Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 22 (29.5.1935)
- Date
- 1935-05-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seile 8 Nr. 22 D,e r Israelit 29. Mai 1935 tete, auf die Anfrage des Abgeordneten vom 3. April hin, habe er sich mit dem High Commissioner für Palastina in Verbindung gesetzt, jedoch noch keine Mitteilungen über die Absicht der Regierung in Bezug auf die von der Tel Awiwer Stadtverwaltung vorgeschlagene Finanzierung der Erweiterung und technischen Verbesserung des Städtischen Krankenhauses erhalten. Der Belegraum dieses Krankenhauses, zu dessen Kosten die Regierung beitrage, sei im vergangenen Jahr von 125 auf 184 Betten erhöht worden. Ansprache des Londoner spanischen Botschafters bei der Maimonides-Feier der Londoner Universität. London, 24. Mai. Die Maimonides-Feier der Londoner Universität, die von der Abtelung für spanische Sprache und Literatur am King*s College veranstaltet worden war, vereinigte unter dem Vorsitz des spanischen Botschafters in London, Don Raymon Perez de Ayala, eine besonders zahlreiche und gewählte Zuhörerschaft zu einer Kundgebung geistiger Verbundenheit mit dem Schaffen der spanisch-jüdischen Epoche. Lord Reading, der ursprünglich als Vorsitzender für diese Veranstaltung in Aussicht genommen worden war, hatte in einem Schreiben seinem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß ihm sein Gesundheitszustand die Teilnahme an der Feier nicht gestatte. Vor dem Vortrag des Prof. A. S. Y a h u d a über Leben und Werk des Maimonides hielt der spanische Bot.schafter, der der bedeutendste spanische Romanschriftsteller und Dichter der jüngeren Generation ist, eine Ansprache, in der in warmen Worten der jüdisch-spanischen Zusammenarbeit im Dienste des gemeinsamen Vaterlandes gedachte. „Ich empfinde es," erklärte der Botschafter, „als Auszeichnung, den Vorsitz bei dieser Veranstaltung zu führen, nicht nur im Hinblick auf meine Beziehungen zum King's College als Ehrenpräsident sener spanischen Abteilung, sondern auch angesichts der Möglichkeit, einem der berühmtesten Denker des Mittelalters zu huldigen, einem Philosophen, Humanisten, großen Gelehrten und Arzt, der in Cordova, der Stadt Senecas und Averroes, des großen Philosophen, der Maimonides' Zeitgenosse war, geboren wurde. Spanien hat an der Feier des 800. Geburtstages des Maimonides unter den Auspizien des Präsidenten der Spanischen Republik und der Spanischen Regierung in Cordova, Madrid und anderen Stedten mit besonderer Feierlichkeit im Rahmen der Universitäten, Akademien und literarischen Vereinigungen teilgenommen." Die Königstreue der englischen Judenheit. London, 21. Mai. Innenminister Sir John C i 1 m o u r hat an den Board of Deputies of British Jews folgendes Schreiben gerichtet: „Ich habe dem König die Huldigungsadresse des London Committee of Deputies of the British Jews und der Anglo-Jewish Association anläßlich des 25jährigen Jubiläums Sr. Majestät vorgelegt und wurde vom König beauftragt, Ihnen Seinen herzlichen Dank für Ihre aufrichtigen Glückwünsche zu übermitteln. Die Gefühle der Zuneigung, denen die Adresse Ausdruck gibt, finden beim König volle Würdigung und Er vertraut auf die fernere ergebene Treue Seiner jüdischen Untertanen gegenüber dem Thron." In der soeben erschienenen Nummer der dem Colonial Office nahestehenden Zeitschrift „Near East and India" veröffentlicht Abg. Colonel Josiah W e dg e w o o d einen Artikel, in dem er seine bekannte Forderung, Palästina in eine englische Kronkolonie und später evtl. in ein Dominion umzuwandeln, vom Standpunkt des Fortschritts und der Menschlichkeit aus begründet. Palästina. Abkommen der zionistischen Exekutive mit den Revisionisten für die Zertifikateverteilung. Jerusalem, 22. Mai. Die Palästinaexekutive der Jewish Agency hat mit den Revisionisten ein Abkommen geschlossen, dem zufolge diese Palästinaeinwanderungszertifikate auf Grund des bisherigen Schlüssels erhalten sollen. Es verlautet, daß die