,:■ v. :■: '" . <] (wo : - :-.*-,:;•>*; ,Vv ,v ^r^.lTthf11' &- Unter „dem Vorsitz des europäischen . Direktors . Jr'.iJ.'-W' '^Li? •> des American Joint Distribution, jCqmmittee>; Dr.. /Bernhard K ah«, fand in Wien eine Konferenz statt,-an ■ Jh v:j ' n.aiyj' :P.i'.:y\$y.i> .cj' >?A::.j* der nach vorheriger Fühlungnahmejait dem Cour-, .-.".p^ i-•:<.!£ üi-j,-". aöm'ü'lST <"< **•':;.: :: ' c i 1 . | o,rjc'^-^;r ma ti .^J e?w r y .-auch Vertreter der H i a /S - I c aipjn ^J^gg i' oji; Ajs spt c i a. t% o ,n ,_un4. d^~^£f<ÄÄ^^ men haben. Die Besprechungen galten der Lage der Ausgewanderten, d&^j^ltällft ^jp-jS?? Nachbarländern Oesterreichs^ in der .Tsjchechoslovakei, in Jugoslavien, Ppleni„und' itajienj,%^^Äe^ 'vi^^^^' Mö^ichkejten einer umfassenden^ilfejeistungs gen: haben meinen--'befri^i£ende5i: V^äavfgelnoinmön. Die ' Bfechiülsse•' SeY KÖnfereh^sölletfejäe7i,^r^eisserung der Auswanderejür^qr^ Gleichzeitig fand auch eine Beratung der Amer i c ä*^ tf-M*^^ tion statt. Es wurde .eine Vertiefung jder Kooperativarbeit -iind1^|>.E^fe^f^3^Ö^^ögUchkeVH ten durch Parlehensge,währung er.ör^erj;.^. < . , : . , taryu . Ungarischer'Brief. ';,'"T' Budget der 'Budapester orthodoxen Gemeinde.,.-- Jude^ ist kein Schimpfwort; —; Xeu^erung des " MinUterprä^den'tcn.:'1 ",l ' '.Bindap^Ät, 29. :iSätii^i? LTitter den! - Vorsitz7 d$s j Gemeindepraäideht^tt^ O^^rregierungi^rates ^bräham jv. F r e uj.d i g e r, hielt'' Repräsentanz der •orthodoxen :'Kultusgeme'inde' ihre Budgetsitzung ab. Der 'Präsident gedachte des . :■•<«-■„?. »OiV-'.- Ablebens des Oberliaüsmi.tgH'edes^" Adolf FrankF "und hob .'tiie BedeWiuh^der'^JiscKuw-Kez-Isräel-Örganisa= " tio # XiLi "rt'. Tm m ^;.'X}*i-''" muhervor,, die,voriges Jahr begründet wurde, um if: ' y'iliriNv-: "V *i^flM&W'^'j»"'?^ 1 " "■ v' *'-' dein Weltprptest der Judenheit. gegen das Verbot der . rituellen Schächtung in Polen an.' Das Gemeindespital wurde mit einem Kostenaufwand von 30.000 Pengö erweitert^ ,u. a. wurden, zwei moderne Operationssäle geschaffen. Die ZahL der Krankenzimmer wurde um sieben vermehrt. Im Laufe des Sommers soll auch das Ambulatorium vergrößert werden. Ferner wurde ein _M.ädchen-Fortbildungsinstitut geschaffen und die Zahl der Lehrer in der Talmud Thora=Schule •erhöht.; Der- Tiferes Bachurim-Verein befaßt sich dank der Unterstützung der Gemeinde wirkungsvoll mit der Schomre Schabbos=Stellencermittlung. Die Zahl der orthodoxen Fleischerläden wurde um zwei :erhöht. Zuletzt richtete der Präsident die Aufforderung an'die Gemeindemitglieder, für genaue Eintragung ins-Matrikelamt Sorge zu tragen, da die. Dinge ■bereits - so weit gediehen^ seien; daß die jeglichen Zweifel ausschließende reinjüdische Abstammung nur >nqch nach den Matrikelbüchern der Gemeinde festgestellt werden könne. Sodann skizzierte Vorsteher Adolf Schlesinger die finanzielle Lage der Gemeinde. Im Laufe der Debatte würde die Einberufung e^ner Sondersitzung zwecks Besetzung des 'Oberrabbinerpostens verlangt, wozu 11 Gemeihderepräsentanten- Unterschrifteh erforderlich sind. Nach Annahme des Budgetvoranschlages wurde die Satzung geschlossen, j _ Der Advokat Dr. Karl Kiß in,Bekasmegyerrhatte gegen den pensionierten Finanznunisteriums-I^esh^, nunjgskqntrQlleur Georg Vidoyoc®,- die^. Vjerlejuymduii'gs-. klage angestrengt, .weil dieser be|weineruKAn|aß hec jhauptet, hatte, Kif^j sei ^jüdlscjtier Abstammung"., Dev; •Gerichtshof hatte sich schon ..früher mit dieser Angelegenheit befaßt. Der \yerte^^eri.,4es<.,!