Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 77 (1936)
- Issue
- Heft 25 (18.6.1936)
- Date
- 1936-06-18
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Nr. 25 D e I s T; a e Iii .iM^m ■ - " ■.■Mv: *Vfe^M».^^ „ :», — - ■■■ ■ 1;......h -v ... ,-..J, ,-44''-ff i der . Juden in Deutschland widmete dein VerjstorbeH -nen Worte des Gedenkens. >AjIsSchüler de's gu früh ' Dahingegangenen schilderte er, * wie Simonsbhn der < jungen Generation der Vorla|tegsizeit den:.Weg zum. Judentum erschlossen -hat. Die einzigartige ^Gestalt» |' Simonsohns, der;däs. blühende :'Schülwes.e&':$u'r i'dieji jüdische Jugend Breslaus geschaffen hat, würde vor; allem auch in der ' Ansprache Rektor Feilchenfelds den Zuhörern nahe gebracht Fü>";-;4eh"rPrKiißischeiij'. Landesverband jüdischer Gemeinden, sprach Arnoldl W i en er, Beuthen. Die chaluzische Jugend,y in deri Simonsohn vor allem die Erfüllung echt jüdischer HinV gäbe gesehen hatte, ließ ihn durch ihren Breslauer Leiter Theo Sinczower den Dank 'aussprechen. " Zum: Andenken an den .Dahingegangenen soll in Erez Israel ein Haus entstehen, in dem •jüdische Jugend in seinem Sinne erzogen wird. Berlin, 12. Juni. Der erste Vorsteher der neuen Adaß Jisroel-Synagoge Siegmundshof, Herr Sally F e i nb-e rg , vollendet dieser Tage siein 70., Lebensjahr. Einer angese%aenfl thoratreUen Memejer Fa=: milie. entstammend, Schwiegersohn des früheren Al^: tonaer Oberräbbiners Löeb ^~XT' : verwaltete Herr Feinberg; schon in; Altona mit vorbildlicher Treue und beispielgebender Pflichterfüllung das oft nicht leichte Amt des Synagogenvorstehers'. In Berlin, wohin er später übersiedelte, gründete Herr Feinberg mit eini*.' gen Freunden die Israelitische Religionsgesellschaft mn 'p'Tha. Mit bemerkenswertem Weitblick erkannte er schon vor drei Jahrzehnten die' Zukunftsmöglich<■;' keiten des schönen Tiergärtenviertels als künftigen beliebten Wohnbezirk der jüdischen Bevölkerung. Der im Jahre 1908 unter seiner Führung gegründete und von ihm vorzugsweise wirtschaftlich gestützte Verein bezweckte laut Statut „die Abhaltung des Gottesdienstes nach althergebrachter Sitte und die Verbreitung unserer heiligen Lehre" im Berliner Hansabezirk, Aus kleinsten Anfängen entwickelte sich dann der Feinberg'sche Verein -trotz kritischer Zeitläufte zu einer ansehnlichen und nur aus bestehenden Gemeinde. Ideell bestand ein gewisser Anschluß an die Adaß-Gemeinde, materiell blieb aber der Verein — eine Seltenheit für Berlin — vollkommen selbständig.-Alle g'ttesdienstlichen Funktionen wurden ehrenamtlich von kundigen Vereinsmitgliedern fast zwei Jahrzehnte'hindurch versehen. Es wurden Schiurim abgehalten, bei welchen sich besonders Herr Rabbiner Dr. E. Biberfeld '"J viele Jahre ebenfalls ehrenamtlich zur Verfügung "stellte. So wurdie diese Feinberg!sche Schöpfung allmählich zu einer Pflanzstätte unserer Tradition im Berliner Nordwesten. Als die Adaß-Gemeinde, endlich dem Zuge der Zeit folgend, im Jahre 1925 in diesem Viertel in Verbindung mit ihrem grandiosen Schulwerk eine eigene Synagoge schuf, erkannte der Verein das Gebot der Stunde. Er löste sich auf und ging mit allen Mitgliedern, sowie mit sämtlichen ideellen und materiellen Werten zur Adaß-Gemeinde über, für welche er fast 20 Jahre in diesem Viertel geistige Pionierdienste geleistet hatte. Iii Anerkennung dieser Vorarbeit übertrug die Ad'aß=Verwaltung Herrn Feinberg auch in der neuen. Synagoge das Amt des ersten Vorstehers. Möge dem beliebten Jubilar, der leider vor einigen Jahren den unersetzlichen Verlust seiner edlen und klugen Frau zu beklagen hatte, für sein hingebungsvolles, treues Wirken WYipn rrmyn noch ein laiiges sorgenloses, im Glücke seiner Kinder sich sonnendes Leben beschieden sein. V'Vföy Darmstadt, 11. Juni. Die hiesige Religionsigesellschaft hielt am 24. Mai eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der stellvertretende Vorsitzende,. Herr H. : S t r a u ß , gedachte zunächst; unseres verewigten ersten Vorsitzenden, Joseph Freitag und gab der Trauer der Gemeinde Ausdruck. Bei