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Der Israelit · 1936-02-27 · Heft 9 (27.2.1936) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 9 (27.2.1936)
Date
1936-02-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
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^^p!^^^^^^^»f^^^^^^^^^^s^^^^^^p^^p^^^^^! Seite 6 Nr. 9 I a e 1 i t 27. Februar 1936 mehr als 30 Kindern besucht; er bedeutet für viele Familien unseres Kreises eine große Erleichterung. Das Mädchen-Seminar vermittelt den Chaweroth nicht nur die für Erez Jisroel erforderliche hauswirtschaftliche Ausbildung, sondern die für Palästina ebenso wichtige geistige Förderung durch geeignete Lehrkräfte in verschiedenen jüdischen und wissenschaftlichen Fächern. Oeffendiche Vorträge, Schiurim, Iwrithkurse, Turnen und unsere Krankenfürsorge vervollständigen das Tätigkeitsgebiet unserer Frauengruppe. Die Ortsgruppe Breslau stellte sich in den letzten Monaten ganz in den Dienst der. Werbung für den Keren 'Hatorah und den Keren Hajischuw, und zwar mit sehr schönem Erfolg. Ein Vortrag des Herrn Rabbiners Dr. Ansbacher, Wiesbaden, trug besonders zu diesem günstigen Ergebnis der Sammlung des Keren Hatorah bei. Im Dezember sprach Herr Direktor Max Feuohtwanger in einer gut besuchten Versammlung über „Leben und Lehre in Erez Jisroel", woran sich eine lebhafte Diskussion anschloß. Femer sprach in Iwrith — ein Novum :n agudistischen Ortsgruppen — Herr Pincbas Wollmann au* Frankfurt a. M. über das Thema „Was bedeutet uns die hebräische Sprache?" Das Interesse und Verständnis, mit dem der hebräische Vortrag ange hört und diskutiert wurde (ebenfalls in Iwrith). izeigt, daß sämtliche Ortsgruppen solche hebräische VeranV stäitungen in ihr Programm aufnehmen müßten. — Zu noa ist eine Landkinderaktion 'geplant. — Die Ortsgruppe nimmt auch regen Anteil an den Wahlen zurGemeindekörperschaft und hat sowohl in den Vorstand als auch in die Gemeindevertreterversamav lung. unsere Vertreter delegiert. — Mit dem RjF. sind Verhandlungen im Gange, Kindern aus liberaLen Häusern .einen igesetzestreuen Unterricht zu vermitteln. Die Ortsu-nd Jugendgruppe Kassel halten ihre Lernveranstaltungen gemeinsam ab. Di nim- und Chumisch-iRaschi-Schiurim für Erwachsene, außerdem Schiurim an 40 Kinder werden in vier Ab teilüngen erteilt. Eine Arbeitsgemeinschaft behandelt; die Neunzehn Briefe von S. R. Hirsch. Von der Tätigkeit tder Agaidas Jisroel .in Erez Israel zeuge am besten das folgende Programm im Original: ^iniir-pnio ■jH-iiu1 Ji-Tiix bbjihh nmno.1 "I3^n iran,, 125 'ai^K :mmnn .a-aa-jn t» vunoro ixt •)73 nun 3in -]]Ttt< .111)0 Tl jiiSDMi Q'ian mn'ui rmjy 'pjpn rbxcb 7.30 nyps tut p"irs)D2 Sn-iy mi38 *?g nrr-cn <-4 8 ~VB2 O'BBCB p"traic2 / •Kiusn iy»2 'yi;pri ]rpin & nvez nann p"s>nt>2^ nähern nivua r.'si:n 8 <W3 nan p"vr,02 •s;:ot5 Dt'Vw'sion «jira S .TJ.T72 E-p1) p"t?SlB2 jiuiiv m nnm np?in im 'ms d'ejt 15 p-m 7'73 "113x3 n7*9n 6io nuun -j rin -7 nuon -n nn isxi mun 33D3 9-6n Dr 733 mn9 an? 07w 8-6i)i osm io-9i3 oi' 733 mna ni3'3I0n :o'-nnn nnm nnm» rnnin 6- 7n Dl' 733 8—70 *CU*7CÜ 01'3 « - 71) Dl' 733 8-70 'D'331 'IUI D1'3 8-70 'Ul'nn D1'3 3P133 10 - 8 - 7-300 rnnnn mui mnn mum main D'7in n9><? mvi ■ >, P7iDi>fi) nmncn7 mmn D's03n mui n mm!? nrninn muu r.i?i7n anwuß ck romn3 h n 33.3 < 7?)i9 am •1117 30D' D ' 2 3 8 — 7 '2-ijn -3 or (law onn im) 0 ' n 0 D!-1 p,:u3 .9-8 2-1V2 -n -2 Di*. map -5 02P2 üto-l*1 2-1J2 -n -2 'K Dl' » riDs noVn—.tt p-am | p"C72 5 58 5. 5 niv -b 6. 2 5.10 C'DSCO 6. 