^g^la^en^ argumentierte - damit, daß e^^ga. ^Ungarn Ja kejnen ^Arierparagraphen ,'gebe, dah«rj .könne.res^.,wed,er ...als, Beleidigung -fiooh. .als Verleumdung ge||;en,Tpvenn. vpn jemand:,,behauptet.ä wird, , j?r. ^gei . Jüdischer^^ Abs^m^. niung... Das ..Gericht, sprach ^an^^auchy- Vido^p^s ,ypn der Anklage frei, mit der .Begrjindung>.-daß ,X^.LJ,n_T ^a;r.n . ,di.e.. j,ü.diÄc.Ji,p^.^^.gri^n^«e^ -k annte. Konfession* &M.r Dje-)Zweite>'Instanz ^bestätigte das Urteil mit'gleicher' "B^gründuög.- } In 'einer Konferenz der ^Regierungspartei hielt Miaisterpxäsident. P pesondere seine Stellungnahme zu der extremisti sehen Agi^j^n , A^fmerJ^s^än^eit.^nd^f.^ \^ ^Schweiz. t .... jlahresberiikf m M^dÄs^a^ife^^ir^ ' [ lästina wird der anß^ordesdYi^^^M^i^ dU^ \ n, i-! Masfdatskoinmi^sion vorgelegt,, ( * 'y fGe^f/ S?.!ilän.^ Der Völkerbundsrat jhat beschlossen, daß der. JaÜresberioht. der Mandatarmacht., #är/, Palästinain rdie-; seni Jahr der am 31. Mai beginnenden außerordentlich eil Tagung der Ständige^i Mandatskommission yorgelegt JUnclj..gleichzeitig mif5 Vb.rschi|igen^ die }fdie' KgL Kommission auf Grupd ihrer Ljntersuc%ngl^xibjer die' Ursächeii '■ der^-f'Palästinauoruhen. erstatten wird, erörtert werben soll. Der'^ Jähresbericht:* der JMandätarverwaltung wjrd Ei^zelheiteh ( über dife letzteti Unruhen «ntb,altei))t '. v.'. .;». ,-nv.<.:}!5„-!....; , Die mfeisten Mügliedensdes Völkerbundsrates-:hat=: ijen g^efordert,K daß^di« außerordentliche Tagung' der iHandatskommissio^ in der fersten Aprilwoche'1 statt-' _ finden sollt«., Pie?britiseheA Vertreter hatten jedoch Erklärt, das-aCTglische Kabinett wurde kaum, ja der iLage sein, den Bericht der Kgl. Kommission, bevor erder Mandatskommission vorgelegt wird, dürchzuberaten. TschechosloYakei. TschechosloYakei für internationale Regelung der Minderheitenfrage, Prag, 26. Jan. Ministerpräsident' Dr. Milan Hodza hielt im Rundfunk eine große politische (Rede, in der er den Ständpunkt der Tschechoslovakischen Regierung zur Minderheitenfrage folgenderweise erläuterte: Wir verlangen keine Tschechieierung und Slowakisierung der' Minderheiten und lehnen sie direkt ab, ebenso1 wieJ wir m unserem Staate Germänisierung. und Magyärisierung der Slawen verhindern werden. Den ausländischen Kritikern unserer Minderheitenpolitik antworten wir nicht mit Worten. ' Wir antworten ihnen mit der Anregung, die zuständigen internationalen Faktoren mögen die Frage studieren, ob es möglich wäre, gemeinsame und allgemeine Kriterien zu finden, auf Grund derer wir das Vorgehen der einzelnen Regierungen zu den Minderheiten parallel und gleichmäßig regeln würden. Ich erwarte daher, daß zu dieser Reziprozität diejenigen ihre Zu= Stimmung geben werden, welche auf ihrem Staatsgebiete nationale Minderheiten haben, und wo immer und wie immer Einwände gegen die tschechoslovakische