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Der Israelit · 1936-09-03 · Heft 36 (3.9.1936) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 36 (3.9.1936)
Date
1936-09-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Nr. 36 Der. Israelit 3. September 1936 Ein Gebet für Erez JisroeL. , Am vergangenen Sabbat t^txn 'a , wurde an sämtlichen Synagogen Hollands auf Anordnung der Rabbiriate folgendes Gebet bei geöffneter Thoralade verrichtet: narnn nsra uiunn ^»s: 'D^awa .»awrn unR -ps1? 'jyn *py nx ltren» npixi ms n» ntwn nmum wr «wx D'p'san nan ^sa du ^di. ran. insan dtiu 'laoi pH pxa ijwy rtia^si "jwn pxn D'aHJi an» ■»im iap Dna D*>aii. ontf? rrn u1? nrn"? ivaRni? nan K^n onban '^süünn laa'i naw latm «wnpn pxn wniafc p«a asna njn «ans ftam man D^ana wtn.ffnin o^na i:V :notpi namai pxa übst 'tuw on»%r ina nsm Wim on'sy dk wwi DiTyoa rix lonrn •fiK?i oan by «pni o'w: i^arr k^i irnxa D'ai •orrsaa K'jKöana nwa 'ixis'' nan an "o ujraur njnatf nnsn was?» wn* '•»na tsn »tp >ai -to k^w nnx^ waa ^sr xa' «nn *iaw ansy oij?n oki -uxik Vx mxra nTirn pxn or-rjra imx 'ma nao* 'S irnx 'asa nuoai nuo n>nn nnxB^i mpnV üb fHonan awsib .nrmai ma na» xxa^ ib'mnff •D'snn D^n^ na ni'nnVi X " ^>x mmpB-"p'» na^nn lasnw ^ipV na'wpn n x:x K^Süüna maVa a"? on./Dmxa ybx D'psnxn *psr w^a'i D'saini D'^wa ö'&ok px*» nwy ,n!?a^ mtzn 'T *?5? Dn1? rnoaw pnirp^rc nwrt onnoam man •ja» m1? lrmax pxa anna xva io^b wmbn nan Tina jnn mVwai ai^wa nua^ rmv law ]jra^ jrxV xai i*T3sr mV |ip maxrii wrwaV na "psn» •]a« ira-a nnnaa ^»u Der Duchan des R- Jose. Von Saul Kaatz. Ein vielbehandelter talmttdischer Satz ist der . Ausspruch des R. Jos e (Sabbat 118b) ^yvnay'n'B jfpv 'JK?3n? rf?y nan '5> onaiK d« ]nw 'ruif '»sya 'as yrr ■■nan 'nan „Mein Lebtag habe ich die Worte meiner Genossen nicht übertreten. Ich weiß es selbst, daß ich kein Kohen bin. Wenn meine Genossen mir sagen: Gehe hinauf zum Duchan, dann gehe ich hinauf." Dieser Ausspruch hat Kommentatoren und Dezisoren beschäftigt. Vgl. u. a. Tossafot z. St., Meharscha sowie Orach Chajim 128 usw. Manche haben geglaubt, •die Schwierigkeit, die darin liegt, daß R. Jose, ohne Kohen zu sein, den Priestersegen sprach, dadurch zu beseitigen, daß sie den unmittelbar darauf folgenden Satz '-iinsV 'mim nan »mn» ab »a*» 'dv -r«i folgendermaßen deuteten: „Mein Lebtag habe ich (den Prle-stense^en) nicht gesprochen, sondern ich bin zurückgekehrt." Aber so geistreich diese Deutung auch ist, sie ist Drasch und nicht Pschat, Denn dieser Satz wird vom Talmud Arachin 15b in einem ganz anderen Zusammenhang und in einem ganz anderen Sinne zitiert. Besonders rätselhaft erscheint es, daß R. Jose sagte: „Ich weiß es selbst, daß ich kein Kohen bin." Was soll die Hervorhebung „Ich weiß es selbst?" Lag denn ein Geheimnis über seiner Geburt, das er allein kannte, seine Genossen aber nicht, so daß sie ihn irrtümlich für einen Kohen hielten? Der Verfasser des bekannten Pentateuchkommentars Tauro temimo hat in seinem Werke Mekor Boruch, was ich einer mündlichen Mitteilung des Herrn Leibowitz in Bad Homburg verdanke, sich aus