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Der Israelit · 1937-01-28 · Heft 4 (28.1.1937) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 4 (28.1.1937)
Date
1937-01-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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mmmm^sm. ^f*^«5$?HS^>^ Seite 12 -Nr. 4 De r 1 1 Ii 28. Januar 1937 v ffir- H't i^-^'ß^ ::K2 Kennt die Gola das Weck unserer Ärbeifer© Noch hat sie freilich keine wirtschaftlichen Schöpfungen herausstellen können, und an dem gemessen, was ihr obliegt, ist ihre bisherige Leistung nicht befriedigend. Aber die berechtigte Kritik darf die Äugen nicht blind machen gegenüber all dem, was immerhin bereits geschah. Die Arbeitsvermittler der Ortsgruppen sind unablässig tätig, und ihre unsägliche Mühsal entbehrt keineswegs des Erfolges. Immer wieder bringen sie unsere Arbeiter unter und haben zeitweise an manchen Orten die Arbeitslosigkeit gänzlich verscheucht. Die Unruhen haben die Entwicklung der Organisation schwer gehemmt, noch aber steht der organisatorische Rahmen unversehrt, und harren die Arbeitsvermittler aus, wiewohl auch sie durch Gehaltsrückstände überschuldet sind und sich dem Hunger preisgegeben sehen. Wie unsere Arbeiter nich£ ohne Schulen sich halten können, so sind unsere Schulen sinnlos, wenn nicht eine starke Arbeiterorganisation die 'schulentlassene Jugend ergreift, ins Leben geleitet und im Leben stützt. Zürn erstenmal ist es unserer Arbeiterorganisation gelungen, einen Regierungsauftrag zu erhalten. Wer von Tel Awiw nach Bne Brak fährt, trifft unterwegs unsere Arbeiter am Chausseebau. Im Vertrauen auf die Gola haben unsere Afbeiter den ^schweren Versuchungen widerstanden, sich einer mächtigen,1 aber thora-; fremden Arbeiterorganisation anzuschließen. Darf dieses Vertrauen enttäuscht werden? Darum helft und rettet, solange es ,noch Zeit ist! Will etwa die Gola unsere Kibbuzim.im Stich lassen? Die Augen des Landes sind auf sie ge- Poalim in Kfar Ata;; •'. richtet, die als Wahrzeichen dafür gelten/.daß die Zeit konstruktiver , und praktischer Arbeit auch für die religiöse Judenheit aus eigener Kraft endlich gekommen sei, ]Vlit einem Heldenmut <alfhegl^ijch,ent haben; >=■ äie^^bhuzitn - ihren j Standort all -$ie vergangenen Monate £egen die immer wiederholten "Nächtlichen >Angriff e"' verteidigt'. Mit unendlicher;Äusdatier haben-sie bis I jetzt den schwersteh; Wirtschaftlichen- Verhältnissen Trotz geboten.;Die>tyon ihnen erdichteten I Gemeinschaften sind echte Gemeinschaften der. Thora, erfüllt. vom . Geist desk Lernens und dem tiefen Gefühl für die Heiligkeit des ] Landes. Die Mühen des Alltags in Außenarbeit und Arbeit am Boden halten sie] nicht ab, Abend für Abend an die Quellen | jüdischen -Wissens und jüdischer,., Lebensanschauung zu treten, um aus ihnen, sowie I aus den Sabbaten, die wöchentlich aus der Armut des Kibbuz ein Paradies, gestalten, Mut und Kraft zu schöpfen. Mehr, und eindringlicher als sonst muß in diesem Jahre I der Mahnruf der Palästina-Zentrale , ans' Ohr all derer dringen,, denen die ^ükunft des Heiligen Landes nicht gleichgültig ist Noch sind die Wunden nicht geheilt, diel der Geist der Vernichtung und Zerstörung) . monatelang dem Land geschlagen hat. Unsere Schulen, unsere