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Der Israelit · 1936-02-13 · Heft 7 (13.2.1936) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 7 (13.2.1936)
Date
1936-02-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Nr. 7 Der Israelit 13. Februar 1936 <les Vorbeters zu der köstlipfoen aller Goldsahmiedearbeiten und sprach über dem gleißenden Becher die einfachen,1 aber ewigen Worte des Segens,, und es war, als glitte ein Teil dieses Segensspruches auch auf das demütig gesenkte Haupt des kleinen Juden Eisig ... Malbim. Von Rabbiner Dr. Es gehört zu Zeit, daß Rosenwasser in Berlin. ■den erfreulichsten Erscheinungen große jüdische Kreise ■wiederum ihr Interesse unserem altjüdischen Geist esgut zuwenden; Man lernt -wiederum eifrig Pentateuch, Propheten und Psalmen. Die öffentlichen jüdischen Bibliotheken, insbesondere die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde in Berlin, unter ihrem liebenswürdigen Leiter, liefert ein lehrreiches Beispiel dafür, mit welchem Eifer heute wiederum das Bibelstudium betrieben wird* Die Beamten dieses segensreichen Instituts haben alle Hände voll zu tun, um alle Wis sensbegierige zu befriedigen. Das Interesse gilt indes nicht allein dem heiligen Bibeltexte, man fragt auch wißbegierig nach hervorragenden jüdischen Bibeler klärerh, die das Bibelwort volkstümlich und modern auszulegen verstehen. Einer der ganz Großen auf .dem Gebiete der modernen Bibelexegese, der seine Erklärungen und Deutungen des Bibelwortes aus dem vollen Leben schöpft und nicht weitläufig und welt- •;. fremd interpretiert, ist Malbim. Meir Lebusch ben Je huda Mosche (nicht Michael, wie in vielen Lefoensbe Schreibungen über ihn zu lesen ist)'. Die Anfangs buehstaberi dieses. Namens zog Malbim zusammen und bildete daraus seinen . Familiennamen ta ' 3 Vtt —- Was Malbim indes weltberühmt gemacht hat,! das waren besonders seihe r Kommentare zum Pentateuch und Hohenlied. Beide Werke sind in Deutschland entstanden und in Deutschland zu Ende geführt worden. Malbim hat seine Kommentare nicht für Gelehrte geschrieben, sondern für die große Masse jüdischer Bibelkenner. Seine Ausführungen sind im '■Pesten Sinne volkstümlich, sind für Jedermann verständlich, der einen hebräischen unpunktierten Text zu lesen versteht. Ein Beispiel seiner Art, das Bibelwort schlicht und. einfach zu erklären, sei hier gegeben. Es heißt II. B,,M. 3, 22: Jede Frau erbitte von ihrer Nachbarin und 4er Mitbewohnerin, ihres Hauses silberne und goldene Geräte usw. Uebe'r die-r «eh Satz ist von jehetfj -bei allen,, die uns nicht wohl wollen, ein großes Geschrei (entstanden;;?das .schon vor 800 Jahren ein Mann wie Abraham Ibn Esra mit guten Gründen .abgewiesen hatf < I^älb.im. erklärt diesen Satz in, seiner Schlachten und einfachen -Art; folgendermaßen: lÖie- Israeliten, so, kagt er;, haben, .sich '.: iia Aegypten sehr vermehrt, sind da'; zu großem Wiqh$-r<. stand . gekommen^ ihaben 'Häuser, 0rurid u^-Boden ' erworben. —'Jetzt-' sollen' sie;plötalich-däs^Land, ip dem sie 400 Ja^e; gelebt habejij..r.e^|^enl ^D^^^ iser und die Gründe. können sie-' nicht inftnehmen, «ie machen, dabei deri/^egyptern den billigen Vorschlag: Behaltet unsere: Häuser und unsere Gründe, gebt uns