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Der Israelit · 1935-11-07 · Heft 45 (7.11.1935) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 45 (7.11.1935)
Date
1935-11-07
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 Nr. 45 Der Israelit 7. November 1935 Palästina, Allerlei aus Palästina. Jerusalem, 29. Oktober. Die Palästina-Regierung hat beschlossen, Maßnahmen zur Erhaltung des eigenartigen Charakters der Altstadt von Jerusalem zu treffen. Die alten Baudenkmäler werden unter Schutz gestellt und jeder Plan einer baulichen Veränderung muß vorher einer besonderen Kommission zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werden. Nach längeren Bemühungen ist es gelungen, von der Regierung die Genehmigung eines Bauzuschusses von 1000 Pfund für die Anlage einer Chaussee von Chedera nach Pardeß Chana zu erlangen. Im übrigen werden die Baukosten von der Pica und den Besitzern der an der Chaussee liegenden Grundstücke getragen. Die Straße soll bis zur Bahnlinie verlängert und dort eine Bahnstation geschaffen werden. Wie aus dem Irak berichtet wird, hat 'die Irak Petroleum Company beschlossen, eine zweite Oelröhrenleitumg von Kerkur nach Haifa anzulegen. Die ersten Transporte der Röhren sind bereits eingetroffen. Die Vorarbeiten zur Errichtung einer große n Z e m e ntfabrik in Hartuf sind im vollen Gange. Man hat bereits mit dem Bau von Arbeiterhäusern sowie der Anlage einer Chaussee und eines Zweiggeleises zur Eisenbahnlinie begonnen. Gleichzei *tig wurden in der ganzen Gegend Brunnenbohfungen vorgenommen. Die Entwicklung der palästinensischen Industrie. Jerusalem, 29. Oktober. Die statistische Abteilung der Jewish Agency bat auf Grund ihrer jüngsten Erhebungen festgestellt, daß 571 jüdische Industrieunternehmungen, d. s. 40 Proz. aller jüdischen Betriebe, 9902 Arbeiter beschäftigten; 366 vor Ende 1933 errichtete Betriebe, in denen 7651 Personen beschäftigt waren, zeigten eine Erhöhung des Personals von 12,2 Proz. Die stärkste Zunahme war im Druck- und Papiergewerbe zu verzeichnen. Die von der Zählung erfaßten Betriebe haben eine Jahresproduktion im Werte von 2]/2 Millionen Pfund. In 205 seit Januar 1934 errichteten Betrieben werden 2251 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Die Zunahme der Arbeiterzahl beträgt in manchen Fällen 6 Proz. An die Fabrikanten und Kaufleute Palästinas ist von dem Verband der palästinensischen Industriellen ein Fragebogen verschickt worden, durch den die Verwendung von Produktionskrediten und die Auswirkung der jüngsten Wirtschaftsstörungen festgestellt werden sollen. In einer Versammlung des Industriellenverbandes wurde vor kurzem auf die Schwierigkeiten hingewiesen, in die manche Fabrikanten infolge der durch die internationalen Ereignisse bedingten Kreditkündigungen geraten sind. Der Verband hat eine Unterkommission zur Behandlung des Rohstoffproblems eingesetzt. Es werden auch Bemühungen gemacht, die Verwendung einheimischer Produkte zu fördern und dem ausländischen Dumping entgegenzuwirken. Von einer anderen Unterkommission wird die Frage eines Schutzzolltarifs beraten und ein Memorandum an die Regierung in dieser Sache ausgearbeitet. Um den Schutz der Palästina-Industrie. Jerusalem, 1. November. Der Schatzmeister der Palästinaregierung, J o h nson, hat dieser Tage eine Besprechung mit Vertretern der Industrie abgehalten. Es wurde die Frage eines Schutzzolls gegen, ausländisches Dumping erörtert. Herr Johnson schloß sich der Ansicht der Industriellen an, daß eine 25prozentige Erhöhung der Zölle für den Schutz der einheimischen Produktion ausreichen würde. Es wurde beschlossen, eine Ver-f ständigungskommission unter dem Vorsitz des Schatzmeisters Johnson einzusetzen, der fünf Vertreter der Industrie angehören werden. Die ärztliche Praxis in Palästina. Jerusalem. 