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Der Israelit · 1934-12-13 · Heft 50 (13.12.1934) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 50 (13.12.1934)
Date
1934-12-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 50 Der Israelit 13. Dezember 1934 □ □ □ □ □ El □ El □ El □ □ □ El □ □ □ □ □ El El □ □ □ El □ El □ □ □ □ □ □ □El D et? tag des 3sf?aeCif und ßermon $. m, □ El El □ □ El El □ □ El □ El El □ El EJ □ El □ El □ □ □ □ □ □ In unserem Verlage erschien Bezirksrabbiner Simon Schwab in Ichenhausen In steifer Broschur RM. 2.—, in Leinwand geb. RM. 2.50. Inhalts-Verzeichnis: Geleitwort. I. Die große Abrechnung: a) Bekenntnis, b) Selbstanklage, c) Wer gibt die Parole, d) Um die Heimat, e) Erwachen. II. Messianismus: a) Sehnsucht nach Eden, b) Zwei Kulturen, c) G'tt und der Nationalismus. III. Assimilation: a) Kulturproblem, b) Lernbewegung, c) Unser Vortrupp. Das Buch wird zu lebhaften Auseinandersetzungen in der jüdischen Öffentlichkeit Anlaß geben und sollte von jedem gelesen werden, der sich für die innere Weiterentwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland wahrhaft interessiert. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie direkt vom Verlag gegen Nachnahme. Frankfurt a. M., Rechneigrabenstraße 7 HERMON - VE R LAG. Nächste Woche erscheint: Das Bildungsideal S. R. Hirschs ■^■■■■■HBMiBBHnMnnHHHanHBaBni und die Gegenwart Sonderdruck aus dem ISRAELIT Inhalt: 1. Zeitgeschichtliche Voraussetzungen, 2. Religionsgesetzliche Voraussetzungen, 3. Thora und Wissenschaft. 4 Kritik von links, 5. Kritik von rechts, 6. S. R. Hirsch und die Kabbala. Preis RM. 0.60. Die Broschüre eignet sich besonders als Unterlage zu Diskussionen und Arbeitsgemeinschaften in Jugendvereinen. Bei Bezug von mehr als 25 Exemplaren, Preisermäßigung für solche. Vereine. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie direkt vom Verlag gegen Nachnahme. Frankfurt a. M , Rechneigrabenstraße 7 HERMON-VERLAG. □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ rabbiner von Saloniki, Dr. Zwi K o r e t z , aufgefordert, den Standpunkt der Juden in dieser Frage darzulegen. Oberrabbiner Koretz hat nunmehr das verlangte Gutachten erstattet und in ihm darauf hingewiesen, daß die Einführung der Zivilehe zu einer Abschwächung des religiösen Empfindens führen könnte. In Bezug auf die jüdische Religionsgemeinschaft erhebt er folgende Forderungen: 1. daß jener Teil des Gesetzes, in dem die religiöse Trauung von Angehörigen der orthodoxen Kirche für obligatorisch erklärt wird, auch auf Angehörige der jüdischen Religionsgemeinschaft angewendet werde; 2. daß die Rechte des Rabbinats in Bezug auf Eheschließungen und Scheidungen bei Juden aufrecht erhalten werden; 3. daß Juden, die eine Ehe mit einem nichtjüdischen Partner schließen wollen, vorher aus der jüdischen Religionsgemeinschaft austreten müssen. Falls die Vorschläge des Oberrabbiners von der parlamentarischen Ehereform-Kommission angenommen werden, wird es Juden nur dann möglich sein, eine Zivilehe mit einem nichtjüdischen Partner zu schließen, wenn sie dem Standesamt eine Bestätigung ihres Austritts aus der jüdischen Religionsgemeinschaft vorlegen. Palästina, Jubiläen jüdischer Palästinasiedlungen. Jerusalem, 4. Dez. Anläßlich des fünfzigjährigen Bestehens der Kolonie G e d e r a in der Ebene Schefela werden Jubiläumsfeierlichkeiten abgehalten, die mehrere Tage dauern sollen und an denen zahlreiche führende Persönlichkeiten der palästinensischen Judenheit teilnehmen. Den noch lebenden Mitgliedern der „Bilu", die diese Siedlung gegründet haben, wird eine besondere Ehrung bereitet. Die an der Küste nördlich von Tel Awiw liegende Kolonie H e r z 1 i a feierte während der Chanukah- Feiertage ihr zehnjähriges Bestehen. Die aus diesem Anlaß veranstalteten Festlichkeiten haben