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Der Israelit · 1936-12-10 · Heft 49 (10.12.1936) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 49 (10.12.1936)
Date
1936-12-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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-yVM* tVi-**tF**~ a<^Dezeorb©£[ 1936 <Di e r I s r a e fr i"t Nr. 49 Seite 13 -Frage des sozialen Status > ifArbeitserlauhnis umdi ähnliches) zur .Sprächer kommen; . ^nr Prag »scheine. -man «ich über •die Haltung indieser heiklen- Frage noch nicht: scMüssig zu sein.. Was die Frage der Erschließung: neuer-Länder rfür die •Auswanderer?und die Be= Schaffung von^Mitteln betreffe, so sei: er,,- der Oberkonufiissar; hierfürnicht zuständig. Das ser Sache der privaten » Organisationen. Im. großen und ganzen sehe er; der . Lösung des - Auswaaidererproblems mit Optimisinus entgegen. : >.■■■■ r , .;-n. ' •. ■ L AmiDphnerstag hat - sich h Sir Neill im Flugzeug nach B el g r.ad begeben. Jür wird auch 'Wien-, und Budapest besuchen^ sum - 'dort:; die- Auswandererfrage zu studieren und begibt sich dann zurück nach London. . . Abnahme der jüdischen Bevölkerung Böhmens um 20 Prozent. Prag, 4. Dez. Im Jahre : 1890 lebten in Böhmen 94.479 Juden, dr i. 1,62 Pr6^. det* gfeÄamlöa' LandeAb^völkesruttg. Das Verhältnis änderte sich im Jahre 1900 auf 1,27, 1921 auf -.1,19 und 1930 auf- 1,07 Proz, Im Jahre 1890 lebten in Prag 23,473 und 1930 35.463 Juden, d. i. 46,45 Proz. aller Juden Böhmens. Da aber auch die Gesamtbevölkerung Prag* zugenommen hat, sank der Anteil dar jüdischen Bewohner .Prags von :5,91 Proz. im Jahre 1890 auf 5,31 Proz. im Jahre ,1910, sowie auf 4,18 Proz; im Jahre 1930. Die Zahl der Juden Böhmens sank somit in 40 Jahren um etwa 20 Proz. England. Im Unterhaus wird weiter gefragt. L o n d o n, 3. Dez. In der Verhandlung vom 1. Dezember -wurde der Minister für die Kolonien vom Abgeordneten Man* d e r, gefragt/ ob die englische Regierung in der Lage Tsedn wird, der für den kommenden Frühling e,inberufenen Tagung der Ma n d a t s'k ommission endlich einen vollkommenen Bericht über die Palästinaunruhen zu erstatten. In schriftlicher Antwort wurde der Abgeordnete vom Minister verständigt, daß der Zeitpunkt der Berichterstattung von den Arbeiten der Untersuchündskommission in Palästina abhänge. Es sei dies bereits dem Völkerbundsrat mitgeteilt worden.' . Wie es. mit dem S chadenersatz an die jüdischen Opfer in Palästina stehe, fragte dann Wedgewood. Er erwarte den Bericht des High Commissioners über, diese Frage, antwortete der Minister. Weitere Mitteilungen könne er darüber nicht machen. Auf das Verhältnis Iraks zu Palästina weigerte sich der Minister einzugehen. Captain-: P, 1 ,u g g e regte an, mit Rücksicht auf den Mangel an spanischen Orangenim kommenden Winter die f r e i e Ei n fu h r. der P a 1 äs t i n a -,0,r.a ng en im britischen" Territorium zu gestatten. Von , der Regierungsbank - wurde, darauf geantwortet, daß Beratungen über. .Zollaufhebungen Sache des Beirats f ü r I m p o r t z ö 11 e sei. » Auf weitere Bemerkungen der Abgeordneten "W i ljia m s^und Captadn Plug g e, die auf 'die volkswirtschaftliche Bedeutung der verbilligten Orangen für England hinwiesen, blieb der Minister dfe Antwort schuldig., .. In der Unterhaus-Sitzung -/.vom . 30. November wurde von dem Abgeordneten Wedgewood in einer Anfrage di© Haltung das Irak zu dem Pas lästina=Problem zur Sprache gebracht. Ohne den RebeHenführer F'auzi e 1 K h a u k a d y i ausdrücklich zu nennen, wies der Abgeordnete auf die befremdliche Art hin, in der dieser Aufrührer im Irak offiziell gefeiert, worden ist. Wedgewood fragte den Außenminister Eden, ob er mit Rücksicht darauf, daß England l3ÖfÜ)00 Pfund;ijahrHcn für Streitkräfte ausgegeben hat, um zu verllindern, daß der Irak an die Türkei 'zurückfalle, .während dort eine engländfeindliche- Einstellung 'herrsche, wie sich «dies in der Einmischung des Irak in Palästina ' und dem " offiziellen Empfang für jderi Orgariasatqr der Mordtaten in Pä1 lästina zeige, der Regierung des Irak mitteilen' Wolle, daß die englischen Luftstreitkräfte: 'aus feneih Lande in .naher.