Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 75 (1934)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1934)
- Date
- 1934-06-07
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 Nr. 23 Der Israelit 7. Juni 1934 Jung und fast plötzlich ging sie von uns, nach ganz kurzer Krankheit, in freudiger Erwartung, mit unermeßlichem Mutterglück im Herzen. Der Barmizwohsabbat des einzigen Sohnes nahte, und die kunstsinnige Mutter rüstete sich mit ihrem Gatten für diesen Freudentag. Der Mutter Segen wird dem Hause erhalten bleiben im Sinne des orn^n trn raw- Möge dieser Sabbattrost in das Herz des Gatten dringen und ihm die Kraft geben, dieses harte Geschick zu tragen; möge er, dieser Sabbattrost, mit dem Sohne und dem Töchterchen emporblühen, daß ihnen der Weg ins Leben gebahnt wird nach dem Wunsch und dem letzten Segen der Mutter, Wir werden Frau Jenny Westheim ein dauerndes ehrendes Angedenken bewahren. -rraxjn Für die Opfer von Tiberias! Wie schon gemeldet, veranstaltet die Palästina- Zentrale der Agudas Jisroel eine Sammelaktion für die Opfer von Tiberias. Wie schon berichtet und von allen Seiten hervorgehoben wird, war die Agudas Jisroel in Palästina schon am ersten Tag, unmittelbar nach dem Unglück, auf dem Plane, um die erste Hilfe zu reichen, und sie ist bis zum heutigen Tag die einzige Hilfsstelle geblieben, die die Obdachlosen mit dem Nötigsten versorgt. Wir zweifeln nicht, daß alle, die ein Herz für Erez Jisroel und die Not unserer Brüder haben, sich mit ihren raschen reichlichen Spenden einstellen, die von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel, Schwanenstr. 12, angenommen werden. Ferienlager der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Einer Einladung aus Holland zufolge, beabsichtigt die Agudas Jisroel-Jugendgruppe Frankfurt a. M., vorbehaltlich der beim Reichsjugendführer nachgesuchten Genehmigung, dort vom 24. Juli bis 15. August ein Ferienlager zu eröffnen. Die Kosten für Verpflegung und Unterbringung werden ca. Mk. 1.20 pro Tag betragen. An diesem Ferienlager in Holland können Agudisten und wahrscheinlich auch Agudistinnen von 13 Jahren ab teilnehmen. Anmeldungen sind baldigst an Richard Ahrend, Röderbergweg 43, zu richten. Wir bitten unsere Freunde um geldliche Unterstützung, damit wir die Möglichkeit haben, einigen Chawerim Kostenzuschuß zu geben. Bei entsprechender Teilnehmerzahl hoffen wir auf starke Verbilligung der Fahrtkosten. Die General-Versammlung des Raphael und Jeannette Ettlinger-Heim E. V. Am 15. Mai 1934 fand die Mitgliederversammlung des obigen Heimes statt, das im Laufe des Sommers auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken kann. Der Leiter der Versammlung, Herr Isaak Franz Ettlinger, gedachte in warmen Worten des Hinscheidens des langjährigen Mitgliedes des Vorstandes, des Herrn Nathan M. T. Sondheimer, an dessen Stelle er in den Voi stand eingetreten ist. In Abwesenheit der Vorsitzenden, der Frau Fritz Sondheimer, gab Herr Ettlinger den Jahresbericht für das Jahr 1933. Die Anstalt war nahezu das ganze Jahr geöffnet, nur von 15. März bis 15. April war wegen der in diese Zeit fallenden Peßachfeiertage geschlossen. In der Berichtsperiode gelang es, die baulichen Veränderungen zur Vollendung zu bringen und infolge Anlage einer Zentralheizung, die vorzüglich funktioniert, ist jetzt die Möglichkeit gegeben, auch in den Wintermonaten Kurgäste aufzunehmen. Es werden hauptsächlich, dem Zweck der Anstalt entsprechend, Kinder aufgenommen, jedoch sind auch in der vergangenen Saison Erwachsenen die. Wohltaten der Anstalt zugute gekommen. Leider weist der Jahresabschluß ein Defizit von rd. Mk. 1400.