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Der Israelit · 1936-10-22 · Heft 42 (22.10.1936) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 42 (22.10.1936)
Date
1936-10-22
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seit© 2 Ernst mahnenden Fasttage. „Im jüdischen Herzen finden Lebensernst und Lebensfreude nebeneinander Raum. Sie durchdringen sich und geben zusammen deri Gleichklang, 'G'tt zu dienen." . Wir fasten in dem den Festen folgenden Monat zur Sühne für Gesetzesübertretungen, die wir uns in der Freudenstimmung der Festeszeit haben zuschulden kommen lassen, wie Ijob seine Söhne fasten Heß für die Sünden, die sie vielleicht im Freudentaumel begangen haben. In Taanith I, 4 wird uns berichtet, daß man nach R. Gamliel am 7. Märcheschwan begonnen hat, um Regen zu bitten, damit auch der entfernst Wohneride in Israel, der das Hüttenfest in Jerusalem gefeiert hat, den Euphrat erreichen konnte. (Wir beginnen erst später mit der Regenbitte, da wir unter anderen klimatischen Bedingungen leben.) Ein Tag der Woche kommt in dem Monat JllPrna infolge seines Mangels an Feier- und Halbfeiertagen ganz besonders zur Geltung. Es ist der der allwöchentlich als unser bester Hausfreund zu uns kommt, der in das stattliche Haus des Reichen wie in die kärglich' ausgestattete Wohnung des Armen Licht und Freude, Trost und Frieden bringt. Wenn an langen Freitagabenden die Familie um des Lichts gesellige Flamme sich sammelt, wenn froh und hell die niVat in die finstere Nacht hinaus ertönen, dann fassen wir trotz aller Widerwärtigkeiten des Lebens neue Kraft und neuen Mut und durch nichts zutrübendes Vertrauen zu dem Lenker der Höhen, der unser Schicksal bestimmt. •nmia natf nnafcn mix bmvb ni or» - T; T T' T' \ o. ♦nsnr) ♦nVMiijpV 'aurin rua n& anVtf saarr : ♦pan M *"joan nx\ nsran Vsj yyra *yfn bxf) y>x ^oan m Mn rfr Va« «ts^a 'V inj t]03n naia r\m naV nnltc tjos Wkh asin nbin njsj 73? xükh , naan ns^i tVV ini^ inj-i.io^D tf>an tö ^oan m. npb 7^3 •nös ^oa! nai rnin : iökt taa nafrt Der Kaufmann ^Tilin es ist dunkel — ^^TI . er suchte — t2^p? es ging vorüber — "1537" ausNeinem Geldbeutel ^D^SÖ weine nicht — H3l3fl Vi? . ' ' . \ ,Ti Deka. Winter-Freitag-Abend. Finsternis draußen, Stürme und Graus, Helle und Friede im jüdischen Haus, Lichter erstrahlen in festlicher Zahl, Lieder ertönen beim freudigen Mahl. Erdenschwere tritt heute zurück, Sabbat erfüllt uns mit himmlischem Glück. Alles was Gott macht, ist gut. Lieb© Kinder! Wenn Ihr in der Schule einen Aufsatz schreiben müßt, nicht wahr, dann bekommt der* selbe eine Ueberschrift. Die Ueberschrift von dem, was Ihr jetzt hören werdet, lautet: „Und G'tt sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war Sehr gut," So haben wirs auch am Schabbos-in der Synagoge gehört. Und was die Thora uns sagt, das. ist doch alles die reine Wahrheit, Aber es gibt auch Menschen, die meinen, so alles, was G'tt geschaffen, wäre nicht gut, so manches* könne anders und besser sein. So war auch einmal einer, der hielt sich für sehr klug, klüger als die andern Menschen und klüger als G'tt. -_ ~ Dieser Besserwisser träumte . einst, er stände am Himmelstor, er wollte hinein, aber das Tor war geschlossen. Er klopfte, da rief eine Stimme: „Was willst du hier? Die Menschen und G'tt machen dir nichts recht, es würde dir auch im Himmel nicht gefallen." Er flehte und weinte, und versprach, mit dem kleinsten Platz zufrieden zu sein. (Da sprach ein Engel: „So komme denn herein, doch wisse, sobald du sagst: „Das weiß ich besser," so mußt du wieder fort." Er versprach es. Da sah er vier Engel, die wollten einen schweren Balken durch die Tür tragen. Es ging nicht, denn sie wollten ihn quer durch die Türe tragen. „So dumm," dachte der Besserwisser, aber er schwieg. Dann kamen zwei andere Engel, die schöpften Wasser mit „einem, Sieb auseinem. Brünnen. „Vielleicht ist der Krug zerbrochen;" dachte der Besserwisser und »chwieg auch jetzt. Nun kamen

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