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Der Israelit · 1936-09-10 · Heft 37 (10.9.1936) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 37 (10.9.1936)
Date
1936-09-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
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D Je r! I s r a c I i t Nr. 37 Seite 13 Die Synagoge in Emden, . t, ,• frühere Wirkungsstätte von S. R. Hirsch, feierte vor kurzem ihr hundertjähriges Bestehen. (S. „Israelit"''Nr. 35, Seite 14) ■/•'< Personalien. Landsberg (Warthe), 4. Sept. Nach über 45jäLriger Tätigkeit t^- wovon allein 38 ^Jahre in Landsberg ist am hnV« m Lehrer und Kantor Karl S t e r n -nach schwerem Leiden verstorben. Stern, aus Hessen stammend und Absolvent des Lehrerseminars in Hannover, erfreute sich wegen seiner beruflichen Eigenschaften-., und nicht minder wegen seines friedlichen, leutseligen Wesens in seiner Gemeinde und bei seinen 'Kollegiengrößter Achtung; Seine pädagogisch© Begabung und große Gute Widmete er der Schule, wie ja auch besonder® die Jugend ihm -sehr zugetan war. An der Bahre widmeten ihm Bez.-Rabb. Dr. P 1 o t k e, Ländsberg, Rabb. i. R. Dr. E l saß , Berlin und der Gemeindevorsitzende Heymann ehrende Nachrufe. Für den Lehrerverein der Provinz Brandenburg und zugleich, als Nachbarkollege sprach Kantor Löwy, Küstrin. n*3Xin Schermeisel b. Meseritz, 1. Sept. Unser langjähriger Vorsitzender, Julius Gutermana, wurde kurz vor Eingang des Schabbos durch Herzschlag seiner Familie und uns entrissen. An der vor einigen Jahren vorgenommenen Renovierung unserer alten Synagoge, die heute nur noch an den Feiertagen ihre Pforten öffnet, hatte er regsten Anteil. Als g'ttesfürchtiger Mann lag ihm auch die Erhaltung aller Gemeindeinstitutionen sehr am Herzen. Seine große Beliebtheit, auch seitens* der nichtjüdischen Bevölkerung, zeigte sich bei der Beerdigung, bei der Lehrer Löwy, Küstrin, die Trauerrede hielt. rraxan Frankfurter Vereinskalender;. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgens'nach Schluß der Synagoge: n»m, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4 30 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. Schabbos nachm. 4.15 Uhr. im Hörsaale Friedberger Anlage, Chumisch und Raschi, Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, f»ix ejbT. Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal. omaK \X0i Herr R A. Dr. Schlesinger. — nachm. 5-30 Uhr im Hörsaal, (auch für Damen), „Haftauro" Herr Rabb. Mayer. — Sonntag vorm. 9 Uhr im Vereinslökal, «im, Herr J. Soff er. Sonntag abend 6 45 Uhr im Hörsaale, Mussar.vortrag des Herrn S, Schachnowitz über „Das Gleichnis im Dienste des Mussar". :■<■"■ Montag (auch Donnerstag) morgens nach* Schul: ruwn- Mitgliederlernen. ■-. ,; Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, (f Vin) inna, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, Herr R.-A. Dr. E. Posen. / Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr im Vereinslokäl,''*-»*','Herr R.-A Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 13, Sept. : Max Weil-Stiftung. Sonntag, 13. Sept.: Ludwig Elieser Kallmann-Stiftung. Montag, 14, Sept. i.Ahroh Kallmann-Stiftung. Dienstag, 15. Sept.: Lea Abigail Springut-Stiftung. Mittwoch,; 16. Sept.: E- Eschwege geb. Adler-Stiftung- Liwjath Oben. Sa'mstag 574 Uhr nach Mincho im Hörsaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Am Ausgange der Ruhe". Agadas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mnssar. Herr 'Gemeinderabbiner Josef Horovitz-'! T"3 'oa (für Baalebatiin), Sonntag 9 Uhr, Dienstag Und Donnerstag 19-20 Uhr, Fichtestr. 5. Säbbat vorm. 11-12 Uhr (für Jugendliche) D"n m«, Fichtestr. 5. —Aus „Chofez Chajim" (für Jugendliche), naw .4.30 Uhr, ebenda. — Messilas Jeschorim. 5.30 Uhr. Herr Dozent J- Ehrentreutroin mit a'snsn, Sonntag 18 Uhn Uhlandstrt 39. ' Herr Rabbiner Mannes, ra-Q 'ri, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr; 38. ■ -. V Herr R.-A. Dr. E. Posen own msn, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. : Herr B. Rachelsohn, rnni mvn Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. .; R.-A. Dr. M. Schlesinger, näs? 