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Der Israelit · 1934-06-07 · Heft 23 (7.6.1934) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 23 (7.6.1934)
Date
1934-06-07
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Nr. 23 qgrg,l*r%ehit C7i «1934 '^erl^^ii^^i^^l^S^m^^^^^^^^ eigene, jüdische. Liste war,, diesmal .nicht, aufgestellt vrbM^W-^ikii^ä.^„Nel^^^Ästarke jüdische Beyöileema^"ä^fWeis%^Warden auf der Listjp :>der L&efalen^ä^cH 'v^i &!r J u d'e n^fzu^Stad^atea ge;- % wäh*li,^' unfein riinen * "der' 'Präsident-.der Jüdischen;3tjn}emdevJE}^ Gufa> hatte s&trotz?Ankündigung£auf;s die' Aufstellung' einer, - eigen eh Liste verzichtet. ' Für ^'aie'Xjst'e j|8$v ehemaligen Jn- T nenmimsters Öciaviän o'g..ä'^Jtervig ietzte^ ^eit eine antisemitisch betonte Politik ^ge^ri ^% yf^rden}&\ir vUrebige^teanderY Stimmen Sibgegebenv-i,.>?!]/.'>■* j .'.•«siOTP -tOi Vf^" C^-^l?^ (ff-n-wr;::.^. f Pole*. \ ' ■ .....Wahlen und nationaldemokratische Ausschreitungen.;^rFiiic-i0i:-5-dT;i^ *-:Wvke;in?be r;g ,-29. Mafc 1 3£ei-detf*<&m^^ , R^giefufl|^är^lW•'MandÄiYwiyagtr^.Auf ^Bett iijuf nen IZipjäistWi Sind? $6^ M^da^e lentfaUen^ * Die; polni] sehen Sozialisten hsbSfn .^tKandidaten durchgebracEtj jilDä^.sUkraineirrrlfcbnnten kein-Mandat erlangen.: WäM ~ct&&feer .ty&t*UaMjlek?tä<-tä *lMiÜnti<iffi&fMWäi ^^i^^gensJ^^.'Woi^ Juden wurden ^^^letz|.^Jn^eden?^or^enstimden "ex4 plodierte in, .dem. Lokal . der Zipnisiischen. Organisa- ^9%£ia€i - äoU|^^9^e>-t^^^^^£ 'd»s ^LoJkalsi wurde vollkommen*ietstiortiyderA-e^tahdai&-'Bt^äi dem das Archiv de? Organisation izäm Opfer fiel,; könnt« ersttldts!rch.< die Feuerwehr^ lokalisiert;werden. Es besteht die Möglichkeit, daß die Bombe von einer Person, die am Vorabend, einen Brief abgab,' in das Lokal eingeschmuggelt worden ist. Die Polizei hegt . den Verdacht, :daß»:die Tat von jüdischen apolitischen; Gegnern v der offiziellen Zionistischen"■ Organisation, ausgegangen ist. Es. wird in diesem Zusammenhang1 darauf hingewiesen, daß in den Kreisen .derT Hitachdruth Erbitterung,über die angeblich, den Allgemeinen ^onisten r ,.zu?aschreil?ßfidc , j- Ui^ütig^rljJäMing ... ihrer. Liste, herrscht: Auch die /Reibungen"zwischen ÄUge-■ meinen Zionisten uiid;' Revisionisten!^&dxxtr von' 'der Polizei, 'die in ve^rsphie.^ene^l)agetrn.. zahlreicne Ver-' haftungen vorgenommen , hat,, bei „ihrer Untersuchung' in Betracht gezogen, In den ICreisen der Allgemeinen Zionisten teilt man ,den- Verdacht der Polizei nicht. Man glaubt vielmehr im Hinblick auf die mannigfachen Ausschreitungen; der Nationaldemokraten und Nationalradikalen, däß die Täter aus diesem Lager stammen. ~ . '■' Palästina. Der ArlosoroHprozeß. Jerusalem, 4. Juni. Der Prozeß neigt sich; dein Ende zu, man glaubt, am Dienstag, den 5. Juni, mit-der Zeugenvernehmung fertig zu werden, worauf für Mittwoch oder Donnerstag das IJrteil erwartet werden' kann. Das .Gesamtbild, das die endlosen, Verhandlungen ergeben, ist nicht so, daß man für den Kopf der Angeklagten fürchten müßte ... In den Verhandlungen bis zum 31. Mai geht