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Der Israelit · 1935-09-12 · Heft 37 (12.9.1935) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 37 (12.9.1935)
Date
1935-09-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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- P Km; mvput'fiß i.' iw-^w,, 5SS?s%8^ Seite 10 Nr. 37. :'H D er Is r a e 1 i t •12.1 September 1935 soll, 'Jjie Ziel* ä«;s Kongf^s« zu verwirlidiehefl, die europäische öffentliche Meinung über die zivilisäto* rische Bedeutung des Islam aufzuklären' und als Bindeglied zwischen Orient und Oxident zu dienen." - : (;;'• . •' : •;! -Polen.;. - ■ - >: ■] ■ Ein Regierungskommissar für die Warschauer Jüdische Gemeinde? Warschau, 5. Sept. Wie die ITA. von maßgebender Seite erfährt, soll der Vorstand der. Warschauer Jüdischen Gemeinde unmittelbar nach den Wahlen zu Sejm und Senat aufgelöst werden. Was die Regierung sodann in Bezug auf die Leitung der Warschauer Jüdischen Geh meinde.zu verfügen beabsichtigt, steht noch nicht fest. Während^ die, einen yri^vn/l wollen^ . daß.(sofort fein' besonderer. Regierungskommissar eingesetzt werden 6olll;; b ehaupten andere, daß zunächst die Neuwahl des . .Vorstandes ausgeschrieben und erst' dann ein Kommissar eingesetzt werden soll. Es verlautet, daß: dieser Regierungskommissar das EntscheidungsrecTit in' allen bedeutenderen Budgetfragen; haben! isöll.;.' ■ Ungarn. Landeskongreß der ungarländischeh Orthodoxie,' : — Das ' neue Statut; '■ \<\-- - Budapest, 4. Sept. Unter dem Vorsitz des' Präsidenten der o r t h o - - ■ ■ ■ doxen israel i t is c h e n L and eskanzlei und unter Mitwirkung des Oberhausmitgliedes Adolf Frankl, des geschäftsführenden Vizepräsidenten Ludwig Hartstein und des Rechtsberaters und Referenten für das neue Ergänzungs Statut Dr. Emerich Reiner tagte in Budapest der Landeskongreß der ungarländischen Orthodoxie, dem hundert Delegierte angehören. Die Eröffnungsrede des Präsidenten klang in einen Mahnruf zur Einigkeit usa. Es wurden sodann auf Vorschlag des Präsidiums Begrüßungstelegramme an den Reichsverweser von Horthy, den Ministerpräsidenten Gombös und den Kultusminister Dr. Hornau gesandt. An der Aussprache, die insbesondere bei; der Erörterung der Stafutsbestimmungen, die der Festigung des" Glaubenslebens dienen, ein - sehr hohes Niveau erreichte, beteiligten sich fast alle Delegierten? Besonders wichtig ist der § 50 des neuen-Statuts, der gesetzestreue Lebensführung der Gemeindepräsidenten und Vizepräsidenten, der Synagogenvorstände und Schulleiter als Vorbedingung für die Uebernahme bezw. Beibehaltung der Aemter erklärt. In Bezug auf die zurzeit bestehenden Beschränkungen betreffend die Neugründung von Gemeinden wurde ausgesprochen, daß das Prinzip der freien Absonderung von den neologen Gemeinden auf Grund des Statuts von 1871 weiter-beibehalten wird. Der § 95, in dem die Unantastbarkeit dieses Grundsatzes vorgesehen ist, wurde nach einer Spezialdebatte mit gewissen Modifizierungen vom Landesverband ange- Tschechoslovakei. Der Prozeß gegen den Oberrabbmer von Munkacz. . Prag, 5. Sept.'. Vor dem Kreisgericht in Uzhorod fand die Be-- rufsverhaiidiung gegen den bekannten- \ .Oberrabbiner! von Mukacevo (Mtmkacs) Lazar Spira statii;der in. erster Instanz vom Bezirksgericht in Mukacevo vonder Anklage, das Hebräische Gymnasium dieser Stadt verflucht zu haben, f r e i g e sp rochen wurde. Das Berufungsgericht kam zu der Ueberzeugung, daß sich Rabbi Spira eine strafbare Handlung habe zusehuldei kommen lassen und verurteilte ihn zu 1000 .Kc. Geldstrafe unbedingt,, im Nichteinbringungsfalle; zu 20 Tagen Arrest. Dem Fall liegt folgender Tatbestand zu: gründe: Deir Oberrabbiner hat in seiner Predigt vom 21. Juni 1934 sehr scharfe Worte gegen das Hebräische Gymnasium gebraucht, worauf mehrere Eltern, Kurato-, riumsmitglieder des Hebräischen Gymnasiums und der Anstaltsleiter, Abg. Dr, Chaim Kugel, die Strafanzeige erstatteten. Das Bezirksgericht sprach den Rabbiner mit der Begründung frei, daß Spira als Rabbiner i n der Synagoge alles sagen dürfe, weil es nur für seine Gläubigen bestimmt sei; jene, die ihn nicht hören wollen, müssen die Synagoge nicht besuchen. Das Kreisgericht in tfehörod war aber der Ansicht; daß Oberrabbiner ■ Spdrä "in'der^inkifeinier-» " :ten Predigt die Grenzen meines religiösen Amtes über- |.. schritten und. >,BevölkerungsteiIeti gegeneinander aufgewiegelt" habe. :-..y:: Rußland. Oberkommissar Macdonald in Moskau» f-:>:. ,. i,i■■;..