'm für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos 17.30 Uhr, Rabbihatszimmer, Friedberger Anlage.; Herr J. Sofer, 'BV «p, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18- Herr Zuntz, D"»n mut, Sonntag nach -tflim, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Sqhabbos vormitt. 10^2 Uhr im Heime, Schwanenr straße 12, Tnach-Schiur des Herrn Julius Lewin. „Das Buch Samuel". Gästq, willkommen. Gebetzeiten. •j^i D'as: nitt Freitag abend 6.15 . ^Samstag naawn 6.50 .. > , Samstag morg. .8.00 . . Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 7.35 Wochengottesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 5 45 Sonntag niwbot 's 5.30 . 1 " Mittwoch n"-j ai» 4 55! An G'ttesdienst anschließend: Lernen des D"n ipa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 6.30 Tefillinlegen am Morgen 5.05 Die Frankfurter Woche. Das Gleichnis im Dienste, des MuSSar. Zum Abschluß der Elulmussar-Vorträge spricht diesen' Sonntag abend nach Schul 6.20 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage Herr S. Schachnowitz über „Das Gleichnis im Dienste des Mussar". Mitglieder und Gäste sind höfl. /eingeladen. Vom Noar Agudati. Der Noar Agudati schreibt uns: Wir benötigen für unser hiesiges Beth Chaluz: eine Sukko, Bücherschränke, Personen- oder Dezi* malwage, Badewanne und einen Eisschrank. Für frdl. Ueberlassung sind wir sehr dankbar und bitten, Meldungen an unser Heim Schwanenstr. 12 (Tel. 46315) zu richten. Eim Nachtrag zu einem Nachrufe. In Nr. 33 des „Israelit" wurde in ehrenvoller Weise Rabbi Berl Gorfink eis ^"xt gedacht, der am 5. August auf dem Friedhof der Israelitischen Reiigionsgesellschaft in Frankfurt a. M. zur letzten Rühe gebettet wurde. Die bedeutende Persönlichkeit des Heimgegangenen indessen läßt noch folgenden kleinen Nachtrag als geboten .erscheinen. Als Rabbinersohn in Kameniz bei Brisk geboren, gehörte der Schule der berühmten rabbinischen Größen von Brisk: Rabbi Josef Bär Soleweizig und Rabbi Chajim Brisker, an. Ob man sich mit G. über einen msj? und nia'ni unterhielt, ob man ihn in der Synagoge beim Beten beobachtete, oder ob man seinen klugen Rat in weltlichen Dingen einholte — immer wieder 'machte sich der Geist jener Schule bemerkbar, be- "merkbär durch das klassische, logische Denken, durch die tief durchgeistigte Andacht und durch das glühende" mitfühlende Herz. 'Gorfinkel war ein |"i»^> großen Stils, «in tiefer ö'ap ri» und ein *ron $>aia von besonderem Ausmaße. Um nur eines zu nennen: Am Tische des Rabbi G. speiste, trotz eigener großer Dürftigkeit, lange Zeit allsabbatlich ein fremder Junge. Im vierten Lebensjahr verunglückt, war G. lebenslänglich krank. Er verschied leider schon im 58. Lebensjahr, Bewundernswert war G. ob der Geduld, der. G'ttergebenheit, ja, man kann fast sagen, ob des frohen Mutes, mit dem er all die Jahre hindurch die vielen Leiden getragen hatte. Bewundernswert aber auch waren die Leistungen seiner edlen, gleichgesinnten Gattin, die ihm während der 16jährigen Ehe treu zur Seite stand und aufopfernd für ihn sorgte. Zeugte schon der erste Entschluß der Frau G. izu dieser Ehe ypn einer Seelengröße sons dergleichen — sie sah sich durch die große Thoragelehrsamkeit ihres Mannes für alles entschädigt — so setzteisie mit-der späteren langjährigen aufopfern*, den Pflege des .Mannes jenem Entschluß die Krone, auf.'''Wahrlich —n auf solche nvjpnx oyoi. kann das Judentum?stolz sein; sie gereichen der jüdischen Gesamtheit zur Ehre! ,b , B. R. J. T. B.-Sportecke. Am vergangenen Sonntag hatte der JTB. den T, S. V, „Schild" Frankfurt a. M, mit seinen Schüler- und Jugendmannschaften izu Gast. Im ersten Spiel standen sich die II. Schülermannschaften beider Vereine gegenüber. Nach anfänglicher Ueberlegenheit. der JTB-Jungens, 'die mit 4:1 in Führung lagen, gelang es „Schild", auf 4 : 4 gleichzuziehen. Doch kurz vor Schluß erzielte JTB. durch seinen Mittelstürmer den Siegestreffer, so daß die.II. Schüler ihr erstes Spiel 5 : 4 gewannen. Dann traten die, : I. Schüler^Mannschaften beider Vereine an. Es kam kein flottes Spiel zustande, da „Schild" mit Ersatzleuten antreten mußte. JTB war dauernd überlegen und konnte das Spiel mit 6 : 0 für sich entscheiden. Den Höhepunkt des Tages bildete das Zusammentreffen beider Jugendmannschaftea. Es entwickelte :<sich sofort ein flinkes Spiel und konnte