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Der Israelit · 1935-07-18 · Heft 29 (18.7.1935) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 29 (18.7.1935)
Date
1935-07-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 Nr. 29 Der Israelit •18.. Juli-1935 zu besuchen* Ueber das Programm der':Tagung wird folgendes mitgeteilt; Sonntag, den 13. August Delegiertentagung. Tagesordnung: 1. Bericht der Exekutive der Welt-Agudo, 2. Debatte, 3. Resolutionen, 4. Konstituierung einer Arbeitsgemeinschaft der westeuropäischen: Laridesorganisationen. Montag, den 11. August öffentliche Konferenz der westeuropäischen Landesorganisationen, auf der Mr. Goodman, London über „Organisation und Propaganda", Oberrabbiner Rothenberg, Anvers über „Keren Hathora und Chinnuch" und Dr. S. Ehrmann, Frankfurt über „Erez Jisroel-Arbeit"" referieren. Alsdann folgen Berichte über die Lage in den einzelnen Ländern und Aussprachen darüber. Innerhalb der Konferenz findet eine Sonderaussprache der agudistischen Jugend über die sie vorwiegend interessierenden Fragen statt. Montag und Dienstag Abend sind öffentliche Versammlungen in Antwerpen und Brüssel vorgesehen, in denen Führer der Welt-Agudo und der einzelnen Land'esorganisationen sprechen sollen, Dienstag, den 13 August, gemeinsamer Besuch der .Weltausstellung. Die belgische Leitung hat für die Tagungszeit Abmachungen mit verschiedenen Restaurants und Hotels getroffen, um den Teilnehmern einen bedeutend verbilligten Aufenthalt zu , ermöglichen1. So stellt sich der ganze .dreitägige Aufenthalt einschließlich Hin- und Rückfahrt mach Brüssel und Besuch der Ausstellung nur auf Bfs. 275.—, bei geringeren Ansprüchen auf Bfs.' 180.—. Anmeldungen werden bis spätestens 1. August an die Zentrale der Agudas Jisroel in Antwerpen, V. Spangenstr. 6, erbeten, von wo auch genauere Auskünfte über alle Einzelheiten des Aufenthalts zu 'erlangen sind. ' -\ Selbsthilfeaktion der polnischen Juden. Warschau, 15. Juli. Innerhalb des polnischen Judentums wird gegenwärtig eine große Selbsthilfeaktion durchgeführt. Durch sie sollen Mittel aufgebracht werden, um die dringendsten wirtschaftlichen Nöte der polnischen Juden mildern zu. können. Die Selbsthilfeaktion stützt sich vornehmlich: auf die jüdischen Darlehenskassen (Gemilus Chesed- Kassen). Seit Jahren schon ist durch diese Kassen versucht worden, durch Hingabe kleiner Kredite neue Erwerbsmöglichkeiten zu erschließen und vornehmlich in den kleinen Städten für die ärmsten Schichten der jüdischen Bevölkerung neue Betätigungszweige oder Nebenverdienste zu schaffen. Aus einer der ITA. übermittelten größeren Darstellung geht hervor, daß die jüdischen Darlehenskassen für Hunderte von Menschen Beschäftigung und Erwerb begründet haben. Neue Betätigurigsmöglichkeiten sind insbesondere innerhalb der landwirtschaftlichen Produktionszweige und Nebenproduktion, wie z. B. der Marmeladenindustrie u. a. gefunden worden.! Aber auch die Herstellung von Trikotagen, von Holzgalanteriewaren, von Filetstickereien ist in Angriff genommen worden. Die jetzt durchgeführte Selbsthilfeaktion soll eine Million "Zloty "erbrihg'eri. Dadurch sollen insbesondere die Darlehenskassen die Möglichkeiten erhalten, ihren Betätigungskreis zu erweitern und zu intensivieren. Nach den bisher vorliegenden Meldungen hat die Selbsthilfeaktion einen großen Widerhall gefunden; Die Versammlungen, in .denen die Selbsthilf eaktion proklamiert worden ist, waren überfüllt. Das