« .. Moskau-, 5., Septv-; '.' ■ Der Auswanderungskommissar des Völkerbundes,.. James G. .MacdonaI-d;, Ist in -Moskatt eingetroffen. Er erklärte, daß sein : Aufenthalt, är ■ Moskau den Zweck habe, Verhandlungen mit dem; Anßenministe-; rium über den Vorschlag der: Emcn£ung> - einer zentralen Institution für Aiisw«ndererfursorge unter Auspizien des Völkerbundes zu führen. Oberkammissar Macdonald erklärte, daß er über die gleiche Frage . kürzlich mit den auswärtigen Aemtern anderer Staa-. ten verhandelt habe. Auf .Befragen stellte er. fest, daßf. die Frage einer Niederlassung von derätscfren Aaiswander'ern'.in der Sowjet-Union nicht, vo^n ihm in'seinen Unterhandlungen.: aufgeworfen: werden, würde. Palästina. Lebhafte Baubewegung in Jerusalem. . ( Xer usa fem , 5. Sept.; tIn Jerusalem werden;.zurzeit über 14Ö Hauser für jüdische Besser., gebaut. Bei den Arbeiten-sind 1467 jüdische und' 409 arabische Arbeiter/ 'beschäftigt, Außerdem werden im Auftrag" der Kegierdp^ und der Stadtverwaltung zahlreiche Bauarbeiten durchgeführt, bei denen vorwiegend Araber beschäftigt sind. Auch bei den Transportarbeiten zu den 140 jüdischen Neubauten sind' fast ausschließlich Araber beschäftigt. Bei dem Bau von Straßen in jüdischen1 Vierteln arbeiten 7 Juden und 34 Araber. Die Aussichten für die Entwicklung der Bautätigkeit in Jerusalem sind sehr günstig. Es herrscht ein Mangel an qualifizierten Bauarbeitern. Mehrere Hundert jüdische' Arbeiter können jetzt in Jerusalem Beschäftigung finden. Eine lebhafte Bautätigkeit wird auch aus Afuleh,. wo u. a. eine Mühle und eine Basältsteinfabrik errichtet werden, und aus Kerkur, wo Arbeiterhätrser im Bau sind, gemeldet.. S o e 1» e n r ä c f ra 1 : EWIGKEIT Einführung in das Weltbild der jüdischen Uberlieferung uon Rabbiner Dr. Elle Münk in Rnsbath mit 6eteüiüorten der Herren Rabb. Dr. P. Kohn, Rnsbadi und Dr. R. Klein, Mrnberg 252 Seiten 1 ä broäcti. Mfc. 4L— Leinwandband Mk. 5.— n fünf K-a piteln: Die Welt / 6'tt /Der Mensch / Israel / Die thora / wird in dieser ebenso tiefschürfenden tüte ergreifenden Darstellurig ein uoUständtqes Weltbild des Judentums entrollt. Dieses hunstuoll aufgebaute Weltbild wird aus dem unersdiöpflidten ßedankenschatj geformt, der in der klassischen Citeratur der ältesten jüdischen lleberlieferung, der Kabbala, »erborgen Hegt Zum ersten Wal erfährt diese Literatur im deutschen Spradihrejs?mt ihrer würdige Bearbeitung, die zugleich ihre ewig £ettgemä§en Werte offenbart, ihre von logischer Klarheit beherrschte Weltdeutung und ihre so unendlich trostreichevund unendlich gefühlsinnige Lebensauffassung. RUe ujeltanschauUchen Tragen und Probleme, die Herz und üerstand des Menschen bewegen, uierde'H unter diesem „Cichte der Eujigkeit" einer ganz neuartigen Lösung zugeführt; und aus dieser grandiosen Perspektive mächst schließlich das ßebäude des Judentums in Uchtuoller.Erhabenheit heroor. Für all' diejenigen, die sich in unserer haltlos gewordenen 2eit nach einem neuen Zugang zum Judentum" oder nach einer üer- Üefung in seine Wieltanschaujfng.: und seine religiöse Praris sehnen, bedeutet ^dieses Buchgeradezu eine Offenbarung. Es wird in einer trüben und sorgenvollen Periode der jüdischen 6eschichte Dielen zum wahren' Führer und Tröster werden. X\x beziehen durch alle besseren Buchhandlungen wie auch direlcl vom Verlaya VERLAG OES ISRAELIT UND HERMON G.M.B.H., Frankfurt am Main, Reciineigralienstrafie 7 Postscheckkonto 19802 \ -

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