Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 2 (14.1.1937)
- Date
- 1937-01-14
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 18 in Mut und Entschlossenheit gegenüber allen Widerwärtigkeiten und/Hillen Unannehmlichkeiten auswirkt., „Und dräut -der Winter noch so sehr, es muß doch Frühling werden." N?teh diesem Vorsignal des Frühlings . begrüßen wir in D^ptf ■jW.ib'den -ersten rechten Frühlingsboten des judischen Jahrjes- Solange das jüdische Heiligtum , bestand, erging mit dem Ersten des Monats Adar der Ruf an alle Glieder der jüdischen Nation, .den halben' Schekel zum G'ttesheiligtura zu spenden» Parschas Schekalim fällt entweder auf Rausch-Chaudesch Adar (im Schaltjahr zum zweiten Adar) oder geht dem Neumondstage voran, wie es in diesem Jahre der Fall ist; Zwei Seforim werden ausgehoben, aus der zweiten Torarolle liest man den Schekelabschnitt (IL 30, 11—16). Die. Haitara spricht von der Wiederherstellung des Tempels zur Zeit des Königs Joasch. In Sehacharis und Mussaf werden Pijütim eingeschaltet, die alle auf die Sehekellehre bezüglichen Deutungen verwerten, wie z. B., daß/in Israel alle seine Glieder ohne Unterschied von arm und reich, von hoch und niedrig, zu einem Ganzen verbunden sein sollen, daß einer für den andern verantwortlich ist, daß jeder im ^Dienste G'ttes seine ganze Kraft einsetze, ohne ZU vergessen, daß jede Leistung ein Bruchstück bleibt und erst durch die Bruderleistung zu einem Gesamtwerk sich vollendet. O. Die sieben Himmel und die sieben noachidischen Gebote, ^'.*r.. " : (Fortsetzung.) , .:, in. 1, Nun aber kam Abraham, der fromm und g'ttesfürehtig war, so lange er lebte. Er zertrüi^ttierte die Götzen, die sein. Vater hergestellt und^verkairferi wollte. Der König Nimrod ließ ihn ilt denufcrennenden Kalkofen werfen, weil er nicht-zu den Göttern beten wollte. G'tt aber schützte ihn, und das Feuer kam nicht an ihn heran. Er verließ die Heimat, weil G'tt es gewollt. Nach allen vier Seiten standen die Türen seines Hauses weit offen, und jeder war ihm willkommen, der sein Haus betrat. Dem müden Wanderer gab er Speise und Trank, und für die. sündhaften Sedomiter betete er zu G'tt. Er baute überall Altäre und brachte die Menschen ZU G'tt zurück, Das gefiel G'tt, und er ging in den sechsten Himmel. 2. In glühender Sonnenhitze wandern zwei Männer dem Berge Moria zu, Abraham und Isak. Schweigend gehen sie ihren Weg/^Nicht mehr weit sind sie vom Berge entferntpTda'bricht Isak das Schweigen: „Vater, hier ist da«; Hok, das Feuer und das Schlachtmesser, wo aber ist das Lamm, das du opfern willst?" „G'ti^wird sich das Lamm ausersehn/' ist die Antwort, Da Wußte Isak, daß er das Opfer sei.. Aber weiter folgt er: dem Vaterj läßt sich; binden und auf den Ältar legen. Isak ist einem Toten gleich. Und da das Leben wieder in den . Korper zurückkehrt, singen die Engel im Himmel: Gelobt sei G'tt, D'rian "na» der die Toten belebt G'tt aber geht in den fünften Himmel,; 3. Auch Jakob mußte die Heimat verlassen, sein Bruder Esäu wollte ihn töten, wenn der Vater gestorben sei. Und Jakob ging zu seinem Onkel Laban und blieb bei ihm 20 Jahre lang. Er war bei den Schafen bei Tag und bei Nacht. Am Tag verzehrte ihn die Hitze, des Nachts die Kälte. Und Laban wollte ihn zwingen, daß er, seine Frauen und seine Kinder, die Götter; (B'S^n). anbeten. Aber Jakob befolgte alles, was ihn Vater und Mütter gelehrt, und was er in der Schule von Schern- und Eber gelernt. Auch seine Frauen und seine Kinder befolgten die Gebote G'ttes. „Bei Laban habe ich mich aufgehalten," — wißt ihr, was das heißt, —! i-natP' niSö y",kin„G'tt habe ich gedient und keines seiner Gebote* übertreten," sagte ereinmal, Jakob starb in Aegypten. Als er fühlte, daß er bald sterben werde, rief er seine Söhne an das Sterbelager. Er wollte ihnen sagen, Was sich dn später Zukunft alles ereignen werde. Da geschah es aber plötzlich, daß er nicht mehr in. die Zukunft schauen konnte. Der Mensch darf und soll nicht wissen, was morgen sein wird. Jakob erschrak, er glaubte, unter seinen Söhnen sei einer, der von G'tt abgefallen sei. Aber die Söhne traten zum sterbenden Vater hin und sagten: ins 71 irp"?K 71 '-PKW* Vm „Höre, Israel, der einzige G'tt, dem du gedient, ist auch unser G'tt. Jakob war beruhigt. Erschloß seine Augen für immer. G'tt ging hinunter in den vierten Himmel. 4. Solange Joseph und seine Brüder lebten, wohnten die Nachkommen Jakobs und die Mizraiten friedlich neben einander. Als aber die 12 Brüder tot waren, und mehr noch, als ein neuer König auf den Thron kam, wollte man nicht mehr wissen, daß Joseph einmal der Retter des Landes gewesen sei, und es begann für die Kinder Israel eine lange und schwere Leidenszeit. Die Mizraiten machten sie zu Sklaven; die einen mußten vom Morgen bis zum Abend auf dem Felde ackern, pflügen und säen, die andern mußten Häuser bauen und Ziegeln brennen. Und wenn sie müde und matt zusammen brachen, wurden sie von den mizraitischeh Aufsehern geschlagen und mißhandelt. Das 'Liebste, was die Mutter hatte, nahm man ihr und warf j^., üc den Nil. Da meinten viele, G'tt habe sie verlassen, und sie verließen G'tt.-Aber Amram, Jochebet, Mirjam, Ahrori und viele andere aus dem Hause Levi gingen zu ihren Mitbrüdern und trösteten sie und richteten sie auf in ihrem Elend. Und wenn die Männer früh morgens hinaus an die Arbeit gingen, und wenn. sie spät abends müde und matt von der Arbeit kämen, dann weinten die Frauen bittere Tränen, aber/sie blieben fromm und tugendhaft. IJnd Moses ging oft zu seinem Mitbrüdern und stand ihnen bei in ihrer Not.'Und bei Pharao bemühte