Befinden von Rabbi Kuk* Jerusalem, 15. Juli. Ein von den behandelnden Aerzten herausgegebenes Bulletin über das Befinden des erkrankten Oberrabbiners von Palästina, Rabbi K u k , teilt mit, daß der Zustand des Patienten immer noch ernst sei, obgleich das subjektive Befinden sich gebessert habe. An den erneuten Konsultationen hat der inzwischen aus Paris eingetroffene Professor Dr. Desatti teilgenommen. -:yts '.it Besonders heftig/wird in dem Aufsatz^ eirie-Bestimmung des Statuts der Partei angegriffen,,wonach die Partei von der Regierung fordert, daß sie |j Beamte proportional der Zahl der beiden Gemeinschaften, der arabischen und jüdischen) in Palästina ernennen soll. Die Zeitung ist der Ansicht, daß diese Forderung' den Grundsätzen des arabischen Kongresses widerspreche,. «Wenn die Forderungder Reformpartei erfüllt . werden r^tärde, darin würdehbei der steigenden jüdischen iÄjlijah die Juden bald alle Beamtenstellen. besetzen. T^enn die Reformpartei die jüdischen isßrüchle1' au£; Palästina anerkennen wolle; dann lp*sie es: offen'sä|fen;; .... ,. . .^^a- •.■">■■; . :u- '\jm^ n:Vs. .;s». •. .iü .sK-A ,ihu-; .....v,'irrii\\ -Ii. :ÄH.iHMi;ii Aus der arabischen Presse, Jerusalem', 14, Juli. In der arabischen Presse wird die Mitteilung veröffentlicht, daß die Regierung beabsichtige, zwei Legislative Councils zu schaffen',; [(wenn der Widerstand der!Juden an der Teilnahme des bisr V *: < I. : ■ * -. her projektiert^-; einen Legislative . Councils anr. dauere,.: .Das *eine Legislative Council^ soll . aus Juden,---'das'" andere aus Araber^';bes'ie|ien. Diet< Regierung selbst wolle eine vernjattejnde. Stel^l lung zwischen beiden Körperschaftien 'einiiehnijen.' In der arabischen Zeitung?' ^fflkrat &1 Scjfrätk*' ist ein Artikel erschienen, der 'sich scharf;2^e?gen i die neugegrünejete arabische jReformpartety^ösJ -*ji8 erusalemer Bürgermeisters Dr. Khalidi wendet.;*•!» {l ... <'■'.-.. ■■ '■- '. «• '• - V ' > ~-, ,l! ,-•♦•••«• ■ - ■ '»'..» Jhttt_• 1 _ji -• ' '•■ :>" " '• " ' WIS- .•; ... -.t I Um die Oeffnung Transjordaniens. Ein Artikel in der,, Times"- llii^f %n iffi " *j!yerminderung.-.d«s Vermögenswertes d,er. Kamel-r;' tiere entstanden. Die Zahl der Kamele sei zwischen 1930 und 1932 von 30.000 auf 13.000 zurückgegangen. In vielen Teilen des Landes reiche d^er Ertragswert des Bodens nicht, um die Steuern zijji: bezahlen;. Die Re^erjUng habe es schwer, das Budget zU balänziereti; Als fVeHü!hre^BisöhLe, Löif suiig locke h£er,, die'[ Zulassung fremden- Kapitals, utä die Fortentwicklung de«-La^desMZU?feefordern.,1; Insbesondere; .j^j^ekell^JCapitäl; warte däräu|, ins Land'zu kommen, aber I die Regierung zögere,, ■■ -'^ 1 •'■» '!f ^yff/V-y ' 'J3J i Erlaubnis für den Ankaür vöri Land ZU ^efeenr äus Furcht 'davor,' daß^ diel' neurins LanQ'-Kommendfen den - gegenwärtig, schrittweise-Mick vollziehenden 'Ehtwick^n'lsprÖz^ß;'stpr'enq würden,,; -ii?s London, 14. Juli. Die „Times" veröffentlicht einen Aufsatz eines Korrespondenten aus Transjordanien, in dem die Enti&ö$|(ij£g-N: des Landes, im- Vergleich zu Pafc lästila-M'geiäDjiildext wird und insbesondere -die wirtsenäf tliön&n.!Verhaltnisse;!Tränsjordanieh:s erörterit werden. In dem Aufsatz heißt es, daß die Regierung bisher bemüht gewesen ist, die!öfferit-! liehe Ordnung in Trahsjor^anien herzusteÜ^n; und.( zu sichern und die Bodenverteilung zu regeln und zu überwachen. ■ Das Hatiptpfoblefe,, vor dem die. Regierung jetzt, siehe,:.sei..wirtschaftlicher Natura Seitdem die Motorisierung das Land erfaßt und das Kamel als Transportmittel verdrängt habe,;• :;v.1Mr'nn:-H!Miiiiii}^iffö^i!