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Der Israelit · 1935-08-29 · Heft 35 (29.8.1935) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 35 (29.8.1935)
Date
1935-08-29
Page
– (sequence 15)
Language
German
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29. August 1935 Der I s r a e 1 i t Nr, 35 Seite 15 Welt eintreten, Üie im eigenen Lände ihren Unterhalt erkämpfen und ihr eigenes kulturelles Lehen besitzen wollen; die Staatszionisten wollen als Erste in die Bresche treten für Juden anderer Länder, die vielleicht auch gezwungen sein werden, zu liquidieren. Daß wir ein Volk von Ehre und Würde sind, wollen wir in Erez" Jisroel den Völkern der Welt b e weisen. .-v - : - Die Versammlung schloß mit dem Hatikwah-Gesang. ' Sa. Ha. ' Ein Abend bei der Kapelle Kuttner. Auf Wunsch ihrer vielen: Freunde veranstaltet die Kapelle .Kuttner am. Samstag, den 7. September, 20.30 Uhr, im. Vereinshaus,. Eschersheimerlandstr. 27, einen heiteren Abend mit gemütlichem Beisammensein. Karten zu Mk. 1.-^- sind in den bekannten Vorverkaufsstellen . erhältlich. Die Juden in Hessen-Nassau. Die „Kurhessische Lai<deszeitung" in Kassel veröffentlicht eine längere Untersuchung über Hie „Juden in der-Provinz". In dem Aufsatz werden umfangreiche Angäben über den Anteil der jüdischen Bevölkerung an der allgemeinen Bevölkerung gemacht. Als Grundlage ist die Zahl von 499.682 Juden in Deutschland (0,8 Pror. der Gesamtbevölksrungj angenommen. >;In der Provinz Hessen-Nassau gab es 46.923 Juden und zwar 13.589 im Regierungsbezirk Kassel und 33.334 im Regierungsbezirk Wiesbaden. Auf die Einwohnerzahl bezogen, beträgt der jüdische Anteil im Regierungsbezirk Kassel 1,2 Proz. und im Regierungsbezirk Wiesbaden 2,3 Proz. Unter allen preußischen Provinzen ist, abgesehen von Berlin, der jüdische Anteil an der Bevölkerung am größten in Hessen-Nassau. Die 13.589 Juden im Regierungsbezirk Kassel verteilen sich auf 21 Land- und 4 Stadtkreise (Fulda, Hanau, Kassel. Marburg). In ' den Stadtkreisen leben 9412 Juden, in den "Landkreisen 4177 Juden. Von den einzelnen Stadtkreisen haben Kassel 2301 Jfiden (1,3 Proz. der Gesamtbevölkerung), Fulda 1058 (3,8 Proz.J, Hanau 477 (1,2 Proz.) und Marburg 341 (1,2 Pro?.) Fulda hat von de» 164 deutschen Gemeinden mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern den höchsten Judenanteil, der im Durchschnitt dieser 164 Gemeinden 0,5 Proz. beträgt. Auf die einzelnen Landkreise verteilt sich die Zahl der Juden folgendermaßen; 864 Hanau (1,5 Proz.), 791 Marburg (1,2 Proz.), 771 Eschwege (1,6 Proz.), 760 Fritzlar-Homberg (1,4 Proz.), 662 Gelnhausen (1,2 Proz.), 630 Ziegenheim 1,6 Proz.,), 604 Schlüchtern (1,9 Proz.), 555 Melsungen (1,7 Proz.), 499 Hersfeld (1,1 Proz.,}, 476 . Hünfeld (1,9 Proz.), 466 Rotenberg (1,2 Pro«,), 464 Fulda (0,7 Vroz.jt 456 Frankenberg (1.3 Proz.), 262 Wolfhagen (0,9 Proz.,), 217 Hofgeismar (0,5 Proz.), 213 Kreis der Eder (0,9 Proz.), 197 Kreis des Eisenbergs (0,'8 Proz.), 165 Witzenhausen (0,5 Proz.), 136 Schmalkalden (0,3 Proz.), 113 Kassel (0,2 Proz.), 111 Kreis def Twiste (0, 7 Proz.). Zwei Drittel dieser Landkreise des Regierungsbezirks Kassel (14) haben mehr Juden als es