alber dafür silberne und goldene Geräte, die wir ' leicht mitführen'; köttn,en. Die Aegypter sind damit; mach einer G;'tiesfüguhg, gleich efljwerstaiiden. Das bestätigt der Vorherige Satz int selben Kapitel, in dem (Eis heißt: Und ich werde diesem Volke bei den Aegypten! eine freundliche' Stimmung verschaffen, so daß ihr bei eurem Abzüge nicht mit leeren Händen abziehet. (Uebersetzung von Kautzsch). Malbinis Vorzug .als Inte-rpret des' Biibelwortes besteht auch noch darin, daß er den Geist des hebräischen Wortes, wie keiner zu seiner Zeit völlig zu ergründen versteht. Wer Malbim ganz erfassen will, muß seine Lebensschicksale kennen, die von einer unendlichen Tragik ausgefüllt sind. .Ein begeisterter G^ttesstreiter, der er sein ganzes Leben lang war, hafte er stets viele Feinde und Neider. — In Wolothisk (Rußland) ist er 1809 geboren. Schon als Knabe, erregt er durch seinen-Geist und seinen Scharfsinn, sein kolossales Gedächtnis größtes Aufsehen, Mdt 16 Jahren beherrscht er den ganzen Talmud. Die 2500 Folioseiten, dies««: ungeheuren Werkes; kann er fast auswendig hersagen. Um, sich auch weltliche Bildung anzueignen, geht er nach Ungarn, von da n/ach Triest, wo er den ersten: Zusammenstoß wegen einer halachischeri Frage mit dem dortigen Rabbinat hatte. Wobei er übrigens bei dem halachischen Entscheid Recht hatte. Er verläßt Triest und begibt sich nach Paris, London, fHamburg, Frankfurt a. M. und landet zuletzt in Berlin, wo er längeren Aufenthalt nimmt. Kaum jist er 18 Jahre alt, wird er 1838 nach Wreschen (Prov. Posen) zum Rabbiner berufen, wo er bis 1845 segensreich wirkt. In Wreschen entsteht ein erstes größeres Werk, das. halachische Fragen behandelt, unter dem Titel. Arzos-Hachaim. Die 'föaafailge { Glipjgemeinde,. Kempen, eine Nächbargemeinde von Wreschen, wählt ihn zu ihrem- Rabbiner. Von' 1845—1860 verbleibt er in Kemoen. Seine geistvollen Predigten lassen die,, ganze Welt aufhorchen. Er heißt jetzt nicht. andern, als der große. Kempner Maggid. Zu seinem^Unglück wählt ihn Bukarest zum Oberrabbiner.,Was sich in Bukarest am Sabbat, während «einer Predigt von ihm abgespielt' hat; kann nur als ewige Schmach für die dortige Gemeinde ■ bezeichnet werden. Man geht am besten darüber hinweg. Es genügt, daran zu erinnern, daß Moses Montefiore in dieser Sache in Konstaritinopel intervenieren mußte. Eine Geldentschädigung, die ihm die Gemeinde in Bukarest für die angetane Schmach anbot, wies er stolz zurück. Er wird Rabbiner in Lunschütz, in Cberson und Mo hilew. Ein zweites größeres Werk entsteht, «in her vorragender Kommentar izu dem halachisehen M, drasch Thofas Ke-hanim. — Nachdem Malbim fast ganz Europa kennengelernt hatte — zuletzt war er noch eine Zeit in Konstantinopel — zieht es ihn wieder nach Deutschland, wo er viele begeisterte, Verehrer und Freunde besitzt. Insbesondere ist es Dr. Markus Leh mann, der Herausgeber des Mainzer Israelit, dem' er in innigster Freundschaft verbunden war. Dr. Leh mann plant, ihn nach. Mainz zu bringen, (damit er dort, ohne die Pflichten eines Rabbiners zu haben bloß seinen wissenschaftlichen Arbeiten leben kann Malbims Ruf als Gelehrter und Wissenschaftler geht durch die ganze Welt. Die Juden in New York wähl ten ihn zum