der Vorstandswahl wurden die Herren Abraham Eisen^ he im er und Joseph Marx zu Vorstandsmitgliedern bestimmt-,'-1 ersterer zum V o! r si i t 6 n d e n der Gemeinde. Herr Eisenheimer hielt dann zu Ehren des Herrn• Bankier; GarL Lehmann, > der demnächst seinen Wohnsitz: in Palästina nehmen wird, eine Anspräche, in der er Herrn Lehmann als einen der Beruf engten unserer Gemeinde bezeichnete und seine F^e^ensliebe, :Opferwilligkeit und eifrig« Mitarbeitin-'und; außerhalb. der: Verwaltung unserer Religionsgesellschaft; schilderte. ■ , , . Aus dem Lager der Araber. Jerusalem, 16. Juni. ' Eine Arabische Delegation unter Führung des Neffen des Großmufti begab sich nach London. Nashashibi, der" frühere Bürgermeister von Jerusalem) führt einen energischen Kampf gegen die Muftipartei und hat seinen Austritt aus dem Obersten arabischen Komitee erklärt. Der jetzige Bürgermeister von Jerusalem, Dr. Kalddi, hat sich bis jetzt der Delegation nicht angeschlossen. Der Großmufti selbst hat Telegramme nach I n dien gerichtet und die indischen Mohammedaner aufgefordert, sofort reiche Geldmittel zur Unterstützung der Streikbewegung in Palästina zu überweisen. Eine gleiche Aktivität entwickeln die christlichen Araber.. Der katholische Teil wandte sich an den Pap st in Rom, daß er zugunsten der Araber interveniere. Im Lande selbst überschwemmen die Araber die englischen Truppen mit Flugblättern, in denen sie sie auffordern, die Waffe lieber gegen die Juden zu kehren. Auch die Araber haben ein dreitägiges Fasten, von Montag, den 15. Juni, ab proklamiert. Achtzehn jüdische Verwundete bei einem Bombenanschlag auf einen Eisenbahnzug. Jerusalem, 15. Juni. Durch eine Bombenexplosion in einem von Haifa nach Lydda fahrenden Zug sind am 12. Juni 18 jü* dische Passagiere, vier von ihnen schwer, verwundet worden. Die Bombe, eine mit Dynamit gefüllte Blechbüchse, explodierte kurz nach der Station Kalkilie, wo die arabischen Passagiere den Zug verlassen hatten. Der Zug wurde sofort zum Stehen gebracht und Militär eröffnete das Feuer auf die fliehenden Araber, die entkommen konnten. Auf dem Schauplatz des Unglücksspielten sich herzzerreißende Szenen ab, Seitenwände und Dach des Wagens, in dem die Explosion erfolgte, waren abgerissen und zertrümmert. Der unbeschädigt gebliebene Teil des Zuges, in dem sich Leichtverletzte in nicht genau festgestellter Anzahl befanden, fuhr nach Tel Awiw weiter, während 18 erheblicher verletzten Personen an Ort und Stelle erste Hilfe durch Ambulanzen des Roten Mögen David, die nach -kurzer Zeit aus Tel Awiw an der Unglücksstätte eingetroffen waren, geleistet wurde. Die Verwundeten wurden sodann nach Tel Awiw ins Krankenhaus überführt. Die Namen der vier Schwerverletzten sind: Abraham S o b o 1, 28 Jahre alt, Chawa Mandelbaum, 35 Jahre alt, Lydia Tisichler, 22 Jahre alt, Rachel Braver, 60 Jahre alt und die 32jährige aus Ungarn stammende Mirjam Feuerstein mit ihrem 6jährigen Kind. Weniger schwer verletzt wurden der 21jährige Salomon Schwärt z, die 23jährige Jehudit L e v i n , die 57jährige Chawa. Ree h t schaffen, der 26jährige Schimschon Medler7J der 26jährige Abraham Misr a c hi ,- ^e-• 25jährige Berta Klein, der 55jährige Jakob Klein und der 52jährige David Ben Rachel, Weitere Meldungen. : . Jerusalem, 16. Juni. Am Dienstag, den 16. Juni mittags, wird bekanntgegeben, daß der Chauffeür Jacob Gerson, der am 14. Juni bei.einem Feuerüberfall in der Nähe der Kolonie M'oza schwer verwimdet wurde, im Hadassa* Krankenhaus in Jerusalem seinen Verlet zu n? gen erlegen ist. Amtlich wurde festgestellt, daß seit dem Beginn der Unruhen 29 jüdische Siedlungen im nördlichen Scharon durch U eberfalle oder Beschädigung der Kulturen in; Mitleidenschaft gezogen ^worden sind. Die arabisenen Zeitungen sind ' heute .zum größten Teil wieder erschienen, nachdem sie zehn Tage .lang eingestellt waren». -ji; „,,Y , . i{ Aus einer soeben veröffentlichte^ hervor, daß am 1. Januar 1,936.in;Palästina 105 000 jüdische Arbeiter gezählt wurden." Von diesen arbeiteten 80.000 in den: ßtädten;und25.000, in den Siedlungen. Anläßlich der Mobilisierung neuer jüdischer Hilfspolizisten hat die Hitachdut „Olej'Germania" ' besondere Hebräisch*Kurse für jüdische Einwanderer aus Deutschland, die in die Palästinapolizei' eintreten wollen, eingerichtet. ' 'ÜM^S : Die Entwicklung des Hafens von Haifa .