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Der Israelit · 1935-09-12 · Heft 37 (12.9.1935) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 37 (12.9.1935)
Date
1935-09-12
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Montefiore-Friedhof in Long Island unter gewaltiger. Beteiligung statt. Rabbi Margolis, der 1848 in Wilna geboren war, wurde 1881 Rabbiner in Grodno, bekleidete 1907—1910 das Amt eines Oberrabbiner« von: Boston und war seither Oberrabbiner der United Hebrew Community von itew York. 1920 wurde er zum lebenslänglichen Vorsitzenden der „Assembly of Orthodox Rabbis" gewählt. Er hat zahlreiche talmudwissenschaftliche Werke verfaßt. Sprechsaal, „Aschkenasisches oder sephardisches Hebräisch?' In der Nr. 34 dieses gesch. Blattes bringt Herr Df Elias Fink zwei Beispiele, die darauf schließen lassen, daß unsere b"tn die sephardische Aussprache des Hebräischen gewählt haben. Wer die erste Beweisstelle 3"y tö nma durchliest und vielleicht noch die einschlägigen Dezisoren ln" K"o p'O und a"9 «rp> '^n D"aa*i) erfährt, daß man die einzelnen. Worter des Sch'ma nicht zusammenlesen darf (D'j?ai= Liierung). Z. B.«]S mm rprm DniKDri'i&pi oma — oder Vvis «jiarr — V'nsapn Diese Mißhandlung der leicht zu liierenden Wörter stammt nicht allein daher, daß „ein Wort mit dem gleichen Buchstaben beginnt, mit dem -das vorhergehende en digt," denn sonst könnte die Liiarung (o'pn) von n und «' von » und k oder rgar nach vihäl eine kleine Pause eintreten zu lassen, . damit das folgende nt>o D3S*Mt ordentlich ausgesprochen werden kann fstp nicht aufgezählt werden. Außerdem spricht der Se fardi nicht — wie vom Autor angegeben — esseb besadecha und kanap pessil, sondern beachtet bis auf den Buchstaben n die n*SDTJ3-Regel wie der Aschkenasi. Die von Herrn Dr. Fink angegebene Aussprache ist die des Theologen. Der gleiche sprachliche wie' auch sachliche Einwand ist auf Dr. Finks zweite Beweisstelle zu erheben. Im Midrasch werden verschiedene Auslegungen zu -den Worten in» 31» funiwiedergegeben, ■die darauf hinausgehen, um aio oder yn als relative Begriffe zu fixieren: tu» ]mo> .jnmx' und nach R. Meir m» (siehe .f~aav und Hirsch z. St). Das besagt, im Widerspruch zum Autor, daß ikö und r~n» gar kein Wortspiel darstellen sollen („m'ohd" bezw. ,,moht")! Bezüglich des Sprachlichen würde kein Aschkenasi nvs wo nsm „maus" aussprechen genau so wenig wie ein Sefardi „moht", aber wohl „mowes" bezw. „mawet" (s. Ramban z. St. aiö nsaJ Zu den Ausführungen des Herrn Kürzweil schreibt uns Herr Dr. Fink; Hinsichtlich Punkt 1. muß ich meinen Gegner daran erinnern, daß ich lediglich 8n ins Feld geführt und an der Hand der von ihm für nvmsa pnpT gegebenen Beispiele mittels disjunktiven Schlusses, wie er öfter in der Mathematik bei indirektem Beweisverfahren angewandt wird, sichergestellt habe, daß er das Hebräische keinesfalls aschkenasisch gesprochen hat, denn für diese Sprechweise sind die beiden Beispiele •pEtt aew und b'Jia «pan unbrauchbar und solche können wir einem «ai nicht zutrauen. Da außer Aschkenasisch nur noch Sephardisch und keine andere Aussprache in Frage kommt, ist mein'Beweis vollkommen schlüssig. D"aan