Palästinaexekutive die Londoner Exekutive über das Abkommen, das einen Kollektivanspruch des Bethar auf Zertifikate vorsieht, mit dem Bemerken informiert hat, die Revisionisten sollten aus den Palästinaämtern und ihren Unterkommissionen ausgeschlossen werden, wenn eine unabhängige Zionistische Organisation durch die Revisionisten gegründet wird. Doch sollen die Verhandlungen über ein langfristiges Abkommen betreffend die Zertifikateverteilung fortgesetzt werden. Vermischtes. Berlin, 26. Mai. Das Patenschaftskomitee des Schulwerks der Adaß Jisroel, Berlin NW. 87, Siegmundshof 11, veranstaltet am Montag, den 3. Juni, abends 8.30 Uhr im Logenhaus, Kleiststr. 10 (Großer Saal) einen Unterhaltungsabend. Frl. Dr. Johanna Philippson, Oberstudienrätin i. R. spricht über das Thema: „Die Stellung der jüdischen Jugend zur Umwelt" und Herr Kammermusiker Wilhelm G u 11 - mann wird jüdische Kompositionen und deutsche Balladen zu Gehör bringen. Eintritt frei. Gäste willkommen. Schülern (Schülerinnen) ist der Zutritt nicht gestattet. Köln, 21. Mai. Zu der in Nr. 19 des „Israelit" veröffentlichten Würdigung der Kölner „Jawne" wird von eingeweihter Seite der historischen Wahrheit wegen hinzugefügt, daß seinerzeit Herr Rabbiner Dr. B. Wolf es war, der Herrn Rabbiner Dr. Emanuel Carlebach s. A. veranlaßte, mit ihm zusammen die Kölner jüdische höhere Schule ins Leben zu rufen. Beide Herren haben die Schule erstehen lassen und gemeinsam jahrelang zum Segen der Kölner und rheinischen Judenheit geleitet, bis das Hinscheiden unseres allverehrten Rabbiners und Direktors Dr. Carlebach b~si eine Aenderung leider herbeiführte. Mannheim, 26. Mai. Eine ungewöhnliche, aber wohl verdiente Ehrung ward am gestrigen Tipna naw dem überraschend an die Israelitische Realschule Leipzig berufenen Professor Dr. Sal. L e v i zuteil. Nach Schluß des Morgeng'ttesdienstes ergriff Herr Rabb. Dr. Unna das Wort, um dem scheidenden Vorstand der Claus-Synagoge warme Worte des Abschieds zu widmen. Wird doch das Scheiden des Herrn Dr. Levi aus Mannheim, wo er seit 20 Jahren gewirkt hat, eine empfindliche, unersetzliche Lücke hinterlassen. Herr Dr. Unna wies im Anschluß an die Worte der Haftorahinoaa 'n ">m n-a nvy> -\v* nain "pna auf das vielseitige, verdienstvolle Wirken des von tiefer G'ttesfurcht erfüllten Mannes hin, der in uneigennützigster Weise sich um die Verbreitung von mw verdient gemacht und besonders als Mitglied des T>n n<3 jederzeit gerne Zeit und Mühe geopfert hatte. Nach den tiefempfundenen Worten des Herrn Rabbiners stimmte der Clauschor den Psalm 128 an. Mit schmerzlichem Bedauern sieht ein weiter Kreis von Freunden und Schülern, insbesondere auch die RP'lp man» an deren Liebeswerken er sich jederzeit mit Eifer beteiligt hatte, den geistvollen und bescheidenen Mann, auf den das Wort Raschis opn nmy oipan ja pns nir»*» vorzüglich paßt, aus ihrer Mitte scheiden und schließt sich dem von Herrn Dr. Unna zugerufenen Wunsche "frvb -]b von Herzen an. Familien-Nachrichten. Geburten: Eine Tochter, Leo Weißmann und Frau geb. Fleischhacker, Köln, Dasselstr. 58. — Ein Sohn Fritz Nußbaum und Frau Herta geb. Nußbaum, Burgpreppach. 23. Ijar. — Ein Sohn, Esriel Hildesheimer und Frau Adine geb. Travis, Jerusalem. Barmizwoh: Heinz, , Sohn des Herrn Fritz Knoller, Berlin NW., Siegmundshof 15. riwap 'a dt na» Synagoge Siegmundshof 11. — Heinz Kaufmann, TauberDischofsheim nwap 'a dt top- 7 0." Geburtstag: Hermann J. Gans, Ffm., Tiergarten 28. \r>o n*n- 7 5. Geburtstag: Josef Bukofzer, Berlin N. 24, Artilleriestr. 31. 11. Juni. 8 7. Geburtstag: Frau Fanny Haimann geb. Ranis, Biblis. 1. Juni. Briefkasten. M. L. in N. Uns ist nicht bekannt, ob und wann das geschehen sein soll. In Erinnerung ist uns ein ähnlicher Beschluß der Berner Mensa academica um 1900. Groß-Bieberau. Wir geben zur Kenntnis, daß es im Berichte heißen muß „Unser erster Vorstand Herr Ludwig May" (nicht Levy). Sabbatflaschen. Wir nehmen gern ihre Mitteilung zur Kenntnis, daß nap-Flaschen wie Isolierflaschen auch anderen Genres auch bei der Firma Siegmund Ahrend, Frankfurt a. M., Gwinnerstr. 