^u^unf^'^zurfic^ge^agein wefden v/ürdeh.,J .'Bevor', die . Anfrage' formell j£es£etit' würde,' meldete*. sich "Captaim $"a 1 f o u r';i?üm"^Wort, um die "Ztdäl- V~i SißHti .'iX-i. "f. iX\'.; /\ Ir^iv.L'i itf as. .(V:!-i*ic « «agkeit der Anfrage anzuzweifeln. Er erklärte, daa die Anfrage ein'evdirekte Beschuldigung enthalte und Urteil enthalte,- obwohl noch kein Gericht geurteilt habe./ '; . . ... . .... .Der Speaker erklärt©, die; Anfrage scheine ihm ni c h t; .unzulässig zu sein. .Der Abgeordnete, der' sie gestellt habe, müsse die Verantwortung für sie über nehmen. ' '■'; . o :: In Beantwortung der Hauptfrage erklärte Außenminister-Eden unter, Beifall, er könne nicht die Voraussetzungen, akzeptieren, auf» denen diese Frage beruhe, und fügte hinzu: „Ich' beabsichtige nieht, ir gend welche Mitteilungen der erwähnten Art an die Irak-Regierung zu richten." ..f .?o Palästina. Die Untersuchungskommission bei der Arbeit. Jerusalem, 4. Dez. Am Mittwoch nachmittag setzten in öffentlicher Sitzung Mosche S h e r t o k und Dr. Werner Senator ihre Aussagen fort. Die Kommission befaßte sich noch weiter mit dem Modus für die Verteilung der Zertifikate. Senator teilte mit, daß in den letzten drei Jahren die Zahl der eingewanderten Kapitalisten auf 14.500, die der Angehörigen auf 29.000 sich belief. Eine vermehrte Zahl von Zertifikaten für die Jugendalijah aus Deutsch Land müsse für die nächste Zeit gewünscht werden. Das Recht der Anforderung von Verwandten müsse sich auch auf Geschwister unter 18 Jahren und auf Eltern unter 55 Jahren erstrecken, um es zu vermeiden, daß erhebliche Summen zum Unterhalt dieser Angehörigen ins Ausland gehen. Von der Arbeiterschedule müssen auch Arbeiter über 35 Jahre erfaßt werden. Elijahu Epstein, Beamter des politischen Departements der Jewish Agency, läßt sich über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse im H a ur a n aus. Auf die Frage des Vorsitzenden, was dies mit Palästina zu tun habe, wies Epstein darauf hin, daß aus dem . Hauran 20—25 000 illegale arabische Einwanderer und außerdem aus Transjordanien eine große Anzahl illegaler Einwanderer ins Land gekommen seien. Es müsse die Grenze vor der illegalen arabischen Einwanderung gesperrt werden. Aus den offiziellen Communiques geht hervor, daß Shertok u. a. erklärte, daß die Jewish Agency nach Möglichkeit die Einwanderung von Kommunisten nach Pal ä.s tana zu verhindern suche. Am Dienstag, den;8. Dezember,.,wurden, wiederum in öffentlicher Sitzung, der Leiter des Institutes für Wirtschaftsforschung und Wirtschaftsplanung bei der Jewish Agency, Dr. Artur R u p p i n und der Vertreter der Nichtzionisten in der Exekutive der J. A. B. Hexter vernommen. Die Darlegungen der beiden anerkannten Fachleute bezogen sich auf eine Reihe wirtschaftlicher und wichtiger kolonisatorischer Fragen. Vorher sagte in 'nichtöffentlicher Sitzung der Leiter des Finarizdepartements der Palästinaverwaltung Mr. J o h n s o n aus. Bei einem Besuche in der Kolonie Recho woth und im dortigen 'Agrochemischen Institut waren die Mitglieder der Königlichen Kommission von dem dort sich aufhaltenden Präsidenten der zionistischen Organisation, Dr. Chajim W e i z m a n n , irum Tee geladen;"'' / ,: Nach einem Berichte der ITA. hat die Weltexe? kutive der Jud en s'ta a t'sp a r t ei beschlossen, ihre bisherige negative Stellung zur Königl. Kommission aufzugeben und sofort Schritte zu unternehmen, um vor der Königl. Kommission erscheinen und aussagen zu dürfen. Petach Friedliches aus Palästina, Neue Chaussee. — Denkmal für Allenby. tikwah Stadtgemeimte. Die neue Chaussee Chederah—Tel Awiw nähert sich ihrer, Vollendung. Durch sie werden die meisten Siedlungen' Im EniekL mit Ghedera ändidem' Süden verbunden; Der B&ü : von Zweigstraßeh ist in Aussicht ^genpmmeto.'/ -! :'- *;:f •' .