-n^ den letzten Jahren wird durch folgende Zahlen be' leuchtet: Während 1934 im Hafen von Jaffa 403.000 Tonnen gelöscht wurden, sind über Haifa 787.000. Tonnen Waren importiert worden. In der Ausfuhr war allerdings Jaffa mit 172.000 Tonnen gegenüber 138.000 Tonnen, die über Haifa gingen, noch führend, Der gesamte Warenumschlag betrug in Jaffa i, J. 1935 474.000 und in Haifa 926,000 Tonnen. » DER ISRAELIT fi das älteste jüdische Blatt Deutschlands, die gehaltvolle und traditionstreue Wochenzeitting gehört in jedes jüdische Haus! Aus Machane Jisroel. Tel Awiw, 8. Juni. Ueber die Lage in M a c h a n e Jisro e 1 und. G ed era wird vom Tel Awiwer Büro unterm 17. Siwari der P. C, der Agudas Jisroel berichtet: Auch in Machane Jisroel haben in der vergangenen Woche Araber die Felder entzündet, stehendes Getreide auf einer .großen Strecke wurde verbrannt; mit vorbildlicher Hingabe und Aufopferung ist es unseren Genossen geglückt, das Zentrum von Machahe Jisroel (Haus; Wasserarilage, größerer Teil des stehenden Getreides, totes und lebendes Inventar) vor der Vernichtung; zu retten, was im, ganzen Emek Bewunderung erweckt hat. Die Gola muß .aufgefordert werden, diesen Helden,, die an vorderster Schlachtreihe stehen, zu helfen. Der Hüter Israels möge sie schützen. In Gedera herrschte relative .Ruhe, wohl aber machen sich naturgemäß; die;wirtschaftlichen Folgen außerordentlich stark .jbemerkbar. Zu unserem tief« sten Schmede erhielten wir vorige Woche die Nachricht von'"däft dort durch ein Unglück entstandenen Großfeuer, ^worüber wir bereits berichteten. Die Kunde hiervon hat in der Agudas Jisroel nicht nur schmerzliches Bedauern ausgelöst, sondern überall zur aktiven Jdt aufgerüttelt. Lst. 100.— hierfür und Lst. üjöO;— iüiü'äie allgemeine Hilfsaktion wurden soff'1 "• i'.-'vJ* ■ fort. überwiesen. An' die zuständige Transferstelle wurde bereits das Ersuchen gerichtet, über die uns bereits genehmigte.. Transferquote hinaus einen zusätzlichen'" Bei zu dürfen, mit Rück* sieht darauf, 'daß es sich um aus Deutschland stammende Poalim handelt. Sämtliche jüdischen Gemeinden Deutschlands wurden von der P. C. aufgefordert', sich an der Notstandsaktion zu beteiligen, in England, Schweiz,. Belgien, Amerika/ Polen, Rumänien^ Tsche\ cboslovakei sind sofort Säminlungen eih'geleitetj worden; von den übrigeri Landes^ wir noch Nachricht auf/ unsere diesbezüglichen Anregühgen. In Deutschland haben wir vor allem an den Grupben Fulda, Hamburg, Nürnberg erfreuliche Eihryzelresultate der jSanimlungiM^u berichten:1 - Wir; sinj|M' aber darauf angewiesen/ daß alle unsere Vertraii,en^ - I. leute ihr Bestes: tun, um einigermaßen die gewaltige Not zu lindern. Der Noar Ägudati hat in einem Sonderrundschreiben t -an seine Snifim und Jugendgruppen r; sichln vorbildlicher Weise in den Dienst, der Sammelaktion, gestellt. . > ['■ ü'-: " ■'! TrBuerfeier für Rabbiner Dr. Max. SimonSohn,; > ."i . .: ' ' .1!■. V ■ Breslau,-. 11. Juni. t; - . : ' ' - -1 ' j;^V In der' überfüllteii Alten,Synagoge>in Bresilau fand eine Trauerfeier1 für Rabbiner Dr. -Max S i m o n s o h n statt. Dr. Franz Meyer von der Reichsvertretung Briefkasten. . B.' M.' in" Krlsbi Da wir vonshier, aus die An|elegenheit nicht prüfen können, so können wir ffie Bekanntmachung nicht-bringen. Iii S. J. E. l. a«n 's» 2. kim 'srffl Lehrer W. in' E. iDie'ii'isa i^-Däteri 4ind wiei fo||t: nann's» 2. wra 3. mp 'b. -i Eine Leserin in Jerusalem. Die ITA berichtete dam als, daß sich der Vorfall am S a b b a t ml 11 a g zugetragen hätte, wodurch der bedauerliche Irrtum in unserer Berichterstattung entstand. »Wir nehmen und geben gern zur- Kenntnis, daß in (Jerusalem die jüdischen Kinos am Sabbat gesc h.lo'sis enjis i n d, ——- '!.: ft J