JTB durch 'einen' prachtvollen Fernschuß seines hervorragenden Mittelläufers in Führung gehen. Immer wieder war es hauptsächlich die rechte' Sturmsieite, unterstützt durch den eifrigen rechten Läufer, die die Angriffe nach vorn brachten. Bei einem Halbzeitstanide von 3 : 0 für JTB wechselte man' die Seiten. „Schild" griff sofort an und kam durch einen Strafstoß zu seinem Ehrentor. JTB ließ jedoch nicht locker' und unaufhörlich rollte der Ball gegen* das Schild^Tor. In gleichen Abständen schoß der JTB-Sturm noch weitere vier Tore, so daß der JTB mit einem Gesamt« ergebnis von 18 : 5 ein glänzendes Resultat erzielte. . Zwischendurch sah man ein Lehrspiel der JTB- Handballer gegen eine auswärtige Auswahl-Elf, das die Auswärtigen, infolge besseren Zusammenspiels, verdient mit 5 : 1 gewannen. Das Programm des Kulturbundes für 1936/37. In 'einer Pcressekonferenz gab die organisatorische Leiterin, Frau Hedwig Levi-Michel, nähere Aufschlüsse über die kommende Programmgestal» hing. Als Nachfolger für H. W. Steinberg wurde Generalmusikdirektor Prof. Dr. Jul. Prüwer (früher in Breslau und Berlin)' berufen, der das neuergänzte hiesige Orchester in Stärke von 38 Musikern leiten wird. Gleichzeitig ist dieses Orchester, . das seinen Stammsitz hier hat, als Tourneeorchester für ganz Deutschland gedacht. Die finanzielle Grundlage (60.000 RM.) kann und darf als gesichert gelten, da außer einer Beihilfe der hiesigen Israelitischen Gemeinde in Höh© von 15.000 RM. sämtliche Kultuirbundsbezirke für die Reistsumme die Garantie übernommen haben. Aus diesem Orchester heraus bildet sich eine Trio- und Quartettvereinigung, die die kammermusikalischen Veranstaltungen bestreiten wird. Neu geschaffen wurde die Operngemeinschaft, •die sich zum Ziel gesetzt hat, folgende Opern aufzuführen: Zauberflöte, Carmen, Rigoletto, Josef in Aegypten, Hoffmanns Erzählungen in Konzertfassung, Barbier von Sevilla und Orpheus von Glück in szenischer Gestaltung. Die Leitung dieser Gemeinschaft hat der Berliner Intendant Dr. Kurt Singer übernommen, die musikalische Leitung wird Richard Karp (früher Bonn) übernehmen. Ferner finden Choraufführungen des Jüdischen Kammerchors, der jüdischen Ghorvereiini.gung unter Leitung von Dr. Ehrenreich statt. U. a. wird der Elias, von Mendelssohn gebracht werden. Diese Chöre werden auch bei den Opernaufführungen. mitwirken. Für das Schauspiel wurden Verträge mit dem Kölner und Hamburger Ensemble abgeschlossen. Ferner sind Solisten-Abende mit Rosa Elkin (Klavier) und mit Alex. Kipnis (Gesang) vorgesehen. Für die leichtere Muse ist an Dela Lipinskaja, Max Ehrlich usw. gedacht. Auch sind Ausstellungen der bildenden Künste vorgesehen. Es bleibt zu hoffen, daß die hohen Ziele, die sich der Kulturbund Rhein-Main gesteckt hat, die volle Unterstützüng der Mitglieder der Gemeinden finden. Auch die Monatsblätter werden wieder regelmäßig erscheinen. 1 A. K. „Was Ihr wollt". Am Samstag abend, den 29. August, füllte eine Sommerveranstaltung Frankfurter jüdischer Künstler den großen Saal der Frankfurt-Loge fast bis zum letzten Platz, und alle kamen vollauf auf ihre Kosten. Edith Eisen hei m e r begeisterte und entzückte das Publikum mit ihrer charmanten Kunst. Hans A s s e n h e i m sang mit seiner schönen, kräftigen und bestens geschulten Stimme mehrere Arien und Sophie Seligmann erfreute da® Auditorium mit Vortragsstücken, die sowohl durch .ihren gediegenen Inhalt wie durch . die kunstvolle Rezitation großen Beifall fanden. Max Firnberg am Flügel war wieder guter Begleiter der Künstler und trug zum Erfolge des Abends bei. Qualitäts. und Leistungsschau. Der Verein selbständiger, israelitischer Handwerker und Gewerbetreibender e. V. in Frankfurt a. M. veranstaltet in den Räumen der Frankfurt-Loge am 4., 5. und 6. Oktober (Chol Hamoed) eine Qualitäts= und Leistungsschau, verbunden mit einer Ausstellung von Lehrlings arb eiten und Werkstücken aus den jüdis chen Anlern Werkstätten. i Die Ausstellung verspricht sehr. interessant zu werden, denn sowohl die Handwerker als 'die ausstellenden Geschäfte werden ihr Möglichstes tun, um dem besuchenden Publikum einen Beweis ihres Könnens und ihrer Leistungsfähigkeit zu geben.

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