Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 34 (20.8.1936)
- Date
- 1936-08-20
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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^i^rSZ^^^ä^^?^^ ^^f^^jWf^0^^^^^!^0J^^^^^^^^^^^^^^'Si D er 1 s r a e 1 i t 26. August-1936- *s O,'. :->«<,'ir^.nijfc*f.,j»f. Saite 14 Nr. 34 Agudas Jisroel - Bewegung, Nachträgliches aus der Kenessio Mechino. Ueber die Generaldebatte am Mi t t w o c h abend ist noch ergänzend nachzutragen, daß diese Abend* sitzung'unter Leitung des Vizepräsidenten des Zentralrates, dem Sädagorer Rebben, Rabbi Jacob' Fried mann stand. Meier Schwarzmann sprach sich für die Zeiirim in Polen gegen das von Breuer geplante Abkommen aus. Dr. Reichmann wünschte die Abfassung einer Proklamation für das wahre Wesen des Judentums. Herzlich begrüßt, ergriffen Oberrabbiner Bloch, Telschi und Rab* biner Twersky, London, das Wort. Ersterer be-. begründete noch Rabbiner Rottenberg, Antwerpen, sein« ablehnende Haltung gegen das geplante Abkommen mit Misräcbi, -und eine kurze Erwiderung Isaac Breuers führte zu der. von uns bereits m'itge* teilten Resolution über die zu gründenden gemeinsamen Arbeits büros. Neben den schon veröffentlichten Resolutionen seien hier noch folgende Entschließungen erwähnt: Religiös:« Selbstbesinnung. Der Z. R. richtet an alle jüdischen Brüder auf dem Erdenrund den Appell, dem Schofarruf des G'ttes Jisroel ihr Ohr nicht zu verschließen, der aus allen Erlebnissen des jüdischen, Volkes während der letzten bitteren Jahre spricht. Laut und vernehmlich predigen, diese Ereignisse die Ohnmacht aller künstlichen mens chlichen Rettungsversuche an dem ins Gola verwiesene Volk der Thora. Retten kann un9 nur — sowohl auf dem Boden Erez Jisroels wie in den Ländern der Gola die aufrichtige Rückkehr zu dem Lebensquell der Thora, der unsere Väter und Mütter in den finstersten Leidenszeiten der Geschichte lebendig erhalten hat. verpflichtet die Lanidesdirektorien ■und' Beth Jakob*1 Komitees, sich in den Dienst der Propaganda-Arbeit zu stellen. Die Stiftüng vierfolgt den Zweck, das Ke- Teri Hatoräh- und Beth Jakohwerk dauernd mit den Namen seiner Schöpfer zii verbinden, indeiri sie dieses Werk in ©einer Gesamtheit finanziell stärkt und sichert. Zur Verwaltung der Stiftung sollen die K. H. und Beth Jakob=Zentralen eiriien internationalen Ver* waltungsrat und ein' engeres Verwaltungskomitee berufen. Der Verwaltungsrat; bestimmt im Einvernehmen mit den K. H.^ und B. J.-Zentralen,' inwieweit die Gelder der Stiftung für die laufenden Bedürfnisse verwendet, inwieweit sie als eiserner Fond zirisbrin* gend angelegt werden; Ausbau des Beth Jakobwesens." Der Zentralrat ersucht das von der. sozial=pädagogischen Konferenz, die am 13- Ijar in Krakau stattfand,-gewählte Sechs Männer-Komitee, den agudistischen Instanzen die von ihr auszuarbeitende Denk* Schrift über den „Ausbau des polnischen Beth Jakoberziehungswesens nach (der haus wirtschaftlichen und sozialpädagogischen Seite" schnellstens einzu* reichen. Er begrüßt die Erweiterung der, Beth Ja- Dr. Isaac Breuer überlegt sein Referat richtete über die von der Agudas Jisroel gegründe-. ten Jawne schulen in Litauen, letzterer über die Erfolge der Agudas Jisroel in England. In der Vormittagssitzung von Donnerstag erstattete der Präsident Jacob Rosenheim einen ausführlichen Bericht der Politischen Kommission und unterbreitete deren Vorschläge. Darauf überbrachte Zwi Weinberg, Gedera, die Grüße der Poale Agudas Jisroel in Erez Israel, indem er die Lage seiner Ghawerim unter den heutigen Umständen in Erez Israel schilderte. Die Grüße der gleichen Organisation in Erez Israel überbrachte Mosche Schönfeld in hebräischer Sprache. Zum Schluß Ein Wortführer der