6 5.15 nann 6.12 5.20 nixn , 6.17 5 25 Ken 6 22 5.50 c-p-i. . iiiun np'rin im o-J.;mm7 in'Vya vnai -iin-oo pin2 abo1) pioa od.i n« Q7P?i D'7i"rnsip2 -»2n nvn? .D'vmvu-i vi-n2 .i)si07i <-iiyr2 niy2p2 fjnntrn^ .; niC0K21 n',2'C132 "•" " \." nsirop» iy ena-A ' : Jinmona nyotro? yJ2r6 nan nmna (i (2 ' (5 9.30-8.00 ii -2 Oln i 3 w o B"^ ,-6»Bnn 'in« n2»2 □<(noin a'ann d 3 "•S2 2wn nn^in ").ri0 — 8.30 2iy2 )ie«T dv TT n:igt<n fi'j'ai'ian miyn ny'T 10 — 9 2-1V2 "JC BV tyi'n i*er~. 3in 57 HB72 ."rpy' JV23i, 2iy2 S'"'Bf'7B CV2 " *" nnn'2 ''■ffienn 9 — 8 2iy2 '»>7» Dt' j -■■ :•>■ - -f r,<e3K 72 hrvs' nn» * ■"«■*—v J—J-IJ i^.^ —~ _ X .10 — 9 2ny2 ->"2t dv t*t»n § rnuii37'i .3 .1 inn ■nnn2 '?K'yon xryff? 9.30 — 8 30 '»'Dn ov "~ "'; iinn (i');n so-iinn \a-;z ,\a'z n"-ii> -;y nepn /isin ji'jmvi :,njn n-nxm jvjdji au □"Iis *iui^ JIO'O» 1' .mssioy n'g'to -m^yp : a ' 3 i e n ' , 11' p o' i am .'• i i t 33.3 \' Y ' 11 9 ' 7 33.3 l'Bunj -n-n ■ ••" •> " * , - •i7D310li7 Tll'H l i n 3 7 V : □■ i7'73I3 iT73J ^27*?]' imt ,)D":i -na Pin g^i nr.yD 44 iTTjfö;im .2'2«-7n .uratj bibi-;. Korrespondenzen. Deutsches Reich. Pesach-Aktion des Hilfsfonds für Landgemeinden. Frankfurt a. M., 25. Febr. Der Vorstand der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums schreibt uns: In Tagen schwersten wirtschaftlichen Ringens und der härtesten Kämpfe um die Existenz eines jeden Einzelnen begehen wir in diesem Jahre das Pesachfest. Mehr als je sind es gerade die Landgemeinden, die nur mit größter Mühe imstande sind, der Not in ihrer Mitte eine auch nur halbwegs ausreichende Hilfe entgegenzustellen. Wir sind daher gezwungen, an die Solidarität der Gesamtheit zu appellieren. Möge dieser Appell in den Herzen unserer Freunde Widerhall finden und den Willen, uns in die Lage zu versetzen, auch für die Pesachtage unserer Aktion für die Landgemeinden gerecht zu werden. Dann wird ein jeder unter uns den Seder würdig und in Festesstimmung begehen können. .Möge ein jeder nach Maßgabe seiner Kraft das S e ini ge da z u bei t ragen, Spenden erbeten auf Postscheck-Konto Nr, 9822;. Eine Neuauflage des Achduth? Berlin, 18, Febr.; Eine Anzahl gesetzestreuer Rabbinen, Einzelper? sönlichkeiten sowie konservativ gerichteter Vereinig* güngen erlassen einen Aufruf zur Gründung einej, Vereinigung thoratreuer Juden iä: Deutschland. In dem Aufruf wird u, ä. gesagt' Den Unterzeichnern schwebe die Schaffung 'eineij: großen, nach allen Seiten hin unabhängigen thor^; treuen Organisation vor, die alle gesinnungsyerwanä-.; ten Teilgruppen zusammenschließt; Als ihre Hauptaufgaben werden Festigung und Vertiefung .des thoratreuen Lebens und die würdige und wirksame Vertretung des thoratreuen Judentums in den jüdischen Körperschaften bezeichnet. Der jüdischen Gemeitir schaff wolle man inmitten " der Gemeinschaft dienen und an der Gestaltung des jüdischen Geschehens mitwirken und die Autorität des' überlieferten Religion^f gesetzes dabei zur Anerkennung zu bringen bestreit sein. Der Aufbau von Erez Israel im Geiste der Thc^r erfordere verantwortungsbewußte. und Hingeben^ Arbeit. ' •' :- : ' '• n.^- .. . ,Es sei da2u bemerkt,'-:£taß a C h-a! l 1 e n S e i t f||n h S-u n a b h ä n .g i g e tjH o r?a t r e u 'e Ö1 ir; 'g ä ni s&k. tfo n e n , mit 'dem Zwecke, alle' gesinnu3^^sverwa^|f ten Teilgruppen zusammenzusohließen, seit 50 Jahren mit ider F r e i e n Verein i g^un g £ü r d.i ein te - r-esasen d e s . o r t h o d' o x e n-.! J uideri t ums _ und seit bald 25 Jahren mit der Land e so rig.ani's^ation der Agudas J is r o 'el vorhanden sind. Der Auf ba u . vo n>J£ r e,z Jrsunp e 1;.$m -Qje ist e-.die r Thora steht im Mittelpunkte des Programmes der Agudas Jisroel und wird von einer eigene^ Zentrale, dem Keren jfiajiscihuw, betrißiben. Um -so twe.