Arbeiter und unsere Kibbuzim sind aufs schwerste getroffen und ) kämpfen einen verzweifelten Kampf um ihren Fortbestand., Kommt keine .schnelle und nachhaltige Hilfe, ist der Zusammenbruch unvermeidlich. . ..... > . - K e n n t d i e Gola d e n Seg en p s e rer^,:S^^^4it? Weiß die Gola, daß wir mit unseren Schulen zum Teil in Kolonien gedrungen sind, in denen bisher für Kinder gar keine Möglichkeit bestand, das Wort der Thorä zu hören? Weiß die Gola; daß der Misraebi eine Bindung eingegangen ist, die ihn hindert, Schulen an Orten zu eröffnen, wo die Majorität der Eltern sich für einen irreligiösen Chinnuch ausgesprochen "hat, und daß daher die Jugend der religiösen Minorität dem fange zu zahlen.. -'Die Mieten sind rückständig, die Lehrer hungern und sind überschuldet. Dabei verbreitet sich die Erkenntnis der Notwendigkeit von Schulen unserer Art, Schulen kompro-* mißloser Thoratreue, immer . weiter im Lände, das die tauben Frübhte einer thoralosen «'oder prinzipienschwachen Erziehungsmethode mehr und mehr erfährt und selbst an solchen Orten bereit ist, uns Kinder zuzuführen, wo noch vor lange werden sie: noch durchhalten können? Riesengroß war ihr Vertrauen zu den Menschen ihrer früheren Heimat, daß sie alles daran setzen -werden; um ihre Lage zu heben ''und sie allmählich der Niederlassung zuzuführen. Darum helft^ünd rettet, * solange - es noch' Zeit ist! Eine umfassende Reorganisation des gesamten Keren Hajischuw steht bevor. Sie wird mit dem Beistand G'ttesr dessen Willen unser gan- Talmud Thora Rischon le Zion 'mit Schulgebäude i Kinder 'der. <BetHi Jacob=Schule; in Bne-Brak beim Spielen, im Walde' von Sichron Meir - sicheren Verderben preisgegeben ist, wenn die Aguda nicht helfend eingreift. Glaubt die Gola es verantworten zu können, daß Schulen geschlossen werden müssen, in denen Lehrer mit glühender Hingebung an ihrem heiligen ' Werk arbeiten und; Kinder, voll freudigem Eifer die Kenntnis der Thora empfangen und ungebrochene ' G'ttesfurcht, rückhaltloses Vertrauen -in; d$e Wahrheit unserer Ueberlieferuhg erwerben. Die Unruhen haben einen großen Teil der Eltern der Mittel beraubt, Schulgelder in>: bisherigem Ürrikurzem eine Schule der Thora nur Hohngelächter erregt hätte. In solcher Zeit unsere Schulen schließen, statt, ihre Zahl stetig zu vergrößern? Mit verhältnismäßig wenigen Pfunden pro Schule läßt ''Sich unsäglicher ^egeh stiften/ "'Denkt die;Gola nicht, an all die" Menschen, die sie in den letzten Jähren ins, Land geschickt, hat? Was soll rnit' den Kindern ' geschehen, •*' wenn' ün$eV' ScKulwerk zusammenbricht'.' 'Helfet!' darum üld'rettet, solange es noch Zeit ist! ,ulil / f:} HoMnung, für die' Zuküni^. zu s.chöpfen. Wie ■ f "Ii zes Streben gilt, den endgültigen Weg zum Aufstieg bahnen. Aber bis sie sich auswirkt; ist' doppelte Anstrengung,' doppelte Leistung erfor-, "derHfeh;' ''- "'" -:-'• ~'i-_ -f ■'■ _ Der Mahnruf der Palästma-Zenträle ist der Mahnruf der' Thora unV. Rettung :des Heiligen Lahdes für Lehre und Leben der Thora. i Wem es ernst, ist üm.: däs.: Volle „der. Thora und.<das Land der,> Thor-a^wird solchern Ruf freudig .Folge leisten. ........ .r;,. ,;i, •. / Dr. Isaac. BtE e; tu.e r.Jerusalem. ■HliBjl^ljlMM^B^

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