diesem Grunde veranlaßt gesehen, anzunehmen, daß statt Ina zu lesen sei 'ia „ich weiß es selbst, daß ich nicht: würdig bin." Aber diese Erklärung befriedigt schon deshalb nicht, weil Recht und Pflicht des Duchan nicht von der Würdigkeit abhängig ist. Ich glaube vielmehr, daß die Dunkelheit des Ausspruches auf eine andere Weise zu lichten ist: Unter R. Jose ist im allgemeinen R. Jose ben Chalafta zu verstehen. Aber außer ihm gab es noch andere Tannaiten, die den Namen Jose führten, z. B. der zu den Schülern des R. Jochanan ben Sakkai gehörende Tanna R. Jose Hakkohen, welcher in Abot 2. 9. erwähnt ist. Dieser R. Jose Hakkohen wird dort einige Sätze weiter einfach R. Jose genannt; also unter Weglassung der Bezeichnung pan» Ich glaube nun, daß es sich bei unserem Satze um diesen R. Jose handelt. Zeichnete er sich doch durch eine besondere Rücksichtnahme auf Andere aus, wie das sein Wahlspruch, Abot 2, 12 beweist: „Das Vermögen deines Nächsten sei dir so lieb wie dein eigenes." Ich bin der Meinung, daß an unserer Stelle }na 'i'sw positiv aufzufassen ist- „daß ich ein Kohen bin." Man braucht nicht einmal anzunehmen, daß statt "»ynv zu lesen sei *38W» denn auch '3'» mit Jod (vgl. das talmudische Wprierbuch von Levy, Stichwort fK I) kann eine, Bejahung sein. Ferner kann, wie aus den in Pesachim 7b zitierten Bibelstellen ersichtlich ist, ">as? „vorangehen, zuvorkommen" 'nnptn tsitf'^ bedeuten. Ich übersetze und inijerpretiere daher unseren Satz folgendermaßen: „Mein Lebtag bin ich den Worten meiner Genossen nicht zuvorgekommen. Ich weiß es selbst, daß ich ein Kohen bin (bedarf also keiner Aufforderung, zum Duchan.) Aber erst dann, wenn meine Genossen mir sagen: Gehe hinauf zum Duchan, gehe ich hinauf." So erhält der Satz m. E. einen klaren Sinn. Wenn die Worte /jerst dann" fehlen und dem Sinne nach zu ergänzen sind, so findet sich dafür eine Analogie in einem anderen talmudischen Satz, der ebenfalls vielumstritten ist. Pesachim 86b heißt es: ■ xxn Tin nS7? n,an ^ya "P "wirp bo (Vgl. auch Derech erez rabba VI). „Alles was der Hausherr dir sagt, tue, außer: gehe hinaus." Die beiden letzten Worte Ks» fin sind eingeklammert Der Talmud wendet diesen Ausspruch, welcher Orach Chajim 170, 5 kodifiziert wird, in dem Sinne an, daß man den Anordnungen des Hausherrn Folge zu leisten habe, eine Vorschrift, die, was nicht erst gesagt zu werden brauchte, der Höflichkeit und der guten Sitte entspricht. Aber die Sentenz "miiwnöVa "irr wird vom Talmud als ein geflügeltes Wort, als ein Volkssprüchwort zitiert, ganz unabhängig davon, was die Sentenz außerdem noch enthält. Daher werden die beiden letzten Worte vom Talmud weg gelassen, bezw. eingeklammert. Die Sentenz ist näm lieh folgendermaßen zu übersetzen, bezw. zu interpretieren: „Alles, was der Hausherr dir sagt, tue (und zwar erst dann, wenn es der Haüsherr dir sagt) außer: Gehe hinaus." (Du mußt von selber gehen und nicht erst warten, bis der Hausherr dich hinausweist). Auch hier ist also in Gedanken „erst dann" zu ergänzen, ähnlich wie im Ausspruch des R. Jose. Jomim Noraini-Buch. Einen Arbeitsplan und Stoffsammlung für ca1»"» crfüyz hat Bernhard S. Jacobson, Hamburg, für die' Bundesleitung des „Brith Hanoar schel Zeiirim Hamisrachi" mit Unterstützung des „Keren Thora Waawodah für Deutschland" (Berlin-Charlottenburg 2, Joachimsthalerstr. 