Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 76 (1935)
- Issue
- Heft 13 (28.3.1935)
- Date
- 1935-03-28
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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Hast Du Dich scliöitf;äWdenivi fcvm gpwifädt?^' , -?-Wir-stehen ■'geschlagen da}- Geschlagen* von einem; den* si^apffgeSchifckti; ^um" deh; '^widerspenstigen Sohn wieder zurückzubringen. -Zu Weit"hättei sichr-das jüdische -Völk/ äh»yie'iKultur,' an^^die Lebensweise der Um Welt' herangewagt'. :Und; sagem wires nur-soffen: ein sehr, sehrgroßer*-Teil1'des'-jtidi^chettiv'dlkesi' hineinreichend; bis' in'^diW*- Mitte '--3k*- 'Gesetzestreuen,; hat den sicheren^Heiffiathafen-^verlassen; gar ^viele unbedenklich,* -leichtfüßig^ vörarip'ändere-langsam'in ^raehr oder -weniger .großerir Abstand folgend. 1 Aber; es ging vorder' fliuvr unserem Sicheren Hafen, dem Feind der sxnriTu einer mr irmy entgegen. Nun plötzlich die Fanfare: zurück [ Heim ins Judentum'! IEin Feind, ist der, den' wirfür Freund gehalten;; lUncl lang^anf^bewegt sich' der "Strom, der' Fahnenflüchtigen zurück. Rückwärts jedenfalls! Ob aüf •geradehi Weif'nein!'zur' Mutter? Ob auf Umwegen? jbas wissen wir noch nicht. Rückwärts jedenfalls, die 2u weit 'sich vorgewagt. Uritf •wir^ie Ge'setzestreuen, - habend wiFnieht auch iderf fwnip nn-tK^hie und-da. verlassen Hajben wir nicht ähnlich, gehandelt, wie das Volk' zur Zeit des Eli? „Warum hat uns ß'ti.ßes^laiienl Wit müssen die Lade .G'ttes aus Schilau holen, sie möge uns helfen aus der-Hand der Feinde!" G1 aub e'n w i r h:i c h t auch zur ü c k k e h r e n, z u m u s s e n? Vielleicht deshalb nicht1 zurückkehren zü ttüssefr," Weil wir manches, 4er ©iip'^3, mit uns geführt thaben? ' enpR »äipa! W ir müsseh auch umkehren. Heim; mit unserem 'ganzen Herzen ZU unserem Vater! Heim, mit dem, was für die Zukunft bürgt! He i m m i t un'seren Kinde rnf' He im m i t -de r--j ü d i s e h e n S c h u l e! "Heimr nicht mit; schmerzlindernden 'Salben und Tropfen, nicht Doktor X. --und Y., sondern he im e i ri z i g: u n d a 11 e i n zum «a vn -)B?3>a' zu n*3j?n und seiner mw1 : Die Kinder — die Zukunft! Die . Schule -r ihre Bildungsstätte! - Gar viele unserer Kinder, jüdische Kinde*;"sind heimgekehrt;.geflüchtet -vor der Aechtung; verstoßen, beleidigt, beschämt. Schulen haben sich aufgetan mit-jüdischeri Lehrern, in jüdischem Gebäude, Schulen, die schon , standen, haben die Arme weif ausgebreitet: Kommet! Was man euch genommen, bei uns 'sollt:: ihirs wiederfinden;. Sprachen, Naturwissenschaften, Berufskunde, kurz, alles wird man euch ersetzen! Und Religion?! "Die mW? - Wir werden Rücksicht nehmen! ^ran »ri" 'p&aT Jeder decke nach Belieben.; seinen Bedarf: Religionsstunden, ganz, oder teilweise, freiwillig! Ist d a s der Weg zurück? Ist das der Bürge der Zukunft? Mag -sein, daß manche' Schule noch nicht n?"*? zu ^so und 5st> zum ^p,ygemacht hat; Hauptsache für-die jüdische Schule ist aber nicht mehr alle in die j ü d i s c h e Lehrerp er s ö n 11 c h - k e i t ,-n i c h t m e h r a 11 e i nd a s j ü d i s c h e M. ilieu, nicht mehr ,allein die Durchdringu n g alle r Lehr gebiete m i t : j üd is c he m Geist: Hauptsache muß heute sein die V e r m e h r u n g d e s : j üd i s c h e n W i s s e ns. ■ 8^ Tonpsn oy! Das ist der Weg zurück! . f,. loa lanV uyn ns anm^v H Man! hüte "Sichi ''die Tore : der jüdischen: Schule allzuweit zu öffnen dem, was uns als a^an Van in seiner Auswirkung die Strafe G'ttes vorbereitete; dem, was uns zu sehr den Weg ebnete hinaus in ein Leben der inr miaji Und' wenn wir schon-meinen,» mit allen Mitteln eines modernen 'Unterrichts, mit Mikroskop, Projektionsapparat'usw. die gefährlichen Bazillen, die Krankheitserreger ü. a. deri Kindern zeigen zu müssen, dann sollten wir auch; keine' Minute zaudern, vor den Kindern das neu angeschaffte' Q"V aufzuschlagen und. ihnen die,herzlichen 'Früchte des ö»n f» zu zeigen und ihnen ins Bewußtseih zu hämmern: .