und n»n mit*» die Herr K. unnützer Weise heranzieht, da eben doch nur »an zur Diskussion steht,; bestätigen lediglich, daß , die beiden a» bezw. s gleich klingen, denn sie zählen sie ja zu den ayn, was „anhangende", „zusammenhängende", „zusammenfließende" bedeutet. Daß es ihnen nur auf den gleichen Klang und nicht etwa die gleiche Gestalt der in Rede stehenden Buchstaben ankommt, beweisen sie durch Außerachtlassen von Beispielen wie nmaii irviR /QlTWi iiam- Am allerwenigsten fordern sie, wie Herr K. diesen beiden Dezisoren unterstellt, „man. solle die einzelnen Wörter des vnv nicht zusammenlesen. Das käme auf ein völlig zusamenhangloses und mithin auch sinnloses Lesen dieses erhabenen Gebetstückes hinaus. Hinsichtlich der tatsächlichen Ausspräche; der JVSS'ttabei den Sephardim bemerke ich, daß ich sie so, wie ich sie angegeben habe, in sephardischen Synagogen von Tiberias, Jerusalem und Tel Awiw mit eigenen Ohren gehört habe. Daß auch Theologen sie gebrauchen, rührt daher, daß sie — an ihrer Spitze Reuchlin — bei Sephardim in die Schule gegangen sind. Zu 2. Daß bei ma aw rum um aw mni es sich um ein „Wortspiel" handle, habe ich nirgends behauptet. Herr K. wird nicht bestreiten, daß mn' eben so gut als Infinitiv wie als Substantiv gelesen werden kann. Tut man ersteres und zwar in. sephardischer Aussprache, so hört man bei , den Worten "ma aiü nanj geradezu ma aui mm und darauf kam es" T>sa '31. bei seiner Randbemerkung : zu TS» aitr.iMm an. Uebrigens befinde ich mich bei dieser Auffassung der Midrasch- ■stelle in recht guter Gesellschaft. Kein geringerer als der große Gaon V'ST jUttnoi? Vrtobt -rimn hat ebenfalls in dem Worte n«a das Wort ma entdecken wollen und hat es gefunden, indem er nach der Methode r:nN das J** in imd durch und das i nach der n"3BNt-Methode durch/. i ersetzte, womit freilich noch eine Umstellung der beiderr Buchstaben rn und 1 verknüpft werden muß. Man darf dieses Verfahren .als etwas, "gekünstelt'bezeichnen, es zeigt aber immerhin ,das Bestreben,-i im Worte, n«» .selbst ma zu finden, und "das kann man nach meinen Dar-, legungen ungekünstelt durch den bloßen Wortklangin sephardischer Aussprache. Die acht anderen De.u-' tungen, die isa wo mm außer dieser noch im rm «ma. an der angeführten Stelle finden, verzichten eben auf das Ziel, einzig und allein dem Worte "'s» die Deutung abzulauschen. Auch l~an-i» auf dessen ano nsn| Herr K. verweist, liest nicht ein"rna aus ma heraus; denn er sagt ja '131 D5N33 isa D»t>1-Aber auch hier betone ich, daß ich es ausschließlich mit thb-'äv zu tun hatte; von ihm habe ich gezeigt, daß er das; Hebräische sephardisch gesprochen hat. Personalien. Emden, 11. Sept. Am Freitag, den 15. Elul begeht Herr Hermann von der Walde mit seiner würdigen Gattin Caroline geb. Hartogsohn das Fest der Goldenen Hochzejt. Wir haben aus Anlaß seines 85. Geburtstages vor kurzem an fieser Stelle die' Persönlichkeit und die große Bedeutung des Herrn Hermann von der Walde für die - Erhaltung der Glückwunsch- Inserate für jwn tp*n in drei Größen zum Sondertarif ♦ Allen Ib. Verwandten u. Freunden hcrzl. i i naio naTm tutd ♦ f Max Wolf, Dresden, Leipzigerstraße 59 ♦ *»♦♦♦. .»