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Der Israelit · 1936-08-20 · Heft 34 (20.8.1936) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 34 (20.8.1936)
Date
1936-08-20
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
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20.j'August 1^*36 D I i t Nr. 34 Seite 15 lütü-Maj.rf'n M-lbL,- * L^iU.'-l^a^'m.1---»> TSJEJSüBTf"?! Vermischtes. Ein Jubiläum der Emdener Synagoge. Emden, 17. August. Die Synagoge zu Emden, die frühere Wirkungs* statte von S, R, Hirsch Lmrxi, sieht auf ein Jahrhundert ih r es B'est e hens zurück. Au® diesem Anlaß wird1 am Sonntag, den 23. August, nachmittag 5 Uhr ein Festg'ttesdi e n s t in der Synagoge veranstaltet, für den ein. reiches Programm zusammengestellt ist. Im Mittelpunkte der Feier steht die Festpredigt des Herrn Landraibbiners Dr. ß 1u m, die von Gesängen und Ansprachen der Gäste eingerahmt wird. Um für .die auswärtigen Gäste genügend Platz in der Synagoge bereithalten zu können, bittet der Vorstand der Gemeinde Emden um sofortige Anmeldung ihrer Ankunft. Berlin, 19. Aug. Zu unserer im Korrespondenz enteile erschienenen Nachricht über die Erweiterung der Reichsvertretung wird unsnoch ergänzend berichtet, daß .der Eintritt folgender Heiren in den Präsddi-alau&schuß in Aussicht genommen ist: Rabb. Max Grunewald (Mannheim), Georg J o s e ph. t h a 1 (Berlin), Dr. Alfred Klee (Berlin), Adolf Michaeli® (Berlin) und R.-A. Dr. Horowitz (Frankfurt a. M.).. Die Frankfurter Woche. Vortragsabend mit Aussprache in der AgudaS Jisroel-Ortsgruppe über die Marienbader Kenessio. Am Sonntag, den 23. August (5. Ellul), 20.30 Uhr, sprechen die Herren Redakteur S. S c h a c hn o w i t z und Dozent J; E h re n t r e u über das Thema »''033 nrpn*'._ „Der jAbend__wiiid.Jmit einer Ansprache .des Herrn Gemein de rabbiners Jos. Horowitz eingeleitet.- . Zu der Veranstaltung, die im Hörsaal der IRG,, Friedbergeranlage 5) stattfindet, sind Damen und Herren herzlich eingeladen. Verein Mekor Chajim E. V. Auch in diesem Jahre veranstaltet der Verein während des Monats Elul Mussar Vorträge.. Die Vorträge finden jeweils. Sonntag abend anschließend an den Manchog'ttesdienst im Hörsaal, Friedberger Anlage statt. Die Vortragsreihe wird eröffnet diesen Sonntag, den 23. August, 7.15 Uhr, mit einem Vortrag des Herrn Dajan Dr. E. Posen: „Elulgedanken". — Gäste herzlichst willkommen. ■■■■■■■■-■■■■Ferien der Frankfurier Schulkinder.» Gar viele Eltern sahen in diesem Jahre mit einem leisen ßangen dem Beginn der großen Sommerferien entgegen. Wie sollte man es* fertigbringen, den Kindern die meist *o dringend nötige Erholung zu verschaffen, ohne teure Reisen oder Kuren bezahlen zu müssen. Wie sollten die Kleinen und die, Großen bei Regenwetter beschäftigt werden? ' Abgesehen von den Heilküren, die von der Jü- >dischen Wohlfahrtspflege, Abteilung Jugendfürsorge mit besonderer Sorgfalt während .des ganzen Jahres und in verstärktem Maße in den Ferien durchgeführt werden müssen, konnte durch die tatkräftige Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen, die sich die Erfüllung sozialer Aufgaben zur Pflicht machen, fast allen Kindern ein Erholungsaufenthalt verschafft wer* den. Der RjF. wird noch über den Erfolg der Verschickung von Ferienkindern zu auswärts wohnenden Kameraden zu berichten haben. An anderer Stelle wenden wir von dem Henriette Besthoff horte erzählen, dessen Kinder allabendlich mit frohen Augen vonT einem herrlichen Ferienaufenthalt in einem schönen Garten heimwärts marschierten. Hier wollen wir jetzt das Leben auf dem Spielplatz auf dem Buchrainweiher schildern, wo mehr als 300 Kinder ihre Ferien verbrachten. Der Hort in, der Bleichstraße hat diesen Ferienauf enthalt. gestaltet. Er hatte zunächst den herrlich gelegenen Sportplatz ausgewählt. Die „Quinckestraße", wie bei unseren Kindern die von Herrn Dr. Betgel geleitete und. von Frau Prof. Freimann treulich gepflegte Jüdische Jugendfürsorge heißt, hatte den Hört erweitert, indem sie alle noch nicht von anderen Organisationen erfaßten Kinder zur Betreuung während der Ferien überwies. Den Hortnerinnen, die sich ihrer großen Verantwortung bewußt waren, hatten sich einige. Lehrer des Philantropins und der Israelitischen Volksschule und' die Schulschwester