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Der Israelit · 1935-06-13 · Heft 24 (13.6.1935) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
76 (1935)
Issue
Heft 24 (13.6.1935)
Date
1935-06-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IX-'Juni 1935 D e^r J s r ae ] i t Nr. 24 Seite 7 g e r s unter den bisherigen Arbeitsbedingungen erkannt V'' . . :; ••>•■■....• , - Die Judenfrage auf dem Reichslager der - Deutschen Burschenschaft, ' - Eisenach, 6. Juni. Nach dem Bericht .der „Eisenacher Tagespost" sprachen auf dem - R e i c hs 1 a ge r der Deut s c h e n B u r s c h e n s~c h a f t, das gegenwärtig in Eisenach stattfindet, Oberstleutnant a. D. F1 e i s c h - h a u e r , der Sachverständige im Berner Prozeß. und Gauleiter .Julius Streicher. Nach dem Bericht des Blattes zeichnete Oberstleutnant a. D. Fleischhauer 4in seinem Referat über das Thema „Der jüdische ,Weltherrschaftsplan'' einen Ueberblick über die . Zielstrebigkeit der jüdischen überstaatlichen Politik in der Zeit nach der französischen Revolution. Von ganz: besonderem Interesse — so berichtet die „Eisenacher Tagespost" -— war "in seinem Vortrag 'die Darstellung' zahlreicher jüdischer Versuche, die Dokumente, über ihre zerstörende politische Vergangenheit verschwinden zu lassen.In einem" weiteren Vortrag über' das „Weltherrschaftsprogrammdes Judentums" charakterisierte' Oberstleutnant« a.D. Fleischhauer die im Alten Testament niedergelegte , politische Idee des Judentums; wie sie in demmaterialistischen- X;Messiasgedänken'-zum Ausdruck kommt. Die Bedeutung gerade dieser Frage zeigte er an Hand der von dem' Judentum in Bern erhobenen Vorwürfe/ Welches die 'hoch bis zum heutigen Tage sbestehen.de Gültigkeit dieses' "Weltherrschaftswillens vergeblich bestritt. Aus allen Jahrhunderten wurden dokumentarisch besiegte Nachweise über die immer weiter verfolgte jüdische Machtpolitik bis in unsere Zeit gebracht. Das umfängreiche Kapitel der Judenfrage schloß Oberstleutnant.Fleischhauer mit einem Vortrag über die Echtheit der Protokolle der Weisen'von Zion. „Er selbst," der mit Theodor Fritsch,'- mit Alfred' Rosenberg, mit Julius Streicher, mit Schwärz-Böstünitsch und anderen dieser -Frage hartnäckig zu Leibe gerückt ist, empfand es, wie er-selbstäußerte, als eine freudige Genugtuung, deni ' internationalen Judentum t in " Bern' den Spiegel seiner'r Schlechtigkeit' vor Augen 'halten zu können. Durch die Mitarbeit zahlreicher ausländischer Kämpier in dfer^ antisemitischen Bewegung ist es ihm' im Verlauf'des Beffler' Prozesses selbst gelungen,; den Nachweis darüber zu erbringen, daß die" „Protokolle der Weisen - von Ziön" als eine .jStUdifenarbeit" des Juden . Ascher;Gihsberg--j^-- mit seinem-Pseudonym Achad: Haam' '-r-i ^anzusehen ist>;Di'e ^B'erufuhgsver1bandlung des" Prozesses wird 'der -Weltöffentlichkeit' die -Unterlagen fdafüt' vorleben,"- ' ' J.'.; Polen. ft - y Schweife --'-judenfeindliche Ausschreitungen " " in Grodno, > „f ^r Wars'4n'ät?f 9. JunlL^ Am %rsten Schawüöth-Feiertag ist es in Grodno zu schweren ,:jüdenfeiridlichen Äusschreitüng'en: ge-; kommen, deren Anlaß ah den, peinerjseitigen. Grotkowski-Fall in' Lemberg . erinnert. Voi einigen. Tagen war es im meinem Tanzlokal-, das: von Angehörigen:'der*. Grcdnoef'' Unterwelt besucht wird, zu einer jSc'hlägerei gekommen, bei.,der,r ein/ gewjTsser Wlä^isla^r. Kurcz durch Messersjiche.rerheblich;; verletzt - w^trde.r Die Täter, Samuel Steiner und Melech Kahtarowiez, zwei bekannte Raufbolde, wurden verhaftet. Kurcz er^ lag am Mittwoch im Krankenhaus seinen Verletzungen.-.Nach seinem Begräbnis am Freitag wurde der Vorfall von verbrecherischen Elementen zu einer umfassenden Judenhetze -ausgenutzt. Ueber eine Stunde lang wurden im Zentrum der Stadt, hauptsächlich in der Dominikanska-Straße Ueberfalle auf Juden verüb^'una^-FlnsTers^^; Häuser zertram^' mert. Sechzig Personen jwurden verletzt, von ihnen acht so schweni daß sie ins?' Krankenhaus eingeliefert werden-mußten. Der 21jährige "Sohn1 des Leitendes Synagogenchors, Israel-.Serözlowski^;ist dort gemeri Verletzungen erlegen. Auf polizeiliche' Anordnung' hä^Tseine Beerdigung- Montag Abend in (aller Stille~'fstat^i gefunden. Im Zusammenhan'g',niit derr-, Unruhe!