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Der Israelit · 1936-06-04 · Heft 23 (4.6.1936) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 23 (4.6.1936)
Date
1936-06-04
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Nr. 23 1 s r a e 1 i t 4.- Juni 1936 Ta^-iTnn qk p 'ipmsrn nstra wto awnb n^D«^ " itpbr -»3 »im mn »nmai nmn ^pina mm nann nsiD nsnn td »mwmn laa nrn "inn an jis^V ivtrann np^nan- ^?3S •prnn nnnn asn1? D^nn ' n^nn» wmn. ison n>M tw* nnjrns^ wvvn ih nminn na ^nnrft fimi hpök nnrn mawa ..iKiinn *äasr 130 n»an ristn iik^ ikjpw nnasrn nswn nab nao bi bjöd s^k 'iriso "»naa viwvb nnw *tf> 'mannen owa •nvantti aipm wirft niasa -ü'Ui^ ip'sra irais on i^sk •,,/k^ i^pbd anb wp^pw nawa 'wya «na'tt^ 'iI^kd D'iaoa -pix Q'wa« nainV 'sna n\T dk oanao "»rm hVns o»iaoa vanvnV kVb> ^mmib •nawn fiTX'V jm wn^ jn a^-mna nto dsiso *s nimnxn own n*^ inri? o«iajr na^ "»isoa iaon iriao rcaa m wm>vb inva nwn iaon rysb laon dk i^sn -"wx bib nnaj?» :ip^p «Ii ian^ Mb i^bk p *a «]K <nra D'xrp xV »im 'jroipa -»n^a xw pnpin pa "O 'Mtn isoa wanwn^ 'D'inx iiK'ip *ian >t 'nmvrn rix D'a^ipa dk 13^ IffBK TX '"n^S?" 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(Praktdscihe Gesichtspunkte mit Hinsicht auf die Ausiwanderumg nach Erez Israel oder Erwägungen grundsätzlicher Art, daß die Orthodoxie sich durch die Pflege der neuhebräisehen Sprache einschalte und Einfluß nehme auf das moderne Leben in ^kiep p»<) . Wenn heute dieser Forderung noch nicht überall Rechnung getragen wird, so liegt es nur >däran, daß es in unserem Kreise noch an geeignete^ Lehrkräften mangelt. Aber auch, an solchen Schulen, an denen noch kein neuheb'räischer Unterricht erteilt wird, müssen ihm die Wege geebnet, dürfen ihm nicht künstliche Hindernisse geschaffen werden. Hierzu einige kleine Winke: Die Buchstabenformen der Schreibschrift in **K sind teilweise andere, wie wir sie in Deutschland gewöhnt sind; die größten Abweichungen zeigen *] und? aber auch die anderen Buchsitaben unterscheiden sich von der .jüdasch-„deutscihen" Form vielfach durch Höhen- und Tiefenstellung. Demi Sohreibtmtemoht sollten in Zukunft nur noch diese Formen zugrunde gelegt werden, {sie sind an, vielen neuhebräaschen Lehrbüchern zu finden). Vielleicht ist es möglich, .3"* Tafeln drucken zu lassen, in der Größe einer Heftseite für die Hand des Schülers, in der Größe von Wandtafeln für den iKlassenunterricht. Man, erwidere nicht, die Unterschiede der Buchstabenformen sei doch. nur. igeringfügig, eine Aenderung daher unnötig; man versicherte mir in '"K daß ein Kmd^ das dort die . Schreibschrift erlerne, "die „deutsche" Schrift nicht entziffern könne. ~ r1) Dramatisieren, 2) Konsequenz. 3) oberflächlich. '. *)" vertiefen, 5) zugute kommen. ")'■ verarbeiten. Mut. 8) lückenlos. 9) warnen. 10) bemerken. . Aussprache. Jeder ^Lehrer -des Neuhebräischen hat sicher schon ■die Beobachtung gemacht, wie ungewohnt vielen Kindern die Schreibschrift ist. Nur regelmäßige Sehr eibübiunjS en, die gleichzeitig Sicherheit der Rechtschreibung vermitteln müssen, können hier hei fen. Dabei sei bemerkt, daß man in auf , nicht u n t e r die Linie schreibt. Deutsche. Texte läßt man. heute wohl* nur selten schreiben. Ganz vernachlässigen sollte man es nicht da man auch in rp*ny Eigennamen und Fremdwörter mit hebräischen