♦♦»t». ♦.♦♦»♦«»»♦■»«♦»♦♦♦♦♦»«-*♦»♦-»■» < ******** ******************************** 1 Unserer werten Kundschaft wünscht 1 ] w"> nnöttn nmu na^nm nnviD f ♦ Bäckerei Heinemann Wwe. | X Halberstadt, Bahnhofstraße 122 ♦ #HIMtlMIIIMIIHH*<tUUiMMIIMtiM ♦ Allen Verwandten, Freunden und. Be-♦ X kannten nur auf diesem Wege die herzl. X ♦ Ü^mD-Wünsche l | Familie Abraham Seligmann | ♦ Jerusalem | 10 mm 2sp. 3.00 15 mm 2sp. 4.50 20 mm 2 sp. 6.00 Die Beträge wolle man auf Postscheckkonto Nr. 19 802 überweisen, den Text durch Postkarte einsenden. Texte, die bis zum 23. September in unserem Besitze sind, werden in der . Rosch-ha-schono-Nummer>. später eintreffende in der darauffolgenden veröffentlicht. Frankfurt a. M. Die Anzeigen-Verwaltung des Israelit Sammelinserat Ablösung für Erez Jisroel. jWer seine Glückwünsche zu Gunsten von Erez Jisroel abzulösen und keine Anzeige zu veröffentlichen wünscht, wolle dem nach Belieben festzusetzenden Ablösungsbetrag eine Gebühr von 1.50 Mark für die Veröffentlichung von Namen und Wohnort im Sammelinserat beifügen. jüdischen Traditionen in der alten: Hirschkehillä und in Ostfriesland genau gezeichnet...-Wir wünschen dem ehrwürdigen Jubelpaar ein weiteres Leben und Wirken in völler Rüstigkeit im Kreise ihrer gleichgearteten Kinder;'und Enkel na» D'ipyi rwa ly-; Bratislava, 9. Sept. Mit dem Heimgang von Frau Rabbiner Samuel Donath 7\"y> geb. Kurzweil, am Vf?x 'a ist eine seltene Frau von dannen gegangen. Wer dieser, von seltenen Charaktereigenschaften ausgezeichneten Frau im Leben näher stand, weiß den Verlust zu ermessen, den die Familie und der ihr nahestehende Freundeskreis und darüber hinaus die Gemeinde erlitten hat. Sie war eine jüdische Frau vom alten Schlage, die nicht nur den begrenzten Kreis der Fraüenpflichteri mit peinlichster Sorgfalt und unbegrenzter Liebe hütete, sondern so 'wirkte, daß die Strahlen ihres Wesens in die-iweitesten Kreise: hinausleuchteten. Sie hatte das Glück, alle ihre; Kinder im wahren Sinne des Wortes im Geiste^ der, Thorar zu erziehen, und ihre Söhne als amtierende' Rabbiher wirken zu sehen. Bei der Beerdigung nahmen . zwei Söhne im Tratierhäuse ergreifenden Abschied Von iHr, während draußen auf 'dem Friedhofe nochmals von zwef Söhnen die* wesentlichen Charakterzüge dieser überragenden Frau in trefflichen Worten geschildert wurden. : Man ging mit dem wehmutsvollen Gefühl von " dannen, daß mit Frau' Rabbi ' Donath ein' Stück Alt- Preßburgs und eine der Besten, unserer Zeit uns genommen wurde. >■", -; •n"3san Frankfurt a. M„ 9. Sept. .Na'ch einem Berichte des „Frankfurter: yolksblattes" urde. einr;,24jähriger Mann aus Laiig-e^C i. H. festgeriömnieii, .der,am - vergangenen SamStWg bei einem jüdischen Ehepaare, bei dem .er zu essen bekam, unter;der Angabe, er sei Mitglied einer Pärfeigliederurig ■ und Vertrauensmann der Kriminalpolizei, unberechtigterweise Haussuchung Vornahm,, JGehl und Wertsachen : an . sich steckte' ürfd weitere5 «Erpressungen versuchte. ' Er hat eine strenge Strafe zu gewärtigen, da seine Handlungsweise eine Provokation gefährlichster Art darstelle. - Hamburg, 8. September. Man schreibt uns: Zum Ableben desvHomburger