Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 42 (22.10.1936)
- Date
- 1936-10-22
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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P^tj^Sfs^äigöfSÄjs»" Seite 12 Nr. 42 D er Israelit 22. Oktober 1936 m M I ::fl rif .! Ji Aus der Agudas Jisroel - Bewegung. Treffen der Esra-Pirche Agudas Jisroel. Vom 15. bis 18. Oktober fand in Frankfurt a. M. ein Jeschiwohtreffen für die Jüngeren der Esra= Pirche A. J. statt. Diesem Treffen lag die Absicht zugrunde, die fähigen Chawerim im Alter von 14 bis 17 Jahren, welche durch unsere Institutionen, wie Bäte Chinuch, Jeschiwa Ketana, Mittlerenhachschara usw. erfaßt sind und darüber hinaus wertvolle Kräfte aus dem Jungführermaterial des Bundes zusammen* kommen zu lassen, um einander in ernster geistiger Arbeit und bei fröhlichem Singen und Spielen kennen zu lernen und das Bewußtsein des lebendigen. Bundes in Idee und Praxis zu gewinnen. Der Erfolg dieses in seiner Form erstmaligen Treffens setzt sich eben so sehr aus der Begeisterung der Jungens im Fußballspiel und bei der Horra, wie aus ihrer alle Erwartungen übertreffenden Mitarbeit bei den Arbeitsgemeinschaften und Sichoth zusammen, mag es sich bei dem Thema um die Klärung halachischer Begriffe und religionsphilosöphischer Fragen oder um geschichtliche und Gemeinschaftsprobleme gehandelt haben. Die leuchtenden Augen der jungen Chawerim, als sie sich in der frohen Gewißheit verabschiedeten, Ende des Jahres wieder zusammenzukommen, mag denen Dank und Ansporn sein, die uns das Erlebnis dieses Jeschiwohtreffens ermöglichten. Agudas Jisroel Darmstadt, Die Agudas Jisroel Orts= und Jugendgruppe in Darmstadt hat für den Winter ein reiches Programm zusammengestellt. Es iinden Schiurim für Herren und Damen regelmäßig statt. Ebenso Iwrith-Kurse, Bibelkurse und Dienstagabend-Zusammenkünfte, die dem gemütlichen Beisammensein und der Aussprache über jüdisch-aktuelle Fragen dienen. In diesem Rahmen sind auch Erstattung von Palästina-Berichten und Presseschau (durch Herrn Hartogsohn, Frankfurt a. M.) vorgesehen. Die Reihe der öffentlichen Vorträge eröffnete am Dienstag, den 20. Oktober, Herr Schachnowitz, Frankfurt, mit einem Referate über „Die Falaschas in Abessinien, Geschichte und Schicksal eines verlorenen jüdischen Stammes." In den kommenden Wochen sprechen je am Dienstag die Herren Rabb. Dr. Klein, Nürnberg: „Etwas über die jüdische Seele", Rabb. Dr. Merzbach, hier: „Altjüdische Forschungsprobleme in ihrer Gegenwartsnähe" (drei Vorträge); Lehrer Wahrhaftig, hier: „Schönheiten der hebräischen Sprache", Rabb .Dr. C a h n , Fulda: „Der Chassidismus"; Dr. Ehr mann, Frankfurt a. M.: „Neues aus der Bewegung". Am Dienstag, den 8. Dezember, findet eine Chanukahfeier mit Lichtbildervortrag statt. Sämtliche Vorträge finden im Hotel „Stadt Frankfurt", Bleichstraße 22. abends 8.30 Uhr statt. Vermischtes. Frankfurt a. M., 16. Okt. Die „Frankfurter Zeitung" berichtet von einer Verhandlung gegen eine jüdische Frau wegen Vergehens gegen das Biutscbutzgesetz vor dem Strafgericht München-Au. Die Angeklagte hatte ein 23 Jahre altes deutschblütiges Dienstmädchen eingestellt, das neben den üblichen Dienstleistungen im Haushalt auch die Bedienung eines jüdischen Untermieters zu besorgen hatte. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß diese Bedienung nur darin bestand, daß das Mädchen dem Mieter das Frühstück zu bringen und das Zimmer in Ordnung zu halten hatte, daß -aber irgendwelche weitere Beziehungen, zwischen dem Untermieter und dem Dienstmädchen nicht bestanden hätten. Die Angeklagte machte insbesondere geltend, daß dem Mädchen kein Familienanschluß gewährt worden sei. Das Gericht entschied,, daß in einem solchen Dienstverhältnis immer ein gewisser Familienanschluß zu erblicken sei und verurteilte die Angeklagte zu 50 Mark Geldstrafe, ersatzweise 10 Tage Gefängnis. Lübeck, 18. Okt. Aus Anlaß des Ablebens des in Palästina verstorbenen Rabbiners Dr. Ephraim Carlebach s. A. hielt während der nva» der hiesige Rabbiner, Herr Dr. Winter, im Hause des hier lebenden Bruders einen ergreifenden "isqti, in welchem er den Verstorbenen als den großen Sohn seines gro= Ben Vaters und sein ungewöhnlich segensreiches drei' ßigjähriges Wirken in seiner früheren 'Gemeinde Leipzig würdigte. Wiesbaden, 15. Okt. In der Generalversammlung des Verbandes polnischer Staatsangehöriger wurde folgender Vorstand gewählt: M. Eckstein, Vors., Viktor Goldmann, Schriftf., Jakob Millmann, Kass., M. Neumann, Rechtsfragen, Ch. Cyiowitzf Kulturfragen, N. Hofstedter und W. Salz, Soziales, — Di« „ erste Aktion des Verbandes war eine Rosch Haschonosammlung, -welche mit gutem Erfolg durchgeführt wurde. Der Vorstand hat es sich zur Aufgabe gestellt, kulturelle und gesellschaftliche Arbeit besonders zu pflegen. Am 10. Oktober veranstaltete er eine Simchas-Thorafeier, welche einen starken Besuch aus unserer Stadt, sowie unserer Freunde aus der Nachbarstadt Mainz aufzuweisen hatte. Zum Gelingen des Abends trugen durch ihre Mitwirkung besonders bei: Herr Rabbiner Dr. Ansbach e r durch seine Ansprache, ferner als mitwir* kende Künstler: Herr Steinbrecher, Herr und Frau Dolginever, sowie die Frl. Rottenberg, Dachs, Ehrenreich, Ebbe und Herr Tie* fen.brunner. Der finanzielle und ideelle Erfolg war zufriedenstellend. Hamburg, 20. Okt, Vom Noar Agudati, Bund agudistisch-chaluzischer Jugend, wird uns geschrieben: Das in weiten Kreisen bekannte Mädchenseminar des Noar Agudati eröffnete das Wintersemester 1936/37 zum 12. Oktober." Neuanmeldungen zu •diesem Semester sind zu richten an Elsbeth Kleve, Hamburg 13, Bogenstraße 27 oder an die Bundesleitung des Noar Agudati, Frankfurt, Schwanenstr. 12. Bocholt, 18. Okt, Nach längerer Unterbrechung tagt die Arbeitsgemeinschaft jüdischer Lehrer am Niederrhein am 25. Oktober, 16 Uhr in Mülheim (Ruhr) wie sonst. Gelernt werden u. a. Midraschim vom Anfang und Schluß der Thora. Personalien. Berlin, 20. Okt. Seit 50 Jahren widmet sich Herr David Schenker der schönen Aufgabe, regelmäßig die Kranken zu besuchen. Er ist ihnen allen ein bekannter Freund geworden, der stets ein gutes Wort des Trostes und der Ermunterung ,für sie hat und auch nie mit leeren Händen erscheint. Selbst unbemittelt, spart er sich das Nötigste ab, um die mxa richtig erfüllen zu können. Wir hoffen, daß ihm noch viele Jahre vergönnt sein werden, um dieses wahrhafte Gemilasi Ghesed in unverminderter Weise ausüben zu können, wsnnv Lübeck, 19. Okt. Seit 1911, seit dem Heimgange von Rabbi Gumpel b"Wr also seit 25 Jahren, versieht Herr Simson Carlebach ehrenamtlich das Amt des ständigen Baal Kauroh in unserer Gemeinde und auch des Baal Tefilloh