Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 40 (30.9.1936)
- Date
- 1936-09-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 40 D e r I s r a e I i .t 30/ September:, 1^36 darin ein G'tteswunder zu sehen, als sonst auf dem Baden von „Miachne Israel" mehrere britische Soldaten bei wiederholten Angriffen gefallen sind oder verwundet wurden. Der Kibbuz „Machne Israel" verdient den Dank und die Anerkennung nicht nur der Ajfudas Jisroel, sondern des gesamten" Jischuwf"ja' der gesamten Judenheit. In den Annalen der Geschichte werden die Namen der jungen chassidischen Juden dort als die der treuen Grenzwächter des Jischuw eingezeichnet bleiben. (Weitere Artikel folgen.) Meir Die Lebensgeschichte Dizengoffs schildern, hieße so viel wie die G.esch i c ht e der ersten j ü d i s c!h e n Stadt Tel A w i w schreiben. Nach Palästina war Meir Dizengoff 1893 im Auftrag Baron Edmund de Rothschilds gekommen. In Tantura bei Haifa gründete er eine Glasfabrik, 1905 tätigte er die ersten Boh denkäufe . für .die Gesellschaften'; „Geulla" und „Achusat Bajit" bei Jaffa, Dem Zionismus in der alten Form der C ho w a w e Z i pn wandte sich Dizengoff schön 1882 unter : dem; Eindruck von Pihskers „Autoemanzipation" zu. Der von Herzl geschaffenen Organisation des politischen Zionismus schloß er sich bald nach ihrer Gründung an. Für Tel Awiw war,; der Stadt v.a ter Di - z e n g o f f die überragt ude zentrale Figur. 1906 war die Gesellschaft „^ohdut Bajit" unter maßgebender Mitwirkung Dizengoffs zur Errichtung einer rein jüdischen Siedlung bei Jaffa geschaffen worden. In den Sanddünen im Norden .von, Jaffa wurde noch in demselben Jahre der Grund-, stein zu dem späteren Tel Awiw gelegt. Der Aufbau der Stadt wurde durch den Weltkrieg unterbrochen. Dizengoff wurde von dem türkischen Oberbefehlshaber Dschemal Pascha, des Landes verwiesen und konnte erst nach der Eroberung Palästinas durch die Engländer, sein Bürgermeisteramt wieder übernehmen. Nachdem er auf einer Reise nach Amerika der Stadt eine große Anleihe verschafft hatte, ging ihre Entwicklung in raschem Tempo vorwärts.. Die Levante-Messe, um deren Ausgestaltung Dizengoff sich eifrig bemüht hat, und für die er auf zahlreichen Auslandsreisen Komitees in fast allen europäischen Staaten zu schaffen wußte, trugen zu dieser Entwicklung, die Tel Awiw zu einer Großstadt von 150.000 Einwohnern anwachsen ließ, in hohem Mäße bei. Wenn Tel Awiw heute das Zentrum der neuen jüdischen Wirtschaft Palästinas und ein Brennpunkt neuen jüdischen Kulturlebens geworden ist, so ist dies zu einem Wesentlichen Teil Meir Dizengoff zu verdanken. Die Bevölkerung der Stadt ohne ' Unterschied der Parteirichtung empfand stets tiefe'Verehrung und Liebe für den volkstümlichen Bürgermeister, der die Interessen Tel Awiws, das er mit Recht als seine persönlichste Schöpfung betrachten durfte, immer mit äußerster Hingabe wahrte, und dessen Erscheinung hoch zu Roß an der Spitze traditionell gewordener Festaufzüge wie ein Symbol der neuerrungenen Freiheit wirkte. Auch bei den Landesbehörden, erfreute sich Dizengoff hohen Ansehens. Seine Erfahrungen auf dem Gebiet der Wirtschaft und .der städtischen Verwaltung wurden von den Vertretern der Mandatarmacht äußerst geschätzt; sein. Rat hatte in allgemeinen Angelegenheiten des Landes Gewicht. Der jetzige High Commissioner, Sir Arthur Wauchope, unterhielt zu ihm die freundschaftlichsten Beziehungen, was Dizengoff nicht 'hinderte, nötigenfalls auch dem High Commissioner