1. November. Die Palästina-Regierung gibt bekannt, daß im Monat Dezember 1935 31 Lizenzen zur Ausübung der ärztlichen Praxis in Palästina" ausgegeben werden. Die Lizenzen werden Aerzten erteilt, die entweder palästinensische Bürger sind oder Niederlassungserlaubnis besitzen, einen einwandfreien Leumund haben und an Universitäten promoviert haben, die von der Palästina-Regierung anerkannt sind. Personalien. Zum Amtsjubiläum von Bezirksrabbiner Dr. M. Weinberg. Regensburg, 5. Nov. Zu dem von uns bereits gemeldeten vierzigjährigen Amtsjubiläum des Bezirksrabbiner Dr. M, Weinberg bringt die letzte Nummer der „Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" einen längeren Artikel, in dem es nach einer Beschreibung des Werdeganges und des Lebensweges des Jubilars zur Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen u. *a. heißt: „Dr. Weinberg benutzte seine Muße ununterbrochen 2Um wissenschaftlichen Weiterarbeiten, und zwar auf dem Gebiete der talmudischen Archäologie, der Geschichtswissenschaft und der Archivforschung. Seinen Ruf in Gelehrtenkreisen begründete er durch seine sehr wohlgefällig aufgenommene Abhandlung „Die Organisation der jüdischen Ortsgemeinden in der talmudischen Zeit". Was die neuere jüdische Geschichte anlangt, so muß die Erforschung der Memorbücher an erster Stelle genannt werden, ein Gebiet, auf dem der Jubilar als Autorität angesprochen werden darf. Der Geschichte der Juden in. der Oberpfalz wandte er sein besonderes Interesse zu, drei Bände darüber sind bereits erschienen. Die geographische Lage seines Rafebinatsbezirkes brachte es mit sich, daß er sich auch mit der Geschichte der jüdischen Drucke in dieser Gegend intensiv befaßte. Sein Werk „Die hebräischen Drucke in Sulzbach", von dem wir noch Fortsetzungen erwarten dürfen, die Herausgabe des S u 1 z bacher Wandkalenders vom Jahre 1722, sind die Früchte dieses Interesses. Auf dem zweiten Forschungsgebiet des Jubilars, — das ist auf dem der talmudischen Archäologie — verdanken wir1 ihm eine Reihe namhafter, aufschlußreicher Auf- Sätze und Abhandlungen. Was die praktische Seelsorge-Arbeit betrifft, so sei hier festgestellt, daß er von 1914—1918 die jüdischen Krieger im Gefangenenlager Grafenwöhr nebst sämtlichen Nebenlagern seelsorgerisch betreut hat." Briefkasten. Anonyme Anfragen können wir grundsätzlich nicht beantworten S. Von zuständiger Seite wird uns auf ihre Anfrage mitgeteilt, daß die Landgemeinden vom Provinzialverband für jüdische Winterhilfe, der seine Tätigkeit bereits eröffnet hat, betreut werden. Für Hessen Nassau hat dieser Verband seinen Sitz in Frankfurt a M-, für das Rheinland in Köln. Der für ihren Fall zuständige Provinzialverband wird Ihnen wohl bekannt sein. Frankfurter Vereinskalender, Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schluß der Synagoge im Hörsaal: Mikro-Vortrag, Herr Rektor Karl Ochsenmann. Samstag morgens nach Schluß der Synagoge: awi, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 3V2 Uhr im Vereinslokal, apj' Vy> Herr Rabb. Meyer. — abends 8.30 Uhr fällt der Vortrag aus. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fölK «jcnv Herr S. Schachnowitz, — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, DnnaK pa, Herr R, A- Dr, Schlesinger. — nach. 6 Uhr im Vereinslokal, (auch für Damen), „Haftauro", Herr Rabbiner H. Meyer- Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: m»»- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, (81M xaa) »im, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, rnwo, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch) Donnerstag abends 7 Uhr im Vereinslokal, OM, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Sonntag vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, m»5, Herr J. Soffer. Jahrzeitsstiftungen. Schabbos: 9. November! Isaae Hesdörfer-Stiftung. Dienstag, 12. November: Eva Lob-Stiftung. Freitag, 15- November: Erich Hdfmann-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag 4^2 Uhr nachMincho im Hörsaal, Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn Schachnowitz über: („Abraham heute"). Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Infolge der Intensivwoche der Jugendgruppe der J. R. G. fällt in unserer Cruppe der Vortrag am Montag, den 11. November aus. Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Der englische Kurs unter Leitung von Frau Helen Posen, beginnt Mittwoch, den 13- November pünktlich 9 Uhr abends, in der Kanzlei, Friedberger Anlage 6. Agudas Jisroel-Madchengruppe. Schabbos vorm. IOV2 Uhr im Agudaheim Schwanenstraße 12, Schiur des Herrn Julius Lewin, „Das Buch Esra". Gäste willkommen- Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. vy 'oa m»J (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr Fichtestr- 5. — Die Mussarlehre des Rambam (für Jugendliche), naw 4.3Ö Uhr, ebenda. Herr Dozent J. Ehrentreu, ttöin mit criznaa, Sonntag 20.30 Uhr, Uhlandstr. 39- Herr M. Feuerwerker, rsr 'Da maa (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20.30 Uhr, Fichtestr. 5 avpT für Jugendliche, Sametag 15 Uhr ebenda. Herr R.-A. Dr. E. Posen aw flisa, Sonntag ll3/4 Uhr, Sandweg 44. Herr B. Rachelsohn, nTr-D nawa Dienstag 20.30 Uhr. Sandweg 6 c. R.-A- Dl". M- Schlesinger, KS» .'»Ä für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr, Schwanenstr. 12. Herr J. Sofer, »öl» tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Fichtestr. 5. Herr Zuntz. Di">n rrYi», Sonntag nach nnn». Sitzungszimmer der I. R. G» — mjnaE? tu, Montag bis Donnerstag, ebenda % Stunde vor jvnffip. Religiöse Intensivwoche der Agudas Jisroel- Jugendgruppe. Das Programm (Aenderungen vorbehalten) sieht folgende Vorträge vor: 1. Abend: »-xa, den 9. November : Dr. Isaac Breuer. „ Agudismus als geschichtlicher Entwicklungsprozeß", 2- Abend; Sonntag, den 10. November, Gemeinderabb. J. Horovitz über das Thema „Die agudistische Jugendarbeit". 3. Abend: Montag, den 11. November: Rabbinatsassessor Dr. Posen über das Thema „Die Bedeutung der Austrittsgemeinde für die jüdische Jugend". 4. Abend.« 'Dienstag, den 12. November; Redakteur S, Schachnowitz über das Thema „Die orthodoxe Organisation in der jüdischen Geschichte". 5. Abend: Mittwoch, den 13, November; Jugendabend mit Referaten von Vertretern der einzelnen Sektionen der Agüdajugend. 6. Abend: Donnerstag, den 14. November: Dr. S. Ehr mann über das Thema „Die Aufgaben der Agudas Jisroel für die Juden in Deutschland". 7. Abend: srx»> den 16. November: Direktor Dr. Elias über das Thema „Die Bedeutung der Jugendgemeinschaft als Ergänzung von Elternhaus, Schule und Jeschiwah". — Alle Vorträge finden im Vereinslokal des Mekor Chajim, Hans Handwerkstr, 18, je um 8.45 Uhr abends statt. Unköstenbeitrag für einen Aben 30 Pf„ Dauerkarte 60 Pf. Vorverkauf: Palästina Centrale der Agudas Jisroel, Schwanenstr- 12, Buchhandlung Oppenheimer. Rückertstr. 57, Jupp Auerbach, Friedberger Anlage 4, (Jeschiwa) sowie bei unseren Mitgliedern. Judischer Turnerbund E. V. W i n t e r p r o g r a m m : Herren: Turnen tt. Gymnastik, Donnerstag 9-10-30 Uhr, S- R- Hirsch-Schule. — Fußballtraining, Donnerstag - 8-9 Uhr, dto- Damen: Turnen u- Gymnastik, Mittwoch 8-45 10 Uhr, Isr. Volksschule. Frauen: Gesundheitsgymnastik, Dienstag 8.45-10 Uhr, Isr- Volksschule. Knaben: Turnen u- Gymnastik, Montag 5-7 Uhr, S. R. Hirsch-Schuse- — dto. Abt. I u. II, Mittwoch 5.30- 7 Uhr, Isr. Volksschule. Mädchen: Turnen u- Gymnastik Gruppe I, Mittwoch 3.30-4.30 Uhr, S- R- Hirsch-Schule. — dto. Cruppe II,' Mittwoch 4.30-5.30 Uhr, dto- — dto. Gruppe III, Mittwoch 5.45-6.45 Uhr. Isr. Volksschule. Fußballabteilung (Herren) Sonntag nachm. Verbandsspiele nach jeweiliger Bekanntgabe. — Schüler dto. — Jugend dto. sowie Hallentraining, Donnerstag 7-8 Uhr, S, R. Hirsch-Schule. Gebetzeiten; . .;. T '. '.'■■] tV nnw Freitag abend 4.25 Samstag naawn 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 100 u- 4 00 Samstag abend 5.40 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 4.30 Tefillinlegen am Morgen 6.35

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