Buchstaben.schreiben muß] Dabei ist aber die Rechtschreibung eine'andere als in „jüdisch deutsch", „ä" und „e" werden meist gar nicht geschrieben, nicht durch v bezw. n wiedergegeben, sondern nur als Vokalzeichen gedacht. Für die~ Wiedergabe des „o" ergeben sich Schwierigkeiten, da es in der sefardischen Schreibweise durch i ausgedrückt wird, was nicht möglich ist, solange diese Aussprache nicht geläufig ist. Aber auch da, wo gelehrt wird, wäre noch zu prüfen, welche Aus spräche man der Transkription ins „Jüdisch-deutsch' zu Grunde legen soll. Auch die Grammatik kann dem nnay Unterricht vorarbeiten, ihm aber auch unnötige Kraftvergeudung auferlegen. In der Grammatik des Althebräischen lernen die Kinder als persönliches Fürwort der ersten Person Plural das Wort ums kennen, als Neben form wird zwar auch 13K genannt, aber bei der Bil düng von Formen und kleinen Sätzen hie angewandt. In der modernen Umgangssprache sagt man jedoch stets am Wort Mms erkennt man sofort, daß der Redende noch nicht lange in '"K ist. Sollte man nicht ohne Bedenken die Form uk lernen las sen und urns nur als Nebenform bezeichnen-? Ich glaube, jeder Lehrer der gleich mir aus der Erfah rung weiß, wieviel Mühe es kostet, diese Aende<rüng durchzuführen, wird mir zustimmen. Soweit wie ir gend möglich muß im i"3n -Unterricht und im Neuhebräischen Einheitlichkeit herrschen. Es darf nicht vorkommen, daß derselbe Schüler im -Unterricht, beim Zeitwort bei jeder Person die männliche und die weibliche Form unmittelbar nacheinander auf sagen muß, während ei im nnny erst sämtliche Formen in der männlichen und nachher nochmals sämtliche Formen weiblich aufsagen muß. Dr. S. A. Eingesandt. Fränkisch-Crumibach, Mai 1936. An die Redaktion der Päd. Beilage des „Israelit". Gestatten Sie folgenden, aus eigner Erfahrung erwachsenen Beitrag einer „Zionistin" zum viel diskutierten Problem der neuen jüdischen Schule. Kaum bekommt man ein jüdisches Zeitungsblatt in die Hand, das nicht Aufsätze■•-enthält über «Ii« Ausgestaltung der Schule und die Fragen behandelt, 'die mit ihr in Zusammenhang stehen und Beantwortung verlangen. Die Bemühungen der Organisationen, Lehrer und Eltern gehen in derselben Richtung. Dabei macht man mancherorts die Beobachtung, daß wohl viel geredet und auch .geschrieben wird, es. aber schwer hält und ziemlich lange dauert, zur frischen, frohen Tat zu schreiten. So wird die Gründung der Schule immer wieder hinausgeschoben, viel länger, als es Kindern und Eltern, die die jüdische Schule brauchen, tünlich erscheint. Natürlich ergeben sich Schwierigkeiten mancherlei Art. Aber sie können behoben werden, wenn der Hebel,, an der richtigen Stelle .angesetzt wird. Laßt die jüdische iSchule nur einmal*vor-, banden sein! Viele Schwierigkeiten lösen sich dann von selbst, und 'die Arbeit schreitet besser und erfreulicher vorwärts, als man vorher gedacht. Als Beweis diene die jüdische Bezirksschule in Höchst i. 0., die. im Herbst 1935 gegründet wurde, teilweise gegen den Widerstand der Leute, die heute ihren Segen verspüren, und die, abseits, aller Oeffentlichkeit, tüchtige Arbeit leistet. Die Gründung dieser Schule ist die Tat eines zielbewußten und tatkräftigen Mannes, des Religionslehrers Kahn; in Höchst i. O., der Zeit und Kraft, Bequemlichkeit und schließlich -sogar einen Teil der 'eigenen