im Reichsdurchschnitt (0,8 Proz.) -der Fall ist. \ Die Stadt Eschwege hat unter 284 deutschen Gemeinden mit 10.000 bis 20.000 Einwohner den zweitgrößten Judenänteil (3,3 Proz.). An erster Stelle unter den Gemeinden dieser Größenklasse steht Landau i. d. Pfalz mit 3,6 Proz. Der Regierungsbezirk Wiesbaden hat, abgesehen von Berlin, unter allen große« Verwaltungsbezirken des Reiches mit 2,3 Proz. den höchsten Anteil der jüdischen Bevölkerung., Das ist hauptsächlich auf die Zahl der Juden in Frankfurt a. M. zurückzuführen, das bei 26.158 Juden den höchsten Judenanteil (4,7 Proz.) unter allen deutschen Städten überhaupt hatte. Die statistische Untersuchung des Kasseler Blattes schließt mit der Feststellung: „Seit der Volkszählung i. J. 1933 haben sich natürlich überall mehr oder weniger große Veränderungen in..der Zahl der Juden vollzogen; dennoch behalten insbesondere die hier mitgeteilten Verhältnisziffern ihren lehrreichen Vergleichswert." Straßenumbenennungen in Frankfurt a. M. Die bisherige K ö n i g s w a r t e r s t r a ß e in Frankfurt a, M. ist, wie die ITA. berichtet, in Quinckestraß e umbenannt worden. Ihren Namen hätte die Straße bisher "nach der bekannten jüdischen Patrizierfamilie Königswarter, die zahlreiche Stiftungen in Frankfurt gemacht hatte. Die Israelitische Gemeinde Frankfurt hat kürzlich das Gebäude, in dem sich die jüdische Wo hl fahr tsp f 1 e g e-, ein B e t h C h a I u z , ein E r w e r b s - losenheim und zahlreiche andere .jüdische Einrichtungen befinden, „Königswarter Haus" genannt. " Im Speisehaus G u t w i 11 i g , D. 7. 10 in Mannheim, das unter Aufsicht des Herrn Rabbiner Dr. Lauer steht, erhält man vorzügliche Verpflegung. Bei Ankauf von Brillanten, Gold, Silber, Gebisse, Pfandscheine usw. wende man sich an Abraham, Schillerstraße 30. Näheres Inserat. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E.. Posen — 3/<t Stunde vor Mincho im Vereinslokal, „Mikro" Herr Rabb. Meyer. Sonntag und Mittwoch morgens : nach Schul, mit "n. Herr S. Schachnowitz.— 9-10 Uhr. im Vereinsloka!,. „Mögen Awrohomschiur, Herr R. A. Dr. Schlesinger. — 1 Stunde vor Mincho im Hörsaal: „Haftauroschiur", Herr Rabbiner Meyer. Montag (auch Donnerstag) morgen nach Schul: Mischna- Mitgliederlernen. ■ . Dienstag (auch Freitag) nach Schul; Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Montag und Mittwoch abend 7.-8 Uhr im Vereinslokal : Gemoroh, Herr Rabb._Dr. J. Breuer. Dienstag und Donnerstag abend im Vereinslokal-: Gemoroh, Herr R.-A Dr. E, Posen- Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 31. August : Mnritz Hirschberg-Stiftung. Donnerstag, 5. September: Isidor Heller-Stiftung. Donnerstag, 5. September: Mendel Apelt-Stiftüng. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho 5^4 Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Das Königs¬ und Kriegskapitel der Sid'ra," Agndas Jisroel-Örtsgruppe. Thora und Mussar. Herr Rabbiner Dr. Mannes. D'ina 'in, der Schiur am Sabbat vorm. fällt aus — nachm. 