{»sä *>riv 'Bhv a« niaan .nnv jVjpm n»a j'aaa nnv irn Vna . _ .nViya»tfliasn ~ . . Je. mehr man v e t s u c h t, von - Eltern- «und "mancher" Erzieherseite atfs, - i nd e r: %j«ü:d i s c h e n S?csh ü-1 e e ijri e nfE rs;a t!z-z u's'ch'a f f en'f ü r d i e D b i y a v n l-a a n#- u m s o mehr dar f u n d;m u ß u n' s ere P ä r^o 1 e -h'e ü't'e n u r 1 a u ie ri': •••ii«bn^nj; n *tl h; DaHih allein führt unser' Weg; 'Die MW bleibt unser "^p^! > Wir^Wllen ^(^«rs «chen;, mit der' .hilft imf Schlepptau; als-Stiefkiödv S ehritt zu halt e'nmit anderen- Schulen" i n - 'd e r p r 6 f a n en B'i 1'd Ün g: wir wollen den np'n ^i gehen, ijnaKV vars Und1 wir müsse n diesen Weg gehen,,-heute;erst~ recht, nachdem "n üris die Kinder wieder zur Erziehung in die Hände gibt. A Stöbern >^wi»v die Plänen wieder hervor, die unsere : Alten'-schmiedeten,- um jüdisches »Wissen^ den- Kinder* herzen einzupflanzen." iim-Schiile?!. Man .habe - keine Angst:* mit; 10—12 Religionsstunden in. der. Gesamte Stundenzahl1, von> 38 Stunden ■gibts noch.-keine tm~ Schule/-Aber wir wollen< mit einer: Zahl yon.-10—12 Stunden inder Woche^ mit . etwa 30—^50 Proz. aller Stünden^ die IFnn^-wieder üt den Vordergrundvschieb en. Wir wollen inr;4er:4^---K4afiae;»ndt-sJ\!»Vi;'l>*ginnen, mit .'n nan maxi nwm /»Ti?fi .jw? Wiri wollen auch weiterhin jüdischen Geist in allen Disziplinen' walten, lassen; jüdische Persönlichkeitan den .Kindern.,vorstellen; .jeden Tag, im jüdischen; Kalender rot gezeichnet * zum Festtag der Schule ausgestaltend Doch nimmer wollen wir vergessen: w i c h - t ige r als all das ist Minn iynf?> die V e r m e.h r u n g des j ü dischen. Wissens. Und nun ein Plan, ausgearbeitet - nach dem hessischen Lehrplan! Erist ein Versuch, die;• n*nn mit einem Mindestmaß an Stunden in das ihr gebührende Recht .'einzusetzen. Mit einer Stundenzahl und1 einer Fachgliederung in den jüdischen Gebieten, über die die Meinungen geteilt sein können; Einig aber wird man Wohl Sein Hl der Erkenntnis der Notwendigkeit, die TWi wieder zum "ipT des Unter richtsbetriebes in der jüdischen .Schule zu machen. -?VWK VW3» vb ÖM, ..... Die Frage^jederifallsj obwir,, nachdem rrapn unseren Kindern den Weg zur profanen; Bildung in. den Staatsschulen iverschließt,:UÜSere Jüdische Schule dem Bildungsstoff: derselben nüber- Gebühr, öffnen oder ob wir . eben diese Kinder als ein zurückgegebenes Geschenk in;:'t unser es* mmn?na',,raus denen von morgens, bis abends: ap»*:3ip ertönen müßte, wiederzugewinnen, uns ■■ zur- Aufgäbe machen . sollen, ohne, ..wie. es der. Plan zeigtr -die-, ob i»a» rnaan, zu verdrängen:- diese Frage dürfte: heute doch immerhin einer Besprechung wert sein. Eine Diskussion ist erwünscht. Stundenverteilungsplan*) Bibt ,Ut jüd- Geschieh te Pentateuch Tfillöh Hebr. Lesen . Hebr.. Schreiben' Propheten Mischna Gemproh [ Lesen - Sprächlehre Rechtschreiben Aufsatz . Schönschreiben Rechnen Raumlehre . Singen, Spielen Geschichte Erdkunde.. Heimatkunde Naturgeschichte Naturlehre Zeichnen Turnen:, Handarbeit. (Mädchen) Werkunterr. (Knaben) Fremdsprache .. - 1. Schuljohr;2;, Schuljahr 1»! 4 4 1 1 •.;.3... Schuljahr 2 4 1 1 K.2 Schuljahr K. 2 K. 2 M. . 2 1 H Schuljahr , Schuljahr '.,7.^ Schuljahr Schuljahr- M. 1 K.1 K. 3 4 1 ¥ 1 2 2 3 2 4 M. 3 K. 1 K. 3 2 >3 V i; 2 1 M. 1 M. 4 K. 2 K. 2 K. 3 2 J» v }■■ 1 2 2 K. 2 M. 1 2 1 2 1 M. 1 M. 4 K- 2 K. 2 K. 3 2 K ); 1 2 2 K. 2 M. 1 2 1 Mädch.1 Knab. j 17116121 ^'ü-'ic 22 26 26 29 27 30 27 30 28 31 31 36 30 36 32 37 31 37 33 38 33 39 33 38 33 39 *) links in jeder Rubrik die Stundenzahl nach dem hessischen Lehrplan.