ä'-wurden über 30 Huligans *sow$e"8 Judjett verhafteifsldleeine-'SelbstWen'r "örgauisierefe wollten;'^ In eineis?;Q,f#-f' ziellen Communiqu6 wird'befoht, daß die Ausschreitungen von dunklen Elementen ausgingen, die auch in christlichen Häusern Plünderungen versucht hat ten. Die Ordnung in Grodno ist wiederhergestellt, die jüdischen Schulen'sind jedoch geschlossen; da die Eltern die Kinder nicht auf die Straße lassen. Der Bürgermeister hat an die polnische Jugend einen Aufruf gerichtet, in dem er sie auffordert, die polnischen Traditionen nicht zu schänden. Die Woche- Frankfurt a. M, Wie der Frankfurter „General-Anzeiger" meldet, verurteilte das Sondergericht zwei nichtarische Geschäftsinhaber zu' je einem Monat Gefängnis, weil sie unbefugterweise' S. A.-Ausrüstung vorrätig' gehalten hatten:' Die. Erklärung der Angeklagten, daß es sich um Ware gehandelt habe, die sie von einer anderen Firma zur - Sicherheit für offenstehende Rechnungen übernommen und zum Verkaufe nicht feilt geboten hätten,- nahm das Gericht als erwiesenan, sah aber auch darin eine straf-< bare Handlung im Sinne des Gesetzes. Berlin. Im Gemeindekonflikt zwischen dem 'Vorstand der Jüdischen Gemeinde und Rabb. Dr. Prinz hat; der Allgemeine*" R ab b i n e r v e rb a nd Deutschland s seine Vermittlung angeboten. Das Angebot wurde von der Gemeinde angenommen. München; Nach Mitteilung der „Fränkischen Tageszeitung" hat die Regierung-von OberiUnd Mittelfranken verschiedene Einbürgerungen von Juden, die in der Zeit von 1922 bis 1929 erfolgt sind, widerrufen. London. Laut Beschluß des zionistischen A. C. wurde der Termin des Zionistenkongresses in Luzern jetzt auf den 20. bis-, zum 30. A u g u s t festgesetzt. Die Vorverlegung geschah auf den dringenden Wunsch überseeischer zionistischer Verbände. Liverpool. Der Professor der Mathematik an der Universität Leeds und politische Dezernent der Exekutive der Jewish Agency, Dr. Se- , lig B r o d e t z k y;i ist von; dem Verband der H q c h s c h u 11 e h r e r Englands, der 1616 Professoren, Dozenten und Lektoren aller Universitäten von England und Wales umfaßt und soeben in LiverpÖol eine . Konferenz abgehalten hat, zum Vorsitze nd e n gewählt worden. Jerusalem. In einem Sanatorium zu Haifa starb Schmar- . 'jahu Lewin, einer der alten Freunde und Mitarbeiter Theodor Herzls: Er war früher einer der erfolgreichsten Redner und Agitatoren für die zionistische Idee und hat sich auch-, als Schriftsteller, zuletzt durch Herausgabe seiner Memoiren, ausgezeichnet. — Wie -die ITA. erfährt, betrug die Palästinaeinwähderung im Monat Mai 4110 Personen. Unter ihnen befänden sich 350 Einwanderer _ der Kapitalistenklasse/ Shanghai. Zwei führende jüdische "Persönlichkeiten Shanghais, •Sir Elly .K ad o-o r i e und Sir Victor S as - Tso o:n:;"*wurden in Würdigungihrer höhen- Verdienste auf medizinischem bezw. auf dem Wöhlfahrtsgebiet von der chinesischen Regierung mit hohen Orden ausgezeichnet. New York, In der letzten Woche sind in den Vereinigten Staaten 223 jüdische Einwanderer eingetroffen, von denen fast alle» aus Polen und Deutschland stammen. Aus Deutschland/kam -eine Gruppe Hroä 80 Per.- : sonen. Unter den Einwanderern aus Polen: befinden sich: einige. Waisen, die'.von Ähren '•rih Amerika -lebendenr Verwandten, adoptiert werden!.sollen; >••■';^ . :-. xhihhn.. "r»h England. Auszeichnung englischer und palästinensischer Juden anläßlich des Regierungsjubiläums. London, 3, Juni. Anläßlich des Geburtstags des englischen Königs und zur.J-Hrijinerjlng .». an Ilsein 25jahrigj»s "Regi^rungsjubiläum wurden auch einige jüdische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Englands und Palästinas' Ausgezeichnet, * 5 "'• -: : -'"^i Der palästinensische Repräsentant des Economic Board' for Palestine/-und;- der Pälestine, Corporationj. ^Abraham5 G o 1 d w äiie^r', sowie das Mitglied des^el' iAwiWer.vStadtra^-,• Frauc' S^c hp s cJi^a hn a K 'Fe r^-, i s ijt erhielten «•• in-. Anerkehntyig ihrer Leistungen Jjiv Diens^e-T.