Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 47 (26.11.1936)
- Date
- 1936-11-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Nr. 47 D e r 1 s r. „a e I i t 26. November 1936 glänzende Bestätigung der Tradition sind. Von einer Entlehnung aus dem Hammurabi Gesetz kann mithin keine Rede sein. Andererseits zeigt aber der Aufbau des Hammurabi Gesetzes, in welcher Weise das Gesetzgebungswerk der sieben noachidischen Gesetze, welches das Gesetz der Patriarchen war, die damalige Menschheit beherrschte. (Eine ins Einzelne gehende Darstellung dieser Beziehungen erfolgt in einer zur Zeit im Nachlath Zwi-erscheinenden, Arbeit über ,JDas. noachidische Urrecht".)*) (Fortsetzung folgt.) Einwanderungsländer,. Die Ueberseeabteilung von. N. Israel , Berlin C. 2, Spandauer- Königstr. stellt uns folgende Mitteilungen zur Verfügung: 1. . . : - - A r g e nt i n i e n. - Die argentinische Republik nimmt den südöstlichen Teil von Südamerika ein/ Ihr Klima ist sehr verschieden^ im Norden subtropisch heiß, im mittleren Teil warm wie in Südeuropa:, im Süden kühl und rau. In Buenos Aires schwang [ ken die Temperaturen zwischen plus 35,4° Maximal- 'titid minus 4° M^imaltemperaturV entsprechen also denen von'Neapel. Das Klima ist bei mäßiger Lebensweise gesund. Ausgesprochene Tropenkleidung empfiehlt sich nicht. Die Spanier legen ganz besonderen Wert auf große Eleganz; doch wird die Mode nicht so sehr von Paris, als von New York bestimmt, d. h. 'daß in Argentinien in erster Linie Wert auf Eleganz und häufigen Wechsel,, aber nicht in dem in Deutschland gewohnten Maße auf Haltbarkeit gelegt wird. Als Material für Kleider wählt die Dame im Sommer reine Seide oder Leinen, im Winter Wolle. Waschkleider und Unterwäsche Werden im allgemeinen kalt gewaschen mit Lux oder dergl., d. h. nicht gekocht. Die Trocknung besorgt die Sonne. ': Ueberschuhe werden in der Regenzeit (die dem Sommerhalbjahr der nördlichen Erdhälfte entspricht) benötigt, jedoch ungefüttert. Für Herrenanzüge werden Fresko oder andere poröse Wollstoffe getragen; dünklere Färben gelten als bevorzugt. Im Sommer trägt der Herr auch-Leinenanzüge. Im Sommer werdeil Sporthemden mit angeschnittenem Kragen, im Winter; solche mit /abnehmbarem Kragen getragen ... . .:. , 1 ..' : , Die Herrenunterwäsche, soll im Sommer aus Makko oder porösen Trikötstöffeh bestehen. An besonders heißen Tagen trage .man , die kurze, schräggeschnittene Unterhose' ,,Slip". Wer Netzunterhemden zu tragen gewohnt war, / benutzt diese zweckmäßigerweise weiter. Für den feucht;- kalten Winter. ist wollene Unterwäsche, unbedingt . erforderlich. Zu jeder Aussteuer gehört — insbesondere für die erste , Zeit der Uebergewöhnung — als wesentlicher Bestandteil eine Leibbinde aus feiner Wolle, die Sommer und Winter getragen werden, sollte, un\, Erkäjtungsr krankjieiten zu.vermeiden. ... . Herrenstrümpfe sollten aus Flor oder.,Wolle sein. Wer sehr unter Hitze leidet), trägt. am besten auch