Oberrabbiner der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Kräfte sind indes bereits so geschwächt, daß er diesen ehrenvollen Ruf nicht mehr, annehmen konnte. Auf dem Wege, nach Mainz macht er noch in Königsberg i. Pr. Hak. /Er wird dort von der polnischen Gemeinde zum Rabbiner ge wählt. In Königsberg vollendet Malbim; sein 'berühm festes Werk auf den Pentateuch unter den* Titel Hathoroh weha mizwoh. Ein neues .Rabbihat wird ihm in Krementschuk angeboten. In Kiew auf dem Wege nach seiner neuen Wirkungsstätte am 1.. Rqsch Haschana-Tage 5633 (1879,1 haucht er \ seine edle und große Seele aus. Dr. M. Lehmann, dieser edle und unvergeßKcihe Geistesheld, dessen Werke heute noch so lebendig sind, wie sie es vor 50: Jahren. waren, erhält am Zorn Gedalja die .Nachricht von der Petira dieses Großen in. Israel. Er will es zunächst nicht glauben, er vermutet einen Streich böser Menschen, doch bald kommt die Bestätigung und verbreitet größte Bestürzung bei allen, die seine Wj»rke bejVundert und geliebt haben. Und der' Schluß idieses großen jüdischen Gelehrten ist — dessen - Werke heute noch teuer bezahlt werden müssen, daß er eine Witwe mit zahlreichen Kindern in bitterster Armut zurückläßt. Wieder ist es Dr. Lehmann, der eich der Armen im Verein mit guten Freunden in Frankfurt a. M. annimmt. Känderöckfe Eine Mti$ter eriählt; ihren Kindern die Bibel. Von, Alte* Gppeakeimer. ■. Jithro V. H! ')■: ' •"• . V ' : 'Jf -.; , , ..■/■■■ "•■ : > > .V 'ilji-i ' ii-.'; ■ Bis( hach;Mid]ah, wo 'der51 Schwiegervater j,Möses,' Sypih'jft^;! drangen,5-die Wundertäten GHtesV die er as" Israel geübt. Jithirö'hörte 'vim' den 10 Plagen, er: vernahmvqni Auszug aus Aegypten, man:fb$rich^e.te: ihm.; über die^: Wunder; der Ernährung de« Volkes Israel, vom ..Manna, von den, Wasserquellen.;j;, Jithro bekam Sehnsucht nach Möses, auch, wollffe'^er .1 selbst' das Volk Israel .kennen lernen. So machte sich '"Jithro ajif; igelangte mit; Z|ppo>ra, der Frau';iMpseS' und »einen beiidien Enkelsö&en hin in -die Wüste, Wasderte, bis er, ääs Lagerdes Judenrqlkes kam,; Moses,; der von dem Besuch'deines Schwiegerväter« hörte, eilte ihm entgegen, bückte sich vor Jithro und hieß, ihn herzlich willkommen. Noch einmal .ließ sich Jithro alle Wunder und Erlebnisse Ües Volkes, das Mose« anführte^ erzählen. Zu wunderbar schien ihm alles. Hatte je ein Volk, das an Götzen glaubte, solches schoh: erlebt? Nein und nochmals nein, das konnte niir G'tt, der einzige G'tt im Himmel und auf Erden ausführen. In dieser Stunde nahm Jithro den jüdischen Glauben an, brachte Ehrungen in Form, von Tierppfern G'tt dem einzigen G'tt dar und feieTie .ein großes Fest:; " 'v;.;:;ri_ ';$i^.:ty6&ea.'w-e'ilte;' Jithro bei. Mösesv'E,t.:'-s;a^:- welche. Last' auf Möses .mh%7 'Mose^'f -war 'x^cßi? - piit'i «der.'Arifjihröia«s Volkes; 'Israel, iauch«der Lehrer von ■ gäjni iisrael.;Er richtete d/as Volk u^d,^clhuchtet^ alle.. Strieitigl^eiteii; Das war' tk \?iel für e-men-Mehscheh; _ Qr^ehtHckf Mitleid bekäme gersohn'e, ea" überlegte hin uiid; her,-. wie;''er. Möses»' helfen könne und es: kani ihm'^ein Gedanke. ■ Er rie.t Moses, siich 'Lehrer und Richter heranzübilideri utia" ihnen die Aufgabe zu erteilen, dem Volke mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und es zu belehren. Moses gefiel der Plan seines Schwiegervaters. Moses wählte sich wackere Menschen aus, die sich nicht durch Geld und schöne Worte bestechen ließen,;spndern denen es .darauf ankam, G'ttes Gesetz, das Mosessie lehrte, dem Vo'Jke der Juden weiterzugeben. Jithro blieb noch eine Weile b^i dem Judenyqlk, dann kehrte er zurück-j-^.