Wohnung opferte» dadurch aber auch erreichte, was .größeren: Gemeinden noch nicht gelang. Die Schule wird heute von nahezu 50 Kindern aus etwa 10 kleinen «und kleinsten Gemeinden;des nördlichen Odenwalds; besucht. Der Unterricht liegt in; den ■ Händen der Relägioris- ■ lefoer. von Höchst, Michelstadt und; Reichelsheim. Eine Frau aus Höchst erteilt unentgeltlichi den! Hand-1 arbeitsunterricht und* einige. Stunden hat eine ehemalige Lehrerin übernommen, die heute hauptberuflich als Hausfrau in einem Nachibardorfe tätig ist. Das schwierigste Problem war der Schulweg. Aber es gelang, auch dieser 'S chwierigkeit: - Herr zu werden. Wohl können die meisten Kinder die: Bahn benlttzen> für;'die Kinder aus drei Dörfern, ist jedoch; eine- Bahn- . Verbindung nicht Vorhänden. Hier; «griff, in dankenswerter Weise; die Reichsvertretung der Juden in Deutschland ein, sie '-stiftete ein' Auto und "«übernahm' einen TeiLder entstehenden Kosten._vNaiürHch'-:b.ieibt das Autofahren in schwierigem Gelände iriimer etwas Ünbehagliches. Es gab auch schön (allerhand. j Auf -'; regungen, wenn es dem Wagen zu streiken beliebte,, aber das muß. .mit.; in, Kauf genommen werden. >Sehr schwierig' und heute hoch nicht'. f estlös;ges^chert-; ist diöi Finanzierung.; Die jKmdier zahlen Scfeulgeld^. d»ie;an-gesohlosserien Gemeinden -leisten * 'außerdem' d0h,; Beitrag an die- Schülkass'^ Kosten des Religionsunterrichts> aufbrachten, )d.\^h. sie sollen ihn zahlen. . J!S Der Lehrplan ist der 'einer Völksschule. Religiöns- und Bibelunterricht nehmen einen großen Raum ein. Daneben beisteht fakultatiTer Unterricht in ... Neuhebräisch und Englisch. (Im neuen. Stunidenplan^ist auch Stenographie vorgesehen.) Es sind zwei" Klassen mit je vier Jahrgängen vorhanden.: Störend wirkt vor allem der Mangel an Lehrmitteln^ sowie das Fehlen einer ausreichenden Leh^erbibliothek, t; Der Zentralverein ihat in liebenswürdiger Weise jetzt: eine Bibliothek zur Verfügung gestellt. Vielleicht findet sich hie und da ein Freund der jüdischen Schule und des jüdischen :Kindes bereit, der Schule, das. einef oder ändere ihr fehlende Lehrmittel , zu uherweis«n.; Er könnte sich innigsten Dankes versichert halten. Trotz der noch vorhandenen Mängel wird in der Schuld tüchtig gearbeitet, und vor allem — die Kinder fühlen sich wohl in dem Milieu, in das ihre Schule sie hineinstellt. Der Schulleiter und, fast' alle Lehrer sind orthodox. Wenn 'aber ich, die ich seit einem; Viertel] ahrhundert zum Zionismus gehöre und selbst lange Zeit an einem zionistischen Gymnasium in Litauen gearbeitet habe, mir die Frage vorlege, was ich an der Schule, an die ich meine eigenen Kinder schicke, anders sehen mochte, so kann ich sagen, es wäre mir lieb, wenn solche selbstverständlichen Dinge wie Globus, physikalische Apparate, Chemikalien, Bilder,. Turngeräte, Sp o r t g e r ä t e usw. vorhanden wären, von Projektionsapparaten, schönen Räumen ganz zu schweigen. Was aber, jüdische Erziehung und Beeinflussung — nicht nur durch den Religionsunterricht, sondern durch den Geist, den die Schule durchweg atmet — anbelangt, so beobachte ich, daß die Art, wie die Kinder und gerade die. jüngeren, ins Judentum hineinwachsen, so erfreulich unproblematisch, so natürlich, organisch lebenidig und intensiv ist, daß ich froh zu allem „Ja" sagen kann. Grete