im Sommer Wollsocken. Der Herr trägt, ausschließlich■■ Halbschuhe, im Sommer, Leinenschuhe mit Lederkappe. Für den Strand ist die < gleiche Ausrüstung geboten wie im Sommer\;M: Europa gewohnt/ die Sonnenbrille' für empfindliche Augen nicht : zu vergessen. '•' "'■ ■ ■•■ Die ungewohnt heftigen Regenfälle verlangen besonderen Schutz bei Ausgängen. Gummimäntel 'sind ungeeignet hierfür, da sie luftundurchlässig sind un dauf diese Weise den Wärmeausgleich des Körpers unterbinden. Außerdem werden sie in dem Klima Argentiniens leicht brüchig. Besser geeignet sind wasserdichte Popeline-Mäntel (Valmelme), die die Vorzüge der Luftdurchlässigkeit mit einer weitgehenden Regenfestigkeit ver einigen. Für Tischwäsche ist aus Gründen der Haltbarkeit ausschließlich Leinen zu empfehlen/'Für Bettwäsche ist ebenfalls Reinleinen anzuraten. Anstelle der Federbetten werden im Sommer nur Karlsbader Decken benutzt. Für die kühlere Jahreszeit sind Daunendecken angebracht! Diese sollen allerdings nach einer uns zugegangenen Information zollpflichtig sein. Falls das Reiseziel der heißere Nordteil der Argentinischen Republik ist, ist die Mitnahme von Moskitonetzen ratsam. Die Mitnahme des Hausrats ist auch, für den Einwanderer grundsätzlich zollpflichtig. Nur bei Passagieren der 3. Klasse, die auf Anforderung von in Argentinien ansässigen Familienangehö-t rigen ein' Einwanderungsvisum erhalten haben, kann einfacher Hausrat vom; Zoll freigestellt werden. - - Aus Gründen der Beweglichkeit sind für die erste Zeit an Möbeln, falls überhaupt an deren Mitnahme, gedacht wird,, nur einfachste Formen, die leicht zu kombinieren sind,', anzuraten. Anstelle von mit Stoff bezogenen Polstermöbeln sind in Argentinien Ledermöbel gebräuchlicher * da das Leder die Hitze nicht dermaßen aufspeichert wie Stoff. . Die Haushaltsführung in der Stadt wird-durch den Gebrauch moderner Geräte tunlichst vereinfacht. Staubsauger, Waschmaschinen, Kühlschränke usw. sind sehr gebräuchlich, unbedingt notwendig sind Ventilatoren. .: ° . .• ... ,.v '.; -.j ■■ '1 -.;~ '^lK ■, Die Voltspannu^geri .>ind den " verschiedenen Teilen des Landes verschieden. In Buenos; Aires wird von den Elektrizitätswerken über^ wiegend' Wechselstrom mit 22Ö> Volt SpaÜnüng; geliefert/ '"^ " :i v :;J^:;;; i;-,r-i -::', > ■ ■ , j f / .. j . -- . - <■; -* - . ' In den meisten/Städtwohnungeii "sm^ 'Köcfef5 her de vorhanden. 'Mitnahme/ fdn ele^tris'c^n Petroleum- oder Spiritüsherden empfiehlt' siefi im allgemeinen nur für den Fall der Siedlung auf dem Land. Das gleiche gilt für die Mitnahiiie von elektrischen oder Petroleum-Heizöfen. Auch Hier ist wieder' darauf hinzuweisen, daß elektrische usw. Geräte zollpflichtig sind, es sei denn, daß — wie oben —'in Argentinieii ansässige Angehörige das Visum des Einwanderers" beantragt haben und im Zusammenhang damit Freistellung vom Zoll erreicht wird. Elektrische Kühlschränke sind in jedem Fall zollpflichtig. , " (Fortsetzung folgt.) *) Um Mißverständnissen zu begegnen, sei darauf hingewiesen; daß ..es. sich bei oder in .Nr., 44 angefjährten Zahl 2750 V. natürlich' mir um eine Angabe' Sellins handelt, die in ' chronologischer Hinsicht nicht übernommen wird. Deutsches Reiche Die .Judaica-Sammlung bleibt in Frankfurt; •' - iji» ■'-■>"-. >,'.