^eine. Heimat, um . dort, seiner JS&niiUibs d'£|t G'ite^^v^i?5^}^^ •t_' *- . -~ _ " ' ' T:-r.. . .V-^ DiangeiU:^1' •'• 'r " -"- - ■. .-. ^ef}Berg Sinai.1 '■ f : , „Mutter sag'.' warum hat G'tt das Volk Israel so lange in der Wüste herumwand'ern ■ itsläsen,' 'nur um hnen das Manna und \ das Wa'ssWr zu geben, nur, um sie in der Wüste, zu. .speisen?" Da lachte aber Mutter:. „So 'seid Ihr, Ihr' Neugierigen, könnt es, nicht abwarten, wollt immer noch Tnehr und mehr hören. Ben/ weiß;t Du, wenn man' größ0 Ge&chenke macht, braucht man lange mit den Vorbereit^gen.-Das weißt | j Du doch, wenn Du mir etwas zum Gebu&istag schenkst; j G'tt, Ben, braucht für seine Geschenke %eine:; lange Zeit. G'tt gibt immer und immer, 'wir s«ehen es; nur nicht immer ein, daß G'tt uns beschenkt, aber [jetzt, bei den Geschichten, die jetzt kommen, die voniieiner .ganz kastbaren G'tte&g/abe an die Menschen hälüdeJt, müßte .G'tt sein; Volk erst vorbereiten^ daß -es bjegreifen lernt, .die Herrlichkeit seines Gesehenkes zu,J|würdigeh. Darum die Wüstenwanderung,; mein ifCind. „Schon gut," Isagtr Schwesterchen, . „redfe nidhi^ so lauge mit Ben, fahre doch: fort." i\\ ' 5 Weiter und weiter wandelte das Volk Israel: in ."'der Wüste. So kamen sie auch an einen hohen Berg, auf den die Wolken; vom Himmel ■. hinaibgefalleB schieneii. Das Volk Israel; staunte, denn so L/etwas hatten sie noch > nie-lgesiehen. Sie wollten! den^Berg. hinauf eilen, da erscholl aber die Stimme G'ttes. Das: Volk Israel war in großer Freude, denn nun endlich also wollte G'tt mit dem Volke Israel sprechen. Sie schlugen ihr Lager am Fuße des Berges auf, wuschep ihre Kleider und Körper, um ganz reih vor G'ttzu stehen, und umzäunten1 auf ^G'ttes GeheißVdeh Berg. .„Keiner vom; Volke Israel, ..außer. Moses,^ darf den" Berg besteigen, da ich, G'tt, mir den Berg;.zum Wohnen ausgesucht habe. Zu mir in den Himmel lasse ich nur meine Engel, ihr aber, meine Kinder, habt keinen Zutritt zu meiner himmlischen Wohnung. Will ich mit Euch plaudern, soll mich? eine . Wolke hinabtragen auf die Bergesspitze. Dorthin darf Moses kommen, dort will ich ihm und Euch %;örba>f j&czMilen, alles,. was ich von ihm und dem Volke verlange. Blitzekamen, Donner ertönte, die Engel des Himmels ließen Lieder hören, die Wolken laigetten. rings um den Bergesgipfel. Das Volk Israel stand am;Fuße des Berges, keiner wagte mehr bei dem. himmilischen Getöse den Berg zu ensteigen, sie. hatten Furcht vor dem Anblick des Berges;'der wie in eine Rauchwolke gehüllt schien: Moses aber stieg: hinauf, ihn störte weder Donner noch Blitz. Bis zum Wolkenmeere, das auf dem Bergesgipfel lag, war Moses vorgedrungen, keine Müdigkeit durch die Steigung des Berges empfindend, ganz glücklich zu G'tt gelangen zu können. Als G'tt die ersten zwei Gesetze Moses sagte,;wa^? die S tdanm e G'tt es. s©?; et arky so. übermächtig, daß das ..Volk vom Berge zurückwich, aus Furcht vor G/.ttes. .Stimme. 