22 erhältlich sind. A. Z. 40. Langjähriger Abonnent. 1) Zwischen npri und npys dürfte es keinen sachlichen Unterschied geben, i und X» zu den Zähnelauten gehörig, lösen sich zuweilen ohne Grund ab. 2) Das kann nicht als posn gelten- 3) Rambam gehört zu den Grundpfeilern der Halacha- Die D'lWrtn waren alle groß und wir dürfen uns nicht anmassen, hier eine Rangordnung aufzustellen. 4) Daß man in diesem Falle die Hand nicht reicht (nicht tröstet), steht im Perek (4, 18). Es könnte aber vielleicht nur a's naw n» aufgefaßt werden. Lehrer L. L. in G. 1) fpa '53 nisa na. 2) 's rma na D'BBIP. Lehrer R. S. in W. 1) Barmizwoh nj 'B- 2)nw»n'fl. Dr. M. in J. Im ersten Falle nun 's, im zweiten «VI 'S. Kantor I. in S. Die Barmizwohfeier muß D'pnp nrm stattfinden. L. L. in G. 1) fpa 'd nisa na. 2) d'ddw 's rma na. St. B. 1) ks'i /0 ms» na. 2) mao a-rnn nap nisa na. 3) mao n-nin rop nisa na. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim E. V. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr- E. Posen — V2 Stunde vor Mincho im Vereinslokal, „Mikro" Herr Rabbiner H. Meyer. — Eine Stunde vor Nacht im Hörsaale, Vorrag des Herrn R.-A. Dr. Schlesinger über: „ — — werdet Ihr G'tt dienen an diesem Berge". Sonntag abends 8.30 Uhr im Hörsaal: Vortrag des Herrn Gemeinderrabbiners I. Hoaovitz über : «Zahlen und Masse im Lichte des Mussar". Donnerstag abends 10.45 Uhr, Vereinslokal, Schwuoslernen bei freiem Eintritt. (Alles andere wie üblich.) Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. Gemorohschiur für Baalebatim (t"S 'oa), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag je 8.30 Uhr abends. Mussarlehre des Rambam (für Jugendliche) Sabbat 5 Uhr nachm. und über die Grundlagen des Mussar Sonntag 8.30 Uhr abends- Herr Dozent J- Ehrentreu- Chumisch mit Kommentaren, Sonntag 9 Uhr abends. Herr Rabb- M- Feuerwerker. Gemorohschiur für Jugendliche (rv 'Da), Sonntag eine Stunde vor Nacht und Dienstag 8-30 Uhr abends. Dinim und Mussar für Jugendliche, Sabbat 3-30 Uhr nachm- Gemorohschiur für Baalebatim (t,pj int'«) je Montag und. Donnerstag 6 nachm- All diese Schiurim finden in der Wohnung des Herrn Rabbiner, Fichtestr- 5 statt- Von Montag bis einschl. Donnerstag, Gemorohschiur morgens 5.45 Uhr im Sitzungszimmer. Herr Rabbiner Dr- Mannes- D'ina »sn, Sabbat vorm. nach Schul (Fichtestr- 5) und Sabbat nachm- 4 Uhr im Hörsaal, Friedberger Anlage. Gemorohschiur (naer 'oa), Sonntag und Dienstag 6 Uhr nachm- und Sabbat 6-45 Uhr nachm. in der Wohnung des Dozenten. Hans Handwerkstraße 38- Herr R.-A. Dr- E. Posen 'Pn nisa, Sabbat 6 Uhr nachmin der Wohnung des Dozenten, Sandweg 44- Herr Jacob Rosenheim liest aus onp' nb^oa je am Sabbath nachmittag.6 Uhr, Fichtestraße 5 (erstmals nataa 's). Gemorohschiur des Herrn R.-A- M- Schlesinger für Baalebatim (tob 'oa) Mittwoch 8-15 Uhr abends in der Wohnung des Dozenten, Schwanenstr. 12- Herr Sofer. 'BT *p, täglich um 12 Uhr und Sonntag um 11 Uhr im Vereinslokale, Schwanenstr. 12 Herr Zuntz, o»n nnw Sonntag 6 Uhr nachmittags (Fichtestraße 5). Liwjat Chen. Samstag nach Mincho 5*/4 Uhr im Hörsaale, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Perekausklang (nach Rambam). Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Jeden nap vormittags nach dem G'ttesdienst Friedberger Anlage etwa 10 30 Uhr im .Lokale Schwanenstr. 12. mn nV'aa, sowie ausgewählte Stücke ausder nmo. Herr Julius Lewin. Gäste Willkommen- Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Montag, den 3 Juni 1935, abends 21 Uhr im Lehrraum Unterlindau . Weihestunde zur Vorbereitung des Schewuoth-Festes unter Mitwirkung von Rabbiner Dr. J. Horovitz. Eintritt frei. Gebetzeiten. ittm naitr Freitag abend 7.45 Samstag naapn 6,35 Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5 00 Samstag abend 9.25 Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3.00