eine sehr große Zahl jüdischer Kolonisten und Arbeiter aus den umliegenden Siedlungen und Tel Awiw angezogen. Die Kolonisten von Rischon le Zion haben die Errichtung eines Rothschild-Museums in dieser Kolonie zur Erinnerung an die Leistungen des vor kurzem verstorbenen Barons Edmond de Rothschild für die Palästinakolonisation beschlossen. Für den Anfang stellen sie zur Verwirklichung dieses Planes einen Betrag von 1000 Pfund zur Verfügung. In dem Museum sollen alle Dokumente und Gegenstände ausgestellt werden, die auf die Palästinaarbeit des Barons Bezug haben. Der Kolonierat richtet an die Juden aller Länder den Appell, sich an dieser Aktion zu beteiligen. / Arabische Wünsche und Beschwerden. Eine Erklärung des High Commissioner Arthur Wauchope. Jerusalem, 5. Dez. Einer Delegation der Arabischen Exekutive, die beim High Commissioner mit ihren Wünschen und Beschwerden gegen den jüdischen Bodenankauf und die jüdische Einwanderung vorstellig war, gab dieser folgende Erklärung ab: 1. Die Regierung bemüht sich, die Produktivität des Landes zu rehöhen. Sie wissen, daß ich einen großen Teil meiner Zeit der Verbesserung der landwirtschaftlichen Methoden widme, und ich glaube und freue mich darüber, daß unsere Bemühungen nicht erfolglos sind. 2. Die Regierung hat Maßnahmen zum Schutz der Bauern durch die Pächterschutzverordnung (Cultivators Ordinance) und die Zusatzverordnungen zu ihr getroffen. Sie haben die Einwanderung erwähnt. Wie Sie wissen, richtet sich die Regierung bei der Entscheidung über die Zahl der zuzulassenden Einwanderer nach der Aufnahmefähigkeit des Landes. In allen Ländern gibt es Perioden rascher Ent^ wicklung und solche langsamer Entwicklung. In den letzten beiden Jahren gab es in Palästina eine rasche \ Entwicklung, daher ist die Fähigkeit des Landes zur Aufnahme von Kapital und Arbeit gestiegen. Es ist Tatsache, daß manche Unternehmungen des Baugewerbes und der Industrie Schwierigkeiten hatten, um Arbeitskräfte zu angemessenen Bedingungen zu erhalten. Doch muß ich bei der Berechnung der Zahl d«r Einwanderer neben der Gegenwart auch die Zukunft berücksichtigen. Ich habe in der Presse übertriebene Angaben über das Ausmaß der jüdischen Einwanderung gefunden. Die von der Regierung auf Grund der Einwanderungsziffern der ersten zehn Monate des Jahres 1°34 vorgenommene Schätzung der Gesamteinwanderung in diesem Jahre ergibt eine Zahl von 36.000. Was die Frage der illegalen Einwanderung betrifft, so weiß ich, daß die Zahl der Einwanderer, die sich ohne Erlaubnis i. J. 1933 in Palästina aufhielten, sehr groß war. Vor einem Jahre sagte ich, daß ich dies für eine sehr ernste Angelegenheit halte, und ich halte sie noch immer für ernst. Die Regierung hat gewisse Maßnahmen dagegen getroffen, und ich freue mich, sagen zu können, daß wir glauben, die Zahl der illegalen Einwanderer i. J. 1934 werde um mindestens die Hälfte kleiner sein. Ich bin überzeugt, daß diese Zahl 1935 abermals stark ' verringert werden wird. Was die Zahl derjenigen betrifft, die unter Umgehung der Grenzkontrolle ins Land kamen, so sind genaue Angaben hierüber nicht möglich. Wie ich jedoch in einem offiziellen Communique bekanntgegeben habe, hat die Regierung weitere schärfe Kontrollmaßnahmen getroffen, darunter die Bildung eines besonderen Polizeikontingents und eines mit Motorbooten ausgestatteten Seeschutzcorps zur Bewachung der Land- und Seegrenze. Durch diese Maßnahmen wurde die Zahl der illegal nach Palästina Kommenden wesentlich verringert, und ich erwarte weitere dauernde Verringerungen in der Zukunft. Wie Sie wissen, hat die Regierung in Berücksichtigung der unerlaubten Niederlassung beträchtliche Abzüge von den beiden letzten Labour-Schedulen gemacht. Ich halte die Lage keineswegs für befrie-

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