40..Tage und 40 Nächte blieb MoseeT in G'ttes' Nailis;; denö(jG'tt ihatte dem Moses viel; zu lehren; viiel zu erklären:;Moses war der Schüler, G'tt »am-Lehrer;;i!^,Saehe,''i;-6agte: G'tt zu Moses: .'„ I c h und; k ein': and'e-r«r';li*t Eu c h aiu® A egy p - i 0 ü'! \ e;f;ü: h r t,!d! ä s; *;q 1 \% ■ tLh r n i e; u n d - a i m - m e r;v e r£Ses s se n , eingedenk stets sein,;d.aß :ic'h Eujer G'tt bin, der einzige G'tt- Ihr; sähet meine Macht, ich zeigte meine Wunder,; Ihr fühltet meine Hilfe, so wißt, daß ich Euer G'tt bin., dessen :;Name^::iniiÄi[c;|t'':ii( Sp'iel ji;n d Spaß Um«jö^n^tl^e^blria^e .h?e5n;'d* rltViG'tt ist1'1 das .höchste,.: waö ^gibt jün sich, und'Sseine Erdenkinder eiiieh'^uh den wir" ^galiz dazu^^ >efivienden; sollen^ um iiii seinen Gesetzen, die' gesammelt sind -in seiner Täurohy? zu ' forschen. -'.^u. ■ •. i^ii* A m si eb e a t e.n Ta g-e , erzählte- "ieh.Euch doch schon, Ben und Schwesterehen, ruhte <3jlH.t aus von a Heul, W'ä s e r g e s ^haif f eal^^|So;; »pllen auch wir inaehen, ausruhen3 um in ö'tt-e« [Lehre zu; forsch eh und uns an seiner Welt1 .zu erfreuen. ,Wir,=" die : Eltern, haben die Aufgabe, Euch Kindern ' von .- G'tt zu erzählen und darum, sollen K i »de r '■?; ihre Eltern lieb en un d e h re n. '; Auch idie ■ Menschen sollen wir achten, denn von G'tt aind^sie geschaffen. W^ e r G'tt die Treue hält, h.ä 11..' i ch de m Mens c h e di e Tr eue. Nichtin,. Freud und nicht im Leid sagen: „bei G'tt" es:; ist wahr. Ich meine, Ben, nicht lüg e n f weißt' Dür auch nicht dort, wo Du glaubst, Vater und- Mutter kann ich das vormachen. Ben und Schwesterchen? merkt :Euch, G'tt kann man nichts1 vormachen,, G'tt ^iehV;-:!uu^-'jh.ört.[Calles. Und wenn Schwesterchen; mit .«etojischpn^ nicht heim-; tick Öeai.; denken,; -warum hat Schwesterchen; den':Ball \-:;: und nicht ich.' Schwesterchen sieht nicht ein, daß.,sie . Ben den Ball leihen soll, sö geht Ben heimlich . (hin, :^ hbljt, sich,1 als j Schwesterchen' schläft, den Ball. iind., kpielTf.iiSeht «Ihr zwei, all das hat^ G'tt verboten.;^ie- .'- mals' dürft ■ Jhr heimlich etwas;förtnehhie^i,; de[h ri;f% s t eh leai i's t^ein e S u nde.■;:. -1- Noch schlimmer aber ist es, wönn Du die Sünde nicht eingestehen willst, wenn andere durch Dich verdächtigt werden. Hast Du den Ball von Schwesterchen genommen, so darfst Du nicht sagen: „Ich war's nicht, sondern Ruth, Schwesterchens Freundin war es." Mutti soll glauben, Ruth sei der Dieb! ,Du sollst nichts Falsches aussagen gegen Deinen N ach' s t e n. " So lautet G,tte"s:i Gebot. . , Von früher Jugend an muß sich der Mensch selbst;|i erfrentn, deinen Mitmenschen zu achten unid -zü'lie^{; ben, iihnf; seinen Besitz zu gönnen. Wer ärdere'-Men-j sehen, die auch ' GHies ^Geschöpfe sind, nichf achtet; und nicht liebt, dergeht^fa^he Wege. Neid Und; Mißgunst führen ihn dazu, das^Leben des Mitmenschen gering zu achten und gar ihn zu töten. So ruft uns G'tt die Warnung zu: „Du sollst nicht; m o r d e n! " . - Dies siinid^, Ihr Kinder, die .10 Gebote, die G'tt'aufdie zwei steinernen Tafeln tief eingegraben unseren?;; Lehrer Moses übergab.

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