7) herausgegeben. Es ist daraus eine stattliche Broschüre von 118 Seiten geworden, die den jungen jüdischen Menschen die Vorschriften und die Bräuche der heiligen Tage nahebringt. Kurzgefaßte Aufsätze über einzelne Gebete und Gepflogenheiten dieser Tage führen den jungen Leser in die Gedankenwelt der Feste ein. Im zweiten Teil werden die Texte mehrerer Feistgebete kurz und anschaulich erklärt. Zum Schluß wird über die Bedeutung der Tschuwah einiges aus Rambam und Rabbenu Jona Gerondi angefügt. Alles schön! Aber wozu dann auf Seite 31 die „Belehrung", daß Jomkippur „früher" anderen Charakter gehabt hätte als heute? Klingt das nicht an die Weisheiten der Bibelkritiker ah, die von den „alten jüdischen Bräuchen vor Entstehung der Religion" sprechen? Wenig geschmackvoll scheint uns auch die Parallele zwischen Taschlich und dem alten germanischen Brauch am Rheine. Es ist schade, daß durch diese Entgleisungen uns der Gebrauch auch der guten Stellen dieisas Buches für unsere Jugend unmöglich 28" macht wird. Nützliche Werke für Frauen- In vierter Aufläge ist das bekannte Buch für die jüdische Ehefrau unter dem Titel o1^ mm von Dr. L. Münz im; Verlage von A. I. Hofmann, Frankfurt a. M., erschienen. Diese populäre Schrift war lange Jahre ein Wegweiser für die jüdische Frau und. ein Geleitbuch in die jüdische Ehe. Sie bedarf daher nicht der weiteren Empfehlung, man darf nur den Wunsch und die Hoffnung äußern; daß das Buch Verbreitung und sein Inhalt volle Beachtung bei den jüdischen Ehefrauen findet. Zur gleichen Zeit erschien unter dem Titel D^n Ssw m33. ein Leitfaden durch das jüdisch.e.Ehe leben, herausgegeben vom Komitee nnswan mnu in Wien. Auch diese Schrift enthält alles, was die jüdische Frau zur Wahrung der mnoi jnrnp im Eheleben wisisen muß und kann daher in gleichem Maße empfohlen werden. Wer seine Ferien am herrlichen Strande in Zandvoort (Holland) verbringen will, -findet beste Unterkunft und streng rituelle Verpflegung bei allem modernen Komfort und mäßigen Preisen in der Familienpension von Julius Bier, die das ganze Jahr geöffnet ist und auch ruhigen Winteraufenthalt bietet. Groß ist in diesen Zeiten das Bedürfnis, der jüdischen Gemeinschaft nach ansprechenden Lokalen, in denen sie sich ungezwungen bewegen kann. Es wird daher auch von weiten Kreisen mit Freuden begrüßt werden, daß Herr Siegfr. Salomon, Ffm., seine schon bald seit 40 Jahren bestehende Restauration in die behaglichen Räumlichkeiten im 1. Stock seines Hauses verlegt hat, die sich auch vorzüglich zu Festlichkeiten eignen. Aeußerste Preise, die vorzügliche Küche und eine freundliche Bedienung gewährleisten den.Gästen einen, angenehmen Aufenthalt. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgens nach Schluß der Synagoge: d*3»t, Herr R.-A- Dr. E. Posen. — nachmittags 4.30 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. Schabbos nachm. 