bei besonderen Anlässen, wie Nelloh, Tal, Geschem. Herr Simson Carlebach ist der einzige noch in Lübeck lebende Sohn des unvergeßlichen Lübecker Raw, Dr. Salomon Carlebach. ^"ST- Dittlofsroda, 19. Okt. Herr Kaufmann Grünla ub dahier, begebt am Samstag, den 24. Oktober, in seltener geistiger und körperlicher Frische seinen 8 1. Geburtstag. Trotz seines hohen Alters besucht er noch regelmäßig den G'ttesdienst und ist es ihm GsD. vergönnt, ohne Brille zu beten. Auch an den hohen Feiertagen war Herr Grünlaub ständig in der Synagoge und fastete sehr gut. Wir wünschen dem Jubilar weiter einen schönen Lebensabend. wyias Dittlofsroda, 19. Okt. Am 12. November werden es 26 Jahre, daß Herr Sigmund Stern Vorsteher der hiesigen Kultusgemeinde ist. Seit 35 Jahren hat derselbe den Vorbeterposten inne. Auch an den hohen Festtagen, sowie am Versöhnungstag betet Herr Stern allein und ohne Ablösung vor. Möge es ihm noch lange vergönnt sein, diese Aemter in bester Gesundheit auszuüben. Dinxperlo (Holland), 19. Okt. Die Gemeinde Dinxperlo an der deutsch-holländischen Grenze hatte gestern einen Freudentag. Der Lehrer und Kantor J, Menist konnte in kraftvoller Frische sein fünfzigjähriges Ortsjubiläum feiern, ein Anlaß, an dem die ganze Bevölkerung und viele Auswärtige teilnahmen. Beim feierlichen Minchog'ttesdienst sprach der zuständige Oberrabbiner Vredenburg aus Arnheim über das schlichte Wesen und eifrige Wirken des Jubilars. Er gedachte hierbei auch des früheren 03*13 Mauriz P r i n s *-?"T' der in Gemeinschaft mit dem Gefeierten die kleine Gemeinde geleitet und zu ihrer Erhaltung in selbstloser Hingabe beigeträgen hat. Mit dem nyi»n -nun vor geöffneter Lade und Ps. 150 schloß der erste Teil der Feier. Hierauf versammelten sich die Festteilnehmer in großer Zahl im blumengeschmückten Saale des Hotels Jansen. Als Erster gratulierte der Bürgermeister des Ortes im Namen der Bürgerschaft und Behörden, verlas ein äußerst huldvolle® Schreiben dos niederländischen Innenministers und überreichte unter allgemeinem Jubel die Ehrenmedaille Ihrer Majestät Oranien= Nassau in Gold. Es folgten nun noch viele ernste, und heitere Reden seitens der Vonsteher, Schüler Und Kollegen unter Ueberreichuag namhafter Geschenke. Der Dank des Jubilars, dessen gastfreie« Haus für Notleidende und Auswanderer, stets weit geöffnet ist und der in der langen Zeit an seiner S»n n»« eine wackere, verständnisvolle Helferin und Gesinnungsgenossin hat> beendete die Feier, Möge dem Jubilar eine noch lange, segensreiche Tätigkeit in gleicher Frische beschieden sein! N. Frankfurter Vereinskalender. Verein Meköf ChajinV. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro-Vortrag, Herr Rektor Karl Ochsenmann. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: o^i, Herr R.-A- Dr. E. Posen- — nachmittags 3.30 Uhr im Vereinslokal, apy yy Herr Rabb. H. Mayer. — nachm. 3.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fbik t]DV. Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, omax pa, Herr R A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, sim, Herr J. Soffer. -rabends 6 Uhr im Hörsaal, Gesehichtsvortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Toledo und Kordowa" (auch Damen). Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal: na»B- Mitglie der lernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (j'^in) Kim, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, n"»a, Herr R.