es im,- i "mer noch um die .'Frage5'' der!,S p u r e n p r ü i u n, g!, j deren Zuverlässigkeit rvom .Verteidiger bestritten-.wird.! Die Aussagen der mit -dieser Prüfung betrauten > Polizeibeamten vermögen kaum-die Zweifel zu entkräften.;,: '*' "*"' ,; \'- , . : Großes Interesse erweckt die..,'Aussagendes Berr liner . Augenspezialisten,. . Professor Levinsohn, über die Frage, ob man die Täter in einer mondlosen" Nacht erkennen konnte. Professor Levinsohn verneint dieses auf Grund von Experimenten, die er an der Mordstelle angestellt hatte, ganz entschieden, Dr. Theodor Z1 ö"<j i s t V', ' seinerzeit Gerichtssachverständiger in Deutschland^ ^macht Aussagen über den Obduktionsbefund.. ,>;:.,. .. - >r Der allbekannte; . Kolonisten Veteran Abraham Schäpiro aus Petach-Tikwah, eine "auch bej - den Arabern ungemein beliebte Persönlichkeit,;' 'erklärt vor Gericht, der arabis che .< Spur ensucher-,; der Polizei habe ihm erklärt,, er. .gebe::seinen Kopf dafür/: daß die Fußspuren im Stifande^-'n i cht d i e d e r Ä n g ek I a g t e n sin d. Ändere '^Zeugen wollen "von',Frau Arlosoroff am Abend gleich nach; demvMo;4er%die. Vermutung gehört haben* die Mörder seien Araber iewesen. Es wirTabef ^urc^Zetigen' bestätigt, daß Frau Arlosoroff ^a^^jenem^bendjjn ihrer Aufregun g mancherlei Möglicnkeite^'geÄen *ließ und verschieß dene Pers&ifen^als ^^mvA^^\i6hih:'KSMßf^h^eich net "hatte/ Bei 'der Yertiehniurig"'iäes \^iir^chiflSh¥fer^ Rabbi' ^.sj^ii^^n^fM^t d*r.^ert^ig«-. die jäöli tischen,;^i^ecgr^(iei;4es Kampfes-fischen; ffista druth und R^vii^öinsi^om aHer Breite-^ufzWöHen, 'mit^deih' Zweckef^dfe ^lh^$i^0M^\diei^z kampagne; 4er r|js]taä^t^&^urucj^ufü ^|e; dureji seine,'.;j0ngsten lexjkarij^en Aüsgabem allBe kannVe GelehrtesiRaBbir' eiaji{n^K>b « o^ s k i ^rtirdr verhömmefi: Beidje} ef^ nicht so zugespitzt, daß'eine^eiis. Re^ Histadjruthführer ermorden, und andererseits die Histadruth Revisionisten .unschuldig dem Scharfrich4 ter ausliefern könnten. Die weitere Aussprache über diegeV Tbemg vfe^^^ IKnw.eis,;es. gebgl'n\fi&, .an, ppIiti^Bne* ,%qm^^^ny^i :.Y^hA^dlun^..hineinzi^ieheni''.."»^•= :>l h . a^DerAneße Rabbiner, von Tibeiias.'2< ' ';° 1 ''f e r u s a 1 e m , 1. Juni. '.„.Ün (s.Q^werer^ ,tung]^cikhche Stadt fTi-| berias trat dortrtder. neue Rabbiner^ j Rabbi Ascher! Wolf Wiem e als*^Nachfolger von ^Rabbi Mosöhe! "Kliers V^Vt Sem ^^iäbtinöranD|t an. Seine Thorayor-j ^iräge jaüni'jS.chewua)is|e^e.'.}>&£«p&l$glen. alle, Hörer,0/Er^ .ist eia^hefvorragenderi ThorageleHrter /.und ein Mahn; ä^er^ Tatp was er" gleich iä den Örstetf Tagen dtirchj sein; mannhaftes ' Eintirete^rür 'diej ^pfer;'der Käta-j stropne gezeigt nat Äucli in Jerusalem, wo er be-( suchsweise weilte, hinterließ der neue Rabbiner von. Tiberias den besten Eindruck. Die Palästinaregierung läßt sich; nicht - j ■ i. irte mächen. )- v' ' ■ " ] ' Je''r;ü'sal'e.m 3. Juni.'' i Die ITA. .weiß, zu berichten, daß sdie. Palästina-: regierung entschlössen sei/von all den jüdischen Proj -festen sich 'in ihrem;1:Entöchlusse f bezüglich des Verj botes" des P