*i";^' mwhw-mnm Kundgebungen am Kurfürstendamm in Berlin. :! Das Deutsche Nachrichtenbüro verbreitet die ■ ■ . ■ |;.; folgende Meldung: . .1 . - ' „Die von jüdischer Seite hervorgerufenea Störungsversuche bei den Aufführungen des schwedischen Films „Pettersori. und '■■'Bendel!'''' in einem" Berliner Lichtspielhaus am Kurfürstendamm führten am Montagabend: Izu Kundgebungen vor dem Lichtspieltheater.; Eine große Menschenmenge gab dabei ihrem Unwillen über das herausfordernde Benehmen der jüdischen Theaterbesucher Ausdruck. In den benachbarten, meist von Juden besuchten Gast- und Kaffeehäusern verwahrte sich das Publikum gegen das immer .dreister werdende Auftreten der Jüderi. Das Erscheinen der empörten Volksgenossen . genügte in den' meisten Fällen, Um die jüdischenj Besucher zum fluchtartigen Verlassen der Gaststätten zu bewegen. Im Cafe Bristol kam es zu lebhaften Auseinandersetzungen,« in deren Verlauf eine ^Fensterscheibe, zertrümmert wurde. Abgesehen von! klemeren Zwischenfällen, die sich vor dem; Eintreffen" der Polizei ereigneten, gelang es dieser, und. dem: Ueberfailkommando( .weiteren - Zusammenstößen vorzubeugen;'* Dazu wird ': von: der S ta a t s'p.Ü'l i z eJis t eil e B erlin 'folgendes, öiitgeteilj;:' y ...„•Die. verständlichen Demonstrationen gegen das anmaßende Verhalten der Juden haben auch gestern wieder sofort allerhand dunkle Elemente angelockt, die glauben, bei solchen Gelegenheiten ungestraft ihre staatsfeindlichen Zieleverfolgen und durch Tumulte Staat und Bewegung* in Mißkredit bringen zu können. . Die Gliederungen der Bewegung, insbesondere PO;und SA, haben sich sofort der Polizei zur Verfügung gestellt, um durch schnellste .Wiederherstellung der Ruhe der Minierarbeit dieser dunklen Kräfte den Boden zu. entziehen. Der Zusammenarbeit von Polizei und Gliederungen der Bewegung gelanges dann auch tatsächlich in kürzester Zeit, weitere Störungen zu unterbinden/ , , Es bedarf keines Hinweises, daß Staat und Bewegung'auch weiterhin aufs engste zusammenarbeiten werden, um jede Störung der öffentlichen Ruhe nachdrücklichst zu verhindern." Bad Dürkheim judenfrei. t j ' t: F r a n k f u r t a,iM., 9. Juli. Der'^„Landespressedienst" s des; „Deutschen Nachrichtenbüros" verbreitet unter ,d#K; -LT^Herschrift „Bad Dürkheim judenfrei'' folgönde:;-Meldung: ";. , ■'■ „Bad Dürkheim, d^s mit der .Erstellung; seiner Brunnenhalle und n'ä^h dem •tjei' nien 'Einwei-r hungsfeierlichkeiten vorgetragenen Sachverständigengutachten des Professors Dr. •)ßph^( den: ersten Schritt zum Weitbad getan hat^^^Wird ju- ' denfrlei'. Ä^'Eingang^üm;' Kurgärten :.?Ünil ■ dämit ^u^i /y3KuxmitJt.elhaus und zuyc; Kürjeii^^tupg,;if \m\ 'm Verstärkte Einwanderung aus dem Hauran nach Palästina. Jerusalem, 15. Juli. Die-: lpalästinen*sischß Tägeszieitürig? .iiDawar"' -meldtet^ daß eiöe ^ers^r^t^'^^^^'^^gr aus dem Hauran nach Palästina zu erwarten?siei. / Obgl'eiich 'di^ ^.diesjährige ^xn\k^[^l'^^i^pf(m(^ , s<:hlednt 'gewesen sei, Jiiabe sicji doch die Lage für. cÜß.! ■■ Dojcfbevölkerung nicht ^eändertV weil siedrückendg Schulden abatutragen liabe. Aus dieisem Grunde;. werde sie . versuchen, ' durch''rAus'-. ^är^erunjg riach^ P^ . möglichkeiten zu erhalten. ' :-: ':i ".'\ ... :,d Hn':.-ii'i4-i: . '.-z-iru rS:;i \. '"• viirL.U 'y ni

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