■ 1 ■ ■. - . , , ru.._ Frankfurt..a.. M., 18. /Nov. Nach Meldung der „Frankfurter Zeitung'V beab-; sichtigt >dig ¥rankfurter Sta^^ei^-Itjinjg,. nicht, die sogenannte J;u d, a^.c..a.- m m 1 un g , „eine .S.ammf. hing wpn Werken, au§! allen..Gebieten, jüdischen...Gei» steslebens, an^das; I^ichsin^tätut , für^.G.e©ohicht,e .desnach bedeutet unsere Steele: Die Entfernung bis nach Efrat war eine sehr große. Nach der Ansicht Raschis ist pk n*i» die Bezeichnung für fein Landmaß. Im Gegensatz hierzu sieht Rabbi Dawid Kimchif das Zeitwort ma. essen (Schemuel II, .12, 17}, als Stamm unseres-Worte® an. Das vorgesetzte 3 dient nach Kainchi als Zeichen des yer^le'ichesV " P* n-iaa-nw nw nnSsK KiaV: besagt: "Der' Strecke ''eines- Weges gleich,, den!^man '^vom Morgenbeginn .his^zur Essenszeit zu-; rücklegt/■-,.war -:die<, Entfernung;, J^akows (bis nach Efrat/^Ramban. ^teiit zunächst/ die Meanüng "Rabbi" David/ Ktmch^s,/'fügt, ledden''! dänn!' di^sdr ufspfüiii/; licheiä' Anilänttte folg^end'e1 Worte h'inzüif „©iese; -me^ne, Züstittmukig zu: den Worten fKimchiajJS©hiaebj;ich,.früher, jetzt aber, da ic^,j-^r Y^4j®?*tv'!^^,?' 'JWLCn Jerusalem izu kommen,*) Dank därob dem „Mächtigen, Guten und Guttuenden", sah ich mit meinen eigenen Augen, daß Rachels Grab von Bet Lechem selbst nicht ein Mil tt»») entfernt dst. So ist diese Erklärung (die de» < Rabbi: David Kimchi)-wie^ .die Wortev des Menachem hinfällig." Ramjban , deutet das Wort rria als eine Bezeichnung füriXein kleines Landmaß. Das vorangestellte o besagt, daß die in Frage stehende Stätte .ungefähr -ein j iura von •Efrat. entfernt. Jiegt . ...Weiterhin bemerkt,_|ün^ mit der Erläuterung unseres Verses:' „Auch skh ifc'h, dkß sich Rachels GiäB' ^eder;Un.;*Räma:'nöchr'in 'dessenl^äh'e bandet; vielmehr ist das' Am j Gebiet Binjanjini liegend^ Rläma etwa i vier Parsapi- und das, im Gebinge .Eirjyjm li^end^., Kaj^a,miifr ajs_ zwei Tagesreisen von dem Grabe entfernt. Daher ' sage' ich/ daß' die Schriftstelie j>a^'' nrjSä" Slp E i n e-' S t i m tri e Ramban : kam,;4lsi 73jähriger Greis am. % \ EJul 5027 [d.: i. -1267 der, übl.' Ztr J1,, nach Jerusalem.. Er starb in Erez Jisräel um 1270. J wird, in, R am a gehört (Jirmejahu . 31, 14)'eine Gleichnisrede darstellt: Rachel "seufzt mit"läüfe'r< Stimme und bricht in bitteres Wehklagen (\ aus, so daß die Stimme selbst in der. Ferne g^ört; wird;. in 'dem auf •dem Gipfel -des Berges, gelegenen Raro.a, das zu. dem Gebiete Bmjswnin gehört. , Sie seüfjjt, d en n »r"isi ni ch t d a ,**) und sie' ist' nü'hnihrer1 Kih'der; böräubt. 'Es heißt0 nicht in der- Schrift; r -tri.. R a m a w ei'n>t . R a c h e 1 .i'u m; ih t.e K.i.nd.e r„ vielmehr . besagt :de.r(/yer^, daß .dort-die; S^jmmg,.