o s t e n ste h e n s vor jüdischen Arbeits-; stätten, die :Äraber beschäftigen, nicht irre machen; zu lassen, um so mehr, als viele jüdische Arbeitgeber^" besonders im Baufache, hierin ganz rauf Seiten der Regierung ständen. Auch die jüdischen Pflanzer und Bauern, die wohl für eine Erweiterung der Einwanderung eintreten,, gingen mit der Regierung darin einig, daß solange" alle jüdischen Arbeiter in Arbeitsstellen untergebracht sind, kein Grund vorläge, arabische Arbeiter auszuschließen. Es ist zu befürchten, daß! sich auf diese Weise, der Kampf zwischen jüdischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern noch wesentlich verschärfen wird. i Amerika., Sonntagsruhe und Sabbat in den Vereinigten Staaten., Amsterdam, 22. Mai. Der Weltverband für- Sabbatschutz „Schomre Schabbos" gibt folgende Uebersicht über die Verhältnisse in USA:. , „, Diel Wochentagsrokegesetzgebung ist nf'd.en-- USA. emzels^aatlich: geregelt; Fast alle. Staa]ten';hkbe'n Gesetze? erlassen, die".. dai? ' Pr|hzi'p "'der gjenerej.).en pf^fr, tagsruhe verkünde^-.; Ejöch .wird,;iden' sabbatfeierriden Erwerbstätigen grundsätzltcH dine? i Sonderstellung eiifc geräumt. Irni'^hz^inen liegen heitlich^ Zwei, größte «Gruppen von .Staaten {Sind zu unterscheiden. Die' einehebt alle Beschränkungen der Sonntagsarbeit inkl. des Sonntagshandels für alle Personen, die am Sabbat nicht arbeiten und handeln, auf (Connecticut, Illinois, Indiana, Jova, Kentucky, Maine, .Massachusetts, Michigan, Minnesota^ Nebraska, Ohio, Virginia). Wenn dabei einzelne Gesetzö^zur Bedingung ma'cheii,:: daß ' Andersgläubige in' 'der Uebung der, Sonntajgsfei^r ' nicht .bjeh|fl^er^f{Werden dürfen,,.sp ist-das eine.,Selb$tverstäudlicJjiteit, die als veinemäterielle Einschränkung des qbigfen Gründsatzes kaum befrachtet'w^ bezgl. der Wochentagsruhe Inhalt; der Strafgesetzgebung, und die ^fraglichen Sonderbestimmungen sind so formuliert',.- daß Sabbatfeiernde von def* Strafverfolgung ausgenommen, werden^ wenn sie am: S^nnta'gjarr beiten oder handeln. — Die zweite-XJruppe. trägt vzwiar sflMM1?) deW; S%b^^#chi?«ng,i ab^j^^ie gösiätteti anti ijSonntagjrnuEigewerbliche 'und-Büroarbei^,!Während^äer- .u;.-^cr\srt , m^-äSü^fm^-^'Smr^ i^Wimrr^^!^^^si^^r^^ lyerb^öd^Schomi^^chabbös s^ngeichl^^^ w is h - atä*'M m$c $*ß ..&n e^?^fc at8kchtet 'tk. ^M^^k^^MimmA ^0n^Bfß^m^^ümim..^yn^^: -1^.^ Im Staat C a 1 i f o i n i-e'Ä '''schreibt das Gesötz liurganz allgemein eirieh wöchentlichenRuhetag^ ypir" undu überläßt es dem. UnternehmerV seibst* zu bestimmen, ye^efeeffl.; Tage.) .,er v .seine?» Betrieb ruhen lassen ^11,;^sbidaß fder SchönteJ- Schibbö^P in Üniätr ^i^e~ f^^f^HfJ^^^^^^ii^p^oi i $t[$$5j£- Jajpärbeit h^- \ at|^|r^gsu^w^gg Se»?©!.. — '^rJPi?*Wej M.o:X % w!bife«»3und>vP ^irlrivpip i haben überhaupt kein Wochentagsruhegesetz.'*-'^^ h ,miTvthrvizuivtf^tifh 'Sri ^p«. s^Ü-H . >^r -i" bnii G+dzi-zi-yü' n'*ixml»^ii3. heut ^: l^A^)^äl^Ü^?'JW ... J-y. svr^-f i|iv/-»-n^*^.a s5ra7. t*r wu* Wei^ehende ^Wk^^^lu^*d^'iMmS^8e&^ ^e^?esn»g^Ä«if' dife religiösen ^Bedürfmss^ ,-v- -^sf-A mr is5äei»'vtJud^'-J-'' «4' ■ ^b ftu-:?0 .rt;n6.