Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 2 (14.1.1937)
- Date
- 1937-01-14
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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14. Januar 1937 Erscheint monatlich 2. Schebat 5697 Zum Cl\£imiScl%o Osor (15. Schewat). „Js^-äSs* J4 V Hart und öde starrt der Boden von dem Frost. Kahl und dürr die Äste zu dem Himmel ragen. Schneidend kalt braust rauh einher der Ost. Wird wohl der Baum je wieder Früchte tragen? Man kann's kaum glauben, daß doch in den Bäumen Das Leben pulst und schon die Säfte steigen, Daß in den Hüllen wohlverwahrt die Knospen träumen Von Blütenpracht und von des Lenzes Blumenreigen. Drum gräm' dich nicht und laß die Klage! Vertrau' auf G'tt, verliere nicht den Mut! Ist hart das Schicksal, sind auch trüb die Tage, Dem Winter folgt der Frühling, und es endet alles gut. O. •Mff Die erste auffällige Anmerkung im Luach finden wir bei nbwi IUP- Da ist noch msIP mtP hinzugefügt. In Sidra und Haftara beherrscht das Lied an diesem Sabbat ursse Cv Stimmung. In dem herrlichen Siegeslied der Sidra dankt das erlöste Israel für die unglaubliche Rettung aus dem Joche ägyptischer Sklaverei. Auch das Deborahlied mit seinem erhebenden Ausklang: ,,Die ihn (G'tt) lieben, gleichen der in ihrer Siegeskraft aufgehenden Sonne" ist ein Dankgebet an G'tt für den wunderbaren Sieg am Kischon über Jabin, den König von Chazor, und Sißra, seinen Feldherrn.. Der fünfzehnte Schewat ist ein Tag, der bei Euch Kindern in gutem Angedenken steht. Nach der Mischna ist er uns als das Neujahrsfest der Bäume bekannt. Er galt immer als ein Feiertag der Jugend. In Erez Jisrael wird er von den Kindern ganz besonders gefeiert, die in festlicher Stimmung ins Freie hinausziehen und Bäume pflanzen. Bei uns ist es ein Euch sehr lieber Brauch, wenn möglich, fünfzehn verschiedene Sorten von Baumfrüchten zu essen. Selbstver - ständlich ist es dabei, daß wir die Brochaus nicht vergessen. Ueber das Nichtsagen von Tachanun bestehen verschiedene Minhagim. Zu Schacharis fällt dieses Gebet überall aus. Der Chamischo- Osor mit seinem eindringlichen Hinweis auf die Natur, wo mitten im Winter das Wunderwerk der Neubelebung beginnt, ist so recht dazu angetan, uns Vertrauen auf G'tt zu lehren, das sich