gegenüber sich mit großer Schärfe undHartnäckigkeit für die Belange der Stadt einzuset-, also zweifellos, daß alle in der betn Stelle von dem gleichen R. Jose stammen, was sich ferner aus dem ergibt, das den meisten i»K vorgesetzt 'st [an einigen Stellen, wo es fehlt, ist es, nach Dikduke Soferim, gleichfalls zu lesen). In einem dieser Aus= Sprüche spricht nun R; Jose von seinen fünf bedeutenden Söhnen, , die. er gezeugt hat. Es kann sieh also in der. Stelle in. rap jourj um R. . ^pse^ b, Ghalafta, nicht um R. Jose Hakohen handein. Der Talmud, der die' " Nennung des ^rädenten 'zu jeder:''HaIia<jHa verlangt, "im TWiK D»>a -an •miKirVa/' und'!von R; Jehuda rühmt,-daß er sogar onr KnaaTiÄf»so; - hätte sich Sicher gehütet, ..R.; Jose< Hakphenr phne^en Zusatz;..„Hako? hen" zu nennen und dadurch, zu seiner, Verwechs- , lurig mit R. Jose b, ,Chalafta Ver'an]['assuh.g zu gehen. Tatsächli&h wird' •dieser Tanaate st'etö mit' dem Zusatz „Hakok«n" gemannt. '-(P. Ai :2,i8;ufchagigan 14b; Edujot 8, 2; Sabb. 19a; R. H. 17b. Wenn in P, A. 2, 9 bei seinen Aussprüchen dieser Zusatz fehlt,. so geschieht dies, weil in " der Mischna 8 sein voller Name bereits genannt wurde, eine Verwechslung "also ausgeschlossen ist)'.. Man iwird auch der Auffassung des Herrn Dr. K„ das ^prtchen,^?KW? seipositiv, gemeint,- nicht gut_ beipflichten können. Wenn auch das Wort ]»K eine Bejahung sein kann, "so wird es in Verbindung mit dem Buchstaben ■>' stets-'nur als Fragewort gebraucht (vgl: Aruch kompl. sab verb. ]« I). Die '-Endung bei •'S'« ergibt sich nach Levy, auf den sich' Herr Dr. K. beruft, und nach ' Aruch kompl,i aus . der: Zusammensetzung von ^nrvK. npder »n ^K;-,- was in ■ dem Ausspruch des R. Jose: sinnlos wäre. Das Jod m.d,em. Wörtchen,. ,'3?«^ könnte .nur., die Pronominalenduiig s!ein, eine Verbindung"der'Pro-', nomiriälendung mit demJ positiven' 'jnf ''• ist .-'aB;er'-; -nirgends zu finden. Man ■vvird also um die Kor-. rektur des 'J'KS? in ">iRp nicht herumkommen. Was endlich die von Herrn Dr, K, .selbst■ bemerkte Schwierigkeit betrifft, daß die Worte „erst dann" fehlen und zu ergänzen sind, so ist die hier versuchte Lösung wenig befriedigend. Er versucht nämlich die Lösung durch;die Analogie des talmudischen Satzes 3*n»a p n»l»«?,^ia.Va zu stützen,., in dem ,.naqh einer Volkserklärung ebenfalls ein Teil des wirklichen Sinnes "ers/t zu' ergänzen is't. Es' geht aber nicht an, mit'1 'einer geistreichen Drosch- oder Haläzahdeütuiig einen „P^chat" zu|.rErklären. '\;•'• ■. ■:'XJ'Y. ,i Wochenkalender. Vom 3. bis 10. Oktober 19367 Vom 17. — 24. Tischri 5697 Samstag \ Sonntag ' Montag '' Dienstag'' Mittwoch' ' Donnerstag Freitag Samst'adKiM 1 -:, \\, \ ■ -\' •■' i 'BTf: J]"t: ■<:,'. 3 17 IV! : 4 18 ihir X> •5 :>.:':< ~: 19 «'V;v Okt.. '6;iVlWr.- 20 n&aki' 7 21 iu> 8 I ■ ''■ 22 ■■'^ ' rrrj 9 :-J 23 'i% ■ ,-■•} 10 n;:•:;.) 24 ' ,'J 'i'' }i Syinfi^in'ha'^' u.tc:. ' t^!): ■ , filidin<i!^Ss'jr' 'if/-: ■'^■öfAnÄl^'H' »nfrh i'a^ais^'w«5^! •'• ^eltmotul V^Donuersiäg: ,. abericls, 8 J^br 295/lff ^ip. zen. Als' im November des -vorigen,/ Jahre^rdie Neuwahl der Stadtverwaltung ausgesohriefben; wurde, lehnte Dizengoff eine neuerliehe Kandis datur zunächst demonstrativ ab; und begründete dies mit der stiefmütterlichen ^Be^apdltimg*^ die die Regierung der Stadt angedeihen Jasse. High Commissioner Sir-Arthur Wauchope kam darauf hin persönlich nach Tel Awiw, um. Dizengoff umzustimmen. Am 30. Dezember 1935 wurde Dizengoff von dem neuen Stadtrat .abermals zum i3ürgermeister gewählt, am 1. .Januar 1936. bestätigte die Regierung die Wahl. : „ Am 10. März d.. J. wurde . in Tel Awiw-nach dem jüdischen Datum der 75. Geburtstag des Bürgermeisters, der am. 25. Februar 1861 in Akir mowzi-Beßarabien geboren war, durch feierliche Veranstaltungen begangen. Bei dem von der Stadtverwaltung _ .