4 Uhr im Hörsaal Friedberger Anlage- Herr Dozent J. Ehrentreu- Churmsch mit Koiüm&tttaren, Sonntag 3/49 Uhr abends, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner M. Feuerwerker. Gemorohschiur morg. 5-45 Uhr vor Schul, Sitzungszimmer. — Gemoroh für Jugendliche (ry 'os), Sonntag und Dienstag 8.30 Uhr abends- — Dinim und Mussar für Jugendliche, Sabbat 3-30 Uhr nachm- — Gemoroh für Baalebatim (Baba Mezia), Montag u. Donnerstag 6 Uhr nachm, Fichtestr. 5. Herr R.-A. Dr. E. Posen am nixa, Sabbat 6 Uhr nachm-, Sandweg 44. Herr Jacob Rosenheim, Messilas Jeschorim, Sabbat 6-00 Uhr nachm. Fichtestr.. 5. Herr R.-A. Dr. M- Schlesinger, Gemorohschiur (na» 'Dö) für Baalebatim Mittwoch 815 Uhr abends, Schwanenstr. 12- Herr Sofer, vav> ep, täglich um 12 Uhr und Sonntag um 11 Uhr im Vereinslokale. Schwanenstr. 12. Herr Züntz, o"n mi«, Sonntag 7.15 Uhr vorm. im Sitzungszimmer der I- R. G. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos vorm- 101/2Uhrim Agudaheim Schwanenstraße 12, Schiur des Herrn Julius Lewin,-„Das Buch Esra". Gebetzeiten. D'USP mV Freitag abend 6.40 Samstag naswn 6.50 Samstag mörg. 8-00 Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag abend 8.00 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 6 30 Tefillinlegen am Morgen 4.50 Briefkasten* H. Burghaslach. Namen ist unleserlich, daher Bestellung nicht ausführbar. Die Anfrage haben wir zur Erledigung weitergegeben. H. D. in Dr. Wir sind der Meinung, daß man gerade heute jüdische Geschichte lernen soll- Gerade von diesem Kapitel der Geschichte heißt es T*n Wian *3 ranz?». .' L. R. in D. Verlangen Sie bei den hiesigen bekannten Buchhandlungen das jüdische Geschichtswerk von K o 11 e c k. „Eines" Wir nennen Ihnen den Namen Penina. der im Buche Samuel vorkommt. J. T. in N. Wir halten zur Zeit Predigten gegen die Mischehe, so sehr sie mit Talmud und Midrasch begründet sind, für "borhoU- Becfen Dank. Folgende Betriebe unterstellen der Aufsichl des Rabbinafs der Synagogengememde „Israel&iiscne ReJigionsgeseHscfaafi" Frankfurt am Main: Aron Mainzer,-Hanatterbmdstr. 1 David Stein, Hanauerlandstr. 30 Julias Grünebaum, Hanauerlandstr. 4 Siegmund Bender, Hananerlandstr. 16a J. Haibarstadt, Schfitzenstr. 8 Leopold Lob, Bleichstr. 9 Jacob Schön, Uhlandstr. 50 Leo Vogel Börnestr. 44 Max Philipps, Zeil 4 S. Salomon,'Gr. Eschenheimerstr. 19 BäckereioE; Konditoreien: Wurstlereien: GeflÜgelhaBdlUngen: Halb«stadL_Al>rheiligen8tr. 61 Kolonialwaren: Hilchhandlangen: Restaurationen: Pinkus Lipschütz, Uhlandstr., 54 Frankenthal GmbH., Allerheiligenstr. 79 Markus Nissenbaum, Elkenbachstr. 11 Abf. Rsthsciiild,' Sandweg 6 Leonhard'Weis, Ostendstr.' 11 ' S.1 Salomon, Gr; Eschenheimerstr:119 Hotel Ulmann, Bethmannstr. 52 Die Kaschrns-Kommission. Wir.,suchen per, 1, Noveinber. für, die zu errichtende, private, einklassige jüdische Volksschule einen Lehrer Besoldung: 80% der staatlichen Sätze. Ausführliche Bewerbungen erbeten an den Vorsiaad der Syöa<jdgen- Gemeinde Schlüchtern. Rotterdam Für örtnödv HsiiShalt 2 Kinder, freundl. jg. Mädchen ges. f. alle vorkomm.-Arbeit, Keine groß: Wäsche. Esräerin bevorzugt. Ehg e],, Blankenese, Mühlenberg "44 F r p mm.es ,. Mädchen: das etwas kochen kann, g e s u c h t. Röderbergweg' 38,11 Tel. 46165 . Haushitlietin zw. 40-50 J.' für.einen kosch. Haush;'(4 erw. 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