Minderheitenpolitik vorbrachten." Warschauer Brief. Bernhard Kahn in Warschau. — Konferenzen. -— Ein junger Agudist in Lodz getötet. __ Neuer Pogromprozeß. _ Rückgang der jüdischen Gymnasialschüler. Warschau, 1, Febr. Der europäische Direktor des Joint, Dr. Bernhard Kahn, weilt zur Zeit in Polen, um über die Fortführung der wirtschaftlichen Aufbauarbeit durch den Joint zu' beraten. In mehreren Sitzungen referierte Dr. Kahn, über den Stand der Hilfsarbeit,' vor allem hofft er zuversichtlich auf eine intensive Mit* -'■.,( . . ,! I . Wirkung der polnischen Regierung. Er konnte die F.ühjrer des polnischen Judentums versichern, . daß" Amerika von der schweren Not der polnischen Jus denheit tief' erscnü'ttert und auf Mittel, zur Abhilfe unablässig bedaem sei". , Alle großen4 Hilfsorganisatioiieii arbeiten Hand'.in'Hand mit 'dem,Joinfj um. ,düreh ^wirtschaftliche Aufoaiiar^eit1 "'die'" ''Not 'in' Polen "zu " , .r'j 'i':'."" :. ••;>• :::>::h i'ruJ *:>.- a .-. :3 .1' ■ - ■mildern. ' .' . .';/. . :--.f! . •. - ■:.; Zur,:gleichen,, Zeit fand;die.( Landeskonferenz ... der jWarschauer. Abteilung / des Pariser.. -äFf.i as-lCA,- I . '^m.'ii»:••..•?.'?/• -.•.*;.• P-i' .»!? .• ' .!Ve.r Rai3lide« s|att| ZU d^ y^ertre.ter^r.aus allen grö-, ßeren Städten iPplene erschienen .waren.,, Dr. X a t - : T.ax.. . nau f -vt Rni-- "i.:-.r> -..v- :.»t:..-■•• 'ia.kow,er eprstajtfete.. .ein ,umfassendes . Referat ulper . ihepretische- und! nr^tische .r^ro^leme der Jü^is^phen feaigr^n; jE.s. JZ^W^Ci&i^^^ iNvanderungsmögUchkeij^n rejf^cho, erwogen,; r, jedoch;". jeder. Versuch, auf > dem Wege "einer Evakuation die" llüdenffä^e zd! lösen). einnrafrg'-ab^g e'i^eh'i^t. -ir-" ' -• : •' •: : ■;■:'■< -.yn .■'in. r-"jL;>«;:*■ f--T''. '" .Inzwischen geht auf der .Straße;^r, |^umm,er wei-f; ter.jiln L odz wurde der 22jährige Sohn des~Vo r* kitzfe'iideh dWr ^tgli'däs JiVfö'e^l - O r ts-; g r'u p p'e , ^Simpn e i'in'e r, auf jder .^traße er - " S t o c h-e^n , -währendrdrei ander.e; Personen- -seiner Begleifung>-!:*unteri: ihnen eine Frau^. schwer , iverletzt msr ^rankenhäTSs''- gebrächt wni^defi. "'Als''Mörderdes nanfen. Cheliner '/^t der 'Führer, ^e'r1 L'ddz^er nationaldemokratischen Gruppe, Jahn, A n c z a.k(,, verhaftet Wörden.'« J3ie InatidnaMemokratische Zentrale.) in, Lodz, . in deren Nähe der Mord verübt wurde, ist 'von der Polizei durchsucht und dann geschlossen worden. Die Lodzer jüdische Gemeinde, veranstaltete für das Opfer,. — es ist bereits das fünfte seit der neuen Unifuhewelle — ein E h r enb e gT ä.b:die. Die ' Teilnahme' mit der Tjetrö'ffeneh ' allver^h'rten^ 'Fain'ilie ist T„ : »•-•.'! ■ :i-rr * allgemein.. . iy , ,.; . ., In Warschau befindet'sich unter den ernstlich vei> 1 wundeteh jüdischen Studenten, u. .'a.. auch' der Sohn des^Abgeqrdneten Dr. ,G"o;^ t |ii,e b';,, der;; Hörer an der . philosophisöhen Fakultät ist.; : f i; Es Wirdbekanntgegeben, daß Führer der MNatiörialdemök'raten von Minsk- M a z 'ö; w i e' c k; die als die. intellektuelleii Urheber des dortigen ,i?ogroms im Konzentrationslager inhaftiert waren, wieder freigelassen wurden.-; 1 : l: B wamm

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