^^ß^^a^\^ju^.es%^pla^ 'hielt der Distriktskon^ den.3ü:ddist|ikrtf R. E.. H. .ßrosby,^e^ in der er die Verdienste des* Jubilars würdigte." Die Stadt beschloß, Dizengoff. durch, die: Anlegung eines öffentlichen Gartens zu ehren, der, den Namen „Gan Meir" trägt. Die "Palästinaregierung bewilligte einen Beitrag von• 5000 Pfund für diese Anlage. Außerdem wuMeein Pizengöff-Jübiläumskunstpreis :geschaffen. - -' In der letzten Zeit hat der über 75jähri^e in; der Organisierung des1 Widerstandes" gegen die wirtschaftlichen Folgen des Araberstreiks, insbesondere bei dem Kampf um die Schaffung eines Hafens in Tel Äwiwj einebewundernswerte Energie entfaltet. Obwohl er im allgemeinen politischen Leben wenig hervortrat und stets über dem innerjüdischen Parteienkampf stand, hat er gerade in den letzten Wochen und Monaten wiederholt die jüdischen Gesamtinteressen in Palästina gegenüber den Mandätsbehörden mit einer Entschiedenheit und Festigkeit vertreten, die sich nur eine Persönlichkeit seiner Bedeutung und seines'Ansehens erlauben dürfte, ohne dem Ruf eines übersteigerten Radikalismus zu verfallen. Der O f f e n e B r ä e f , den Dizengoff Ende August'in . der hebräischen Presse Palästinas veröffentlichte, hat durch seine Schärfe weit [über die Grenzen' -Palästinas hinaus Aufsehen erregt. Die •Palästinaregierung, so erklärte Di^ .zengoff in diesem Brief, habe durch ihr Verhalten seit dem Beginn der Unruhen das Land demoralisiert, Anarchie und Gesetzlosigkeit her- .vorgerufen, und jegliche. Autorität von Gesetz und Verwaltung sowie die bürgerliche und öffent,-., liehe Disziplin verniejitei Nicht von dem fligli :Cohiniissiorier werde das Land beherrscht, sondern von , "dem Obersten Arabischen Komitee» von der arabischen Jugend und einem. Mob von jRäüberri. Wenn die, Regierung nicht imstande sei; Leben, Eigentum und Ehrje: derjenigen zu jschützeri,.' die ini Vertrauen;auf 'gegebene Versprechungen ins Land kamen, dann solle sie'offen zugeben)' daß diese Versprechungen und Ver- . pflichtungen wertlos sind. Unter solchen Umständen; wäre, es besser, wenn die Regierung in inutiger .Offenheitfihre ^Absichtfrdie; jüdische Ein-'' wanderurig .einzustellen, bekanntgebend würde. - Das jüdische Volk werde dann wissen,' daß' die-11 Mandatarmachtcisich demnMandat; :entzifeht,i;um de^, Juden sjelbst den Avdha^Jhr^sjNationalheims'" zu;:übjerlasseni - I)asH ire^ich -y^nrydenjenigen .«ufgeb^iutnateiden^>->diei Aa»tt.r;^t^ol3jLo§i^>stoi>-v.-AU A?C' -•.-yik-'sw ' Meir Dizengoff, der jetzt an Herzschwächer 4ie im Zusammenhang mit einer schweren linksseitigen Lungenentzündung auftrat, gestorben ist, hatte erst im Januar 1935 eine , schwere Erkrankung, durchgemaehtj •. Man Jiatte kaum -noch an. ejn;A^k°mmen] ^des Patienten) geglaubt/ Efeß djie •ungemein .ätaS^eril^QiiiStitutiiG^. ]>iz^goffsU'&m. •;• tfC^^seia^j-h^^TAlMirsnübeiSv^^kwev^ Krise r Idnweghalft fi wursd.e i'!fast wie ,iiem.:^Wundefi äh^e-; sehen. Im August 1935 erlitt,h«r nanifi veiner Schweizer Reise einen schweren, Rückfall. ^Trotzdiem; 'widiriete ef^-siennäch st likig'':'#ie,der-; irut ^'c^;l&äff*fÜfer-! Wfe^ti|d1^n ä*-l?Ät*04**i^- *^1:^Hi'&^täiliiMVii^'m 'Ärt^iT "