— auf, das auf 1934 vorgetragen wird, in der Hoffnung, daß anläßlich des 25jährigen Bestehens der Anstalt sich Gönner finden werden, die zur Beseitigung dieses Defizits beitragen. Der Leiter _ der Versammlung berichtet noch, daß die Saison 1934 gut eingesetzt habe und daß schon jetzt sehr zahlreiche Anmeldungen für die Ferienmonate Juli und August vorliegen. Die Leitung des Heimes liegt seit Beginn seines Bestehens in den bewährten Händen von Frl. F. He l- 1 e r und spricht ihr der Leiter der Versammlung seinen Dank aus. Es ist zu hoffen, daß diese Anstalt, die sehr segensreich wirkt, durch die Interessennahme weiter Kreise, auch in Zukunft gefördert wird. Die jüdische Bevölkerungsbewegung in Frankfurt. Die Bevölkerungsstatistik der Israelitischen Gemeinde für den Monat März stellt 9 Geburten (3 Kna'- ben, 6 Mädchen) fest, denen 26 Todesfälle (12 Männer, 14 Frauen) gegenüberstehen. 26 Knaben wurden Barmizwoh, 14 Ehen wurden geschlossen, 3 Mischehen sind verzeichnet. Aus dem Judentum traten 3 Männer und 2 Frauen aus, aus der Gemeinde 2 Männer und 1 Frau. In das Judentum sind 1 Mann und 1 Frau wieder eingetreten, in die Gemeinde 1 Mann; 1. Protestantin ließ sich ins Judentum aufnehmen. Nach Frankfurt zugezogen sind aus Deutschland: an Ledigen: 15 Männer und 20 Frauen, 10 Familien (9 Männer, 10 Frauen); aus dem Ausland: an Ledigen: 3 Männer, 2 Frauen, 3 Familien (3 Männer, 1 Frau). Frankfurt verlassen haben nach deutschen Städten: an Ledigen; 7 Männer, 10 Frauen, 10 Familien [6 Männer, 7 Frauen); nach dem Ausland: Ledige: 13 Männer, 4 Frauen, 16 Familien (10 Männer, 11 Frauen); mit -unbekanntem Ziel verzogen sind: Ledige 5 Männer, 1 Frau, 5 Familien (3 Männer, 4 Frauen), (Die Statistik " umfaßt nicht die Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft.) Gegenstände für Hachschara erbeten! Für die Einrichtung des hiesigen Beth Chaluz des Noar Agudati benötigen wir noch Schränke, Tische, Stühle, Beleuchtungskörper, Tischwäsche, Vorhänge usw. Freundliche Spender werden gebeten, sich, zwecks Abholung der Einrichtungsgegenstände mit Frau Dr. Rosenbaum, Grünestr. 42, Tel. 48722 oder mit der Palästina-Zentrale, Schwanenstr. 12, Tel. 47324 in Verbindung zu setzen. Orchesterkonzert des. Jüdischen Kulturbundes, Infolge des starken Andranges mußte das 1. Orchesterkonzert in der Frankfurt-Loge zweimal wiederholt werden und war der Eindruck der Leistung noch verstärkt. Das Violinkonzert in E-moll von Mendelssohn-Bartholdy spielte diesmal Konzertmeister Bergmann. Er spielte es mit hervorragender Technik, mit einer hohen geistigen Einfühlung und mit edler Wärme der Tongebung. A. K. Druckfehlerberichtigung. In die im Sprechsaal der letzten Nummer unter der Ueberschrift ,, Di e elektrische Betäubung" veröffentlichten Zuschrift von Frau Nina Carnegie Fraenkl hat sich ein unliebsamer sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen. Es heißt da: „Ob aber durch Elektrizität diese Betäubung bewirkt werden könne, scheint mir zweifelsfrei zu sein." Es muß natürlich richtig heißen: „.scheint mir zweifelhaft zu sein," Das Kinderferienheim Adler Kottek in Marienbad bietet den Ferienkindern bei ständiger ärztlicher' Aufsicht und liebevoller Betreuung beste streng rituelle Verpflegung und alle Gelegenheiten zu Sport und Spiel. Preis für volle vier Wochen 110 Mark. Näheres siehe Inserat. Empfehlenswerte Bäder Lernt Wische Gaststätten tan! Gute Erholung angenehmer Aufenthalt in nachstehenden Häusern. ätta^ Frankfurt a. Main Bethmannstrasse 52 Renoviert: Wasser kalt u. warm in all Zimm. jüd. Hotel am Platze mit streng rk. erstklassigem Rest; Zeitgemässe Preise Telefone: 23881 23889 /£/ Fließ X S*/ Einziges rit. anc ^3 Schweiz Grindelwald Hotel Silberhorn ♦ Tel. 79 Massige Preise. Vorzügl. Verpfleg. Pauschalarang. Jeder Grossist und Detaillist verfonge kostenlos Origi nal-Gratismuster in: Ia weiße Kernseife, Schmierseife, Seifensand in Streudosen, Scheuersand, Victors flüss. 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