Oppenheinier-Kraemer. Buchbesprechung. Dan und Gad. Hebräische Fibel von W. Neier. B erlin-Schön eb erg. Verlag Siegfried S c h o le m. Ein schmuckes! Büchlein, das schon rein äußerlich durch die hübsche Ausstattung, durch die sachgemäß den Text begleitende, künstlerische Bebilderuriig für sich einnimmt. Der Verfasser hat dem Ganzheitsgedanken Rechnung getragen und mit pädagogischem Feinsirin den Stoff in eine „Fingeschichte" ^eingeibäut. Iii geschickter Art greift er in dTe Erfahrungswelt der ..Kinder hinein, in die religiöse Heimat wie in das Land jüdischer Sehnsucht und dient .gleichzeitig zwei Unterrichtszwecken, der spielenden .—r es sei auf das beigefügte Lotto hingewiesieh — Einführung in die Gebetssprache und damit in das jüdische Schrifttum wie auch der kindertümlichen Vorbereitung für die neulhebräische Umgangssprache. Er wird dabei dem Kinde wie dem Stoffe »gerecht', - Eine instruktive Anleitung, für den Lehrer ist beigegeben; auf}den- -es' natürlich" beim'. Unterricht in •ibärster Linie! ankömmt, wenn eine: Fibel trotz aller/ Vorzüge nichf zü^j Eselsbrücke; werden isoll. Vielleicht könnte der Preist von Mk. ' 1,80 etwas •' ermäßigt werden, damit auch die in dürftigen Verhältnissenliebenden Eltern von Volksschülern 'die sehr empfehlenswerte. Neuerscheinung kaufen können. ' O, - 40 jähriges Dienstjubiläum. Lieber, alter Freund Speier!: Ein (Kölijagei - berichtet mir, daß Du am 15,; April L>eih ^Ojähriges Dieristjubiläum ander Jüdischen' Volksschule in Sögel feiern konntest. Ich nehme idarurn gern' Anlaß, Dir, wenn auch nachträglich, 'die herz^ohsten'.\\Glückwünsche unseres. Bundes gesetz^trener jüdischer Lehrer, dem Dil auch seit vier Jahrzehnten die Treue gewahrt, wie auch meine eignen, zu entbieten. 1 Sind wirklich schon 40 Jahre in das Meer der Ewigkeit gesunken, seit wir 'gemeinsam die Bänke,.unsrer alma mater in der St. Apernsfraße in. Köln: - drückten? Damals wären wir junge Burschen;die nach v.Ablauf der ndrei Seminar Jahre mit hohen Erwadrttia^n hihausstürmten ins Le)b'en> ins1 jüdische^ Lehrerieben. Du übernahmst nach Her ' Entlassung aus 1 demi;; Seminar las Amt eines wohlbestallten . Kantors der Gemeinde Sögel •undrfcist ^Deiner Gemeinde und. Schule, bis zum heuügknr Tage treu ge-;.; blieben. Man berichtet mir, ' daß;Deine Gemeinde^ in; der Nordwestecke des Reiches das Banner, der Thoratreue fest in Händen hält. Ich will nicht lobhudeln, ni» *>» vasa na» p-inik l Aber daß das so ist, ist wohl nicht zum kleinen Teil Deinem Wirken zu danken. Seit langen Jahren erteilst Du auch Religionsunterricht in vielen iNachbargemeinden.>Das Dir gewährte Honorar ist nicht g^ nen. Denn Du begnügst Dich mit der',. Erstaitung^'der ' ' Dir entstehenden Unkosten. Es jisi;' >das^;* jüdische^ Pflichtbewußtsein, die Veräntworturig '. gegenüber: n"»»n;die Dir so zu tun. gebieten! Jpaß jTJfeine Gemeinde : iheiute hoch '.das : Völksschule ihr;eigen; nennen^'zu'; kpnnen, i&tywohl auch vor -allem .Deiner Lehirerpersönlichkeit . zu verdanke^;-. 1 -S{ ■.' :Möge n"»»fi f Dir > die niv. gewähren, noch recht lange. Jahre: in: ünge;broch,ener' ' Kraft ein jt're.ue'r Äjr-; heiter:; in-Gemeinde Sinne rufe.,ich Dir zu: fasi p»m i' ' ', "'."Dfeih K'. ' " .. '* ■ *.r ": ■ i " ■ *'.:v-'; >.ftn*"*^ :-;'- ■ •;

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