ersten und zweiten Kenessio Gedaulo, der in Marienbad fehlte R a b b i M e i e r 'S c h a p i r o '^"ST, der Begründer der Lubliner Jeschiwa und des Daf Jomi, ging von uns am 6. Marchesch wan 5694 (24. Nov. 1933) Jacob Rosen heim spricht Es ist die heilige Pflicht aller agudistiseben Lan* desorg anisationen, Orts- und Jugendgruppen, diesen Weckruf zur Teschuwa hineinzutragen in die weitesten Kreise der jüdischen Welt, die schlummernden Triebkräfte religiöser Selbstbesinnung in den Herzen zu wecken, zugleich aber auch durch unablässige gewissenhafte Selbsterziehung im Geiste von Thora und Mussar den Namen der Agudas Jisroel zu Ehre lind Anerkennung zu bringen. P a r t e i g e r i c h t. 3Es wird ein oberstes Part evig« ri cht, ,bestehend aus den Präsidenten des Rabbinischen Rates, des Zentralrates und der Exekutive gebildet, mit dem Rechte der Ernennung von untergeordneten Gerichten der Länder und bei Bedarf einzelner Gruppen, Auswanderung. Der Z. R. beschließt: 1. Eine Zentralstelle der Weltorganisation verbunden mit einem Informationsbüro und entsprechende Stellen der Landesorganisationen für die Einwände* rung nach aizßerpalästinensisohen Ländern einzurichten. Die Zentralstelle hat die Aufgabe, in den Einwanderungsländern die Voraussetzungen für ein dem Religionsgesetz entsprechendes Leben der Einwan* derer zu schaffen. Zur Erreichung dieses Zweckes sollen die zu den großen Einwanderungsorganisationen (Ica, Hias;, Hicem) 'bereits aufgenommenen Beziehungen in der Richtung fortgesetzt werden, daß bei der Ansiedlung für - alle religiösen Bedürfnisse, ferner durch . Bildung, gesetzestreuer Siedler grupp e n für jdie Möglichkeit eines religiösen Gemein* schaftslebens Sorge getragen werde. , 2^ Auf die Einwanderungsorganisationen soll dahingehend eingewirkt werden, daß die Berufsvorbereitung in den Auswanderungsländern in agudistischen Hachscharot erfolgen kann. 3. Der Keren Hatorah wird ersucht, die Ausstat* tung der Auswanderungsgruppen mit Sifre Tauro und Sforim vorzunehmen. 4. Die Laiidesorgandsatiöaieh trögen, zur Anlegung, einer Karthotek die,Personalien sämtlicher religiöser Auswanderer nach Ländern außer Palästina in bestimmten Zeiträumen melden. Die Karthotek soll nach Möglichkeit auch die bereits früher ausgewanderten erfassen. . . 5.. In den Einwa^de^rungsländfern möge die Zentralstelle agudistfsche "„Konsulate" errichten, denen e&,: obliegt, für die religiöse und -wirtschaftliche Be* treuiing der Eingewanderten Sorgte ,zu traf*£ti. D e u t s c h 1 ä"n de r - S ch« n i r r -:K5 « & ä c h t:n i ss'tjifittnig: des. K, H,, ■' Der ^entralr^t.jpe^c^eßti die J£. IS.r^eÄtrale .mit sofortiger D^cnlührung der Propaganda für oÜe Deutschländer*Schenirer-Stiftung zu beauftragen und Die Vorsteher der beiden mnp/ Rabb. W. S. Jacobson und Dr. S. E h r m a n n, sind optimistisch kob-Arbeit in der vorerwähnten Richtung und bevollmächtigt den Direktor der Betbr Jakobzentrale im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Waad Hapoel in Verhandlungen mit dem sachkundigen Frauenbund des Westens zu treten, um deren Erfahrungen dem Ausbau von Beth Jakob nutzbar zu machen. Notstands Sammlung für Erez Jisroel. Der Zentralrat appelliert an alle gesetzestreuen Juden der Welt, der von „Agudas Jisroel" eingeleiteten Sammlung zu Gunsten der Opfer .der arabischen Exzesse tatkräftiges Interesse zuzuwenden. Der Zentralrat stellt fest, daß eine gemeinsame, jüdische Sammlung für diesen humanitären Zweck an der ablehnenden Haltung des Jerusalemer Waad Leumi gescheitert ist. S ch m u fel D e ujs c;hl ände r -^*TtT' ein Name, der auf der Kenessio Metshino; immer;;auftaubhte, sö oft man vb& Keren Jattob sprach. 'Er wurde unsi kfl i^m;1feke entrissen am 9. Aw 5695 (8. August 1935)