-der ^palästinensischen^ Oeffeintlichkeit . den' Orden des British E mp i r e. - Dieselbö^AujF- 'zeichnung wurde Frau Tilfy~J a c o b s o n für öffent liehe Dienste in Süd-Rhodesia und Herrn Elijah S i 1verstone für öffentliche Dienste in Canada verliehen. ' Griechenland. Eindrucksvoller Wahlsieg der Regierungspartei in Griechenland, Athen, 10. Juni. Bei den am 9. Juni durchgeführten Wahlen zum neuen griechischen Parlament hat die Regierungspartei'von insgesamt 300 Mandaten 287 erobert. Die Wahlbeteiligung war außerordentlich stärk. Ueber die künftige Judenpolitik der griechischen Regierung hat der Innenminister Michael Ky rkos am Vorabend der Wahl in einer von der jüdischen Sektion der Regierungspartei einberufenen Versammlung Erklärungen abgegeben.. Der Innenminister,. der Regierungskandidat im- Wahlkreis Saloniki war, hob die Eigenschaften - der jüdischen Bevölkerung lobend hervor. Die Juden seien ein für den Staat nützliches und wertvolles Element. In dieser Erkenntnis-habe die gegenwärtige Regierung,. als sie die Macht übernahm, dafür gesorgt, daß den' jüdischen Gemeinden die für die Erfüllung ihrer wichtigsten Aufgaben notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Der Minister versprach, daß nach der Wahl die Subventionen für die jüdischen Gemeinden verdoppelt werden würden. Auch werde, das Problem der Unterbringung jener Tausende jüdischer Familien die nach dem großen Brand des; Jahres 1917 und dem Pogrom im Salonikier Campellviertel im Juni 1931 obdachlos geworden waren, nach der Wahl gelöst, werden. Für das jüdische Schulwesen werde die Regierung eine Million Drachmen bewilligen und die jüdische Gemeinde Saloniki für die im Juni 1931 geschehenen Ausschreitungen entschädigen. Palästina. Die Beförderung hebräischer Telegramme ' in Palästina. .Jerusalem, 28. Mai; Der bekannte Vorkämpfer für die Durchsetzung der hebräischen Sprache., im amtlichen Verkehr Palästinas, Israel Arnika m V dessen Bemühungen \ um die Gleichstellung des Hebräischen mit den übrigen Landessprachen im Telegrammverkekr im vergangenen Jahre zu einem Teilerfolg geführt haben, indem die Regierung die Entgegennahme und Aulsiefierung von "Telegrammen in hebräischen Schriftzeichen bei 20 palästinensischen Postämtern Verfügte, hair sich neuerlich an die S t ä n d i g e M ä n d a t s k ö.pi m i si o n des Volk e rb an des mit, einer Denkschrift gewandt, in^ der er die' Ausdehnung der Verfügung der Palästinaregierung betreffend den Telegrammverkehr in hebräischen Schriftzeichen auf sämtliche P o s tarn t e r d e s L an d es fordert* ' " Die Jubiläums-Amnestie in Palästina. Jerusalem, 3. Juni. Amtlich wird bekanntgegeben, daß der:zu lebenslänglichem Lefänignis verurteilt eehemalige Korporal der"- Pälästinapolizei, Simcha Chinkes » "sowie 13 wegen Teilnähme an den Ausschreitungen des Jahres. 1929 verurteilte Araber auf Grund der anläßlich des Geburtstags des : englischen Königs und seines Regierungsjubiläums;gewährten Amnestie 'sofort freigelassenwerden. (jDie Freilassung des zweiten im ' Zusammenhang mit den Palästinaunruhen , des Jahres 1929 verurteilten Juden, Josef U'rphali, wurde für den 1. August 1936 angekündigt. Jerusalemer Brief. Die Verhandlungen um das. Gemeindegesetz.. — Zertifikate für jeschiwa-Bachurim. — Der Keren Kajemeth- Aufruf. 1_ Rabbi Joel Herzog s. A-. — Die rumänische Delegation^; —- '■ Der. Misrachi gegen die Anerkennung derj ^orthodoxen Gemeinden. — Neukonsütuierung des agudistischen Landesrates. — Bnos Agudas Jisroel.-r-. Königs .Geburtstag, ,^r- AustrittserÜ^ ,,": .ziehüngsp^ogramme, — Machahe Jisrpel, . '; . . ■ ■:'!-■•■->*■■ - J e r ü s al e'm , 30.^ Mai. > .Diese Woche .fand im^^Regierungsgeh^üfjp mg Vierte Sitzung der Agudas Israelr-Knesjes. Jsrael-KpnüHissiaa> Hv-egßn'Umgestältüng-! des Gemelhdegesetzesstatt. In' dieser 'Sitzung legten, nachdem hi'-'den vorahgegari'-

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