-A- Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch Donnerstag") im Lokal, rnaa, Herr R.-A. Dr. E. Posen. „Jüdisch-wissenschaftliche LehrkurSe". Samstag abend 8.30 Uhr im Vereinslokal: „Probleme der jüdischen Religionsphilosophe" (f—oxan 'ttsu), Herr Dr. Jacob Rothschild Eintritt frei- Sonntag abend 8.30 Uhr im Vereinslokal; „Ausgewählte Stücke aus der Tefillo", Herr Studienrat Jos. Kaufmann (auch für Damen). - Jahrzeitsstütungen. Montag, 26. Oktober: Zerline Mayer geb. Wilmersdorf- Stiftung. Montag, 26. Oktober : Hannchen Mosbacher geb. Roos- Stiftung. - Dienstag, 27. Oktober: Gretel Gottlieb geb. Mayer- Stiftung. Donnerstag, 29. Oktober: Isaac Hesdörffer-Stiftung. Liwjath Chen. Sabbat nach Mincho fällt der Vortrag wegen der Droscho des Herrn Rabbiner aus. Agudas Jisiocl-Ortsgruppe. Thora and Massar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. r*3 '0B„ (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr, Fichtestr. 5. — Sabbat vorm. 11-12 Uhr (für Jugendliche) D*"n ma, Fichtestr. 5. — Aus „Chofez Chajim" (für Jugendliche), na» 4.30 Uhr, ebenda. — Messilas Jeschorim. 5.30 Uhr. Herr Dozent J. Ehrentreu, »am mit 0">»-isb, Sonntag 18 Uhr, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner Mannes, rna-ia m, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen o»n msa, Sonntag 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B- Rachelsohn, nwa am* Dienstag 20.30 Uhr. Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M- Schlesinger, na» 'bj für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos 16.15 Uhr, Schwanenstraße 12. Herr J. Sofer, -by> tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, n"n mix, Sonntag nach n'in», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Herr M- Feuerwerker, ""S 'oa Sias (für Jugendliche)* Sonntag und Dienstag 20.30 Uhr, Fichtestr. 5 D'3't für Jugendliche, Schabbos 1I24 Uhr 1»' W maa (für Baalebatim), Montag und Mittwoch 18.30- 19.30 Uhr ebenda. Der Schiur vor n^n» unter Leitung des Herrn Feuerwerker (niy.a» ^aa) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. Gstatt. Agudas Jisroel-Mädcbengruppe. Schabbos vormitt. 10y2 Uhr im Heime, Schwänenstraße 12, Tnach-Schiur des Herrn Julius Lewin- „Das Buch Samuel". Gäste willkommen- Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 26. Oktober, abends 8.45 Uhr wird Herr Dr, Arnold Merzbach im Hörsaal, Friedberger Anlage 5 sprechen über: „Jüdische Erziehungsfragen" (Geschwisterstreit). Gäste. Damen willkommen. Kurse der Agudistischen Frauengruppe. Iwrith für Anfänger: Leiter Herr Willy Wolf--- Iwrith für Fortgeschrittene: Leiter Herr Dr. Salomon Adler. — Englisch für Anfänger: Leiterin Frl. Lotte Homburger. — Englisch für Fortgeschrittene: Leiterin Frau Helen Posen- — Schneiderin: Leiterin Frl. Brungäßer, Mauerweg 30. — Jeden Montag abend 8 Uhr in der Kanzlei, Friedberger Anlage, Kurs von Frau Kella Löwenthal: Chumisch mit Raschi. Anmeldungen zu den verschiedenen Kursen entweder an die Leiter oder an Frau Meta Posen, Fichtestr. 8, Telefon 45869. Gebetzeiten. •fi^p Freitag abend 4.50 Samstag na5»n 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 4 Uhr Halacha-Vortrag Samstag abend 6.05 m^^^^^ÄjM^ms^^mmmmi^wm^ '^^^s^s^i^^^^^^st^^sS^^MMi^i^sM^j^^msaMm nrnr n