• ts^!: 'Der' Vorsitzende der KSnigL Kcmimissioii rLörd Peel' hat vinko^gnitö einige jüdische -Siedlurigen^.u. a. Ben S chemen besucht und dort die Einrichtungen des Kinderdorfes eingehend besichtigt. Die Kolonie erfuhr erst später, daß der interessierte Gast der Vorsitzende der Komnussion> Lord Peel, war. In Tel Awiw wurde ein S i e c h e n h a u's für Tel Awiw—Jaffa eröffnet, in dem bereits eine Reihe von Männern und Frauen untergebracht sind. Das Haus dankt seine Erstehung der Abteilung für soziale Hilfe im Vorstand der Jüdischen Gemeinde von Tel Awiw. Tageszeitungen melden, daß auf dem Platze vor dem Z&nlralpostami in Jerusalem ein Denkmal für den Eroberer Palästinas, Generalfeldmarschall Al^ 1 e n b y, errichtet werden soll, für das die Vorbe« reitungen bereits in Angriff genommen sind. Von großer Bedeutung ist die Maßnahme, daß die jüdische Siedlung Petach Tikwah, eine; der ersten und ältesten jüdischen Kolonien, die zur Zeit 18 000 Seelen zählt, nunmehr zur S t a d t g e> mein de erhoben.wurde. Die Wahl der Stadt« Vertretung wird erst in einem Jahre stattfinden können. Ein Zeichen absoluten Friedens ist es, daß das früher schon geplante Konzert des neuen Hubermann'schen Symphonieorchesters am 30. Dezember nnter Leitung von Toscanini stattfinden wird. Das Konzert wird aus dem Edison-Theater durch den palästinensischen Rundfunk Übertrages werden. - Aeußere und innere. Zusammenstöße. Jerusalem, 9. Dez. Bei Nablus ist es wieder zu einem Zusammenstoß zwischen Terrorbanden, und Militär gekommen. Der Kampf hat drei Stunden gedauert und Opfer an Toten und Verletzten gekostet, deren Zahl noch nicht feststeht. Die Verfolgung der organisierten Terroristenbanden dauert noch fort. Beim Bau der Universitätsklinik auf dem Skopusberg kam es zu einem ernsten Zusammenstoß zwischen Revisionisten und ~Hist adrut ha r b e i t e r n , da erstere behaupteten, die Arbeit sei unter den verschiedenen Arbeiterorganisationen nicht gerecht verteilt worden. Dabei wurden drei Revisionisten verwundet, einer schwer. Die revisionistischen Arbeiter zogen darauf zum Hauptbüro der Histadruth, wo sie die Fensterscheiben einschlugen. Die Polizei mußte einschreiten. Mehrere 'arabische Zeitungen, so auch das' bekannte Blatt »El Liwaa";' wurden wegen aufreizender Artikel für vier- Tage ve r b o t e n.'' Am Freitag wurden- Schüsse' auf einen Wächter des Kinderdorfes Ben Schemen abgegeben. Ein« Kugel verirrte sich in einen. Schlafsaal der 'Kinders- Siedlung, traf aber glücklicherweise niemand. Beim' -H 'er z\ W äi d sind .v mehrere Bäume au s - gerodet worden^'' ' - Zum Protest gegen die Haltung des Jerusalemer Bürgermeisters Dr., Rh a ld i gegenüber dem . jüdischen Vizebürgermeister-Daniel A u s t e r sind -;säm,tliche jüdischen Stadtverordneten der Sitzung--des Stadtrates f e r n g e b 1 i e b e n. Der High , Commissioner prüft die geschaffene Lage., ._.- Vom g€setzestreucn /Ghinuch. Tel Awiw,'6; Dez. Am 24. Cheschwan hielt in Tel Awiw das M e rkas f üt t ho r a t r.eue Erziehung in Erez Israel seine Sitzung ab,.Das Ziel der Zentrale ist, Schulen in Städten und Kolonien zu gründen, die eine umfassende Erziehungsarbeit im Geiste des Thora* Judentums entfalten. An der Sitzung nahmen die besten Männer des gesetzestreuen Erez Israel teil, so u. a. Rabb. Josef Peter, Dr. Isaac Breuer, R. Jerachainiel Wechsler, Jacob Halpern, R. Tikoschinski u a. m. Die offüzellen Rabbiner von Tel Awiw, die durch eine gleichzeitige Beratung im Zusammenhang mit der Untersuchungskommission am Erscheinen ver* hindert waren, begrüßten die Versammlung brieflich! Vorsitzender des Merkas ist Rabbi Reuben Katz, de.r Oberrabbiner von Petach Tikwah. Nach Begrüßungen durch den .Vorsitzenden' erstattete; der Sekretär, R. D. S i 1 b e r s t e i n, einen genauen Rechenschaftsbericht über die Arbeiten des Merkas.. Man erfährt daraus, daß unter Führung' der Zentrale beerits zwölf ErzieKungsiristifute für Knaben

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