Raws,-Rabb. Dr. Wteschner ''"xt» sei noch -Folgendes nachzutragen! Der "iHjjj hatte während seiner jahrzehntelangen, segensreichen Wirksamkeit in dem Geburtsorte des Unterzeichneten (Samter is Posen) zwei seiner Schüler für die Kantorenschule des verewigten Rabb. Dr. Wolf Feilchenf eld ^*ST/ zu Posen , theoretisch ausgebildet, und er sorgte dafür, daß einer-seiner Liebiingsschüler an der Talmud-Thora-Schule in Hamburgs angestellt werden konnte, wo derselbe seit 17 Jahren wirkt. L. H. Frankfttrtcr Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V, Samstag morgen nach, Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — 3/4 Stunde vor Minchö im Vereinslokal, „Mikro" Herr Rabb. Meyer. Sonntag-und Mittwoch morgens nach Schul, dtk »»n. Herr S. Schachnowitz, — 9-10 Uhr, im Vereinslokal, „Mögen Awrohomschiur, Herr R. A. Dr. Schlesinger. — 1 Stunde vor Mincho im Hörsaal: „Haftauroschiur", Herr Rabbiner Meyer- — 7 Uhr abends im Hörsaale, Elülvortrag. Herr R.-A. Dr. M. Schlesinger. Montag-(auch Donnerstag) morgen nach Schul: Mischnä- MitgKederlernen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Montag und Mittwoch abend 7-8 Uhr im Vereinslolcal t Gemoroh, Herr Rabb. Dr. J. Breuer, Dienstag und Donnerstag abend im Vereinslokal: Gemoroh, Herr R.-A. Dr. E. Posen- Jahrzeitsstiitungen. Montag, 16. September! Jakob Märburger-S&ltung. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho 5*/4 Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Bekenntnisse". Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. G^morohschiur für Baalebatim '0?a), Sonntag 9 Uhr, morg-, Dienstag und Donnerstag je 8.30 Uhr abends, Mussarlehre des Rambam (für Jugendliche) Sabbat ' 5 Uhr nachm. Herr Rabbiner Dr- Mannes, trinä TT, Sabbat vorm nach Schul Fichtestraße 5, nachm. 4 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage. Herr Dozent J. Ehrentreu. Chumisch mit Kommentaren, Sonntag 3/49 Uhr abends, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner M. Feuerwerker. Gemorohschiur morg. 5-45 Uhr. vor Schul," "Sitzungszimmer. — Gemoröb für Jugendliche (i*J 'on), Sonntag und Dienstag 8 30 Uhr abends. — Dinim und Mussar für Jugendliche, Sabbat 3-30 Uhr nachm. — Gemoroh für Baalebatim (Baba Mezia), Montag u. Donnerstag 6 Uhr nachm, Fichtestr. 5. Herr ''R.-A. Dr- E, Posen bot nisb, Sabbat 6 Uhr nachm., Sandweg 44- Herr Jacob^Rosenheim, Messilas Jeschprim, Sabbat 5.45 Uhr nachm. Fichtestr. 5. He:rr R:-A.' Dr. M- Schlesinger, Gemorohschiur (mv '013). iür Baalebatim Mittwoch 815 Uhr abends, Schwanenstr.. 12. , , Herr Sofer. W» nx täglich um 12 Uhr und Sonntag üm 11 Uhr im Vereinslokale, Schwanenstr. 12. Herr Zuntz,1 a«n rnis, Sohntag 7.15 Uhr vorm. im Sitzungszimmer der I. R. G. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos Yorm- 10V2Uhrim Agudaheim Schwanenstraße 12, Scbiur des Herrn Julius Lewin, „Das Buch Esra". " 's ■■ ■ >■•■•■■ Gebetzeiten. «■□n T)2V Freitag abend 6.10 . .; .., Samstag nMWh 6.50 Samstag morg. 8-00 r.^ , Samstag nacJhm. 1.00 und 5.00 ,• ,;,; Samstag abend 7.30 Wöchengottesdienst; ' Morgens 6.30 ■ * Nachmittags 6-00 . Tefillinlegen am Morgen .5.10

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