-»J^? £ .«.'I >^\% n->?h>w •i ■■■ :> MSTifvJ r^n^W&*k°. Ju»»W Nach .den. Untersuchungen des! Weltyerbahdes für Sabbätschütz ,,S«h6m¥«i''5&efab;bo^' kaiii; Äustrifien zu tfen LäniJerh"ge:re^hrie!iSvwdeiif wo das Rpcbt'des Juden auf freie Religionsübung liberal... gehandhabt und auf Sabbat sowohl wie auf die anderen religiösen Institutionen in weitem- Umfänge "Rücksicht npmiÄeh^^rdj^^W^de^^dneye^ 'Rabj^mer^Francis SjP SifeS?.: ^' <%n austra&chen,; Juden *y*\ Leichtes,•'4en? Sabbat zu beobachten, iwennrer nur etwas Opferfreudigkeit für;die Erfüllung dieser grundlege^nden 'r^gföse'n Ve^ Schwier""""" zige eii\- d\&rpißk.f.hn5; 3fjerlat^F^;yoja 30' Jahren ergeben hat — solange wirkt Cohen schon im Landev^ wurde schnell beseitigtV- Das wa¥^.ais iiach Eihiühf ung des obligatönschen Sönna^endnachmit-- tagsgeschäftsscHIüsses. der Freitag xtxm ••„■allgemeinen Lohnzahlungstag. geworden wair'mnd der Verkauf dieses Tages äuf den späten Abend iusgedehn,t wurde. Das wär für die säbbatfeiernijen^ Geschäftsleute' von schwerem Nachteil., - Doch wurde ihnen die Möglichkeitgewährt, die Gesamtzahl der im Gesetze'vorgesehenen wöchentlichen Arbeitsstunden auf die; einzelnen Tage der Woche so izü verteilen, daß^ "sie einegewisse Kompensation für den vorzeitigen'-Geschäftsschluß am'Freitag erhielten. An den Vorabenden der jüdischen Feiertage ''.dürfen' die an den "Feiertagen selbst schließenden Geschäfte, länger verkaufen. Jüdische Fleischer, die den ganze« Säbbät - über ^erschlossen halten, verkaufen na^h; SablßataUsgaiig ihr Fleisch, während andere Läden zu dieser \ Zeit nicht geöffnet sein dürfen. — Im' Staate Neu-Süd-Wales bestehen besondere gesetzliche Bestimmungen, die für den Fall, daß eine öffetnliche Wahl' auf einen Sonnabend oderjüdischen ^Feiertag fällt,' es den jü- .4k?hen..$t^ts^^ern ennj?gliehen splleni ihre Stimme ab-idgeben,' rohne -mit.'.dem^ Säbbatgesetz;^in Konflikt zu''kommen.! ,!; ' : . v^rPerspn^iien.! Mainz, 5. Juni. Nur einem Weinen Kreis seiner Freunde und Mitarbeiter ist es bekannt, daß am letzten fttsrnw 25 Jahre vergangen sind, seit Herr Dr. Gustav Schiessinger dem Vorstande unserer Religionsgesellschaft angehört; seit mehreren Jahren als erstenuVorsitzender. In . schwere* Jahrenhkt er uns stets zur Seite gestanden.' tWir danfcen? ihm an dieser'-Stelle für. seine aufopferungsvolle ^Tätigkeit und -wünschen ihin und seiner nbnp idaß" er-nöch -lange Jahre "seines-Amtes %altenTinÖge! i. ■ ■'■[ Leipzig, 3. Juni. "Mit deimJ"vor wenigen"'ifageh er^ folgten. Heimgang J. F eisen s t e i n s hat das" gesetzestreue' 1 Jüdentum einen' 'großen: Verlust'' terlitten. Als Sproß der' altehrwürdigen und ^Öchangeseh'eneif Familie '-"F. in Furth, kam er frühzeitig nach,' Leipzig^ um daselbst :demJ von Seinem - Vatäi* 'm rr^rtti^gegriih^ deten"; "vorbildlich: ge'führ^enj^Ge¥chäft "eine-,v weitere Ausdehnung zu Verschaffen. Ädf'',Grund seirfer 'J eige^ nen, so vorzüglichen Eigenschaften" und der* vdir'sei^' .

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