^ hört , wird Es scheint mir, daß Jaakow mit vorbedacht /^achelj auf'; deni'/Wege "Begrub und;"siePWch't nach' der' in 'der: T^ähfe ^gelegetten Stadt^ Bei: :ii,echeih1 Jehuda brachte. Er sah mit prophetischem Geiste,, daß Bet Lechem, Efrata eins^ Jefluda zufallen wird wo'llfe ,:W ^hfi^GaJf^^er eStJhkfÄ^a^ mins begräbefi. }Der-f" Weg, rauf-' Weicheln?.idfer Denkstein steht, ist in der. Nähe von Bet El im Gebiete Binjamin." Kap,,35. ,V,,..27. jfvm tP"ip «n»o. van pn»»3« äp*»''*ä»V i n er .,\n .;j-v. ,c.y : r,t ••, «:i/n9*! T'»' ' ' *ns»i oma* av "ii im pian .Kin , ' . jaakowu käS"'zu Seinem' Vafe^ Jizühak^ ifla'chriMamrie' Kirjät 'Ärbä/'däis ist Chewrön> i wo ..Abraham #tbßi. Jizeheuk sich., aufgehaiteni .Nla.chdenv, Jaakow.?yon, d^rnj Elternbause auf Veranlagung 'seiner fMutter 'geflohen war, hätte man/'hier" in« hpäf^ih vaÄ'^ns'^ap^ ib*T „Und jaäkbw kanV zti' Gemein Vä'ter' J*zchäkrHiM*czrit; s e i n e r: M u t t e*i»^R d^wba'i-nBistirattct. DaK?/f.ehle;nd:ej in^npa^Ki hez&cktt&t . zfr de^n^chlt^r daJB.^Rlwrka^ * * * - -:" " -(i -'1 - y.1 t".;r,vj .'■ i'.' *>Jiiol o f * n ' '-i .;**) Die z^.eit«^,H^fte.,y»nrJirmejähu-^1,^14'laufet: . im»k '3 r'3a"hyr diiinV riaka ">jÜ '^9 nsais' : '• ° * "c "•• „dachet Weint':u> Üfiife Rinder, s5e^eige^J^cH'Tröst> anzünehmeri:iwegen ihret-Kinder? de^hn ebistinieht 'dft- > bei der. Ruckkehr jaakows aus dem Hause Lawans; ■: ■^ri'iJ- .' ' :■ : •;. •- .••>. nicht mehr, am Leben war. ' :X- :.-;-:..P . ,-, . -. : * ' * "' " "' "" \ ' Kap. 36. V. 31.1^3 'aa^ on« psa lab» b^nn ''n^«r .^r »ia> -fm ,^Jii4bdji^ Li^^^^P*^/- welche tQ„J^3^p.sJpdgm. regierten,'bevor noch ein_Kpn'ig über die'Kinder Jisraels regierte." Unte*rf^«i^T'33^ "]bn kann Moscheversta^deh? werden.^ So wird von einigen Kommeala.- tar*n'W3?8k,pa»»a).^>|gr ^aed/cin.^ -je^hui^OQi^pew-arim,(33, 5) ,auf Mosche, bezögen, rderl in dem vorhCTgehenden! VersW%W "ms n^frÄäbnt ^frd?,,'J-' - ••' -r.«ro«lnao.ir.i'--„ 3»c s^vv,?s!->f ■ ■> ^.-*UiV3^33inK'**jn:. ii . .j':?tl-ut "sns.i>r.,->f;-ä3i-ioi}tftJ-.J5<3 -9d»».-;-.j! ^^^6f^*^t€M^bi0^n,;-; «Tust zur rechten- Zeit erseneint ein ' alfelieDstes farbiges. Büchieih: Bilder und Verse 'von Paul H a hs n e m ä ü rt und Heinz W a l l e n h -e--r!g (Verlagsbuchhandlung Joseph Jasitrow, Berlin W 15). Acht Bilderblä±ter:..auf -Hartpanier.führen dem. Kind die ChanuckalgesSh&d''W^mie/^im^mmmi de* ÄWÄ^Äi|fett»f 'Be&pef® N&üAsfahü) der alte Priester, tritt einJefme alten füdischen Götzendiener entgegen, der alte Vater mit den Söhnen sammeln/die Beherzten aus allen Verstecken' Jehuda führt &$W&t£&>-&n, 'iaÄrTeM^}toSÄ .-eingeweih|( dasJWunderAdes>Wi&hbeihdea;;Lichte®;l s*rahl>: äus, d^t heiligen Meno'rah>.Auf\,^ tefre'h13 *wi'e ' jüligeten n Jiateigängtenii eiiiensffeji&e «f!reu4«! bereiteh, ,;ivi)■><.' i'H ve.duh>Tflütf:!.> .'rb?a -^sri-b.:- aSilo.'rii. n'-fa-v •i'.m'ihfUAirvrr-vV atb rrrn.. ij^jiuirff:»- •£!