-. niger ist es zu verstehen, warum hier eine neue Zerr splitterung der Kräfte vorgenommen wer den ..soll. Härtebeihilfe; >; - '' Berlin', 20. Febr. Nach einer Verordnung vom 7. 2. 1936 (RGBl. I, S. 62) erhalten bedürftige Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die im Inlande ihren Wohnsitz haben und das;, Angebot auf Zinsherabsetzung nach den Zins-, ermäßigungsgesetzen vom 24. I. .und 27. 2. 1935 angenommen haben, auf Antrag eine Härtebeihilfe, wenn sie nachweisen, daß :: 1. sie mindestens seit dem 31. 12. 1934.L Eigentümer der im Zins gesenkten Wertpapiere, sind, "2. der Gesamtbetrag 'ihrer Einkünfte im vergangenen Kalenderjahr den Betrag von RM.- 1200.— neiht überstiegen hat; die Einkommensgrenze erhöht sich für den Ehegatten um RM. 300.—. für jedes Kind an RM. 200.—, 3. sie ihren -Lebensunterhalt 4m vergangenen Kalenderjahr zu einem, wesentlichen. Teil aus den Erträgnissen von Wertpapieren bestritten haben, deren Zinsen auf Grund der genannten Gesetze ermäßigt worden sind. Die Härtebeihilfe wird vom 1. Juli 1936 an gewährt und .im Voraus in zwei gleichen Teilbeträgen jeweils am 1. .7. und 2. 1. ausgezalilt. Der Antrag auf Gewährung; einer Härtebeihilfe für die Zeit vom 1. 7. 1936 bis 30. &, 1937' ist im Februar 1936 zu stellen, und zwar, bei dem Bezirksfürsorgeverband, in dessen Bezirk, der Antragsteller wohnt oder sich nicht nur -vorübergehend 'aufhält. Tagung des Verbandes der jüdischen Gemeinden Schleswigrliolsteins und der Hansestädte, Hamburg, 17. Febr. Vor kurzem fand in' Hamburg eine Tagung des Verbandes der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte statt, dem auch .der benachbarte preußische 'Regierungsbezirk. Stade und Oldenburg angeschlossen sind. Der Geschäftsbericht, den Rechtsanwalt D a vid, der Vorsitzende des Großen Ausschusses des Verbandes erstattete, zeigte, daß" der Verband in der Hauptsache sein Augenmerk auf; die Betreuung der in den kleinen Orten vereanzslt wohnenden Juden richtet. Der Verband umfaßt 3tt ganz kleine Gemeinden und 85 Orte, an denen einzelne jüdische Familien wohnen, die vom jüdischen Gemeinschaftsleben so gut wie abgeschlossen sind. Hier wurden durch produktive Unterstützung, Wöhlfahrtsarbeit und jüdischen Unterricht sowie durch Kulturveranstaltungen jüdisches Bewußtsein und jüdische Existenzen erhalten. Außer der Vereinigung von Kindern aus diesen Kleinstgemeinden' an den Feiertagen in Hamburg, Altona und Lübeck wird beabsichtigt, Kurse für. die jüdischen Frauen aus diesen kleinen Orten 'abzuhalten, um sie in jüdischeiri Pf lichte tum zu unterrichten und" ihnen 'Riegeln 'für '-Hie Lebenshaltung zu geben. ' ' Dr. Lilien Cb a 1 hielt ein größere® -Referat, 'in : N IT .- - "'' ' 1 ' . . . .;.; . •.. dem er insbesondere auf die Betreuung der Jugend einging. Die Volksschule solle zwar zur jüdischen Schule an sich werden, es seien alber in den Großstädten einzelne höhere Schulen vorgesehen und man beabsichtige, wenigstens eine Anstalt mit humanistischem Charakter für "ganz Deutschland "zu errichten. Der zum Oberrabbiner von Hamburg gewählte jetzige Oberrabbiner des Verbandes, Dr. Josef C a r l e b a c h> Altona, erstattete einen ' K-ül turbe r i c h t." Dr. S c h i -! d b e r ig e r vom Preußischen Landesverband :!i, •- . r sprach, über die Aufgaben des L'anidesverbaiid'e's' und gab den einzelnen Gemeinde Vertretern.' Gelegeiflieit, sich mit. all ihren Sorgen, und Nöten an ihn *zu ^wett'- den. .Wie.. Rabbiner Ör. Winter., tüb^'clfc'^üi: ^ii^em Schlußwort '„^betonte, tag .der Wert der 'Ta^unig' vor allem in der Tatsache, daß Mensineh,äüs de1i:-kle3äe,n fei-rcaiasg^saa^

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