4.15 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, Chumisch und Raschi, Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, föiK «]0V. Herr S. Schachnowitz, — vöfm. 9 Uhr im Vereinslokal, omax p». Herr R.A. Dr. Schlesinger.— nachm. 5-30 Uhr im Hörsaal, (auch für Damen), „Haftauro" Herr Rabb; Mayer. — Sonntag vorm^ 9 Uhr im Vereinslokal, «"im, Herr J. Söffer. Sonntag abend 6 45 Uhr im Hörsaale, Mussarvortrag des Herrn Gemeinderabbiner Jos. Horovitz. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul; J13»»- Mitgliederlernen. " Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im.Vereinslokal, (]^in) «im, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, n3B?a, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr im Vereinslokal, mm, Herr R.-A. Dr. E. Posen- Jahrzeitsstiitungen. Schabbos, 5. September: Jakob Marburger-Stiftung. Lfwjath Chen. Samstag 5^4 Uhr nach Mincho im Hörsaal Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz; „Zwischen Gerisim und Ebal damals und heute". Agudas Jisioei-Ortsgrappe. Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. i"3 'DO (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr, Fichtestr. 5. — Sabbat vorm- 11-12 Uhr (für Jugendliche) D«n ms, Fichtestr. 5. — Aus „Chofez Chajim" (für Jugendliche), 4.30 Uhr. ebenda. — Messilas Jeschorim. 5,30 Uhr. Herr Dozent J. Ehrentreu, wmn mit n'Bnsn, Sonntag 18 Uhr, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner Mannes, Jvoia ^"T, Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R.-A. Dr. E. Posen own ms», Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B- Rachelsohn, mra mtt?a Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A- Dr. M- Schlesinger, mt? 'm für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos 17.30 Uhr, Rabbinatszimmer, Friedberger Anlage. Herr J. Sofer, w ep, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, o""n mix, Sonntag nach n'-irm, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. 'Agudas Jisroel-Mädchengruppe. > Schabbos vormitt. IOV2 Uhr im Heime, Schwanenstraße 12, Tnach-Schiur des Herrn Julius Lewin. „Das Buch Samuel". Gäste willkommen. Gebetzeiten. sinn 13 Freitag abend 6.30 Samstag nttswn 6.50 Samstag morg. 8 00 Samstag nachm 1.00 und 5.00 Samstag abend 7.50 Wochengottesdienst: Schülerminjan 6 Uhr. Hauptminjan in der Synagoge 6.30 Daran anschließend : Lernen des D'Ti ipa-Vereins im Hörsaal Zweiter Gottesdienst im Hörsaal 7-30 Nachmittags 6.30 Tefillinlegen am Morgen 4.55 Briefkasten. S. G. in J. Die hiesigen Aguda-Instanzen halten eine Veröffentlichung des Eingesandt nicht für ratsam. Gruß l M. St. in F. Besten Dank für die Mitteilung. Eine Berichtigung halten wir nicht für angebracht. Wochenkalender. Vom 5. September dis 12. Septemb er 1936 / Vom 18. — 25. EIul 5696 »BT sp Samstag : 5 18 i"y 03 Kian '3 Sonntag 6 19 D Montag Aug. 7 20 KD Dienstag Sept. 8 21 '?0 ' Mittwoch 9 . 22 '• 30 ' Donnerstag 10 23 TO - Freitag 11 24 no Samstag 12 25 ' ' P 7>i D'ast

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