der Israelitischen Volksschule zugesellt, um unter der pädagogischen Leitung von Frl. Wolf die Freizeit der Kinder zu gestalten und den. ihrer Obhut anvertrauten Zöglingen von Frohsinn erfüllte Ferien zu 'bereiten.: Frühmorgens brächte die Städtische Straßenbahn die Kinder an den Stadtrand, dann marschierte die kleine Gesellschaft durch den Wald in froher Erwartung des reichlichen Frühstücks aus. frischem Obst, das man gleich bei der Ankunft-auf .dem Platz, erhielt. Dann wurde unter Mithilfe der erwachsenen Führer, die zum Teil Sportlehrer waren, gespielt, marschiert, geboxt, gerungen und gesungen. Pünktlich kam das gut zubereitete Mittagessen in großen Thermophoren auf einem Lastauto aus der Notstands* küche und ein herrlicher, reichlicher Nachtisch aus der Haushaltungsschule. Iii großen, wettergeschützten Zelten wurde das Mahl eingenommen, und die Barmizwahjungen wetteiferten untereinander, das Tischgebet besonders gut vorzutragen. Die gemeinsamen begeisterten Schlußgesänge deuteten jeweils die allgemeine Befriedigung an. Nach dem Essen war eine gemütliche Ruhestunde, und am Ende des Nachmittags, unmittelbar vor der Heimkehr, wurde Kakao getrunken und man verzehrte dazu dicke Butterbrote. In der letzten Woche fand ein interessanter Sportnachmittag statt und eine inhaltsreiche Schlußfeier wurde vor Freunden gehalten. Obwohl es oft" und viel regnete, herrschte stets eine gute Stimmung bei allen Beteiligten, denn man wußte, daß die hervor* ragende Organisation sich auch auf schlechtes Wetter gerichtet hatte. Die begeisterte Hingabe der Leitung und: ihrer tüchtigen Helfer, überwand die' durch die Feuchtigkeit an manchen Tagen entstandenen Unannehmlichkeiten und verhalf zu einer Erholung, die sicher sehr nachhaltig sein wird. Wer durch eine noch so kleine Gabe dazu beigetragen hat, daß in diesem Jahr das Ferienwerk an den Kindem Frankfurts so gut gelingen konnte, kann sich freuen, ein Scherflein gegeben zu haben, damit verantwortungsbereite Frauen und Männer jungen Menschen frohe leuchtende Tage bereiten durften, die ihnen unvergeßlich sein werden. Dr. Frieda Fuchs. Großer bunter Abend. Der große Saal des Vereinshauses war vollkom- ' men ausverkauft. Ein aufnahmefreudiges Publikum hatte sich an diesem kühlen Sommerabend einge* funden, und wahrlich, — es wurde nicht enttäuscht. Unter der zielsicheren Leitung von Hans Assenheim rollte sich ein farbenreiches, unterhaltsames Programm ab, das von dem üblichen Stil bunter Abende bewußt abweichen wollte» Edith Eise nheimer sang mit entzückendem Charme franzö* sische und italienische Volkslieder; Theo Ra tne r spielte mit technischer Gewandtheit einige Violin- Bravourstückchen; Hans Assenhem brachte mit seinem wundervollen Bariton ungarische Völkslieder schön zu Gehör und Erni Stern sang nut-techndsch einwandfreiem Sopran, nur, im .Vortrag zu bewegungslos, die Arie „II re pastore" von Mozart und den Frühlingsstimmenwalzer von Johann Strauß. Trude Rosenbusch gefiel dem Publikum mit einigen nicht mehr ganz neuen akrobatischen Tanzphantasien und drei von Alfred Auerbach, Sofie Seligmann und Rudolf Ganz gut gespielte Kurzszenen trugen zur Vielfältigkeit des schönen Abends bei. Am Flügel begleitete das ganze Programm Max Firnberg — „schlagfertig" wie immer. Der Abend war ein ganz großer Erfolg, den das "Publikum durch lang. anhaltenden Beifall bestätigte. —e. „Was Ihr wollt"! Unter diesem Motto geben Edith Eisenhei* m e r , Sofie Selig mann und Hans Assenheim am Samstag, den 29. August, 20.30 Uhr im Vereinshaus, Eschersheimerlandstr, 27, einen Abend mit pöpulärem Programm aus Oper, Operette, Tonfilm und Kleinkunst. Am Flügel: Max Firnberg. Karten in den bekannten Verkaufsstellen. Sie wollen durch tüchtige Handwerkes« bedient und von leistungsfähigen Geschäften beliefert werden? Dann berücksichtigen Sie bitte fortan unsere Inserenten! FRANKFURTS HANDWERK u. EINZELHANDEL VON A BIS Z IM Movermietiiug Auto -Vermietung Bernhard Rosenberg BLEICHSTRASSE 4 ' Telefon 2 718 5 Med.-Drogerie n. Plibtonaus Apotheker U. Wolffiag und H. Wolffiag Frankfurt aL'M- Braubachstr. 7 - . Telefon 21317 Ansbaeher & Friedmann : 'Ostendstr.'lO t Telefon 24994 S ch a Ii b o s -U h r e n Fische Fi^ih^Schl^^^ ZEIL 9. 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