Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 75 (1934)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1934)
- Date
- 1934-03-15
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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15. März 1934 Der Israelit Nr. 11 Seite 13 Hausfrauenberatung, In Anbetracht der erhöhten Bedeutung, welche die hauswirtschaftlichen Fragen durch den Umschwung der Verhältnisse, sowohl für die Ausbildung der weiblichen Jugendlichen,, wie für die Hausfrauen selbst, gewonnen haben, wurde in Frankfurt a. M. im Rahmen der Ortsgruppe des 'Jüdischen Frauenbundes und der Weiblichen Fürsorge neben der schon bestehenden Arbeit eine hauswirtschaftliche Kommission eingerichtet; ihr Aufgabengebiet besteht vornehmlich darin, den Hausfrauen Beratung in hauswirtschaftlichen und Hausangestelltenfragen zu geben, und auf Wunsch und nach Ber darf kurzfristige Kurse im Flicken, Schneidern und Kochen zu veranstalten. Den jüdischen Hausfrauen erwächst nun eine wichtige soziale Aufgabe in der Forderung, junge Mädchen, vornehmlich Schulentlassene, irr ihrem eigenen Haushalt in der Hauswirtschaft. anzulernen. Die Vermittlung geschieht durch den. Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Hans Handwerkstraße. 3 Die hauswirtschaftliche Kommission hat zur Bearbeitung all der, genannten Fragen ebenfalls Hans Handwerkstr. 3 Montag und Donnerstag von 11—12 Uhr Sprechstunden eingerichtet, in welchen jeder Hausfrau Rat und Auskunft auf den einschlägigen Gebieten erteilt wird. Neuaufbau des Kulturbundes deutscher Juden. In einer Pressekonferenz entwickelte der künstlerische Leiter in Frankfurt a. M., Generalmusikdirektor Hans Wilhelm Steinbexg, der ehemalige erste Kapellmeister der Frankfurter Oper, einen großzügigen Aufbauplan des Kulturbundes deutscher Juden, den ihr Präsident, Kurt Singer, - entworfen hat. Allgemein wird eine Zentralisierung der kulturellen Veranstaltungen im Reiche erstrebt. In Frankfurt a. M. plant man eine wesentliche Intensivierung der ■ Kulturbund-Arbeit, die ganz Süd-, Südwest und Westdeutschland erfassen soll. Im Vortragswesen ist eine Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Lehrhause Bubers ins Auge gefaßt. Die Abteilung Musik wird Solisten-, Ensemble- und Chor-Konzerte veranstalten; außerdem wird ein - großes Berufsmusiker-Orchester gebildet, dessen Zentral-Gründungsstelle. Frankfurt ist," während Köln für Westdeutschland - einen weiteren Stützpunkt bildet. Mit dem Kulturbund Köln wird so eine enge Arbeitsgemeinschaft entstehen. Im Schauspiel wird das Gastspiel- und Austauschsystem weiter verfolgt werden, nur sollen für tragende Rollen auch hervorragende ortsansässige Künstler herangezogen werden. In der bildenden Kunst ist neben der Veranstaltung von Ausstellungen auch die Förderung und Werbung für Eihzelkünstler vorgesehen. Vor bedeutsamen Aufgaben steht man in der Pädagogischen Arbeit, nachdem eine Fühlungnahme mit Schulen und anderen Instituten die Richtlinien der Zukunft ergeben hat. So sollen Studios, Meisterklassen und Kurse für Künstler — Anfänger und Fortgeschrittene — eingerichtet' werden. Jüdische; Musiklehrer sollen herangebildet und erfaßt werden, in Frankfurt wird man sich besonders auch die Ausbildung und Schulung jüdischer Blasmusiker, an denen es fehlt, angelegen sein lassen. Die pädagogische Arbeit wird sich in ganz besonders enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Künstlerhilfe und der Wirtschaftsberatungsstelle abwickeln. Die Leitung des Kulturbundes für den Rhein- Main-Bezirk mit dem Sitz in Frankfurt a. M. setzt sich zusammen aus: Frau Levy-Michel (Organisation), Generalmusikdirektor Hans Wilhelm Steinberg (Künstlerischer Leiter), Rechtsanwalt. Dr. Rosenmeyer (Rechtsberatung), Prof. Sulzbach (Finanzen). In der Aussprache wurde von den Pressevertretern besonders betont, daß es gelte, die Jugend zur Kulturarbeit mehr heranzuziehen; die Fühlungnahme mit den einzelnen Bünden hat bereits eingesetzt. Die neue Periode der Kultvxbundarbeit im Rhein-Main-Bezirk wird durch zwei große Werbeveranstaltungen eingeleitet, in denen der Intendant des Kulturbundes Kurt Singer sprechen wird, außerdem wurde Martin Buber für eine besondere Veranstaltung gewonnen; den künstlerischen Rahmen g«ben Darbietungen von Generalmusikdirektor Rosenstock, Hans Wilhelm Steinberg und ein Jugendchor. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal: nmat» pn, Herr R.-A. Dr. Schlesinger. — nachm. 6.30 Uhr Vortrag des Herrn Rabb. H- Meyer „Gang durch die Hagadah." Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, dir "n, Herr S. Schachnowitz. (Alles andere wie üblich.) Jahrzeitsstiftungen. - .Mittwoch, 21. März : Helene Apelt geb. Leucht-Stiftung. Mittwoch, 21. März: Ester Swetizki-Stiftung. Donnerstag, 22- März: Ernst Ascher-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho (4% Uhr) im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz. „Dem Peßachfeste entgegen." (Die Auseinandersetzung mit dem Roscho.) Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags, 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr, Samstag 12[/4 Uhr, Herr Sofer, im Vereinslokale des Mekor Chajim, Langestr. Agudas Jisroel-Jugetndgruppe. §|Am Sonntag, den 18. März abends 8,30 Uhr spricht im großen Saale der Frankfurt-Loge Herr Dr. S. Ehrmann über das Thema „Was ist uns Erez, Jisroel?". Das Schlußwort spricht Herr Jacob Rosenheim. Die Adar-Nummer des „Hameaged" ist zum Preis von RM 0.10 durch die Redaktion zu beziehen. Anschrift Rainold Oppenheimer, Bockenheimer-Anlage 12 Im voraus zahlbar auf Postscheckkonto der Agudas Jisroel Jugendgruppe Ffm. Nr. 42822. Nadeln der A. J. sind zum Preise von 30 Pfg. durch die Jugendgruppe erhältlich. Die Hirscharbeitsgemeinschaft des Herrn Studienrat Max Münk findet am Dienstag, 20. März, um 20.45 Uhr im Heim, Schwanenstr. 12 statt. (Alles andere wie üblich.) Gebetzeiten. xijm naw Freitag abend 6.05 Samstag rmovn 6.50 Samstag morg; 8.00, Samstag nachm. 1.00 und 4.30 Samstag abend 7.20 Wochengotiesdienst: Morgens 6 30 Nachmittags 6.00 Tefillinlegen am Morgen 5.40 Familiennachrichten« Barmizw oh: Norbert Nathan, Sohn des Herrn Julius Behrend, Hamburg, Brahmsallee 15«.?man rnw. Briefkasten. Lehrer R. in B. mao n~nin na» war die Barmizwa. A. K. 1922. Der nisa la-Geburtstag, also 17. Nissan, fällt wieder auf naw. Ob in der Synagoge der Junge leinen kann, hängt von den dortigen Bestimmungen ab. Zu Pessach erhalten Sie Hagadaus, Machsorim, wie sonst alle Geschenkwerke in Buchhandlung H. Oppenheimer, Frankfurt a< M., Rückertstr. 57. (Näheres Inserat.) Medikamente für Pessach Unter Aufsicht der Ritualkomm, der Israel. Gemeinde Ffm. Adler-Apotheke Inh. Apoth. H. 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